Mindestens 43 Tote bei verheerendem Waldbrand in Portugal

18.06.17, 10:12

Beim schlimmsten Waldbrand in Portugal seit Jahrzehnten sind im Zentrum des Landes bis am Sonntagmorgen mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. Rund 60 Menschen wurden nach Angaben des Staatssekretärs im Innenministerium, Jorge Gomes, verletzt.

Viele Opfer starben auf der Flucht vor dem Brand in ihren Autos, als das Feuer ihnen den Weg abschnitt. Gomes sagte, es sei schwer zu sagen, ob die Menschen vor den Flammen flüchteten oder vom Feuer überrascht wurden.

Die vor allem im Kreis Pedrógão Grande knapp 200 Kilometer nordöstlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon wütenden Flammen wurden am Sonntag nach Angaben des Zivilschutzes von fast 700 Feuerwehrmännern mit mehr als 200 Fahrzeugen und zwei Löschflugzeugen bekämpft.

Es gebe einige Dörfer, die «von den Flammen völlig eingekesselt» seien, hatte in der Nacht der Bürgermeister von Pedrógão Grande, Valdemar Alves, der Zeitung «Público» gesagt. In einigen Gebieten fiel der Strom aus, mehrere Familien mussten ihre Häuser verlassen.

Das Feuer war am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MESZ) aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen. In Portugal herrschten am Samstag Temperaturen von teilweise über 40 Grad Celsius.

«Beispiellose Situation»

Staatsoberhaupt Marcelo Rebelo de Sousa war in der Nacht zur Unglücksstelle geflogen und sprach dort von einer «beispiellosen Situation». Der sozialistische Ministerpräsident António Costa, der die Entwicklung die gesamte Nacht von der Zentrale des Zivilschutzes in Carnaxide bei Lissabon aus verfolgte, sagte, er sei vom «Ausmass der Tragödie schockiert».

Der Kreis Pedrógão Grande hat auf 128 Quadratkilometer Fläche lediglich rund 4000 Einwohner, die sich in erster Linie der Land-, aber auch der Textilwirtschaft widmen. Die nahezu unberührte Natur mit Lagunen und Stauseen zog in den vergangenen Jahren immer mehr Wanderer und Wassersportler an. (sda/dpa/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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