Fabrikeinsturz

Tausende Textilarbeiter in Bangladesch trauern um ihre Kollegen

24.04.14, 09:23
Bangladeshi relatives of victims of last year’s Rana Plaza building collapse, along with activists hold candles during a gathering on the eve of the tragedy, the worst in the history of the garment industry, in Savar, near Dhaka, Bangladesh, Wednesday, April 23, 2014. More than 1,100 people were killed when the illegally constructed, 8-storey building collapsed on April 24, 2013, in a heap along with thousands of workers in the five garment factories in the building.  (AP Photo/A.M. Ahad)

Tausende gedenken den Opfern des Fabrikeinsturzes vor einem Jahr.  Bild: AP/AP

Ein Jahr nach dem Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes in Bangladesch haben Textilarbeiter am Donnerstag Blumenkränze an der Unglücksstelle niedergelegt. Tausende Menschen kamen in Savar, einem Vorort der Hauptstadt Dhaka, zusammen.

Dort gedachten sie der mehr als 1100 Toten und 2500 Verletzten der Katastrophe. Einige Hundert Textilarbeiter blockierten ganz in der Nähe der einstigen Fabrik eine Hauptstrasse. Sie forderten, dass die Gebäude- und Fabrikbesitzer endlich zur Rechenschaft gezogen werden sollten. «Hängt sie, hängt sie», schrien die Demonstranten.

Die Arbeiterschutzorganisation Sramik Sanghati forderte, die Regierung solle den 24. April zum Tag der Arbeitssicherheit in Bangladesch ausrufen. Zahlreiche Fabriken in Savar liessen schwarze Fahnen über ihren Dächern wehen. Der Einsturz am 24. April 2013 war das schwerste Fabrikunglück in der Geschichte Bangladeschs, wo viele Textilfirmen aus aller Welt nähen lassen. Die internationalen Gewerkschaften IndustriAll verlangte von den Unternehmen, die im Rana Plaza fertigen liessen, endlich ausreichend Entschädigungen zu zahlen. (rar/sda) 

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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