Für 4 von 10 ist Haustier-Verbot ein No-Go bei Miete oder Hauskauf

Publiziert: 07.11.16, 17:56

Ein Haustier-Verbot schreckt Mieter und Hauskäufer ab. Für vier von zehn Schweizer ist es Grund, auf eine Wohnung oder ein Haus zu verzichten. Bei den Haustierbesitzern sind es gar 80 Prozent, für die ein Verbot ein Ausschlusskriterium für Miete oder Kauf darstellt.

Dies ergab eine Umfrage unter 916 (Deutsch-)Schweizerinnen und Schweizern, die im Januar und Februar diesen Jahres mittels Online-Fragebogen in deutscher Sprache durchgeführt worden war. Jeder fünfte Mieter oder jede fünfte Mieterin verzichtet lieber auf die Traumwohnung, wenn er oder sie keine Haustiere halten darf.

«Das sollte insbesondere den Vermietern, aber auch Architekten zu denken geben», schrieben der Hypothekenvermittler Moneypark und das Maklernetzwerk Alacasa in einer Medienmitteilung am Montag dazu.

Alles für Katz und Hund

Gemäss Umfrage lebt in jedem dritten Schweizer Haushalt mindestens ein Haustier. Besonders beliebt sind Katzen: 21 Prozent der Haustierbesitzer gaben an, eine Katze zu ihren Mitbewohnern zu zählen. Der treuste Freund des Menschen, der Hund, belegte mit 13.1 Prozent Rang zwei. Damit lebt in jedem fünften Haushalt eine Katze und in jedem achten ein Hund.

Dass Hund und Katz nicht miteinander können, widerlegt die Umfrage einmal mehr: In jedem dritten Hunde-Haushalt lebten auch Katzen und in jedem fünften Katzen-Haushalt Hunde.

Kleintiere wie Hamster, Kaninchen, Ratten oder Mäuse sowie Fische und andere Aquarienbewohner leben in drei von 100 Haushalten. Reptilien, Spinnen oder Vögel findet man noch seltener.

Rund die Hälfte der Familien hat Haustiere

Besonders oft leben die Tiere in Familien - mit knapp 58.3 Prozent belegen Familien mit Teenagern den Spitzenplatz, gefolgt von Familien mit erwachsenen Kindern (53.3 Prozent). Sind die Kinder unter elf Jahre alt, hatten knapp 36 Prozent der Befragten sich bereits ein Haustier angeschafft.

Auch 37 der befragten älteren Paare gaben an, ein Haustier zu haben. In Single-Haushalten und in Wohngemeinschaften dagegen lag die Haustier-Quote deutlich tiefer (15 bis 20 Prozent).

In der Umfrage fiel auch auf, dass Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer häufiger Haustiere halten als Mieterinnen und Mieter. Und es gab auch Unterschiede bei der Grösse der Tiere. Hunde lebten doppelt so häufig in einem Eigenheim als in einer Mietwohnung. Kleintiere dagegen finde man häufiger in Mietwohnungen als in Eigenheimen.

Mehr Haustiere auf dem Land

Auf dem Land halten die Hausbewohner deutlich häufiger Haustiere als in der Stadt. 56.7 Prozent der Befragten, die auf dem Land wohnten, gaben sich als Haustierbesitzer zu erkennen. Bei jenen, die mitten im Dorf wohnten, waren es 41.3 Prozent.

Je dichter die Siedlungen werden, desto weniger Haustiere sind anzutreffen: In Agglomerationsgemeinden und am Stadtrand ist gemäss Umfrage noch in rund 30 Prozent der Haushalte ein Haustier zu finden. In den Stadtzentren dagegen sind Haustiere rar: nur noch in einem Fünftel der Haushalte gibt es auch tierische Hausgenossen.

Auf dem Land seien Haustiere für viele ein Muss, im Stadtzentrum dagegen können viele Bewohnerinnen und Bewohner gut und gerne auf Haustiere verzichten.

Besitzer und Käufer von Immobilien auf dem Land sollten daher «einiges daran setzen, die Haltung von Tieren zu ermöglichen», schreiben Moneypark und Alacasa in ihrem Fazit zur Umfrage. Bei Neubauten sollten Architekten bereits Haustiere möglichst einplanen, fordern sie. (sda)

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