Atomwaffen
epa04249650 People carry their belongings as they flee from the ongoing fighting in Mosul to Erbil, Kurdistan region, north Iraq, 11 June 2014. Relative calm prevailed in the northern city of Mosul two days after fighters from the Islamic State in Iraq and the Levant (ISIL) captured it from government troops. The al-Qaeda splinter group's control of Mosul has triggered a mass exodus from the city.

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Eine irakische Familie flieht aus der Stadt Mossul. Bild: EPA/ANADOLU AGENCY

IS-Vormarsch

Erobertes Nuklearmaterial im Irak keine grosse Gefahr

Dschihadistische Aufständische im Irak haben radioaktives Material in ihren Besitz gebracht. Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) stellen die Substanzen vermutlich jedoch kein grosses Sicherheitsrisiko dar.

10.07.14, 13:34 10.07.14, 15:47

Trotzdem sei ein derartiger Fall immer besorgniserregend, erklärte die UNO-Behörde am Donnerstag. Dem Irak zufolge gelangten fast 40 Kilogramm Urangemische aus der Universität Mossul in die Hände von «Terroristen».

Der irakische UNO-Botschafter Mohamed Ali Alhakim rief die Staatengemeinschaft in einem Brief an Generalsekretär Ban Ki-Moon zur Hilfe auf. Es müsse die Bedrohung abgewendet werden, dass das Material «von Terroristen im Irak oder anderswo verwendet wird». Es «kann zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen verwendet werden» oder auch aus dem Irak herausgeschmuggelt werden, warnte der Botschafter.

Material laut IAEA nur schwach angereichert

Die UNO-Atombehörde IAEA teilte diese Meinung zunächst nicht. Auf der Grundlage der ersten Berichte gehe man davon aus, dass das Material nur schwach angereichert sei und kein Risiko im Sinne der Sicherheit oder atomaren Weiterverbreitung darstelle, erklärte eine Sprecherin.

Auch in US-Regierungskreisen hiess es, die Stoffe enthielten wohl kein angereichertes Uran und könnten daher kaum zum Bau von Waffen dienen. Auch für eine sogenannte schmutzige Bombe sei das Material nicht gut genug, sagte der frühere IAEA-Inspektor Olli Heinonen der Nachrichtenagentur Reuters. Bei einer solchen Waffe wird radioaktives Material mit einem konventionellem Sprengsatz freigesetzt.

Radikale Sunniten der Gruppe Islamischer Staat (IS) haben Mossul bei ihrer Offensive überrannt. Erst vor wenigen Tagen räumte die Regierung ein, die Kontrolle über ein Chemiewaffenlager an die sunnitischen Rebellen verloren zu haben.

Die Rebellen haben bei ihrem Vormarsch weite Teile des Nordiraks eingenommen, wurden zwischenzeitlich aber wieder aus einigen Gebieten vertrieben. (pma/sda/reu)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • zombie1969 10.07.2014 14:29
    Highlight Auf kurdischer Seite wird man sich nicht so schnell wieder das jetzt gewonnene Potenzial zur Gründung eines eigenen Staates nehmen lassen. Zu tief sind die historischen Verwürfnisse.
    Kurdische Führer lassen bereits verlauten, dass nun die Zeit gekommen ist für "ihr Kurdistan" und sie bereit sind dieses auch mit Waffen zu verteidigen. In der eigenen Bevölkerung haben die kurdischen Führer aufgund jahrelanger Proto-Staatlichkeit sowie als Verteidiger des Landes, nach dem die irakische Armee ihre Stellungen teilweise kampflos aufgegeben hat, eine enorme Legitimität gewonnen.
    Die Auswirkungen eines solchen kurdischen Staates für die Stabilität der Region und die Reaktionen der umliegenden Staaten, insbesondere der Türkei, sind schwer vorhersehbar.
    Aber dass der Irak über kurz oder lang auseinander bricht, scheint unabwendbar, ganz gleich wie weit die IS es schafft.
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