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Bündner Gewerbler wollen Olympia-Kandidatur wieder diskutieren

Nach dem Volks-Nein im März 2013, will der Bündner Gewerbeverband wieder eine Olympia-Kandidatur diskutieren.
Nach dem Volks-Nein im März 2013, will der Bündner Gewerbeverband wieder eine Olympia-Kandidatur diskutieren.Bild: KEYSTONE
Ein Jahr nach Volks-Nein

Bündner Gewerbler wollen Olympia-Kandidatur wieder diskutieren

04.10.2014, 16:0704.10.2014, 16:08

Der Bündner Gewerbeverband will die Kandidatur des Kantons Graubünden für die Olympischen Winterspiele 2022 neu lancieren. Der Verband begründet den erneuten Anlauf nach dem Volks-Nein vom März 2013 mit schlechten Wirtschaftsaussichten und dem Mangel an Kandidaturen.

Die Präsidentenkonferenz des Verbandes beschloss am Freitag, Olympia «eine zweite Chance zu geben», wie es in einer Mitteilung heisst. Eine entsprechende Resolution sei einstimmig angenommen worden.

Den erneuten Anlauf begründet der Gewerbeverband mit dem drohenden Einbruch, vor dem die Bündner Wirtschaft stehe. Als Grund für die düsteren Aussichten nennt der Verband unter anderem die Annahme der Zweitwohnungsinitiative, die der Baubranche zusetze.

«Ausgezeichnete Chancen»

Der Bündner Gewerbeverband reagiert mit seinem Beschluss zudem auf die Entwicklungen der vergangenen Tage: Nach dem Rückzug von Oslo bleiben mit dem kasachischen Almaty und Peking nur noch zwei Anwärter im Rennen. Eine europäische Kandidatur hätte bei dieser Ausgangslage «ausgezeichnete Chancen», hält der Verband fest.

Allerdings dürfte der Zug zumindest für die Spiele 2022 abgefahren sein. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) präsentierte am 7. Juli dieses Jahres die offiziellen Kandidaten. Die Wahl des Austragungsortes erfolgt am 31. Juli 2015 in Kuala Lumpur.

Das Bündner Stimmvolk hatte der Kandidatur für die Winterspiele 2022 am 3. März 2013 eine Abfuhr erteilt – 52,7 Prozent der Stimmenden sprachen sich gegen Olympische Wettkämpfe in St. Moritz und Davos aus. (pma/sda)

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