Wirtschaft – Armee – watson

Ohne Secondos geht in der Nati gar nichts. Wie sieht's in Chefetagen, bei der Armee und bei watson aus? 

26.06.14, 15:30 02.07.14, 10:34

Die Schweizer Fussball-Nati: Ohne die Secondos undenkbar

Bild: AP/Fotomontage: watson

Dass es die aktuelle Schweizer Nati ohne ihre Secondos gar nicht gäbe, wissen wir bereits. Dass die Secondos auch den Erfolg bringen, zeigt die nächste Zahl.

Der Schweizer Fussball-Erfolg: Alle 7 Vorrunden-Goals wurden von Secondos geschossen

Aber auch in der Wirtschaft, in der Armee und selbst beim Newsportal watson würde ohne die Leistung der «Ausländer» und «Zweitgeneratiönler» praktisch nichts laufen:

Die Chefs der 21 SMI-Firmen: 15 Ausländer und ein halber Secondo

15 von 21 SMI-CEOs sind Ausländer. Collage: watson

Von den 21 Chefs der wichtigsten börsenkotierten Firmen in der Schweiz haben lediglich sechs einen roten Pass. Dies zeigt der Schillingreport 2014. Dies sind: Albert Baehny (Geberit), Boris Collardi (Julius Bär), Nick Hayek (Swatch Group), Urs Schäppi (Swisscom), Sergio Ermotti (UBS) und Martin Senn (Zurich Versicherung).

Swatch-Chef Nick Hayek zählt zudem zu den Secondos: Sein Vater, Swatch-Gründer Nicolas G. Hayek, wurde 1964 in der Schweiz eingebürgert. 

Keinen Schweizer Pass besitzen die folgenden CEOs von SMI-Unternehmen: Steven Newman (Transocean), Michael Mack (Syngenta), Michel Liès (Swiss Re), Chris Kirk (SGS), Severin Schwan (Roche), Joseph Jimenez (Novartis), Paul Bulcke (Nestlé), Bernard Fontana (Holcim), Gilles Andrier (Givaudan), Brady Dougan (Credit Suisse), Patrick de Maeseneire (Adecco), Jean-Paul Clozel (Actelion) und Ulrich Spiesshofer (ABB).

Schweizer Geschäftsleitungs-Mitglieder: 42 Prozent sind Ausländer

Der Schillingreport analysiert 119 Unternehmen. 42 Prozent aller Geschäftsleitungs-Mitglieder sind Ausländer.

Überdurchschnittlich viele Firmengründungen werden durch Ausländer getätigt

Bild: Screenshot Bisnode

Rund ein Drittel aller Firmenneugründungen werden in der Schweiz von ausländischen Staatsangehörigen getätigt. In den Kantonen Genf, Waadt, Tessin, Zug und Basel-Stadt überholen die Firmengründer aus dem Ausland fast die Schweizer Firmengründer.

Schweizer Armee: Jeder dritte Rekrut hat einen Migrationshintergrund

Bild: KEYSTONE

Ja sogar im Militär sind die Secondos besonders stark. Eine Studie von der ETH-Militärakademie zeigt, dass gut ein Drittel aller Stellungspflichtigen einen Migrationshintergrund haben und kommt zum Befund: Diese seien besonders leistungsbereit.

Jeder 6. watson-Mitarbeiter hat einen Migrationshintergrund

Bild: watson

Auch die «beste Schweizer Schülerzeitung» (Zitat «Tagesanzeiger») hätte es schwer ohne die Secondos und Ausländer. Jeder Sechste hat einen Migrationshintergrund. 

Wir werden sogar von einem Ausländer geleitet: Unser Chef Hansi Voigt hat einen deutschen Pass, obwohl er als Kind in die Schweiz kam. Ohne ihn gäbe es watson nicht. Selbst der Autor von diesem Artikel ist ein Secondo.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Ben 02.07.2014 10:19
    Highlight Rassisten sind diejenigen, die ständig nach der Herkunft von Menschen fragen! Wer den Schweizer Pass besitzt, ist Schweizer! Basta! Vielleicht lernt es die Watson-Redaktion doch auch noch...
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  • Gelöschter Benutzer 01.07.2014 23:00
    Highlight Benaglio ist kein Secondo? Tessiner ist er aber auch nicht. Fragen über Fragen
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  • Gelöschter Benutzer 01.07.2014 23:00
    Highlight Das ist mein letzter Kommentar auf watson. Diese Effekthascherei mit übertriebenen Titeln und tumben Schlussfolgerungen nervt. Dass in der Nati ohne Secondos nichts gehe, ist schlichtweg eine Lüge. Die Schweizer waren auch schon ohne mehrheitlich Secondos an der WM und das war definitiv nicht "nichts". Dass einige Schweizer CEOs Migrationshintergrund haben sagt nichts darüber aus, dass ohne sie nichts gehen würde, wenn der Job ein Schweizer machen würde. Ob Schweizer oder Ausländer ist doch mir egal (ich habe selbst Migrationshintergrund), aber wann hört es auf, dass links und rechts ständig dümmliche Behauptungen aufstellen? Das löst genau 0 Probleme.
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  • Oki 01.07.2014 22:58
    Highlight Ohne Schweiz wären sie alle keine Profi-Fussballer.
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  • SeKu 01.07.2014 22:40
    Highlight Solche welche sogar noch zwischen Schweizern, Secondo-Schweizern, Schweizern mit Migrationhintergrund, 3/4-Schweizern und ähnlichem Humbug unterscheiden sind für mich die grössten Rassisten.
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  • Mila1 01.07.2014 20:04
    Highlight Tja, was soll mann dazu sagen! scheinbar Lebst es in der Schweiz besser als im eigenen Land... nur dürfen wir nicht vergessen durch was das ganze erstanden ist... Schwerste Arbeit von unsern Urgrosseltern wo sich zum Teil nix im Leben gegönnt haben, aber heut ist euch eine andre Zeit.
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  • Micha Moser 01.07.2014 19:55
    Highlight Ich hasse diese Bilder. Mal sind wir Nazis weil wir die Secondos nicht anerkennen, ein andermal stellt man die Secondos wieder als randgruppe dar.
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    • Gelöschter Benutzer 02.07.2014 05:26
      Highlight Das zeigt doch nur wie gut Ausländer und Schweizer zusammenarbeiten und wie vorbildlich bei uns Integration gelebt wird im Alltag.
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