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Pegida-Demonstration in Dresden: Die Rechte macht mobil gegen eine vermeintlich linke Elite. Bild: EPA/DPA

Diese Elite-Kritik müssen wir ernst nehmen

Elite ist der Kampfbegriff der neuen Rechten geworden. Doch es gibt auch linke Kritik an einer neuen Oberschicht, die sich gerne «professionell» und «kreativ» nennt. Wie weit trifft dies auch für die Schweiz zu?

14.01.17, 13:12 15.01.17, 07:35

«Unsere Wirtschaft hat die Dreissigerjahre wiederholt; warum hat die Politik dies nicht getan?», diese Frage stellt Thomas Frank in den Mittelpunkt seines Buches «Listen, Liberal». Es ist eine beissende Kritik an der demokratischen Partei Amerikas und Franks kurze Antwort lautet: Weil die Linke die Arbeiter vergessen und die Klasse der Professionellen und Kreativen entdeckt hat.  

Thomas Frank, Autor von «Listen, Liberal».

Die Entwicklung hat in den Neunzigerjahren unter der Präsidentschaft von Bill Clinton eingesetzt. Clinton stammt zwar aus sehr einfachen Verhältnissen und hatte den Kampf gegen die Ungleichheit auf seine Fahnen geschrieben. Doch einmal im Weissen Haus setzte er nicht mehr auf Gewerkschaften, sondern auf die sich neu formierende Klasse der sogenannten Professionellen.  

«Bill Clintons Sozialstaats-Reform hat die Anzahl der Menschen, die in extremer Armut leben massiv vergrössert.»

Thomas Frank

Dabei stützte sich Clinton auf ein Buch seines damaligen Arbeitsministers Robert Reich mit dem Titel «The Work of Nations». Reich hatte zu Beginn der Neunzigerjahre für die Amerikaner eine beruhigende Nachricht. Sie lautete: Habt keine Angst vor der Globalisierung. Dank einer guten Ausbildung und modernsten Technologien werden die meisten von euch zu den Gewinnern gehören.  

Robert Reich war Clintons Arbeitsminister und Autor des sehr einflussreichen Buches «The Work of Nations». Bild: AP California State University, Ful

Reich stellte den amerikanischen Arbeitnehmern in Aussicht, sie würden die «Symbolanalysten», die «Problemlöser» oder die «strategischen Broker» sein, denen die Zukunft in einer globalisierten Wirtschaft gehört. Gewerkschaften und Klassenkampf hingegen würden sich bald erübrigen: Die multinationalen Konzerne würden den harten Wettbewerb in einer globalisierten Weltwirtschaft nicht überleben und wegsterben.  

Bei der neuen professionellen Klasse – dazu gehören Ärzte, Anwälte, Architekten und Ingenieure, aber auch Ökonomen, Politologen, Finanzexperten, und ja auch Journalisten – kam diese Botschaft sehr gut an. Bei den traditionellen Arbeitern hingegen weniger, und diese hatten auch gute Gründe.  

Nur die Besten und Klügsten waren gut genug

Bildung war fortan das höchste aller Ziele. Clinton füllte seine Stäbe mit Absolventen von Eliteuniversitäten wie Harvard, Yale oder Stanford und schmückte sich auch mit dem einen oder anderen Nobelpreisträger. Nur «the best and the brightest» waren ihm gut genug.  

Das Ehepaar Clinton als Sinnbild der neuen kreativen Klasse. Bild: Seth Wenig/AP/KEYSTONE

Für die professionelle Klasse zählt Leistung, nicht Solidarität. Die Gewerkschaften gerieten immer mehr auf ein Abstellgleis, und wer arm war, war letztlich selber schuld: Er hatte in der Schule versagt. Es entstand so eine neue Zweiklassen-Gesellschaft, die Frank wie folgt schildert:  

«Für die erfolgreichen Professionellen ist eine Meritokratie (eine Leistung-lohnt-sich-Gesellschaft, Anm. d. Red.) eine feine Sache, verschafft sie ihnen doch jede Menge Belohnungen und Status, denn sie sind ja schlauer als die anderen Leute. Für alle, welche im Schatten der Ungleichheit leben – für die, welche ihr Haus verloren oder mit einem lausigen Minimallohn leben müssen – sind die Folgen der Meritokratie unmissverständlich. Diesen Menschen sagt diese Ideologie: Vergesst es. Ihr seid selbst schuld!»

Bill Clinton gilt heute als ein Held der Linksliberalen. Er hat einer «rechtsextremen Verschwörung» die Stirn geboten und einer republikanischen Hexenjagd widerstanden. An seine Politik hingegen erinnern wir uns nur verschwommen. Für die amerikanischen Industriearbeiter war sie ein Desaster.  

Für die Industriearbeiter war Nafta ein schlechter Deal

Heute noch bezeichnet er den Freihandelsvertrag mit Kanada und Mexiko, Nafta, als sein herausragendes politisches Vermächtnis. Für die «blue collar worker» sieht die Bilanz weniger glorreich aus. Rund 700'000 Industriejobs gingen wegen Nafta verloren.  

Verlassene Fabrik von Bethlehem Steel in Pennsylvania. bild: shutterstock

Wer seinen Arbeitsplatz behalten konnte, musste massive Lohneinbussen in Kauf nehmen, die mit der Drohung des Managements «Sonst zügeln wir nach Mexiko» rücksichtslos durchgesetzt wird. Es gibt einen Grund, weshalb Donald Trump mit seiner Mauer gegen Mexiko so viel Beifall erhalten hat.  

Nebst Freihandel hat Clinton der traditionellen Wählerschaft der Demokraten mit zwei weiteren Dingen grossen Schaden zugefügt. In seiner Amtszeit ist die Anzahl der Menschen – hauptsächlich schwarze Männer –, die in Gefängnisse eingesperrt wurden, explodiert. Heute gebe es in US-Strafanstalten mehr schwarze Insassen als es einst Sklaven gab, stellt Frank fest.

Die traditionelle Arbeiterklasse wendet sich von den Demokraten ab

Ebenso rücksichtslos hat Clinton den Sozialstaat zurückgestutzt. Die eh schon mickrigen Sozialleistungen wurden nochmals gekürzt und mit einer Pflicht zur Arbeit verbunden. Die Folgen waren ernüchternd: «Bill Clintons Sozialstaats-Reform hat die Anzahl der Menschen, die in extremer Armut leben – will heissen: mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen müssen – massiv vergrössert», stellt Frank dazu fest.  

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Wenn wundert es, dass diese Politik zu einer Entfremdung zwischen den Demokraten und ihrer traditionellen Basis führte? Die Partie, die sich gerne als Stimme des kleinen Mannes darstellt, verlor die Unterstützung eben dieses kleinen Mannes. Viele wechselten zu den Republikanern oder blieben den Wahlurnen fern.  

Beschreibt den Aufstieg der Kreativen: Richard Florida.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat ein weiteres Buch die Politik der Demokraten stark beeinflusst. Es wurde vom Wirtschaftsgeografen Richard Florida geschrieben und trägt den Titel «The Rise of the Creative Class». Florida beschreibt darin die logischen Nachkommen von Reichs «Symbolanalysten». Kreativ waren nicht nur Künstler, sondern in Floridas Definition auch IT- und Finanzspezialisten, vorausgesetzt, sie haben die richtige Ausbildung.  

«Die vulgären Republikaner boten massive Steuererleichterungen an, aber im Zeitalter der Kreativität wird davon ausgegangen, dass das städtische Theater und die selbstgemachten Cupcakes den Weg zum Wohlstand öffnen.»

Thomas Frank

Die Demokraten verliebten sich in Floridas neue Kreative und machten sie zur Anti-These der Republikaner. Silicon Valley war nun fest in demokratischer Hand, und selbst die Banker der Wall Street verloren ihre Berührungsängste.  

Im Verbund mit den Demokraten waren die Kreativen die Champions von Cleantech, bauten Radwege in zerfallende Industriestädte und engagierten sich für die Ärmsten in der Dritten Welt. Der amerikanische Industriearbeiter ging dabei irgendwie verloren. «Sicher, die vulgären Republikaner boten massive Steuererleichterungen an, aber im Zeitalter der Kreativität wird davon ausgegangen, dass das städtische Theater und die selbstgemachten Cupcakes den Weg zum Wohlstand öffnen», stellt Frank zynisch fest.  

Die glänzende Stadt auf dem Hügel: Boston. bild: shutterstock

Musterbeispiel der schönen neuen Kreativwelt ist Boston. Dort findet man geballt alles, was das Herz des Hipsters freut: Bildung, Startups und Cleantech. Auf der anderen Seite des Charles River sind in Cambridge zwei der bekanntesten Universitäten der Welt angesiedelt, Harvard und das MIT.  

Man trifft sich auf Martha's Vineyard

Im Sommer fährt man auf die Insel Martha’s Vineyard und trifft dort mit ein bisschen Glück auf die Clintons oder die Obamas. «Boston ist der Ort, den alle nachahmen wollen», schreibt Frank. «Es ist die Stadt, in der alles funktioniert, reibungslos und erfolgreich.»  

Aus der Sicht der traditionellen Arbeiterschaft sieht das Bild von Boston allerdings ein wenig anders aus. «Boston ist die Hauptstadt der beiden Industrien, die im Begriff sind, den amerikanischen Mittelstand in den Ruin zu treiben: Ausbildung und Medizin», so Frank. «Beide überwälzen ihre Kosten auf alle und diese Kosten steigen stärker als die Löhne.»  

Barack Obama und Bill Clinton beim Golfen auf der Insel Martha's Vineyard. Bild: KEVIN LAMARQUE/REUTERS

Barack Obama machte dort weiter, wo Bill Clinton aufgehört hatte. Auch er war ein Fan der kreativen Professionellen, schliesslich ist er Absolvent der renommierten Harvard Law School. Auch er stopfte das Weisse Haus voll mit den Klügsten und den Besten. Und auch er hat keine Berührungsängste mit der Wall Street, schliesslich sind in seiner Sicht Banker nicht rücksichtslose Ab-
zocker, sondern kreative Finanzgenies.  

Darin liegt für Frank die Ursache, dass Obama so zögerlich auf die Finanzkrise reagiert hat. Bei seinem Amtsantritt hätte er die Möglichkeit gehabt, die Deregulierung – die wohlgemerkt unter Clinton stattgefunden hat – wieder rückgängig zu machen und die Banken in die Pflicht zu nehmen. Das wäre durchaus im Sinne seiner Wählerinnen und Wähler gewesen. Stattdessen investierte Obama hunderte von Milliarden Dollar in die Rettung der Banken.  

Konnten die Demokraten nicht – oder wollten sie nicht?

Später rechtfertigten sich die Demokraten mit dem Argument, die Republikaner hätten ihnen keine andere Wahl gelassen. Politik sei wie ein Tanker, ein Kurswechsel sei mühsam und langwierig. Für Frank sind dies alles faule Ausreden. «Es ging nicht darum, dass der Tanker nicht zu manövrieren war, oder dass dumme Idealisten unrealistische Forderungen stellten», schreibt er. «Der Grund lag darin, dass sie diese Dinge nicht machen wollten

So gesehen ist das Scheitern von Hillary Clinton keine Überraschung mehr. Auch sie ist voll auf dem «Kreativen-Trip». Auch sie ist davon überzeugt, dass Demokraten die besseren Menschen sind und dass ihnen deswegen die Zukunft gehört. Nichts illustriert dies besser als Clintons Begeisterung für Mikrokredite, die Kleinstkredite, die meist an Frauen der ärmsten Bevölkerung gewährt werden. Populär gemacht hat sie Muhammad Yunus in Bangladesch, der dafür auch den Nobelpreis erhalten hat.  

Von den Kreativen gefeiert: Muhammad Yunus, der Erfinder der Mikrokredite. Bild: Michel Euler/AP/KEYSTONE

Warum Mikrokredite bei den Kreativen so viel Begeisterung auslösen, beschreibt Frank wie folgt: «Sie sind der perfekte Ausdruck des Clintonismus. Sie bringen die Interessen der Hochfinanz zusammen mit einer Rhetorik, die wunderbar idealistisch tönt. Mikrokredite machen jede Menge von Networking, Tugend-suchen und Profit-machen unter den Geldgebern möglich, ohne dabei die Machtstrukturen zu verändern.» Nur einen Haken hat das Ganze: Mikrokredite sind, wie es sich inzwischen herausgestellt hat, ein gewaltiger Flop.  

Thomas Frank kommt daher zum wenig schmeichelhaften Fazit: Die Demokraten haben ihre traditionelle Wählerschaft verraten und verkauft. Sie haben zwar stets von Ungleichheit geschwafelt, aber nichts dagegen unternommen. Sie haben Freihandel gefördert, die Banken gerettet, den Wohlfahrtsstaat gekappt und die Gefängnisse gefüllt – all dies im Namen einer progressiven kreativen Klasse. Schlimmer noch: «Sie verbinden Selbstgerechtigkeit und Klassenprivilegien in einer Art, die den meisten Amerikanern den Magen umdreht», so Frank.  

Und was ist mit der Schweiz?

Soweit die vernichtende Kritik von Frank. Lässt sie sich auf die Schweiz übertragen? Sind SP und Grüne ebenfalls eine vom Volk entfremdete Elite, wie uns die Köppels und Somms dieses Landes weismachen wollen? Die kurze Antwort lautet: Nein.

In der Schweiz ist die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten anders verlaufen als in den USA. Den wirtschaftlichen Niedergang des Mittelstandes hat es nicht gegeben, bisher wenigstens. Das hat viel mit den Linken zu tun.

Gewerkschaften haben in der Schweiz einen Abbau des Sozialstaates verhindert. Bild: KEYSTONE

SP und die Gewerkschaften haben zwar den bilateralen Verträgen mit der EU zugestimmt. Aber sie haben dabei die flankierenden Massnahmen durchgesetzt, die ein Lohndumping wie in den USA verhindert haben. Traditionelle Industriestädte wie Winterthur oder Biel sind nicht zur vergleichen mit Dayton (Ohio) oder gar Detroit (Michigan).  

Ungleichheit als Zeitbombe

Auch hierzulande wird Bildung gross geschrieben, und Hochschulen wie die ETH und die Universitäten von Zürich und St.Gallen geben sich alle Mühe, mit Harvard & Co. mitzuhalten. Dank des dualen Bildungssystems gibt es bestens ausgebildete Facharbeiter, die auf dem Arbeitsmarkt begehrt sind und anständig verdienen.    

Die zentrale Warnung von Frank gilt jedoch auch für die Schweiz: Die wachsende Ungleichheit ist Gift für eine demokratische Gesellschaft. Mit Technik und Moral ist dagegen nicht anzukommen. Wenn grosse Teile einer Gesellschaft das Gefühl haben, ausgeschlossen und abgehängt zu werden, dann wird sich das früher oder später rächen. Was die Wahl von Donald Trump nun eindrücklich bewiesen hat.

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  • Posersalami 16.01.2017 08:08
    Highlight "Bill Clinton gilt heute als ein Held der Linksliberalen"
    Das sind dann aber def. getarnte irgendwas, nur keine Linken. BC hat nämlich alle Bankregulierungen abgeschossen und so den letzten Crash zu verantworten.
    1 0 Melden
    600
  • pachnota 15.01.2017 18:03
    Highlight Die SP hat sich von ihrer ehemalige Stammwählerschaft völlig distanziert, und macht sich sogar noch über diese Lustig.

    Heute macht die SP nur noch für ihre Elite-Wähler Politik.
    13 16 Melden
    • R&B 16.01.2017 08:47
      Highlight @pachnota: Die SP macht sich über ihre ehemalige Stammwählerschaft lustig? Können Sie Beispiele nennen?
      Was sind Elite-Wähler?
      1 1 Melden
    • pachnota 16.01.2017 13:47
      Highlight Rb, sorry ich schreibe hier comment die ein minimales politisches Verständnis voraussetzen.
      2 5 Melden
    • R&B 16.01.2017 17:53
      Highlight Ja pachnota. Natürlich
      1 1 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 15.01.2017 13:07
    Highlight Humaner Staat: In ihm gibt es arbeitslose Roboter.

    Dr. Sigbert Latzel
    2 3 Melden
    600
  • Firefly 14.01.2017 22:08
    Highlight "Bei der neuen professionellen Klasse – dazu gehören Ärzte, Anwälte, Architekten und Ingenieure, aber auch Ökonomen, Politologen, Finanzexperten, und ja auch Journalisten" Es gab in der Geschiche auch schon Gesellschaften, in denen Demagogen den "einfachen" Menschen eine Wut auf sogenannte Eliten einimpften, das Bauerntum als die einzig wahre Erfüllung predigten und die Bevölkerung dazu aufstachelte die professionellen und kreativen aus den Städten zu vertreiben, aufs Land in Arbeits und später Todeslager.
    26 17 Melden
    • Spooky 15.01.2017 06:42
      Highlight Firefly, du bist ein Nostalgiker.
      7 4 Melden
    • Skip Bo 15.01.2017 08:10
      Highlight Firefly, deutsche Bauern sind am 9.11.1938 in die Städte gefahren und haben Progrome verübt? Krude Theorie.

      Was weiss man eigentlich über Progrome in kleinen Schwarzwaldgemeinden?

      Den Bauern mag ja vieles vorgeworfen werden, aber sie waren nicht der Hauptharst von Hitlers Arbeiterpartei.
      13 9 Melden
    • Firefly 15.01.2017 09:20
      Highlight @Skip Bo ich rede nicht von Hitler und Deutschen Bauern. Schau dir mal die Geschichte Chinas, Kambotschas und Russlands an. Es sind Kommunistische Geschichten. Die Geschichte der Eliteverteufelung ist im Grunde eine Kommunistische.
      15 3 Melden
    • sevenmills 15.01.2017 09:23
      Highlight Denke nicht, dass Firefly nur Hitlerdeutschland meint. Bestes und schrecklichstes Beispiel: Kambodscha Mitte der 70er- Jahre.
      15 0 Melden
    • R&B 15.01.2017 09:39
      Highlight @Skip Bo: Ich glaube, Firefly meint die Kulturrevolution unter Mao.
      14 0 Melden
    600
  • Jol Bear 14.01.2017 21:21
    Highlight Kritik an "der Elite" soll also ernst genommen werden, sofern sie von der politischen Linken kommt. Völliger Unsinn. Realistischerweise ist es dringend angezeigt, die Kritik jener ernst zu nehmen, welche Trump, Orban, Le Pen usw. wählen. Diese Wähler als tumbe Manipuliermasse abzutun, ist genau entscheidende der Fehler.
    45 13 Melden
    600
  • flyingdutch18 14.01.2017 20:55
    Highlight "We have had enough of the experts", sagte der abtretende englische Justizminister nach der Brexit-Abstimmung. Selten habe ich etwas Dümmeres gehört. Genauso wenig stimmt der Tenor des Artikels. Die Industrie-Arbeitsplätze in den USA sind der Automatisierung zum Opfer gefallen, nicht Nafta. Trotzdem hat die Industrieproduktion ein neues Höchst erreicht. Trump hat mit falschen populistischen Parolen die Stimmen der Industriearbeiter erhalten.
    18 29 Melden
    • G.Oreb 14.01.2017 22:24
      Highlight Dem ersten Punkt deines Kommentars kann ich vollends Zustimmen – dem 2. allerdings überhaupt nicht. Die Automatisierung ist seit Jahrzenten/Jahrhunderten – je nach Definiton – im Gange. Trotzdem kann man einen deutlichen Fall post-Nafta nicht übersehen. Automatisierung und Arbeitslosigkeit pendeln sich stets wieder ein – sonst wären heute deutlich mehr Menschen arbeitslos. Eine Firma entlässt Tausende Arbeiter – Startups/Jobideen schiessen aus dem Boden und schaffen mit neuen Ideen wieder Arbeitsplätze. Es gibt weit wichtigere Faktoren welche zur Abrietslosigkeit führen – siehe Spanien...
      21 2 Melden
    • flyingdutch18 15.01.2017 08:12
      Highlight @G.Oreb Gerne sende ich dir als Entgegnung den Link zu einem offenen Brief von 300 namhaften Ökonomen eine Woche vor der Wahl. https://drive.google.com/open?id=0BwTyfyZXFedzdEJYNW9YNzFTRlQxTlNUTmhDa002U3F3cENz
      2 5 Melden
    • G.Oreb 15.01.2017 09:52
      Highlight @flyingdutch18 da hast du mich falsch verstanden. Ich habe nie von Trump gesprochen. Es ging mir um den Satz "Die Industriearbeitsplätze ... Opfer gefallen, nicht Nafta". Das ist m.M.n. so nicht korrekt. Was Trump behauptet und was nicht – darüber habe ich schon lange den Überblick verloren...
      (Aber ein interessantes Paper, werde es mir in der Pause mal durchlesen, danke dafür)
      5 0 Melden
    600
  • dnsd 14.01.2017 20:34
    Highlight Lohndumping verhindert?! Flankierende Massnahmen?! Der Mittelstand hat nicht glitter?!
    23 6 Melden
    600
  • Mehmed 14.01.2017 20:02
    Highlight Nachdem Daniel Binswanger vor Weihnachten im TagiMagi den Linken schonungslos die Leviten gelesen hat, knicken nun langsam alle die vorher die neoliberale Clinton in den Himmel gelobt haben, ein. Auch bei Loepfe eine 180° Kehrtwende.
    https://www.dasmagazin.ch/2016/12/16/die-rechte-linke/
    25 1 Melden
    • Spooky 14.01.2017 22:20
      Highlight @Mehmed
      Wer liest eigentlich noch TagiMagi?
      7 14 Melden
    • Spooky 15.01.2017 00:47
      Highlight TagiMagi ist etwas für Nostalgiker.
      6 8 Melden
    • Crecas 15.01.2017 01:44
      Highlight @Mehmed/Spooky
      Wer diesen Bericht als akkurate Erklärung für die Niederlage von Clinton hernazieht, ist genau gleich falsch wie Löpfe oder diese beiden Bücher, welche er rezitiert.
      4 12 Melden
    600
  • Firefly 14.01.2017 19:47
    Highlight Es sind immer noch Linken, die seit den 90er Jahren und immer noch gegen die globale Wirtschaftselite und aktuell gegen den elitärsten Event überhaupt, das WEF, demonstrieren. Die Rechten gingen immer Windschatten dieser Eliten oder waren selbst Teil davon. Die professionellen sind professionell, die kreativen sind kreativ, aber elitär sind die nicht elitär sind die Wirtschaftsverbände und Lobies.
    29 11 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.01.2017 23:21
      Highlight Hast du den Global Risk Report 2017 des WEFs gelesen, Firefly?

      http://www3.weforum.org/docs/GRR17_Report_web.pdf

      "By placing both polarization and intensifying national sentiment among, respondents have highlighted long-term patterns that are likely to continue to amplify a range of social and political risks."

      Am "elitärsten Event überhaupt" fürchten die Decision-Makers nicht die die Linken. Angst machen denen die Rechten. Nationalisten und Populisten.

      Die linken Demos bemerken diese Eliten nicht einmal. Es berührt sie praktisch nicht. Wozu denn demonstrieren, wenn es gar nichts bringt?
      13 0 Melden
    600
  • Raphfa 14.01.2017 19:42
    Highlight Was macht man, wenn man weder rechts noch links ist?

    In einem guten Wirtschaftssystem schafft man es, alle Menschen zu integrieren.

    Intelligenz, Leistung oder blödsinnigerweise sogar Risikobereitschaft als Massstab für Erfolg zu nehmen, taugt nichts:
    1. Weil nicht klar ist was der Masstab sein soll. Vor allem darf es nicht der Leistungsmassstab der eingebildeten Eliten sein (Selbstüberschätzung!!!).
    2. Wenn ich dümmer zur welt gekommen bin, kann das keineswegs dazu berechtigen, mich zu benachteiligen.
    3. Die Chancengleichheit ist ein Märchen (siehe Soziologie.
    4. Risiko gehört ins Casino.
    34 2 Melden
    • FrancoL 14.01.2017 20:31
      Highlight Ja da müsstest Du das gute Wirtschaftssystem definieren und darauf achten dass bei der Umschreibung dieses Systems ja kein "oben" oder "unten" vorgesehen ist, denn wenn eine Hierarchie mit von der Partie ist dann werden sich die hierarchischen Pole voneinander entfernen. Macht verändert viele Menschen nicht alle aber viele. Diese Veränderung kann man wenn man will bei etlichen Neugründungen von Firmen sehen die beim Start von Gleichheit (nicht Lohngleichheit), von Chancengleichheit sprechen und im Laufe der ersten 3-5 Jahre diese Idee über Bord werfen. Ich betone nicht alle aber viele.
      2 4 Melden
    • alessandro 14.01.2017 21:16
      Highlight Das ist links was du schreibst. Wenn du alle ins wirtschaftssystem integrieren und keinen aufgrund schlechteren kognitiven fähigkeiten benachteiligen, dann setzt du auf eine arbeiterschaft die ihre interessen vertreten bekommt und ein gutes schul- und bildungssystem. Das ist durch und durch links. Menschen im fokus, nicht der markt. Der läuft ohnehin wenn es der gesellschaft gut geht.
      10 5 Melden
    • Raphfa 14.01.2017 22:46
      Highlight @Francol & Alessandro

      Ich bin nichts links oder rechts, sondern für eine herrschaftsfreie Gesellschaft. Das heisst, ich will nicht beherrscht werden und auch selbst nicht herrschen. Manche würden mich einen Anarchisten nennen. Das ist vielleicht wahr, aber ich hasse Schubladen.

      In Sachen Wirtschaft studiere ich seit Jahren neue Ansätze. Ganz überzeugt bin ich noch von nichts. Aber jetzt gibt es schon viel bessere Ideen zum Geld als das was wir erdulden müssen.

      11 1 Melden
    • Crecas 15.01.2017 01:40
      Highlight Masstab für Erfolg Raphfa?

      Intelligenz? Sicherlich, wer super intelligent ist und unsere Gesellschaft weiterbringt, der hat Erfolg verdient.

      Leistungsbereitschaft? Wer mehr leistet, darf mehr Erfolg haben. Damit habe ich keine Problem. Krampfen soll belohnt werden.

      Risiko? Auch hier finde ich, dass dies belohnt werden soll. Jemand der seinen Lehrerjob aufgibt, weil er eine gute Idee hat, ein Unternehmen gründet und Arbeitsplätze schafft, geht Risiken ein. Dies ist bewundernswert. Wenn wir niemanden hätten der Risiken eingeht, dann wären wir noch in der Steinzeit.
      10 1 Melden
    • FrancoL 15.01.2017 10:50
      Highlight @Crecas; Ein Teil Deiner Thesen würden viele unterschreiben. Das Problem ist nicht die mögliche Belohnung von Intelligenz die weiter bringt, Leistung die honoriert wird und Risiko das sich auszahlen soll, es ist die VERHäLTINSMäSSIGKEIT.

      Was wir bräuchten ist:

      Minimalverdienst
      Chancengleichheit
      flächendeckende Bildung
      Eine Regelung für die Mehreinnahmen bei Erfolg

      Das ist praktisch aber unmöglich denn der letzte Punkt (Regelung der Mehreinnahmen) lässt's ich heute nicht mehr einführen.

      Was wir können ist die Wirtschaft mehr zur Vernunft drängen und uns für die ersten 3 Pkt einsetzen.
      6 1 Melden
    • Raphfa 16.01.2017 19:27
      Highlight @Francol: Verhälnismässigkeit = Perfekt!

      Wenn jemand eine tolle Leistung erbracht hat, soll er belohnt werden. Doch wenn ich acht Stunden hart arbeite und der andere 8 Stunden gemütlich, dann sollte die Belohnung im richtigen Verhältnis sein. Amn könnte es auch mit einer Zeitgutschrift vergüten.

      Nun hat aber Aktionär XY dank seinem meist geerbten Vermögen und dem von ihm installierten Verwaltungsrat schnell den tausendfachen Lohn des Fleissigen verdient. Da soll mir niemand mehr mit Leistung kommen. Diese unangemesse Bereicherung ist das Resultat unseres ungerechten Systems.

      1 0 Melden
    600
  • schoso 14.01.2017 19:02
    Highlight Die Linke bewirtschaftet halt auch eher unsexy Themen. Kann mir gut vorstellen, dass viele Arbeitslose, welche sich über ihre frühe Aussteuerung aufregen, anno dazumal (als es ihnen noch gut ging) für eine Verschärfung der Gesetze war. Oder Büezer, deren Rücken im Arsch ist und die kein Geld von der IV sehen, waren dazumals gegen "Scheininvaliden" (aka Verschärfung der Gesetze).
    Dass man dann aber auch einen Mindestlohn oder eine Erhöhung der AHV ablehnt, kann ich wirklich nicht so richtig verstehen.
    36 6 Melden
    • Spooky 14.01.2017 19:31
      Highlight @schoso
      Das sind sehr interessante Phänomene, die du beschreibst.


      Ebenfalls ein interessantes Phänomen:

      Flüchtlinge die in der Schweiz bleiben dürfen, sind dagegen, noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen.
      26 5 Melden
    • FrancoL 14.01.2017 20:36
      Highlight Ja Spooky Du hast recht, das macht aber den Mecano den SCHOSO und DU richtigerweise beschreiben nicht besser.
      Vieles läuft so ab wie es SCHOSO beschreibt. Habe in den letzten Jahrzehnten viele gesehen die als Büezer zu einem Chefposten kamen und da sich als totale Tyrannen entpuppten. Offensichtlich verändert Macht die Menschen, nicht alle aber viele ich würde sagen für meinen Gusto zu viele.
      14 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.01.2017 00:05
      Highlight Franco ein guter Chef hat niemals Macht er hat Verantwortung. Das sind zwei verschiedene Lösungen einer Personalführung.
      12 2 Melden
    • Crecas 15.01.2017 01:30
      Highlight Darum gibt es nicht so viele Gute Chefs...
      10 1 Melden
    • FrancoL 15.01.2017 01:45
      Highlight @Jon; das mag sein, die Erfahrung zeigt mir dass nicht alle Chefs Verantwortung haben, wie dies auch nicht alle Angestellten haben; die Verantwortung.
      Man kann nicht immer davon ausgehen dass Menschen nur Verantwortung für sich zur Tugend machen. Das ist das Problem bei der Wirtschaft und ganz im Zusammenleben ganz allgemein. Die Menschen sind nicht nur tugendhaft das muss man so auch akzeptieren darum braucht es Gesetze und Regeln und je mehr Menschen miteinander leben um so unterschiedlicher ist deren Zugang zur Vernunft. Es genügen wenige Unvernünftige um Unruhe zu stiften.
      3 0 Melden
    600
  • rönsger 14.01.2017 18:49
    Highlight Ein wirklich toller Artikel, Philipp, einen den die Linke ernst nehmen sollte. Was mich aber konstant sprachlos macht, ist die Tatsache, dass die von der "Elite" abgehängte Wählerschaft regelmässig der Rechten auf den Leim kriecht, in der Erwartung, von dieser Seite her käme dann die Erlösung. Das wäre dann eben die andere Geschichte: Weshalb schwenken die Benachteiligten stets nach Rechts, von wo noch viel weniger an Besserung zu erwarten ist (wäre ja absurd und deshalb auch so verlogen), statt dass sie mit ihrer Stimme die Linke stärken, damit diese weniger Konsenspolitik machen muss?
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    • Crecas 15.01.2017 01:28
      Highlight Vorgelegte Argumente sind KEINE Erklärung für den Switch zwischen Links und Rechts. Der Ansatz der Entfremdung mag interssant sein, aber das haben die Linken und die Rechten (insb. in den USA) erfahren. Darum gewann ja mit Trump auch ein Anti-Politiker. Was die Rechten in den USA und Europa gemacht haben: ein neues einfaches, externes Feindbild... ein gutes Ziel eines jeden Diktators.
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  • Gelöschter Benutzer 14.01.2017 17:53
    Highlight Richtig guter Artikel Löpfe und ich sag das nicht oft. Beim Thema Schweiz bin ich aber nicht ganz deiner Einschätzung. Zumeist es in der Schweiz immer ein wenig länger dauert bis Internationale Strömungen bei uns ankommen. Was ja nicht unbedingt was schlechtes ist. Die Stadt Biel als Beispiel hatte bereits 2013 eine Sozialhilfequote von 11,7 Prozent (BFS).Ich hab aktuelle Zahlen gerade nicht zur Hand aber ich denke es werden nun knapp 15 % sein. Die Digitale Revolution ist gerade am starten 3D Drucker haben erst das Level Industrie Prototyp erreicht. Wir haben also noch etwa 2 Jahre Zeit.
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  • simiimi 14.01.2017 17:30
    Highlight Die These des letzten Absatzes, nach der SP und Grüne den Niedergang des Mittelstandes durch flankierende Massnahmen verhinderen, wage ich zu bezweifeln. Es ist vielmehr das Zusammenspiel des flexiblen Arbeitsmarkt es und die hohe Beschäftigungsquote in KMUs (knapp 70% aller Stellen), welches unsere Wirtschaft so robust macht und den Mittelstand schützt.
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    • _kokolorix 14.01.2017 18:23
      Highlight Da liegst du falsch. Wenn das Lohndumping um sich greift, müssen auch die KMUs mitmachen, sonst gehen sie Pleite.
      Das Einzige was hier zählt sind Regeln die auch durchgesetzt werden. Und diese haben SP, Grüne und Gewerkschaften wenigstens ansatzweise eingeführt. Darum geht die Schweiz langsamer vor die Hunde als die USA, auch wenn der Niedergang nicht aufzuhalten ist. Zu gierig und rücksichtslos gebärdet sich das reichste Prozent. Es wird wohl eine gewaltsame Enteignung geben müssen, weil Regeln die dem Raubzug der Reichsten Einhalt gebieten haben demokratisch keine Chance in der Schweiz
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    • Mehmed 14.01.2017 20:04
      Highlight die flankierenden massnahmen sind quasi die problembewirtschaftung der linken. viel jammern, nichts tun. so wie die rechten das mit den ausländern machen. aber in all den jahren war die linke eine hemmungslose verfechterin der globalisierung und, wie man unterdessen erkennt, auch des neoliberalismus.
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  • Kimelik 14.01.2017 17:07
    Highlight Ich denke wir müssen auch in der Schweiz aufpassen, dass wir nicht solche Verhältnisse bekommen. Gerade durch den starken Franken wird die Industrie (Exportwirtschaft) geschwächt, die Löhne in der MEM-Branche sind schon jetzt massiv unter den Löhnen anderer vergleichbarer Tätigkeiten. Lohnsenkungen wären zwar möglich, gerade aber die Kreativen (Ärzte, Lehrer, Journalisten) sind von dieser Exportwirtschaft abgekoppelt und erhalten trotzdem Lohnerhöhungen. Dadurch werden die Industriearbeiter (auch Ingenieure) ohne eigenes Verschulden massiv schlechter gestellt als Mitarbeiter anderer Branchen.
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    • Rendel 14.01.2017 18:02
      Highlight Ja klar, kürzen wir dann bei den Lehrern und Journalisten und Hausärzten auch, dann geht's den andern auch besser. Und der Mittelstand wird noch schneller abgebaut. Spezialärzte sind ein Thema für sich.

      Hauptsache keiner ist besser gestellt, also bei allen abbauen.
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    • Kimelik 14.01.2017 22:02
      Highlight Dadurch könnte die aufwertung aufgehoben werden, auch die Steuerlast würde wegen der umgekehrten Progession sinken.

      Das wäre eine typische Deflation. Das wäre vermutli in einer freien Volkswirtschaft nicht umsetzbar. Daher haben wir nur wenige Möglichkeiten das System zu verbessern.
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  • Märklin 14.01.2017 17:05
    Highlight Großartig was da aufgeschrieben wurde. Jeder Politiker müsste es öffentlich vorlesen .
    CDU und SPD in Deutschland haben noch nicht gemerkt dass sie sich wie Clintons verhalten und wohl 2017 die Quittung bekommen.
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    • Peter Gasser 14.01.2017 17:28
      Highlight 6 Herze!! Eines von mir! Nur wenn man dann das Schimpfwort AFD nennt, hagelt es Blitze! Doch Quittung bekommen, bedeutet eben nicht, der Wahl fern zu bleiben. Und Alternativen gibt es nicht.
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    • Majoras Maske 14.01.2017 17:58
      Highlight Wieso? Die Kritik an der linken CDU und der rechten SPD, welche zusammen einen zu dominanten Mitteblock bilden, ist ja weder neu, noch bestritten.

      Dass die AFD aber die einzige und quasi altenativlose Alternative für Deutschlad sein soll hingegen schon.
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    • Crecas 15.01.2017 01:15
      Highlight @Peter Gasser
      Wenn die Afd eine Lösung, einen Kontrapunkt, eine Gegenposition bieten würde, dann könnte man sie unterstützen, aber sie bieten gar keine Lösung nur Hass, nur billige Platitüden, nur billige Polemik.

      Dies unterscheided den geneigten Bürger vom Ignoranten. Man erkennt Polemik und unterscheidet es von Lösungen.
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    • Peter Gasser 15.01.2017 06:51
      Highlight @Crecas: Wie sieht dann die Lösung des geneigten Bürgers aus? Akxeptiert er überhaupt, dass man ein Problem hat? Wie reagiert er auf die Zensur in den Medien?
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    • Crecas 15.01.2017 12:00
      Highlight Ich habe nicht gesagt, dass der geneigte Bürger die Lösungen hat, ich hab nur gesagt, dass er erkennt, dass bspw. die Afd keine Lösungen bietet.
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    • Peter Gasser 15.01.2017 12:52
      Highlight @Crecas: Die Antwort darauf ist dann, dass der geneigte Bürger der Abstimmung/Wahl fernbleibt... Hmm meiner Meinung nach eben auch keine Lösung! Dieser geneigte Bürger sollte sich schon etwas tiefer damit beschäftigen und zu einer Lösung gelangen. Weil die weniger geneigten Bürger werden es bestimmt tun.
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  • rodolofo 14.01.2017 17:05
    Highlight Mit Obamacare hätten die US-Amerikaner solidarische Vernunft einüben können.
    Doch stattdessen liefen die Republikaner und insbesondere ihre Extremisten von der Tea Party Amok!
    Gerade so, als wäre diese Gesundheitsreform des Teufels, oder Kommunistisch!
    Aber die gleichen, ultraliberalen Hardliner wollen jetzt der Internationalen Konkurrenz einen Riegel schieben, damit die Heimische Produktion geschützt wird.
    Ja wereli wer kauft denn all die billigen Chinesischen Produkte?
    Der selbe, rührselige und verschnupfte Arbeiter!
    Und genau hier beisst sich der fette Trump-Kater in seinen eigenen Schwanz.
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  • Maria Bitterli 14.01.2017 16:55
    Highlight - Nebenbei: Die Umfrage impliziert, dass ich glauben oder Angst haben muss. Dümmer gehts nimmer.
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  • Crecas 14.01.2017 16:50
    Highlight Einen riesigen Fehler hat die Analyse: Es sind nicht die Demokraten, die all das gemacht haben und "den einfachen Arbeiter" verloren haben. Es ist die ganze politische Klasse, "das Establishment". Die Republikaner haben ja alles, was im Artikel beschrieben wird auch gemacht (oft gar noch deutlicher, wie bei den Kürzungen der Sozialleistungen, dem Freihandel, der Nicht-Regulierung der Wall Street).

    Darum gute Analyse per se, aber dient nur als Erklärung, wieso die politische Klasse verloren hat (mit Trump als Anti-Politker).

    Für eine Links/Rechts Analyse ist aber nichts, gar nichts dabei.
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  • sgrandis 14.01.2017 16:39
    Highlight Vielen Dank Herr Löpfe: endliche eine Erklärung, was "links-liberale Arroganz" ist, in Worten, die ich als Bildungsbürger (aka Links-Liberaler) verstehen kann. Nach dieser Lektüre kann ich ein bisschen einsehen, wieso die Arbeiterklasse/untere Mittelschicht was gegen uns hat.

    Trotzdem ist die neue Rechte mit ihrem plumpem "Ausländer/Eliten-sind-Schuld" Gerede, um Firmeninteressen zu schützen, eindeutig schlechter. Insbesondere für die Arbeiterklasse/untere Mittelschicht.

    Ironischerweise scheint es aber zuzutreffen, dass sie zu dumm ist um das zu verstehen...
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    • Peter Gasser 14.01.2017 17:30
      Highlight In einer Demokratie wählen im Fall auch die Dummen! Deshalb würde sich die Linke Intelligenzia einen Gefallen machen, wenn Sie ab und an auch an Ihre Basis denkt, und diese weniger verachtet!
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    • ujay 15.01.2017 07:56
      Highlight Komm schon @Gasser,werd konkret,nicht soviel mimimi,oder müssen die Parteien jetzt noch dumme Politiker für dumme Wähler mit dummen Ideen aufstellen?Absurder gehts nicht.
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  • Denverclan 14.01.2017 16:26
    Highlight Ist doch alles eine Sache der Perspektive. Alle die ein regelmässiges Einkommen haben und davon gut leben können gehören zur Elite, egal wo sie politisch stehen. Das Mitgefühl für die wirklich Armen hält sich dann in Grenzen. Seien wir doch ehrlich, jeder ist sich selbst der Nächste und es ist eigentlich pervers, wenn sich die reichen linken und reichen rechten Politiker auf ihrem Stimmenfang über die Armut des kleinen Mannes streiten. Armut und Reichtum, Kampf um Macht und Einfluss, Abzocker und Gebende/Helfende, Ünerfluss und Mangel, das gibt es schon seit Ewigkeit und wird es immer geben.
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    • batschki 14.01.2017 17:37
      Highlight Nur weil es so ist, dass es Mängel und Überfluss, solidarisch Helfende und Abzocker gibt (mind. seit "man" sich autonom und beziehungsunabhängig fühlt), heisst ja noch lange nicht, dass dies so sein SOLL! ich meine sehr wohl, dass jeder sich für sein Umfeld (Sanders würde sagen seine Kommune) voll und ganz einsetzen soll und das zu leisten habe, was er proportional zu seinem Potential leisten kann. Anders funktioniert Gemeinschaft nicht.
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    • Denverclan 14.01.2017 19:55
      Highlight Am Ende helfen immer dieselben, am Ende zocken immer dieselben ab! Das ist die Realität in unserer Gesellschaft. Das Spektrum ist aber riesig, selbst solche denen geholfen wird fallen den Helfenden später oft in den Rücken. Alles ist zu komplex, der Mensch ist zu komplex und deshalb völlig unberechenbar. Geben und helfen bis man Nichts mehr hat, wer gibt und hilft dann dem Gebenden....? Es herrscht das Gesetz des Stärkeren und Gutmenschen haben immer weniger Platz, im Gegenteil....! Die Nächstenliebe wird oft mit Füssen getreten, das ist die Realität. Trotzdem hilft man mentaltätsbedingt immer
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  • Karl Müller 14.01.2017 16:22
    Highlight Klar hätte Obama während der Finanzkrise strenger mit den Banken sein können. Aber hätte er das gewollt? Der Staat hat die Hypothekenvergabe an eigentlich kreditunwürdige Schuldner unter der Ära Clinton und Bush nicht nur offiziell gefördert, sondern mit den halbstaatlichen Unternehmen Fannie Mae und Freddie Mac auch selbst mitgemauschelt. Man hat die Banken quasi Sozialhilfe leisten lassen, während diese im Falle des Scheiterns auf einen Rettungsschirm des Staats spekulierten. Und wer will nun kurz vor seinem Abgang erneut die Standards für Hypothekenvergaben senken? Barack Obama. Passt also.
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  • rodolofo 14.01.2017 16:19
    Highlight Es gibt einige weitere, wesentliche Unterschiede zwischen den Zuständen in den USA und der Schweiz:
    In den USA ist das Bildungswesen sehr stark privatisiert.
    Miserablen Volksschulen für "Abgehängte" stehen sehr teure Privatschulen für die "Elite" gegenüber.
    In der Schweiz haben wir glücklicherweise eine sehr gute Volksschule, was den Kindern und Jugendlichen aus allen Schichten wenigstens in der Primarschule ermöglicht einander kennen zu lernen.
    Genauso wichtig sind andere Institutionen des "Service Public", welche den Zusammenhalt der menschen fördern und ein Abdriften in "Blasen" verhindern.
    16 6 Melden
    • Euklid 14.01.2017 18:10
      Highlight Die Volksschulen erreichen leider auch ihre Grenzen. Und ich erlebe im Alltag immer mehr Jugendliche, die mit erheblichen Sprachproblemen zu kämpfen haben.

      http://bit.ly/2jvmXKD

      Und den konservativen Amerikanern wird ja zu recht immer vorgeworfen, nicht an die Evolution zu glauben. Es gibt da auch Untersuchungen in Deutschland dazu, die ziemlich erschreckend sind.

      http://bit.ly/2i5QRIb
      12 1 Melden
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  • E7#9 14.01.2017 16:10
    Highlight Ein weiteres Desaster war Clintons Pochen darauf, dass praktisch jedem Amerikaner ein Kredit für ein Eigenheim zustehen würde. In Verbindung mit der Möglichkeit, dass Banken diese Hypotheken weiterverkauften und mit solchen faulen Krediten reger Handel betrieben wurde anstatt sich um die Finanzierbarkeit (Abzahlung) Gedanken zu machen wurde eine der Grundlagen für die Weltwirtschaftskrise geschaffen.
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    • opwulf 14.01.2017 16:33
      Highlight Yep Fannie Mae & Freddie Mac lassen grüssen! Aber die 80er Jahre von den Reps dominiert war die Geburtsstunde des Yuppie Kapitalismus! Ohne das Eine nicht das Andere - hire & fire brachte die Mentalität/Legitimation hierfür!
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  • opwulf 14.01.2017 16:03
    Highlight Vielen Dank für diesen sehr gut geschriebenen Artikel! Ich bin der gleichen Meinung auch was den hiesigen Unterschied zu den USA betrifft! Aber wichtig scheint mir nicht die Kreativen zu verteufeln sondern die Abgehängten mit an Bord zu holen! Solidarisch zu sein Miteinander ist neben der Freiheit einer der Stützpfeiler einer jeden Demokratie! Arbeit, Leistung & Kreativität soll sich lohnen & Bildung für Alle sollte ein vorrangiges Ziel sein! Ein Mensch der wertgeschätzt wird, wird viel eher auch andere wertschätzen! Hätts doch bloss sowas wie ein Combo Obama/Sanders gegeben - win/win
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  • smoking gun 14.01.2017 15:50
    Highlight Die "Arbeiter" haben halt gemerkt, dass ihre Arbeitskraft eigentlich nur noch dazu dient, die sogenannte Elite - oder dieses ominöse 1 Prozent - reicher und mächtiger zu machen. Gewinne werden privatisiert - Verluste sozialisiert. Und da machen linke Parteien genau so mit wie rechte. SPD und Grüne beispielsweise gehören exakt in diese grosse "Wohlfühloase" der Besserverdienenden.

    Die Falle ist Anfang der 80er Jahre zugeschnappt, als man uns das "Trickle-down-System" als eine Wohltat für alle verkauft hat. Seitdem ist der Neoliberalismus ein Modell, an dem nicht mehr gerüttelt werden darf.
    29 9 Melden
    • rodolofo 14.01.2017 17:14
      Highlight Haben sie es wirklich gemerkt?
      Warum laufen sie dann heute raffgierigen Milliardären hinterher?
      Nein, ich glaube nicht, dass die Arbeiter von den grösseren Zusammenhängen ihrer Misère viel wissen.
      Sie wissen nur eins:
      Ich muss noch mehr arbeiten und dem Chef und der Kundschaft (die ist ja letztlich der Chef) noch mehr in den Arsch kriechen, damit ich meinen Job behalten kann!
      Und irgendwann können sie nicht mehr und landen mit einem Burn out in einer Psychiatrischen Klinik...
      Ja das ist die harte Realität unserer modernen Hochleistung-Gesellschaft!
      Wir sind die Sklaven unserer hohen Ansprüche.
      20 2 Melden
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  • Murky 14.01.2017 15:46
    Highlight Grossartige Analyse, danke für den Artikel. Jetzt weiss ich auch weshalb mir diese Pseudokrativen immer so auf den Senkel gingen...
    15 5 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.01.2017 18:00
      Highlight Was verstehst du unter "pseudokrativ"?
      4 3 Melden
    • ujay 15.01.2017 07:58
      Highlight Du meinst wohl "Pseudokreative".Verblüffend,wie der Neid an unkreativen Menschen nagt.Muss echt weh tun.
      3 2 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.01.2017 12:41
      Highlight Achso, jetzt habe ich verstanden. ;)

      Ich glaubte schon, nach Aristokratie, Demokratie, Meritokratie, Kleptokratie, Plutokratie, Nepokratie usw. seien wir jetzt in einer Pseudokratie angekommen, in der vielleicht die Herrscher nur noch so tun, als ob sie tatsächlich sowas wie regieren würden.

      Apropos Kreativität, heisst es doch: Not macht erfinderisch. Wo keine Not herrscht, ist die Kreativität evtl. gar nicht so erfinderisch, wie sie tut. AirBnB, Facebook oder Uber wären gute Beispiele für derlei Pseudo-Kreativität.

      Kreativität entsteht dort, wo wirklich Not herrscht. Also zB. in Slums.
      3 0 Melden
    • Murky 18.01.2017 08:03
      Highlight Sorry für den Schreibfehler. Obwohl ich die Pseudokratie eine recht lustige Schöpfung finde 😜 Ich meine tatsächlich diese aufgesetzte Kreativität von Managern welche keinerlei kreativen Background haben. Denn mit diesen "Kreativen" sind nicht Designer gemeint wie ich das verstehe. Sondern die out-of-the-box disruptive Schnurris welche üblicherweise nur für ihr eigenes CV arbeiten statt etwas zu "kreieren". Die gehen mir manchmal auf den Senkel.
      Da ich selbst aus dem klassischen Design komme und mit vielen Solchen zu tun habe tagtäglich. Mit Neid hat das übrigens wenig zu tun.
      1 0 Melden
    600
  • Fabio Kunger 14.01.2017 15:35
    Highlight Die wahre Elite sind doch nicht irgendwelche Politiker, die Elite sind die Besitzer der Vermögen, vorallem Grosskonzerne. Diese lassen den Politikern doch keine Wahl, es gibt nur einen Weg, den Weg der Gewinnmaximierung, also Wachstum und Globalisierung.
    Wahlen sind wie die Bestellung bei McDonalds, du kannst zwar zwischen verschidenen Burgern auswählen, aber unter dem Strich schmeckt alles etwa gleich.
    38 6 Melden
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  • Echo der Zeit 14.01.2017 15:21
    Highlight Arbeitet das "Auge" am Wochenende nicht ?
    15 17 Melden
    • The Destiny 14.01.2017 16:57
      Highlight @Echo der Zeit

      Höre ich da Neid ?
      11 4 Melden
    • Echo der Zeit 14.01.2017 17:15
      Highlight @The Destiny - Wiso Neid?
      4 6 Melden
    • Aged 14.01.2017 17:23
      Highlight @echo der zeit: das Auge ist in Panzerschlachten verwickelt.
      8 6 Melden
    • Philipp Löpfe 14.01.2017 17:37
      Highlight #Aged erhält den Preis für den witzigsten Kommentar des Tages.
      12 7 Melden
    • ujay 15.01.2017 08:00
      Highlight Das Auge kommentiert prinzipiell nur während der Arbeitszeit.
      4 3 Melden
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  • Bongalicius 14.01.2017 15:13
    Highlight Die Übertragung der Problematik von den USA auf die Schweiz hinkt gewaltig. Die Grundstrukturen in der Politik sind grundverschieden. Auf der einen Seite die USA mit einem de facto 2-Parteien-System, auf der anderen die Schweiz mit einem Mehrparteien-System.
    Dann ist zu hervorheben wie sich die Wirtschaft aufteilt in die Sektoren. Die USA welche natürliche Rohstoffe hat und so über einen 1. Wirtschafts-Sektor verfügt und die Schweiz welche nur so reich wurde, weil konsequent in den tertiären Sektor investiert wird.
    Diese Auflistung könnte ich weiter führen, doch mir gehen die Zeichen aus...
    14 7 Melden
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  • Nausicaä 14.01.2017 14:50
    Highlight Sehr interessante Lektüre. Die amerikanische Linke, vor allem Clinton, aber auch Obama, ist für meine Begriffe keine richtige Linke. Wir haben deswegen hier sicher nicht vergleichbare Probleme, unsere Linke setzt sich, zum Grossteil, für ArbeiterInnen und weniger Begünstigte ein. Das Problem ist eher, dass das Bewusstsein dafür seitens der Letzteren nicht vorhanden ist. Und dieses Problem ist grösser als es klingt. Denn wer kommt schon gegen Gefühle an...Und vor allem; wie?
    27 5 Melden
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  • Maria Bitterli 14.01.2017 14:47
    Highlight Oh, Löpfe voll des Lobs für die Schweizer Linken und Grünen. (Ist ja auch nichts anderes zu erwarten.) Trotzdem Wie wärs mit einer etwas tiefer gehenden Analyse, was eben den Mittelstand in der Schweiz betrifft?
    22 28 Melden
    • Soli Dar 14.01.2017 16:53
      Highlight Na ja dem CH-Mittelstand geht es im globalen Durchschnitt bzw. auch schon nur im Vergleich zu südeuropäischen Ländern vergleichsweise gut!
      Bei aller, berechtigter Kritik, versanken wir dies, nicht zuletzt, unseren linken Parteien, die den neoliberalen Tendenzen der Bürgerlichen stets bekämpfte (Stichwort USR3, Steuer- und Standortdumping) und den Sozialstaat und den Arbeitnehmerschutz stets verteitigten, im Gegensatz zu Bürgerlichen und ausl. Linken.
      13 7 Melden
    • Majoras Maske 14.01.2017 17:26
      Highlight Ich glaube die schweizer Linken konnten es sich auch erlauben vergleichsweise links zu bleiben wegen unserem System. Das lebt ja, wegen der unabwählbaren Konkordanz, mehr noch davon, dass sich Parteien klar unterscheiden. Dank der wechselhaften Mehrheiten sind die Parteien auch nicht gezwungen sich zu verbiegen oder eigene Ideale zu verraten, was man mit der alleinigen Regierungsverantwortung oder in einer Koalition früher oder später müsste.
      9 1 Melden
    • gecko25 14.01.2017 17:53
      Highlight ich glaube damit zur Arbeiterklasse gehörende SVP Wähler merken, dass sich unsere Linke eher für ihre Interessen einsteht, braucht es keine tiefergehende, komplexere Analyse. Eher das Gegenteil
      6 2 Melden
    • Soli Dar 14.01.2017 18:42
      Highlight Leider lassen sich sehr viele hierzulande, auch Unterprivilegierten, vom milliardenschweren, superpriveligierten herrliberger 'Heilsbringer' und dessen 'Jünger' von BAZ und WeWo Sand in die Augen streuen lassen.

      Wie soll man sich den auch noch eine eigene, differenzierte Meinung bilden, wenn einem ständig eingeredet und eingehämmert wird, es ginge uns besser ohne Ausländer, ohne Zuwanderung, ohne Sozialstaat, ohne Arbeitnehmerschutz, ohne Linke, ohne Völkerrecht, ohne Rechtstaat, ohne EU, ohne EMRK, ohne Asylsuchende und ohne Personenfreizügigikeit
      12 4 Melden
    • Maria Bitterli 14.01.2017 19:45
      Highlight @gecko15
      Die Linke, die ich hier in der Schweiz kennengelernt habe, kümmert sich vor allem um sich selbst. Viele erinnern stark an Narzissten. Dass sie in den letzten zehn Jahren für die Arbeiterklasse eingetreten sind, habe ich so nicht sehen können. Abgehobenes Gehabe, Arroganz, gefangen in theoretischem Marxismus. Akademischer Dünkel. Leider. Auch hat sie den Fortschritt, die Entwicklung verschlafen. Und jetzt versucht sie, mit der Zeit zu gehen - geht. Mit der Zeit. Ich finde es schade, ehrlich.
      4 5 Melden
    • gecko25 14.01.2017 20:34
      Highlight @Maria Bitterli. Das sich einige, vielleicht auch mehrere opportunistische Narzissen in der Linken befinden, mag ich nicht zu bestreiten. Der Mehrheit nehme ich aber ihr soziales Auftreten ab. Und überhaupt : was wäre dann die Alternative ?
      6 2 Melden
    • Maria Bitterli 14.01.2017 22:15
      Highlight @gecko25 Wenn ich das wüsste - aber eben. Man müsste eine ganz neue Partei gründen. Eine, die auf reiner Vernunft und gesundem Menschenverstand basiert und keiner wie auch immer gearteten Ideologie folgt. Reines Wunschdenken, ich weiss...
      4 6 Melden
    • ujay 15.01.2017 08:02
      Highlight Ja der arme Mittelstand. Eigentumswohnung/EFH und Doppelgarage gut gefüllt und immer am jammern.Weltfremder gehts nicht.
      5 2 Melden
    • Maria Bitterli 15.01.2017 10:26
      Highlight Neid ist eine der sieben Todsünde, ujay :-)
      2 2 Melden
    • Soli Dar 15.01.2017 14:26
      Highlight @Bitterli was verdanken wir eigentlich den Rechten? Derregulierung, Abbau von Arbeitnehmerrechten, Rentenaltererhöhung, Senkung von Altersrenten, Abbau des Sozialstaates, Privatisierung des Service Puplics, Standortdumping und Steuergeschenke für ausl. Superreiche und globale Konzerne zulasten des Mittelstandes...

      Na ja solange die Rechten gegen Ausländer und Flüchtlinge hetzen, scheint, in den Augen vieler, alles in Ordnung zu sein...
      4 1 Melden
    • Maria Bitterli 15.01.2017 16:15
      Highlight Wollen Sie die Menschen vergesellschaften, wie einst in der DDR, Soli Dar? Einen durchregulierten Arbeitsmarkt, jedem seinen Job, auch wenn es den nicht braucht? Diesel- oder Elektrolok mit Heizer?
      Wo wurde der Service-Public privatisiert?
      Solange die Superreichen mit ihren Pauschalsteuern dafür besorgt sind, dass der Mittelstand noch mehr geschröpft wird, können die meinetwegen bleiben. Die Flüchtlinge kosten den Steuerzahler Geld - und das fällt nicht wie Manna vom Himmel. Die globalen Konzerne schaffen Arbeitsplätze, die es braucht. Denken Sie nur an Google.
      0 4 Melden
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  • Soli Dar 14.01.2017 14:46
    Highlight Guter Artikel, was Clinton, Blair und Schröder (Agenda 21/Harz4) mit ihrer linken lohnabhängigen Wählerschaft gemacht haben grenzt an Hochverrat.

    Zum Glück ist die Linke in der CH anderes und bekämpft z.B. die unsägliche Unternehmenssteuerreform (USR) 3 und zwar gerade GEGEN die vermeintliche bürgerliche und wirtschaftuntergebene Elite!
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  • http://bit.ly/2mQDTjX 14.01.2017 14:30
    Highlight Meritokratie? Aha. Tönt richtig gut.

    Aber wäre nicht Kleptokratie zutreffender?
    22 2 Melden
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  • Thomas Bollinger (1) 14.01.2017 14:24
    Highlight Guter Artikel. Allerdings liegt ein grosser Teil auch bei denen, die sich nicht verändern wollen und bei denen, die das unterstützen. Solange es Leute immer noch sympathisch finden, dass der Nachwuchs den gleichen Job wie die Vorfahren macht und sich nicht weiterbilden will (Kohle, Lastwagenfahrer, Landwirt, Mami), so lange wird die Modernisierung der Gesellschaft auch nicht fortschreiten.
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  • Stachanowist 14.01.2017 14:23
    Highlight Super Artikel, endlich mal wieder was auf Watson mit richtig Fleisch am Knochen. Danke!

    Hier noch das konkrete Gesetzespaket, das (unter anderem) zum massiven Anstieg der "Gefängnisbevölkerung" unter Clinton führte.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Violent_Crime_Control_and_Law_Enforcement_Act

    https://www.theguardian.com/commentisfree/2016/apr/15/bill-clinton-crime-bill-hillary-black-lives-thomas-frank
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  • Benot 14.01.2017 14:15
    Highlight Meiner Meinung nach hat ein ganz anderer Faktor das Erscheinungsbild der Sozialistischen/Democrats-Parteien geprägt: Die wahlpolitische Feststellung, dass ein Gros der Wähler sowieso die eigene Partei wählt, d.h. keinesfalls aus Unzufriedenheit die andere Partei und dass Wahlen deshalb von einer Gruppe Wechselwähler in der politischen Mitte entschieden werden.

    Das ist z.B. in Deutschland sehr gut zu beobachten. Da hat sich die SPD so sehr auf diese Mitte-Wechselwähler ausgerichtet, dass der gefühlte Unterschied zur CDU sehr gering wurde, so gering, dass man sogar in Koalition regieren kann.
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    • Soli Dar 14.01.2017 18:45
      Highlight Einverstanden, wobei die SPD die CDU teilweise mittlerweile rechts überholt. Ähnlich wie bei uns Ja auch die CVP mit ihrem SVP-Anbiederungskurs Wähler nach links verlor...
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  • Thinktank 14.01.2017 14:15
    Highlight Das sogenannte Lohndumping, das die Linken verhindert haben sollen, betrifft höchstens die untersten Löhne und dort arbeiten kaum wahlberechtige Schweizer. Deshalb versuchen die Linken auch möglichst viele potentielle Wähler einzubürgern. Die Löhne der Mittelschicht kommen aber aufgrund der offenen Grenzen massiv unter Druck und damit tickt auch bei uns eine Zeitbombe. Das Wirtschaftswachstum geschieht in der Schweiz nur noch beim Staat, Sozialhilfe und Betreuungsindustrie. Alles nur Umverteilungs- und Abschöpfungsjobs, leider keine Wertschöpfung. Irgendwann gibt es nichts mehr abzuschöpfen.
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    • R&B 14.01.2017 17:34
      Highlight Ich schliesse mich ihrem Weltbild an: Ausländer sind an allem Schuld! supereinfache Lösung: Ausländer sofort ausschaffen und wir sind sofort alle Millionäre! 😂😂😂
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    • Soli Dar 14.01.2017 20:06
      Highlight @Thinkthank. Deine Hypotheses ist zumindest teilweise falsch.
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    • ujay 15.01.2017 08:07
      Highlight @Thinktank.Mit einem solchen Beitrag wirst du deinem Namen nicht gerecht.Think hat mit denken zu tun und das beinhaltet,differenzieren zu können.Bei dir sinds immer die Linken,die Ausländer,die Sozialindustrie.Gibt dein SVP-Rhetorik-Bausatz nicht mehr her?Laaaangweilig.
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  • Benot 14.01.2017 14:09
    Highlight Also nein, sorry...
    Hier werden doch aufs Gröbste Ursachen und Sympthome vermischt, ... um eine These passend zu machen.
    Hätte es ohne Clinton die Globalisierung nicht gegeben?
    Wurde der Sozialstaat nicht vielerorts der Perspektive (Staatshaushalt) des neuen Jahrhunderts angepasst, ganz unabhängig von amerikanischen Democrats?
    Obama vorwerfen, er habe die Clinton-Massnahmen nicht korrigiert... Und was war zwischen Clinton und Obama? Da waren doch acht Jahre um die Fehler Clintons zu berichtigen?
    etc.

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    • R&B 14.01.2017 17:31
      Highlight Gute Frage
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  • Majoras Maske 14.01.2017 13:56
    Highlight Die Vorstellung, dass nur die Klügsten und Bestausgebildesten was taugen und gefördert gehören, ist für eine Gesellschaft ohne garantierte Chancengleichheit Gift. Die Vorstellung, dass sogenannte Leistungsträger wegen ihren Leistungen finanziell derartig belohnt werden müssen, ist für all jene, die vermeintlich nichts leisten ein Hohn. Und mit der praktischen Vorstellung der Eigenverantwortung kann man die vermeintlich Abgehängten auch sich selbst überlassen, den sie sind ja selber schuld. In Zeiten, wo Digitalisierung und Automatisierung zig Jobs wegfallen könnten, müsste der Alarm läuten.
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    • FrancoL 14.01.2017 14:19
      Highlight Man soll die Angehängten nicht sich selbst überlassen, aber es braucht auch 2 um eine Uebung zu einem Guten Ende zu führen. Ein Teil der Abgehängten scheint da allerdings der Meinung zu sein, dass nur einer sich einsetzen soll und das ist eine leider tragische Fehlsicht. Ich war und bin immer für soziale Mechanismen eingestanden aber auch für die klare Feststellung dass diese sozialen Mechanismen nicht fehl eingesetzt werden dürfen, denn damit verlieren sie ihre wertvolle Wirkung. Damit sage ich klar dass auch die Angehängten sich bemühen müssen den Abstand zu verringern.
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  • R&B 14.01.2017 13:53
    Highlight Vielen Dank für die unangenehme Analyse über die Demokraten.
    Ich hoffe einfach, dass die Schweizer Politik mit der Wahl von Trump die Zeichen der Zeit erkannt hat, und die richtigen Massnahmen trifft. Doris Leuthard scheint die Probleme der Schweiz erkannt zu haben (Neujahrsrede SRF). Hoffentlich erarbeitet der Bundesrat hierzu gute Massnahmen. Und noch mehr hoffe ich, dass diese dann nicht von der SVP, FDP und CVP verwässert werden, weil diese den Reichen und Konzernen zudienen.
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  • Herbert Anneler 14.01.2017 13:52
    Highlight Ich kann dieses Demokraten-Bashing logisch nicht einordnen. Hier wird unterstellt, sie hätten eine krasse Niederlage erlitten. Clinton hat aber 2.86 Mio. mehr Stimmen gemacht. Fragwürdig finde ich auch das Meritokraten-Bashing. Meritokratie ist das Fundament des American Dream. Auch diejenigen, die jetzt unter die Räder kamen, dachten ursprünglich meritokratisch - bis es plötzlich anders zu laufen begann.
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    • FrancoL 14.01.2017 14:11
      Highlight Danke für diese ausgewogenen Worte. Da versucht man wirklich das Kind mit dem Bade auszuschütten und guckt weit neben der Realität vorbei.
      Eine vernünftige Meritokratie ist für mich kein schlechter Ansatz, wenn die mertitokratischen Prinzipien auch für die meisten Branchen eine Anwendung finden.
      Meritokratie hat für mich nichts mit Bildung zu tun sondern mit adäquater Leistung in allen Bereichen.
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    • Seppo 14.01.2017 14:35
      Highlight Clinton hat 2.86 Mio mehr Stimmen, weil sie den mit Abstand bevölkerungsreichsten Staat Kalifornien gewonnen hat, der ja bekannterweise eine demokratische Hochburg ist. Leider - und das meine ich wirklich so - funktioniert das Wahlsystem in den USA ein bisschen anders.
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    • Hoppla! 14.01.2017 16:57
      Highlight Um genau zu sein hat sie auch (fast) alle Städte gewonnen. Siehe hierzu http://www.watson.ch/International/US-Wahlen%202016/124660964-Die-politischen-Fronten-in-den-USA-auf-einen-Blick-%E2%80%93-%C2%ABTrump-Land%C2%BB-vs--%C2%ABClinton-Archipel%C2%BB.

      Sonst stimme ich Herbert Anneler absolut zu.
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  • Scenario 14.01.2017 13:48
    Highlight Ein sehr interessanter Artikel, auch wenn ich nicht gleicher Meinung bin. Vorallem, wenn es um die Industriejobs geht. Ja, viele Industriejos gingen verloren in den USA. Dafür wurden vermutlich auch einige in Mexico und Kanada geschaffen. Anstelle der Industriejobs wurden auch andere Jobs im Dienstleistungssektor in den USA geschaffen. Der Politik kann man vorwerfen, dass sie die Menschen nicht energisch genug auf die wegfallenden Jobs vorbereitet hat, bzw. Ihnen keinen Ausweg angeboten hat. Mehr aber nicht. Man muss aber auch seinen Arsch bewegen, wenn man nicht in der Versenkung enden möchte
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    • DJ_Terror 14.01.2017 14:18
      Highlight Sehr hohler Beitrag. Wie soll man was erreichen wenn weiterhin outgesourced wird? Wenn Firmen weiterhin ihre Zweigstellen in Schwellenländern verschieben nur um massiv die Löhne zu sparen wird ein US Arbeiter in der Industrie wenig Stellen finden.
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    • Hoppla! 14.01.2017 17:00
      Highlight Und genau auf deinen Einwand, DJ_Terror, geht Scenarios Post ein. Oder willst du von alle subventionierte Strukturerhaltung betreiben?

      Dann sollten wir subito die Textilindustrie im Rheintal wieder ansiedeln.
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  • dracului 14.01.2017 13:47
    Highlight Zwei Bemerkungen zur Schweiz: Bildung ist für unser Land, das keine Rohstoffe hat, zentral. Leider bildet die ETH mehr als 50% Ausländer aus, die nicht der Wirtschaft nutzen werden. Zudem studieren zu viele Schweizer klassische Phil I-Fächer. Digitalisierung bräuchte Ingenieure, wenn wir da mitmischeln wollen. Das andere ist der Mittelstand, welcher Jahre lang das Fundament unseres Landes war. Der Mittelstand löst sich längst auf, die Anzahl der Armen explodiert und die Reichen tragen zu wenig zum allgemeinen Wohlstand bei. Auch im Parlament herrschte Ausgewogenheit, die nicht mehr existiert.
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    • FrancoL 14.01.2017 14:04
      Highlight Man kann nur diejenigen ausbilden die sich für eine Ausbildung interessieren. Wenn nun weniger Einheimische sich ausbilden lassen dann ist dies nicht der Fehler der Ausländer. Offensichtlich scheint sich eine Ausbildung für die Einheimischen weniger zu lohnen oder der Aufwand ist für viele ein zu grosse Belastung.
      Was die Wirtschaft braucht ist vielen jungen Menschen egal, den sie möchten sich verwirklichen, die Realität schlägt dann mit voller Härte zu, aber ich finde dass man nicht nach dem Muster der Planwirtschaft die Ausbildung steuern muss.
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    • whatthepuck 14.01.2017 14:30
      Highlight Bei den Phil I-Fächern gebe ich dir recht, bei der ETH nur bedingt; viele Leistungen, die die ETH bringt, kann sie ja gerade nur wegen den ausländischen Forschern bringen. Und wenn wir die Ausländer wieder ziehen lassen nach dem Abschluss, müssen wir uns in der Schweiz selber an der Nase nehmen! Die Fische zappeln im Netz, wir müssen nur zugreifen. Aber man muss sich entscheiden: Hierzulande ausgebildete Fachkräfte nutzen, oder die Ausländer nach dem Abschluss wieder rausdrängen? Gebe dir aber Recht, dass wir mehr Tech-Studenten brauchen.
      13 7 Melden
    • E. Edward Grey 14.01.2017 14:40
      Highlight Noch etwas Hintergrund zu der ETH Zahl? Kann es evtl. sein dass ein Grossteil der 50% Ausländer als Kinder zugewanderter Arbeiter hier niedergelassen sind und somit höchstwahrscheinlich auch dem Schweizer Arbeitsmarkt erhalten bleiben?
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    • Rendel 14.01.2017 15:22
      Highlight Wenn sie mir die Zahlen zur ETH bitte belegen können, danke.

      Nicht jeder Mensch eignet sich zum Ingenieur oder für ein technisches Studium. Auch Phil I Fächer sind für eine Gesellschaft wichtig.
      18 9 Melden
    • Griffin 14.01.2017 16:36
      Highlight Keine Ahnung woher deine Zahlen stammen, aber an der ETH (im Bachelor zumindest) studieren ungefähr 20% Ausländer, was dem schweizerischen Ausländeranteil entspricht, die allermeisten sind auch Menschen, die in der Schweiz aufgewachsen sind. Bei den Masterstudenten wird der Anteil, wie an Unis das normal ist, etwas höher sein. Insgesammt kann aber sicher nicht von 50% gesprochen werde.
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  • FrancoL 14.01.2017 13:45
    Highlight Ich lese immer dass die Demokraten oder bei uns die SP und die Grünen sich von der Basis den unteren Schichten entfremdet haben und dass darum die Basis nacht rechts tendiert.
    Da stellen sich für mich 2 Fragen:
    A) Die Basis (unteren Schichten) wählen nun eher Rechts und steht denn rechts auch für diese unteren Schichten ein? Ich würde sagen eher nein.
    B) Die für mich wichtigere Frage: Wieso spricht man nicht davon dass mitunter die unteren Schichten sich von einer sozialen Politik entfremdet und entfernt haben? Nicht immer entfernt sich die Führung auch die Basis geht eigene Irr-Wege.
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    • E. Edward Grey 14.01.2017 14:49
      Highlight Gute Analyse zu A). Die unteren Schicht pendelt orientierungslos da sie als wenig lukrativ und bestimmbar schlicht vergessen wurde.
      Dadurch hat die Gesellschaft aber einen Pool von Menschen geschaffen welcher Demagogen gegenüber sehr empfänglich ist. Die hin und her schwappende Meinungs-Welle bäumt dich immer mehr auf, gewinnen wird wer am geschicktesten auf ihr zu reiten versteht, komplett unabhängig vom Inhalt. So konnte Trump, überhaupt nicht mit Partei oder Politik verwurzelt, mit ungeahnter Dynamik siegen.
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    • FrancoL 14.01.2017 15:49
      Highlight @E.EdwardGrey; Exakt erkannt wie diese Masse bewegt werden kann. Leider lässt dein Fazit für die Zukunft keine positiven Schlüsse zu. Diese Masse muss wieder eine eigene Identität finden oder erarbeiten, nur wird dies mit Erfolg demagogisch verhindert.
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  • Phrosch 14.01.2017 13:45
    Highlight Auch in der Schweiz scheint sich die Mehrheit der Büezer nicht mehr bei der SP zuhause zu fühlen. Zudem scheint die SP viele Sorgen der "kleinen Leute" nicht zu verstehen, so dass diese sich der Alternative zuwenden. Es ist aber schon fast zynisch, dass die von (z.T. sehr) Reichen dominierte SVP diesen Mitbürgern anbiedert und mit deren Unterstützung dann politische Entscheide durchboxt, die sicher nicht den Schwachen in der Gesellschaft nützen. Stichwort Sparpolitik, die niemand so konsequent vertritt wie die SVP, die dann aber Familien, Behinderte und Arme hart trifft.
    63 8 Melden
    • Fairness_3 14.01.2017 14:00
      Highlight Die vielen reichen Bauern in der SVP? Ja klar.
      4 22 Melden
    • Eskimo 14.01.2017 14:18
      Highlight Familien, Behinderte und Arme trifft es nicht hart wegen der SVP, sondern weil unsere Sozialsysteme Jahrelang für Faule und Schmarotzer ein Selbstbedienungsladen war und immer noch ist. Bezahlt habens die Chrampfer.
      11 30 Melden
    • Echo der Zeit 14.01.2017 16:05
      Highlight @Eskimo - "Weil unsere Sozialsysteme Jahrelang für Faule und Schmarotzer ein Selbstbedienungsladen war" - Die machen ein sehr kleiner Teil der kosten aus - Man bekommt nicht einfach so eine IV Rente - und auch die Sozialhilfe ist an Bedingungen geknüpft. Es ist Leider so das Arme und Besonders Behinderte unter der Politik der SVP zu Leiden hat - auch im Falle der unsäglichen Generalisierungen - Nicht Arbeiten zu können = Faul.
      27 9 Melden
    • Spooky 14.01.2017 18:06
      Highlight Bezahlt haben das ganz sicher nicht die Chrampfer, sondern die Geldsäcke und vielleicht noch ein wenig der Mittelstand, weil die ja viel mehr Steuern bezahlen als die Chrampfer. Die Chrampfer chrampfen zwar viel, bezahlen aber im Vergleich zu den Superreichen fast keine Steuern. Zu bedauern sind darum die Superreichen, weil sie für deine sogenannten "Faulen und Schmarotzer" bluten müssen, nicht die armseligen, bedauernswerten Chrampfer.
      9 6 Melden
    • Spooky 14.01.2017 18:59
      Highlight Mein Comment ist für @Eskimo.
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  • fragenueberfragen 14.01.2017 13:36
    Highlight Vielen Dank, sehr interessant.

    Aber, "Mikrokredite sind, wie es sich inzwischen herausgestellt hat, ein gewaltiger Flop."

    Koennen Sie mir die Quellen dazu nennen?
    57 6 Melden
    • E7#9 14.01.2017 15:58
      Highlight Hierzu ein interessanter Artikel, vor allem eine Passage:

      "Nicht mehr die Armutsbekämpfung steht im Mittelpunkt, sondern die finanzielle Einbindung der Armen in die Kapitalmärkte. Und das bringt Profit: Waren es 2001 nur knapp drei Milliarden Dollar, wurden 2011 fast 90 Milliarden Dollar Kredite an über 200 Millionen Männer und Frauen weltweit vergeben. Bereits im Jahr 2010 betrugen die Einkünfte der Mikrofinanzbanken fast 20 Milliarden Dollar."

      http://m.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/a-937020.html
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    • Philipp Löpfe 14.01.2017 16:17
      Highlight wenn du «microcredit flop» googelst, findest du viele Artikel. Es gibt auch ein Buch darüber, aber ich kann mich gerade nicht an den Titel erinnern.
      13 2 Melden
    • Patamat 14.01.2017 18:09
      Highlight Wie immer sind solche Studien differenziert zu lesen. Nicht das Instrument Mikrokredit ist ein Flop bezogen auf Armutsbekämpfung, sondern dessen Kommerzialisierung. Es gibt viele positive Beispiele für gelungene Armutsbekämpfung. Aber Wucherzinsen und lasche Schuldnerprüfungen, garniert mit fehlender Begleitung der Kreditnehmer führen dazu, dass die eigentlich positiven Effekte von Mikrokrediten leider häufig zunichte gemacht werden. Hier scheint mir aber weniger eine Subprime-Politik à la Clinton das Problem, sondern die (Lokal-)Politiker, die direkt von der Mikrofinanzindustrie profitieren.
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    • ujay 15.01.2017 08:18
      Highlight Dass Mikrokredite ein Flop sein sollen,kann ich nicht bestätigen,im Gegenteil:Ich lebe in Asien und sehe,wie ehemals arme Familien jetzt ein kleines Gewerbe aufgebaut haben und davon menschenwürdig leben können.Mikrokredite sind eine echte Hilfe zur Selbsthilfe.Leider können die Meisten bei diesem Thema nicht unterscheiden zwischen staatlich kontrollierten Mikro-Kreditgebern und Kredithaien (Loansharks) mit horrenden Schuldzinsen,die sich im Windschatten seriöser Unternehmen verstecken.Sache ist:Mikrokredite haben millionen Menschen geholfen und sind über alles gesehen ein Erfolgsmodell.
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  • Luca Brasi 14.01.2017 13:33
    Highlight Dafür sind Leute wie Bernie Sanders nun beliebter denn je. Wird interessant wie sich die Demokratische Partei zu deren Ideen verhalten wird.
    37 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.01.2017 14:51
      Highlight Die Demokratische Partei hat in der Vorwahl sehr klar gezeigt wie sie zu den Ideen eines Bernie Sanders steht.
      23 2 Melden
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  • fiodra 14.01.2017 13:29
    Highlight Ich finde diese Perspektive sehr interessannt, mein Verständnis für das was in Amerika passiert ist, wächst.
    35 1 Melden
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  • mitch01 14.01.2017 13:28
    Highlight Sehr guter Artikel! Endlich schaut mal jemand etwas genauer hin und merkt vielleicht auch, dass wir ein Volk von Fachidioten heranzüchten.
    Genau deshalb hege ich auch eine kleine Hoffnung in Trump. Er denkt wahrscheinlich ein bisschen ander als diese sogennante "Elite" und wird hoffentlich ein paar gute Entscheidungen durchsetzten. Auch wenn er sich zuweilen daneben benimmt. Schlussendlich zählen auch immer die tatsächlichen Leistungen.
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  • stadtzuercher 14.01.2017 13:21
    Highlight Wie schnell Meinungen drehen, wie Fahnen im Wind. Zum nachlesen, vom selben Journalist.
    "Die Elite ist Schuld an Trumps Wahlsieg? Was für ein Schwachsinn!!!"
    http://www.watson.ch/!743668740
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    • Philipp Löpfe 14.01.2017 15:44
      Highlight Wie wärs, wenn du jeweils auch den Schluss eines Artikels lesen würdest?
      15 14 Melden
    • opwulf 14.01.2017 16:17
      Highlight Moment - sollte ein guter Journalist nicht über möglichst viele Seiten berichten? Die Berichte müssen ja nicht immer mit seiner persönlichen Meinung übereinstimmen sondern eher informieren oder einem Einblick in verschiedene Warte geben! Wenn man zB einen Obama für dieses hier kritisiert sollte man nicht vergessen dass hinter ihm eine ganze Entourage ist und er nicht alles alleine entscheiden kann, nicht wie ein Despot! Oder dass seine Regierung nicht nur "Verlierer" generiert hat, sondern auch Gewinner, die unter den Reps zu den "Verlierern" gehörten! Eine Wahrheit, viele Betrachtungsweisen
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