Behörden warnen vor Hitzewelle

20.06.17, 11:12

MeteoSchweiz hat für die zweite Wochenhälfte eine Hitzewarnung herausgegeben. Bis am kommenden Wochenende dürften die Höchsttemperaturen um die 30 Grad oder darüber liegen. Am Donnerstag sind sogar 35 Grad möglich.

Die Warnung der Gefahrenstufe 3 - der mittleren von fünf Warnstufen - gilt von Mittwoch bis Samstag. Sie betrifft das ganze Mittelland vom Genfer- bis zum Bodensee, sowie Teile des Kantons Wallis und das Tessin in Lagen unter 600 Meter. Als mögliche Auswirkungen können Kreislaufbeschwerden und körperliches Unwohlsein auftreten.

Typische hitzebedingte Beschwerden können sich etwa in Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung Übelkeit, Erbrechen und anderem äussern. Wie gut jemand die Hitze verkraftet, hängt aber auch vom momentanen körperlichen Befinden ab.

So wird Hitze beispielsweise bei Erkältung oder chronischen Erkrankungen deutlich schlechter ertragen. Im Allgemeinen reagieren schwangere Frauen, Kleinkinder, ältere und kranke Personen empfindlicher auf hohe Temperaturen.

Schatten und viel trinken angesagt

Empfohlen wird, während der Zeit der stärksten Sonneneinstrahlung von 11 bis 15 Uhr sowie in den heissesten Stunden zwischen 15 und 18 Uhr wenn möglich im Schatten zu bleiben und körperliche Anstrengungen zu vermeiden - oder bei Anstrengungen genügend alkoholfreie Getränke zu sich zu nehmen. Aktivitäten im Freien sollten auf die Morgen- und Abendstunden beschränkt werden.

Generell benötigt der Körper mindestens 1.5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag. Gleichzeitig sollte der Salz- und Wasserverlust ausgeglichen werden. Dazu eigneten sich natriumhaltiges Mineralwasser, Säfte, Suppen oder wasserreiche Früchte wie Melonen, Gurken, Tomaten, Erdbeeren und Pfirsiche. Während der Nacht sollte die Abkühlung genutzt werden, indem Gebäude intensiv gelüftet werden.

Hitzewelle im Juni eher die Ausnahme

Die Hitzewelle ist rechtzeitig zum astronomischen Sommeranfang vom 21. Juni eingetroffen. Die Sommersonnenwende findet am Mittwochmorgen um 6.24 Uhr statt.

Allerdings ist eine solche Hitzeperiode, wie sie jetzt die Schweiz trifft, eher untypisch und wird meist erst im Juli oder August registriert. Normalerweise ist der Monat Juni der Monat mit den meisten Regentagen, und in den Monat fällt erst noch die sogenannte Schafskälte.

Ob die Juni-Hitzerekorde fallen, ist derzeit noch offen. Im Juni des Hitzesommers 2003 wurde es beispielsweise in Zürich-Kloten 36 Grad heiss. 1947 wurden im Juni in Basel-Binningen auch schon einmal 36.9 Grad gemessen und in Genf waren es 1950 ebenfalls 36 Grad. Den absoluten Juni-Hitzerekord hält Grono GR mit 37.3 Grad. Dieser Wert wurde am 21. Juni 2003 gemessen, also genau vor 14 Jahren.

Vom absoluten Hitzerekord ist die Schweiz aber noch weit entfernt: Ebenfalls in Grono wurden am 11. August 2003 41.5 Grad gemessen, die bisher höchste Temperatur, die je in der Schweiz registriert wurde. (sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!