Trump gewinnt «Swing State» Florida und damit 29 weitere Wahlmänner

Publiziert: 09.11.16, 05:08

Donald Trump hat bei den Präsidentschaftswahlen in den USA nach Ohio auch den «Swing State» Florida gewonnen. Letzterer trägt ihm weitere 29 Wahlmännerstimmen ein.

Trump gewinnt dem Sender Fox zufolge auch North Carolina, ein Swing State und mit 15 Wahlleuten wichtiger Staat. Bei CNN liegt Trump in North Carolina bei einem Auszählungsstand von 91 Prozent mehr als vier Punkte vor seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton. Trump liegt bei 50.8 Prozent, Clinton bei 46.4 Prozent.

Hillary Clinton gewann gemäss der Sender Fox News und NBC den Bundesstaat Virginia und damit 13 weitere Wahlmänner, sowie Colorado mit neun Wahlleuten. Die Demokratin brauchte besonders Virginia dringend, um sich ihre Gewinnchance gegen Trump zu erhalten.

Auch in Nebraska gewann Trump, dort fehlten jedoch noch zwei über die Ergebnisse in Distrikten vergebenen Wahlleute. Die Demokratin Clinton siegte in New York. Dort standen 29 Wahlmänner auf dem Spiel. Auch dieses Ergebnis war so erwartet worden.

Von den nötigen 270 Wahlleuten hat Clinton derzeit 131, Trump liegt bei 197.

In anderen Schlüsselstaaten wie North Carolina lieferten sich Trump und Clinton laut den Zwischenständen der Auszählung ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Das Live-Prognosemodell der «New York Times»-Seite «Upshot» gibt Trump inzwischen eine Siegchance von 78 Prozent. Das Politblog «Fivethirtyeight» spricht Clinton mit einem trägeren Modell weiter eine Siegchance von 60 Prozent zu.

Blick nach Arizona

Besonders problematisch für Clinton sind derzeit Rückstände in vier Bundesstaaten. Überraschend gross ist ihr Rückstand in Michigan. Sollte sie dazu auch North Carolina verlieren, bräuchte sie einen Sieg in den als sicher für Trump geltenden Staaten Arizona oder Georgia.

Hohe Zahl an Unentschlossenen

Die meisten Befragungen im Vorfeld der Wahl deuteten auf einen Sieg der früheren Aussenministerin, Senatorin und First Lady Hillary Clinton über den Immobilienmilliardär Donald Trump hin. Allerdings gibt es in diesem Jahr eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Bundesstaaten, in denen das Rennen immer noch auf der Kippe steht.

Einer Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge haben 13 Prozent der Wähler sich erst in der letzten Woche des Wahlkampfs für einen Kandidaten entschieden. Im Jahr 2012 waren es neun Prozent. Wahlforscher hatten auf die hohe Zahl von Unentschlossenen verwiesen. (sda/dpa/afp/reu)

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