Sommerhonigernte ist vielerorts ins Wasser gefallen

Publiziert: 03.11.16, 16:28

Die diesjährige Honigernte dürfte als eine der schlechtesten Ernten der letzten Jahre überhaupt in Erinnerung bleiben. Mit Ausnahme von Genf und Wallis wurde in keinem Kanton die Gesamthonigmenge des Vorjahres erreicht.

Die Schweizerische Bienen-Zeitung hat die diesjährige Honigernte gestützt auf eine Internetumfrage ausgewertet, an der sich 885 Imkerinnen und Imker mit 1119 Standorten beteiligt haben.

Demnach betrug die Gesamternte pro Bienenvolk in diesem Jahr 13.9 Kilogramm. Ein annähernd schlechtes Jahr gab es einzig 2014 mit 14.2 Kilogramm, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Bienen-Zeitung hervorgeht.

In einigen Regionen der Schweiz und Liechtensteins sei die Sommerhonigernte buchstäblich ins Wasser gefallen. Wer seinen Bienen den ebenfalls spärlichen Frühlingshonig Ende Mai wegnahm, habe aufpassen müssen, dass seine Bienen nicht verhungerten, weil sie in der Natur nichts mehr gefunden hätten. Frühes Zufüttern sei die einzige Lösung gewesen, um die Bienenvölker vital zu erhalten.

Mit 6.2 Kilogramm Sommerhonig pro Volk liege die Ernte 2016 nochmals 1.3 Kilogramm tiefer als im bisher schlechtesten Jahr 2014, heisst es. Viele langjährige Imker hätten sich überhaupt nicht an ein derart schlechtes Honigjahr erinnern können.

Bei der Frühlingshonigernte hätten die meisten Kantone noch an die Vorjahresmengen anschliessen können. Im Aargau und in den Kantonen Genf, Basel und Schaffhausen seien sie sogar übertroffen worden.

Im verregneten Sommer seien dann nur noch die klimatisch begünstigten Südkantone Graubünden, Tessin, und Wallis sowie Genf an die Mengen der Vorjahre herangekommen. Alle anderen Kantone und Liechtenstein seien stark abgefallen.

Hoffnung auf Zweijahreszyklus

Immerhin lässt sich gemäss der Bienen-Zeitung aufgrund der langjährigen Statistik ein Zweijahresmuster feststellen: Die ungeraden Jahreszahlen liefern demnach anständige Sommerhonigernten, die geraden Jahreszahlen dagegen seien in manchen Kantonen Totalausfälle, und in anderen Kantonen stünden sie eher auf der mageren Seite.

«Jetzt hoffen wir, dass sich dieser Trend fortsetzen wird und wir 2017 wieder eine anständige Honigernte, speziell Waldhonigernte, haben werden», heisst es. Von den Rekordhonigmengen der Jahre 2011 und 2015 könnten die Imker nur träumen. Damals waren pro Volk insgesamt 29.1 Kilogramm respektive 27.2 Kilogramm Honig geerntet worden. (sda)

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