Angela Merkel bei einem Besuch des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV). Ein 51-jähriger deutscher Staatsbürger soll sich beim BfV eingeschlichen haben und im Internet sensible Informationen preisgegeben haben. Bild: WOLFGANG RATTAY/REUTERS

Mutmasslicher Islamist beim Verfassungsschutz enttarnt

29.11.16, 20:59

Beim deutschen Inlandgeheimdienst, dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), hat sich ein Islamist eingeschlichen. Dem Mann, einem deutschen Staatsbürger, werde «vorgeworfen, sich im Internet unter falschem Namen islamistisch geäussert und in Internetchats Amtsinterna preisgegeben zu haben», sagte eine BfV-Sprecherin am Dienstagabend.

Gegen den Mann sei Haftbefehl ergangen, sagte die Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Es gebe bislang keine Belege für eine konkrete Gefahr für die Sicherheit des BfV und seiner Mitarbeiter, sagte die Sprecherin. Der Mann sei erst vor Kurzem eingestellt worden und habe sich während der Ausbildung und in seinem Einsatzbereich «unauffällig verhalten».

Bombenanschlag geplant

Die Zeitung «Die Welt» berichtet, nach Informationen aus Sicherheitskreisen habe der Beschuldigte geplant, einen Bombenanschlag in der Zentrale des Bundesamtes in Köln zu verüben.

In seiner Vernehmung habe sich der Beschuldigte zu seinen Anschlagsplänen bekannt und gesagt, diese seien «im Sinne Allahs» gewesen. Ob er etwa bereits Sprengstoff oder ähnliches organisiert habe, sei nicht bekannt, hiess es in dem Zeitungsbericht weiter.

Ermittlungen noch am Anfang

Die «Welt» schrieb, der 51-jährige deutsche Staatsbürger habe im Internet unter falschem Namen angeboten, weitere sensible Informationen preiszugeben, die zu einer Gefährdung des Amtes hätten führen können. Das Magazin «Der Spiegel» berichtete am Dienstag, dass in dem Fall die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittele. Die Behörden seien dem Mann vor etwa vier Wochen auf die Schliche gekommen. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Mit Hipsterbart und Hakenkreuz: 5 alte und neue rechtsextreme Bewegungen

Aroser Hotel schickt Juden zum Duschen – der Shitstorm ist gewaltig

Warst du besoffen, Designer? 26 Kleider-Fails, die nicht mehr gut zu machen sind

Koksen und kotzen – Barbie ist im 2017 angekommen

Frau findet Ex auf Tinder – und erlebt zunächst eine witzige, dann eine böse Überraschung

Lächeln im «Reich des Bösen»

Geheimes Chat-Protokoll aufgetaucht: Wie es wirklich zur Nordkorea-Krise kam

Zwei «Irre» auf Kollisionskurs: Die Angst vor der Bombe ist zurück

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600