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Auf diesem Bild trägt G. M. keine Hosen.  bild: der enthüller

#gerigate

Bund fordert Stempeluhren für Sexting in der Freizeit

18.08.14, 08:30 18.08.14, 09:15

Buzz Orgler

Präsentiert von

Der Sextingskandal rund um den Aargauer Grünen-Nationalrat Geri Müller zwingt den Bund zum Handeln. Seit Montagmorgen arbeitet eine Taskforce am Projekt SENAA (Senden erotischer Nachrichten am Arbeitsplatz). Dieses sieht vor, in sämtlichen Schweizer Gemeinden und im Bundeshaus Stempeluhren einzuführen. Politikern sowie deren Sekretärinnen soll damit die Möglichkeit gegeben werden, vor dem Sexting auszustempeln. 

«Die schmutzigen Bilder kosten den Steuerzahler pro Jahr rund 24 Millionen Franken. Damit muss Schluss sein.»

Rolf A. Strunk

«Pro Jahr verplempert der Durchschnittsparlamentarier knapp 15 Stunden mit Sexting» sagt Rolf A. Strunk, Leiter der Taskforce. Bei Ü60-Politikern liege der Zeitverlust noch höher, da es länger dauere, die intimen Stellen optisch ansprechend abzulichten. «Die schmutzigen Bilder kosten den Steuerzahler pro Jahr rund 24 Millionen Franken. Damit muss Schluss sein.»

Die Weiner-Regel 

Ab 2015 sollen nur noch drei Sexting-Fotos während der Arbeitszeit erlaubt sein. Wer mehr Bilder vom Gemäch machen will, muss vorher ausstempeln, ähnlich wie bei Rauchpausen. Damit orientiert sich der Bund an der Weiner-Regel, welche ihren Namen vom amerikanischen Kongressabgeordneten Anthony Weiner hat. Dieser sorgte 2011 mit einem Sexskandal für Aufsehen. Die Weiner-Regel schreibt des Weiteren vor, dass Sex-Selfies auf der Toilette oder in einem Raum gemacht werden, der keinen Rückschluss auf die Lokalität zulässt. 

«Uns ist ehrlich gesagt sch**ssegal, was der Bund beschliesst.»

Sprecher der Grünen Partei

Für die Grünen klingt die Weiner-Regel akzeptabel, wie ein Sprecher der Partei verlauten lässt. Die meisten Mitglieder besässen aufgrund der schlechten Energiebilanz sowieso kein Smartphone. «Uns ist ehrlich gesagt sch**ssegal, was der Bund beschliesst. Hauptsache wir können uns so schnell wie möglich von Geri Müller distanzieren.» 

Politikern das Handy wegnehmen 

Eine härtere Gangart fordert die Juso. Politikern über 50 soll das Mobiltelefon weggenommen werden. «Wozu brauchen diese alten Bonzen überhaupt ein Handy?! Ihre Eltern sind tot, ihre Kinder haben keinen Bock mit ihnen zu kommunizieren und für Snapchat sind sie zu blöd» sagt der 19-jährige Juso-Sprecher David Ipuro. 

Definitiv gegen den Juso-Vorschlag dürften die Schweizer Sonntagszeitungen stimmen. «Im serbelnden Printgeschäft sind sie auf Primeure wie den Skandal mit Geri Müller angewiesen», sagt Medienexperte Vincenzo Nero. «Und die Geschichte funktioniert ja nur, solange die Bilder während der Arbeitszeit entstanden. Da kann man dann schön den Zeigefinger erheben und darauf hinweisen, dass die guten Politiker doch eigentlich arbeiten, und nicht Bilder von ihren Genitalien machen sollten. Dass hingegen auch massig Zeit durch Quizduell oder Gespräche während dem Gang zur Kaffeemaschine verplempert wird, scheint keinen zu stören.»

Für einmal völlig aus der Diskussion hält sich die SVP. «Dass es die Grünen nur schaffen, sich dank Sexchats und angeblich ungerechtfertigten Polizeieinsätzen medial zu inszenieren, spricht Bände. Bei uns geht es zumindest um die Politik», so ein Parlamentsmitglied, das nicht genannt werden möchte. 

Der Enthüller

Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über einen Schwangerschaftstest fürs iPhone oder mit Zwiebeln verunreinigte Kebabs, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine satirische Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • Mart 21.08.2014 00:19
    Highlight Was Gerchen nicht lernt, lernt Geri nimmermehr. Menschen nach FiaZ werden in den Verkehrs-FiaZ Kur geschickt, welchen Leer-, Lehr- und Lerngang findet sich für Geri?
    0 0 Melden

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