Schwer erkrankt: Beat Richner gibt Leitung der Spitäler ab

28.03.17, 13:16

Der Gründer der Kantha-Bopha-Spitäler in Kambodscha ist schwer erkrankt: Beat Richner kann seine Funktion als Leiter der Spitäler nicht mehr ausüben und muss alle öffentlichen Auftritte absagen. Dies teilte die Kinderspital-Stiftung am Dienstag mit.

Beat Richner sei als «Beatocello» einmalig und als genialer Fundraiser nicht ersetzbar, heisst es in der Mitteilung. Auch wenn die Erkrankung nun unerwartet erfolgt sei, treffe der Ausfall des kürzlich 70 Jahre alt gewordenen Kinderarztes und Musikers den Stiftungsrat nicht unvorbereitet.

Bereits vor Jahren sei gemeinsam mit Beat Richner eine Strategie ausgearbeitet worden, welche den Fortbestand von dessen Werk bei einem unerwarteten Ereignis sichere.

Die Kantha-Bopha-Spitäler sind gemäss Mitteilung medizinisch und technisch autonom und arbeiten normal weiter. «Von den 2500 Mitarbeitenden in Kambodscha sind nur zwei Ausländer - Beat Richner als Leiter der Spitäler und Denis Laurent als Leiter der Labors und der Logistik.»

Peter Studer übernimmt interimistisch

Der Vizepräsident des Stiftungsrates, Mediziner Peter Studer, wird interimistisch die Leitung der Spitäler übernehmen. Studer habe Richner seit Beginn unterstützt und stelle so die Kontinuität in der Leitung sicher.

Die Spitäler in Siem Reap und Phom Penh sind Departemente des kambodschanischen Gesundheitsministeriums und haben den Status von Universitätskliniken. Die Regierung hat gemäss Mitteilung auf «hartnäckiges Ersuchen» von Beat Richner ihren jährlichen Beitrag für die Spitäler stetig erhöht und für 2017 weitere Mittel zugesagt.

«Der Stiftungsrat wird in enger Zusammenarbeit mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) eine Lösung mit dem kambodschanischen König und der Regierung für die langfristige Finanzierung der Kantha-Bopha-Spitäler ausarbeiten», teilte die Stiftung weiter mit. (sda)

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