Best of watson

Gleichgeschaltet: Essener Klassenzimmer im Mai 1933. Bild: www.jugend1918-1945.de

lehrerpranger der JSVP

Der Denunziant im Klassenzimmer weckt ungute Erinnerungen

Die JSVP will eine Online-Meldestelle einrichten, damit Schüler linke Lehrer «verpfeifen» können. Diese Förderung des Denunziantentums erinnert an totalitäre Systeme. 

01.09.14, 20:24 06.09.14, 08:36

«Petzen» ist ein in Klassenzimmern häufig verwendeter Begriff. Schüler bezeichnen damit eine Tätigkeit, die nicht als fein gilt: Wer einer Autoritätsperson das unerwünschte Verhalten eines Mitschülers meldet, macht sich nicht beliebt. Der grosse Bruder der Petze ist der Denunziant, von dem das geflügelte Wort geht: «Der grösste Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.» 

Kein Wunder, dass sich das böse Wort «Denunziation» auf der von der Jungen SVP lancierten Seite «Freie Schulen – Stopp der politischen Indoktrination!» nicht findet. Die JSVP will mit der Online-Meldestelle nach eigenen Angaben der «politisch einseitigen Beeinflussung an Schweizer Schulen» den Riegel schieben. Gemeint dürften dabei vor allem linke Pädagogen sein. 

Wenn Schüler die politische Korrektheit ihrer Lehrpersonen im Unterricht – und womöglich auch ausserhalb des Klassenzimmers – überwachen und vermeintliche Abweichungen der SVP-Meldestelle hinterbringen sollen, erinnert dies unweigerlich an die Verhältnisse in totalitären Staaten. Besonders verheerend wirkte sich das Denunziantentum – nicht nur im Bereich der Schule – im «Dritten Reich» und in der SED-Diktatur aus. 

Die Gestapo arbeitete hauptsächlich mit Denunzianten

Karikatur im Nazi-Hetzblatt «Stürmer» (1934) zur Entfernung der jüdischen Lehrkräfte aus den Schulen. Bild: PD

Vor allem der NS-Staat baute nicht so sehr auf seinen Repressions- und Spitzelapparat, um Gegner und Kritiker des Regimes aufzuspüren, sondern vertraute in hohem Masse auf das Denunziantenwesen. Bereits im März 1933 erliess er die sogenannte «Heimtücke-Verordnung»; im Dezember 1934 folgte das «Heimtücke-Gesetz», das unter anderem gehässige Äusserungen «über leitende Persönlichkeiten des Staates oder der NSDAP» mit Gefängnis bedrohte. Damit war dem Denunziantentum Tür und Tor geöffnet. Allerdings gab es – ausser bei Hoch- und Landesverrat – keine Pflicht zur Denunziation.  

Dennoch «avancierte die Denunziation zum zentralen Bindeglied zwischen Staatsapparat und Bevölkerung». Die Gestapo war mitnichten die allmächtige, omnipräsente Organisation, als die sie heute oft erscheint – sie war in hohem Masse abhängig von der Denunziationsbereitschaft in der Bevölkerung. Schätzungsweise bis zu achtzig Prozent aller Verhaftungen beruhten auf Denunziationen und nicht auf eigenen Ermittlungen der Gestapo oder Meldungen ihrer V-Leute.  

Gleichschaltung der Lehrerschaft

Obwohl nur eine Minderheit der Deutschen sich als Denunziant betätigte, genügte die von ihr ausgehende Gefahr, um die gesamte Bevölkerung zu terrorisieren. Dies galt auch für den Bereich der Schule, wo Jugendliche, sogar Kinder, ihre Lehrer anzeigen konnten, um missliebige Autoritätspersonen loszuwerden. 

«Denunziation ist ein Zeichen antifaschistischer Wachsamkeit.» 

Erich Mielke, 1957-1989, Stasi-Chef (1948)

Zugleich wurde die Lehrerschaft im Dritten Reich von oben her gleichgeschaltet. Das «Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums» vom April 1933 bot Handhabe zur Entlassung missliebiger Lehrpersonen. Alle jüdischen Lehrerinnen und Lehrer mussten die Schulen verlassen, dazu ein Drittel aller Lehrerinnen. Aber auch pazifistisch eingestellte, sozialistische oder kommunistische Lehrkräfte wurden entlassen. Wer bleiben durfte, musste sich der Nazi-Ideologie fügen. 97 Prozent aller Lehrer wurden Mitglieder des NS-Lehrerbunds. 

DDR-Pioniere im Klassenzimmer.  Bild: Bildarchiv preussischer Kulturbesitz

Das Spitzelsystem der DDR

In der DDR dagegen konnte das nicht allzu populäre Regime weniger stark auf die Denunziationsbereitschaft der Bevölkerung vertrauen. Der SED-Staat baute deshalb ein beeindruckendes Spitzelsystem auf: 1989 gab es in der DDR rund 180'000 sogenannte «Informelle Mitarbeiter» (IM) – mehr als ein Prozent der Bevölkerung. Auf 90 Einwohner kam ein Spitzel

Das Ergebnis war ein umfassendes Klima des Misstrauens, das sich auch in den Schulen auswirkte. Lehrer schauten vorsichtshalber im Klassenbuch nach, welche Eltern SED-Mitglieder waren, da sie bei deren Kindern vorsichtig sein mussten. Schulen und Kindergärten, so gab ein Stasi-Offizier der Abteilung Kader und Schulung zu, waren «die Drehbänke, auf denen unsere IMs gefräst» wurden. So war denn auch ein Grossteil der DDR-Lehrer linientreu

Pikant: Unlängst hat SVP-Präsident Toni Brunner sich empört gegen die Unterstellung von «braunen Tendenzen» zur Wehr gesetzt. Bei den Von-Wattenwyl-Gesprächen verweigerte er seinem BDP-Amtskollegen Martin Landolt den Handschlag. Landolt hatte der SVP wegen ihrer Initiativpläne zum Asylrecht «braune Tendenzen» vorgeworfen. 

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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48
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  • MRK 20.09.2014 02:08
    Highlight die JuSo sollte, rechte Polizisten fichieren!
    0 1 Melden
  • Tain 04.09.2014 20:39
    Highlight Analysieren wir einmal die andere Seite: Ich bewundere jede soziale SVP-Lehrkraft, die trotz ihrer Gesinnung Kindern mit Migrationshintergrund die gleiche Unterstützung zukommen lässt wie allen andern und sich mit vollen Einsatz im Berufswahlunterricht dafür einsetzt, dass alle aus der Klasse eine Lehrstelle finden. Dass lernschwache Kinder die entsprechende Unterstützung bekommen, Elterngespräche mit Dometschern durchzuführen, ... was das alles den Staat kostet! Ich kann mir die innere Zerrissenheit kaum vorstellen, dauernd gegen die eigenen Prinzipien arbeiten zu müssen. Da ist mir ein gegebenfalls linkslastiger Mathematikunterricht oder Turnunterricht lieber :-D
    1 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 04.09.2014 11:11
    Highlight Noch einer der das Wort "Denunziantentum" nicht versteht oder ad hoc eine geeignete Neudefiniton durchführt. Jeder Einwohner darf seine pol. Interessen wahrnehmen. Und das Indoktrination und Benachteiligung aus pol. Gründen keinen Platz an unseren Schulen haben sollen ist ein Grundsatz. Die JSVP darf sich dem Problem mit legalen Mitteln annehmen, und alle anderen auch. Es landet niemand zu unrecht im Gefängnis wegen der Webseite und niemand wird gefoltert. Aber vlt. denkt der eine od. andere Lehrer in Zukunft etwas nach, bevor er seinen Propagandafeldzug beginnt. Ich sehe kein Problem hier.
    2 9 Melden
  • Miguel Deantoniymaura 04.09.2014 09:35
    Highlight Etwas Hoffnung gibt mir die Tatsache, dass uns die Geschichte zeigt, was mit totalitären Systemen und deren Köpfe geschehen kann:
    - Hitler beging (anscheinend) Selbstmord
    - Mussolini wurde kopfüber aufgehängt
    - Mielke, ein verurteilter Mörder, starb kurz nach seiner Haftentlassung
    - Ceaușescu wurde hingerichtet

    So gesehen, wird alles gut, und braun wird zu grün, rot wird zu gelb, bunt ist schöner als schwarz-weiss.
    3 0 Melden
  • Fulehung1950 03.09.2014 11:57
    Highlight Es gibt Leute, die können nicht oder wollen nicht verstehen. Das Thema ist nicht, wie viele Lehrer Links- und wie viele Rechtsdrall haben. Es geht auch nicht darum -im vorliegenden Artikel- ob politische Indoktrination gut oder schlecht bzw. statthaft sei (ich bin klar der Meinung: nein). Was die JSVP macht ist aber definitiv ein Aufruf zum Denunziantentum. Darum geht es. Mag sie noch so stümperhaft aufgezogen sein. Und der Artikel erinnert nur daran, was Denunziantentum in der Vergangenheit für Konsequenzen mit sich brachte. Und das hier ist ein (womöglich untauglicher) Anfang, gegen den man sich zur Wehr setzen muss, bevor Denunziantentum wie andere Erscheinungen, an die wir uns mit Grauen erinnern sollten, salonfähig wird.

    Wenn ich auf der besagten Website das Kapitel "Alternatives Wissen" anklicke wird mir jedenfalls allein bei der Vorstellung, mit was die Unterkapitel gefüllt werden könnten, übel.
    9 1 Melden
    • goschi 03.09.2014 17:51
      Highlight danke für die klaren Worte!
      2 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.09.2014 11:15
      Highlight Es ist kein Denunziantentum. Oder dann ist es die Meldestelle Rassismus auch. Es ist einfach ein privates Angebot für betroffene Schüler. Keine Panik bitte. Und doch, es geht genau darum, ob und wie stark diese Indoktrination stattfindet. Ganz offensichtlich sind einige Leute der Ansicht es besteht ein Problem. Warum seid ihr so aufgeregt wenn jemand mal entspr. Daten erhebt und ggf. bei einer Schulleitung vorstellig wird? Werden irgendwelche Gesetze oder Grundrechte verletzt? Nur die von Lehrern und Schulleitern, die eh schon am längeren Hebel sitzen? Oder auch die von Schülern?
      1 7 Melden
  • Kari Metzger 02.09.2014 14:37
    Highlight Ich bin in den von 1950-1959 in einem Thurgauischen Dorf in die Schule gegangen. Damals hiess die SVP noch Bauern- Gewerbe und Bürgerpartei, die CVP hiess bei uns noch Katholisch- Konservative Volkspartei. Was glauben Sie, was unsere Lehrer für Gedankengut verbreiteten? Es herrschte auch noch Prügelstrafe. Aus mir ist trotzdem, oder gerade deswegen ein Sozialdemokrat und Gewerkschafter geworden. Gefährlich sind nur die sozialen Medien, die man heute verwenden kann, sonst wissen sich junge Leute schon selber eine Meinung zu bilden.
    10 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.09.2014 10:44
      Highlight Ok, und weshalb genau ist es jetzt richtig, dass Schüler politisch drangsaliert werden? Warum soll die Schule (ohne offiziellen Auftrag gar) politische Inhalte transportieren? Weil es IHNEN angeblich nichts gemacht hat? Gestehen sie anderen Leuten zu, dass sie sich das vlt. nicht gefallen lassen wollen?
      1 7 Melden
  • richierichrich 02.09.2014 14:15
    Highlight Warum gebt ihr der JSVG überhaupt eine Plattform? Nicht nur ist der Vorwurf der systematischen Indoktrination an Schulen einfach hanebüchen, die ganze Kampagne ist anfängerhaft aufgezogen und die Webseite schrecklich. Es würde sich wahrscheinlich niemand ernsthaft dafür interessieren, wenn nicht sofort das Nazivergleichsgeschrei losginge. Dass die SVP und die JSVP mit brauner Rhetorik & Symbolik kokettieren ist reines Kalkül. Leider gehen ihnen die Medien immer wieder auf den Leim. Kein Wunder versuchen alle Parteien auf Sensationspolitik zu machen, es funktioniert.
    5 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.09.2014 09:43
    Highlight Schon wieder ein Nazivergleich. Gähn. Schüler systematisch zu indoktrinieren ist ja auch komplett unproblematisch, wie? Jemand freut sich mächtig dass er das schöne Fremdwort, so schwanger von Weltgeschichte in die Debatte werfen konnte. Tatsache ist dass die JSVP ein nicht-staatlicher Akteur ist. Denunzianten arbeiten aber mit Polizei oder anderen Behörden zusammen. Thema verfehlt, auch in diesem Artikel. Lehrerinnen die Aufsätze schlecht bewerten weil ihnen die Meinung nicht gefällt sind wohl das grössere Problem und näher am Totalitären als die JSVP mit ihrer Webseite.
    4 26 Melden
    • Kastigator 02.09.2014 11:18
      Highlight Diese "systematische Indoktrination" findet schlicht nicht statt ausser in den Köpfen der Rechtsnationalisten, die nach jahrzehntelanger Propagandabearbeitung Fakten nicht mehr als solche erkennen können. Sachliche Information erscheint ihnen als "links". Und was nun die Nichtstaatlichkeit angeht - dir ist schon bekannt, dass die SVP ihren Kampftruppen Namen, Adresse und Telefonnummer von Kritikern weiterreicht - wenn sie sie nicht grad selbst im Internet veröffentlicht? Ich war selbst auf einer solchen Liste - wochenlanger Telefonterror und mehrere frühmorgendliche "Besuche" waren die Folge.
      15 3 Melden
    • goschi 02.09.2014 11:34
      Highlight Ja, mit dem Argument "ein Nazi-Vergleich" diskreditiert man gerne Argumente und missachtet dabei, dass es bei der im Artikel vorgelegten Argumentation nicht darum geht, die JSVP mit Nazis gleichzusetzen, sondern darum, dass institutionalisiertes Denunziantentum sehr gefährlich ist und einer modernen, aufgeschlossenen Gesellschaft sehr abträglich ist und dabei spielt es keinerlei Rolle, ob dies von staatlicher oder privater Ebene angestossen wurde.
      16 2 Melden
    • The oder ich 02.09.2014 12:14
      Highlight Den Teil mit dem DDR-Vergleich nicht mal lesen, aber dann wegen dem Nazivergleich motzen - solche Kommentatoren lieben wir doch.
      Natürlich ist die JSVP nicht-staatlich; das waren die Nazis und Kommunisten in der Weimarer Republik auch: als sie dann an die Macht kamen, haben sie aber jeweils die Listen durchaus weiter verwendet.
      Spätestens in der Pubertät wird ja dann das obsolet, weil sich die Jungen gegen die Autorität auflehnen: ob die JSVP wegen der "linken" Lehrer so Zulauf hat? Dann müsste sie ja dafür sein.
      12 2 Melden
    • Rafaela Roth 02.09.2014 12:31
      Highlight Lieber @Kastigator

      Hast du Lust, uns mehr über deine Erfahrungen mit der «Liste», auf der du standest zu erzählen?
      Wir würden uns freuen!
      rafaela.roth@watson.ch
      7 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.09.2014 00:15
      Highlight @Kastigator, Behauptungen kann jeder aufstellen. Politische Indoktrination, ob systematisch oder nicht, geht genauso wenig wie das was dir angeblich widerfahren ist. Die künstliche Panik die hier geschürt wird ist komplett fehl am Platz. Und Faktenresistenz habe ich mind. so häufig bei Linken beobachtet wie bei rechten. Aber wenn du pol. Indoktrination in der öffentl. Schule für gut hälst, dann gibts wohl nicht viel zu diskutieren zwischen uns beiden.
      1 8 Melden
  • Negan 02.09.2014 09:36
    Highlight Also ich muss da mal was loswerden.... Es wird ja schon alles etwas aufgebauscht. Aber das braucht es auch in der Politik. Ich kann nur sagen, dass meine Frau Primarlehrerin ist im Kanton Zürich. Da Sie auch noch häufig vikarisiert kann ich von mehreren Schulen sprechen. Fakt ist, dass Sie IMMER in den Lehrerzimmern bei politischen Themen alleine steht und teilweise sogar geächtet wurde nur weil Sie halt eher SVP wählt. Konkret; Wir haben etwa 8 Lehrer in unserer Familie und jeder sagt das selbe; Die Schule und 85% der Lehrer sind absolut rigoros links eingestellt und kommunizieren dies auch!
    7 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.09.2014 10:13
      Highlight Ist so. Aber in der Schweiz darf man das nicht aussprechen. Das Stören der Harmonie wird in der Schweiz mit lebenslanger Ächtung und in schweren Fällen mit Nazivergleichen bestraft. Der aktuelle Diskurs überrascht nicht. Jeder Möchtegern-Intellektuelle kann hier ohne grossen Aufwand auf der "richtigen" Seite der Weltgeschichte stehen. Langweilig.
      5 13 Melden
    • goschi 02.09.2014 10:16
      Highlight Eine konservatives Weltbild korreliert nunmal nur gering mit dem Wunsch, sich neues Wissen anzueignen und dies möglichst weltoffen weiterzugeben.
      Nicht umsonst sind Stadtbewohner (die offener für neues sind) politisch weiter links angesiedelt als Dorfbewohner
      Lehrer ist ein Beruf der mit dem linken Weltbild mehr gemeinsamkeiten hat als mit dem rechten.

      Aber das ist im Endeffekt egal, denn die relevante Frage ist doch wirklich die, wurde die Gesellschaft denn trotz linker Lehrer linker oder hat der Interviewpartner vielleicht doch recht, wenn er sagt, dass es keinen relevanten Einfluss hat?
      17 1 Melden
    • kurt3 02.09.2014 10:37
      Highlight Für mich stellt sich Frage, was ist links ? Alles was nicht SVP oder rechts davon angesiedelt ist ?Eine Frage hätte ich noch . Die JSVP will im Fanshop Blocher T-Shirts anbieten. Darf man dann die Träger derselben als Blocherjugend bezeichnen ?
      18 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.09.2014 10:57
      Highlight Goschi, bitte... wir wissen dass die Linken die besseren und schöneren Menschen sind. Aber trotzdem waren die meisten Lehrer rechts für eine sehr lange Zeit. Damals hättet ihr euch auch nicht gegen politische Lehrer gewehrt oder? Die damaligen Linken hatten wohl mehr Integrität als du und deine guten Freunde.
      5 11 Melden
    • Kastigator 02.09.2014 11:20
      Highlight Aha. Und wie viel davon dringt im Unterricht durch? Was geht uns das Lehrerzimmer, also das private Sein der LehrerInnen an? Und deine Frau unterrichtet natürlich gänzlich ideologiefrei, gell ...
      8 2 Melden
    • goschi 02.09.2014 11:30
      Highlight Und da ist er wieder, der Vorwurf, man sei ein Linker, weil man die Rechte kritisiert, danke Bob, dass Sie all die Klischees so schnell zu bestätigen im Stande sind.

      Welcher politischer Richtung ich nachhänge spielt keine Rolle, ich könnte sie nichtmal quantifizieren, aber ein klassischer Linker bin ich dann doch nicht, ich bin nur explizit kein Rechter.

      Und eine Antwort auf meine Frage haben Sie nicht gegeben, hat das politische Bild des Lehrers denn je einen relevanten Einfluss auf die politische Bildung der Gesellschaft gehabt?
      9 1 Melden
    • Negan 02.09.2014 13:49
      Highlight Leider wirklich zuviel Kastigator... Natürlich nicht in Mathe oder Deutsch. ;-) Ja macht sie Kastigator, denn Sie ist der Auffassung, dass Politik und Religion keinen Platz in der Schule haben. Das Problem sehe ich aber weniger bei Lehrern die Ihre Meinung hin und wieder mal in eine Diskussion im Schulzimmer einbauen. Sondern eher bei der wirklich erschreckend hohen Anzahl von SP-Fundamentalisten die in unseren Schulen tätig sind.
      4 5 Melden
    • Negan 02.09.2014 13:49
      Highlight Naja Kastigator, wenn man als Lehrer im Lehrerzimmer schon seine eigene Meinung nicht mehr kundtun darf ohne geächtet zu werden, dann zeigt das wohl genug auf, dass diese Personen auch den Schülern dann nicht die Möglichkeit geben eine eigene Meinung zu bilden. Man unterschätzt einfach generell die Beeinflussungsmacht eines Lehrers. Was aber noch mehr stört ist das von Wasser Predigen und Wein trinken. Offenheit und Toleranz predigen, aber sobald jemand eine andere Meinung vertritt wird man geächtet.
      3 3 Melden
    • Negan 02.09.2014 13:53
      Highlight @ goschi; "Und eine Antwort auf meine Frage haben Sie nicht gegeben, hat das politische Bild des Lehrers denn je einen relevanten Einfluss auf die politische Bildung der Gesellschaft gehabt?"

      Ja hat sie Goschi... Und zwar massiv... Schauen Sie doch in allen Ländern in denen es solch grauenhafte Diktaturen wie die NS gibt oder gab. Wo setzen die Machthaber an? In der Schule. Selbstverständlich wird es bei uns in der Schweiz nicht so ausgelebt, aber auf eine subtile Art und Weise ist das bereit seit Jahrzehnten der Fall. Mittlerweile fühlen sich die linken einfach zu stark und deshalb erregt es
      3 3 Melden
    • Negan 02.09.2014 13:53
      Highlight inzwischen auch Aufmerksamkeit.
      2 0 Melden
    • Kastigator 02.09.2014 15:41
      Highlight Immer sehr lustig, wenn ein SVPler schreibt, die Linken fühlten sich zu stark. Etwa genauso lustig, wenn derselbe behauptet, seine Frau sei natürlich ganz anders als die anderen. Sorry, "Walter White", kann man nicht ernst nehmen.
      Im Übrigen: Mir wurde in der Kanti-Unterstufe noch eingetrichtert, dass Tell und Winkelried historische Personen gewesen seien, der Rütlischwur genau am 1. August 1291 stattgefunden habe und die Schweiz im 2. WK nur wegen der Armee im Reduit nicht erobert worden sei. Ich bin froh, lässt man inzwischen auch echte wissenschaftliche Erkenntnisse zu.
      5 3 Melden
    • goschi 02.09.2014 19:37
      Highlight @Walter White, nun ich sprach schon noch von der Schweiz und nicht von totalitären Systemen.
      Zwischen institutioneller Beeinflussung durch ein ganzes Regime und vereinzelt politisch missionierenden Lehrern ist ein Unterschied, der jedem klar sein dürfte, selbst der JSVP (jedenfalls hoffe ich es, ansonsten haben sie in der Schule wirklich nicht aufgepasst)
      2 1 Melden
    • Negan 03.09.2014 17:21
      Highlight Nun Kastingator, das zeigt wie Du tickst. Ich äussere meine Meinung mit realitätsbezogenen Beweisen (8Lehrer in der Familie und es wird heiss diskutiert), aber Ihnen kommt nur in den Sinn mir unterschwellig Unwahrheit zu unterstellen. Und dann der Hammer; Sie können mich nicht ernst nehmen... Oha... So halten Sie und Ihre SP-Schwestern das eben, sobald jemand anders denkt wird man nicht für voll genommen. Soviel zu Eurer Offenheit und Bereitschaft einen Dialog einzugehen. tztztz Ach etwas würde mich doch interessieren... Woher glauben Sie den zu wissen, das es nicht so ist wie ich schreibe??;)
      3 2 Melden
    • Negan 03.09.2014 17:23
      Highlight @goschi

      Selbstverständlich hast Du im ersten Punkt recht. Aber leider übersteigt die heutige Situation das von ihnen verwendete Wort "vereinzelt" massiv....
      2 0 Melden
    • goschi 03.09.2014 17:56
      Highlight Wirklich? tut es das?
      Von wie vielen Lehrern die politisch missionieren sprechen wir denn, von wie vielen Fällen wissen Sie wirklich?
      Haben Sie klare Erfahrungen in relevanten Grössenordnungen oder basiert ihre Aussage auf dem "allgemeinen Wissen, dass das so ist"?

      Ich kenne doch einige Lehrer, viele sind politisch Links, aber längst nicht alle, in Falle einer politischen kontroverse vertreten sie einen Standpunkt, das ist auch gut so, Schüler sollen schliesslich auch zum Denken angetrieben werden, aber wirklich missionieren oder beeinflussen, dies habe ich dann doch kaum ernsthaft erlebt.
      1 2 Melden
  • MediaEye 02.09.2014 08:18
    Highlight drehen wir den Spiess doch einfach um; jeder, der die Umtriebe eines Sektenmitglieds der Folchspartei rund um ihrem Guru vom Herrliberg meldet, erhält eine Prämie aus einem Fonds
    11 1 Melden
    • Miguel Deantoniymaura 04.09.2014 09:40
      Highlight Das Gold aus Fort Knox würde nicht ausreichen...
      0 0 Melden
  • Zeit_Genosse 02.09.2014 07:58
    Highlight Gegen gut geführte Schulen ist nichts einzuwenden. Wenn die meist Miliz-Schulpflegen fachlich und führungsfähig gut besetzt sind (nicht nur politischmotivierte), die Schulleitung ihre Führungsrolle konsequent und kompetent wahrnimmt und bei der Lehrpersonen Rekrutierung und Qualifikation seriös arbeitet, kommt es nicht zu der beschriebenen Situation. Dann kann die JSVP die Stiefel wieder abziehen.
    3 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.09.2014 03:00
    Highlight Wenn links nichts mehr einfaellt ruft sie braun. Dabei sind doch die sozialistisch und volksrepublikanisch bis bolivarisch gefuehrten laender der gegenwart viel bessere beispiele fuer hinterhaeltiges politisieren, korruption und verachtung der rechte des einzelnen buergers.
    4 20 Melden
    • Luki Bünger 02.09.2014 10:02
      Highlight Was bitteschön hat das nun mit dem Thema zu tun?
      Keep it relevant!
      12 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.09.2014 18:45
      Highlight also dann genauer:
      wenn linken medien bzw. deren schreibern oder linken bzw. linkslastigen politikern die argumente ausgehen wuehlen sie in der nazischublade um vergleichen dazustehen.

      Es gibt nichts, dass man nicht auch ohne einem nazivergleich anprangern koennte !
      1 1 Melden
    • Luki Bünger 04.09.2014 13:54
      Highlight Stimmt. Es geht auch ohne Nazis. Es geht auch mit der DDR. Oder mit beiden. Sind nämlich die prominentesten Beispiele für totalitäre Systeme in Mitteleuropa, die massiv auf Denunziantentum gesetzt haben. Ist alles noch keine 100 Jahre her.
      Die JSVP ist auf Stimmenfang und bedient sich eines Prangers, bei dem nur der Ankläger zu Wort kommen KANN. Ist doch nur gesund, wenn man da bisschen Schiss kriegt, nicht?
      2 0 Melden
  • MM 02.09.2014 01:07
    Highlight Übrigens: ganz gross haben das die jungen grünen gelöst. Die JSVP hat wohl nicht so weit gedacht, auch freieschulen.ch (ohne Bindestrich) zu registrieren...
    7 1 Melden
  • MM 02.09.2014 00:58
    Highlight Dass das Wort Denunziation nicht vorkommt, ist falsch. Sogar auf der Hauptseite distanzieren sie sich vom Denunziantentum.

    Nicht dass ich das Projekt rechtfertigen will, im Gegenteil. Aber wir wollen ja fair bleiben.
    1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.09.2014 00:53
    Highlight guter Artikel.. Bern macht schon was, bedenklich sind die nicht nur die Gewählten - auch die Wähler.
    3 0 Melden
  • smoe 01.09.2014 23:21
    Highlight Mittlerweile haben sie den Text auf der Website geändert. Vor Kurzem ging es bei dem Projekt noch explizit um die Indoktrination linker Lehrer. Schon praktisch dieses Internet, wenn man seine Meinung schnell ändern kann, sobald der mediale Gegenwind etwas zu stark bläst. Etwas naiv jedoch zu glauben, dass so was unbemerkt bleibt.
    13 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.09.2014 21:50
    Highlight gebt acht...
    die nächste diktatur wird erschaffen!
    denn die blinde herrschaft in bern, die wissen nicht was sie tun...
    ausser immer die hole hand zu machen.
    5 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.09.2014 22:47
      Highlight Hallo Herr oder Frau Thota,
      Ich verstehe nicht ganz , was Sie genau sagen möchten....ist das jetzt gut oder eher schlecht..es sind ja auch nicht die sog. Blinden aus Bern ( damit ist ja wohl der Bundesrat gemeint, oder das Parlament, oder?) es ist dieJSVP!
      Und was hat das ganze mit einer "holen Hand" zu tun? Ist das noch schlimmer als eine hohle Hand?..
      13 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.09.2014 21:48
    Highlight schweizerische volksverarschungs partei
    oder doch lieber
    schweizerische volksaufhetzungs polizei
    oder etwa
    schweizerische volsverblendungs pioniere
    5 4 Melden
    • Negan 02.09.2014 13:59
      Highlight thotha, herzlichen Dank für diesen weitsichtigen, kreativen und absolut unschlagbaren Kommentar.... "Ironie off"

      Ich unterdrücke jetzt meine kindliche Ader und unterlasse es jetzt irgendetwas über die SP zu schreiben.... ;-)

      (Vielleicht sollten Sie solche geistigen Ergüsse auf 20Min oder bei Blick loswerden...

      Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag...
      2 2 Melden
  • Ridcully 01.09.2014 21:27
    Highlight ... und nachher soll blos KEINER sagen man hätte von Nichts gewusst...
    39 6 Melden

«Es gibt viele Muslime, deren Weltbild gleich konservativ ist wie jenes der SVP»

Amir Dziri ist der erste Professor für islamische Studien in der Schweiz. Gerade jetzt sei sein Job ein wichtiger, sagt er im Interview. Denn mit einem Burkaverbot löse man keine Probleme. 

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