Blogs

Erdbeertörtli mit Familienanschluss. kafi freitag

Liebe Kafi, obwohl seit vielen Jahren erfolgreich berufstätig, wohnt mein Freund (33) noch bei seinen Eltern. 

Ich (30, wohne seit 6 Jahren glücklich alleine) hatte zu Beginn unserer Beziehung vor etwa eineinhalb Jahren kaum Probleme mit dieser Situation, da er mir immer wieder von Auszugsplänen erzählte und ich davon ausging, dass er ernsthaft und aktiv auf der Suche nach etwas Passendem ist. Mittlerweile findet er aber immer wieder Ausreden, weshalb dies im Moment nicht möglich sei. Ich liebe diesen Mann sehr, auch wenn mich seine Wohnsituation immer mehr belastet (Omnipräsenz seiner Eltern – die ich im Grunde mag – bei ihm zuhause, fehlende Zweisamkeit, u. ä.). Ich möchte meinen Freund nicht unter Druck setzen, sondern nur, dass (er) sich da langsam etwas bewegt. Kann ich ihn da überhaupt unterstützen? Und wenn ja, wie? Lea, 30

05.09.16, 18:22 06.09.16, 14:06

Liebe Lea

Oh mein Gott! Sie zeichnen hier das perfekte Leben für einen jungen Mann auf. Für ein Butterbrot (was sicher auch noch von der Mama gestrichen wird) in einer geputzten Wohnung mit mütterlichem Wäscheservice und Vollpension leben und ab und an etwas Geschlechtsverkehr und feste Beziehung spielen mit der lieben Freundin. Das klingt fast schon besser als das auch schon sehr geil klingende Leben des Udo Lindenberg, der seit ewig schon in der Präsidentensuite des Hotels Kempinski in Hamburg lebt und sich um kaum was (ausser den Geschlechtsverkehr mit der Freundin, aber der wird evtl. auch frei Haus geliefert) kümmern muss.

Sie können nun entweder bleiben und möglichst schnell 5 Kinder zeugen, welche Sie ganz beiläufig von der Schwiegermutter aufziehen lassen, oder aber rennen, so schnell Ihre Beine Sie tragen. Und wenn ich auch selten Plädoyers auf sportliche Höchstleistungen halte, so fände ich ein solches hier doch höchst sachdienlich.

Mit herzlichem Grusse. Ihre Kafi

Kafi Freitag - Das Buch

Die 222 besten Fragen und Antworten in einem schön gestalteten und aufwendig hergestellten Geschenkband.

www.fragfraufreitag.ch
www.salisverlag.com

Fragen an Frau Freitag? ​

Hier stellen!

Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

Haben Sie Artikel von FRAG FRAU FREITAG verpasst?
Sälber tschuld! Hier nachlesen!

Das könnte dich auch interessieren:

Coding soll für Gymeler ein Pflichtfach werden

Bub mit Down-Syndrom modelt für bekannte Kleidermarke 

Timberwolves crashen mit Buzzer Beater Oklahomas zu frühe Siegesparty

SBB dürfen ihr Monopol zwei weitere Jahre behalten

 Auch James Toback mit Vorwürfen konfrontiert

Swisscom und UPC sperren hunderte Webseiten: Jetzt kannst du sehen welche

Kinder? Nöö! Warum sich  junge Frauen unterbinden lassen wollen

Zweistöckige Autobahn, Flüster-Asphalt und Tempo 85 – wilde Ideen in der Verkehrs-«Arena»

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
31Alle Kommentare anzeigen
31
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • sheimers 07.09.2016 14:58
    Highlight Wäre Lea denn bereit mit ihm zusammenzuziehen, oder meint sie er und sie müssten beide eine separate, eigene Wohnung haben? Ersteres wäre das naheliegendste, Letzteres wäre angesichts der Wohnungsknappheit nicht sehr sozial und auch eine Geldverschwendung. Und ist die Frage überhaupt echt, oder wie so oft bei den Beziehungsberatungsspalten von einem Verlagsmitarbeiter frei erfunden?
    6 16 Melden
  • Hirnwinde 07.09.2016 09:14
    Highlight Ich kenne einen Mann, der lebte zuammen mit seinen Eltern, bis Sie wenige Jahre nacheinander starben. Da war er anfang vierzig.
    Er hat für sie jahrzehntelang gesorgt. Sein Vater war lange schon invalide geworden. Seine Mutter erlag nach jahrelangen Therapien ihrer Krebserkrankung.
    Ein viel traurigeres Beispiel kenne ich aus meinem Dorf. Ein Sohn umsorgte seine alkoholkranke Mutter und stand ihr jahrelang bei, während sie langsam und kläglich am Alkohol zu Grunde ging. Da war er Ende 20.
    Keiner von beiden hat je geprahlt mit seiner Barmherzigkeit. Keiner blieb aus Bequemlichkeit.
    31 1 Melden
    • Lami23 07.09.2016 15:02
      Highlight Das sind aber die Ausnahmen. Und bei dieser Frage klingt es nicht so, als ob dass der Fall wäre. Meine Erfahrung zeigt eher Männer die man umgangssprachlich klassisch "mamisöhnli" nennen würde. Und ich hatte beruflich mit vielen zu tun.
      21 2 Melden
  • Lami23 07.09.2016 08:15
    Highlight Und was auch immer einen Gedanken wert ist: was sind das für mamis die mit 33 noch Hotelservice bieten?? Zum schaudern.
    34 4 Melden
    • Hirnwinde 07.09.2016 10:27
      Highlight Gute Mamis!
      10 38 Melden
    • Lami23 07.09.2016 14:57
      Highlight Ich hoffe das ist ironisch.
      25 0 Melden
  • Lami23 07.09.2016 08:14
    Highlight Ziemlich viele Kommentare die hier eine genauere Analyse fordern. Kafi hatte nur jene Fakten: gut verdienend, 33, redet seit einem jahr vom auszug, setzt aber nichts um. Anhand dieser Fakten kann ich mich Kafi nur anschliessen: Lauf (du kannst ihm auch vorher noch eine Deadline setzen, aber die wird sicher scheitern)
    25 5 Melden
  • Pasionaria 07.09.2016 00:21
    Highlight Kafi Freitag
    Ihre Antwort zeugt von wenig Einfühlungsvermögen, weder in die Fragestellerin, noch in den jungen Mann, von dem Sie sooo wenig wissen!

    Mit Ihrem einfach nur 'cool'-wirken-Wollen sind Sie für Leute mit gewissen Problem wenig hilfreich.
    Ist es Ihnen tatsächlich ein aufrichtiges Anliegen, jemandem zu helfen, weiter zu denken und zu handeln?
    Dann bitte etwas moderater und sinnstiftender.

    Was ist eigentlich Ihre Motivation, hier zu schreiben?
    35 24 Melden
  • Butter 06.09.2016 13:48
    Highlight Versuche doch mal den Grund herauszufinden. Oftmals steckt da doch mehr, als nur Bequemlichkeit, dahinter. So kommst Du weiter, als wenn Du nur Forderungen stellst. BTW- wow mal eine Kaffi-Antwort ohne Selbstlob^^
    21 2 Melden
  • dumpster 06.09.2016 09:03
    Highlight Die Frau braucht einen richtigen Kerl, der ihr sagt, wo's lang geht (vielleicht kann ja Watson vermitteln). Den kann sie dann heiraten und in mühevoller Arbeit in das Bubi verwandeln, das sie möchte.

    Oder sie kürzt halt ab. Schwierige Entscheidung!
    16 34 Melden
  • Silas89 06.09.2016 02:10
    Highlight Liebe Kafi

    Ich schätze deine Antworten meist sehr. Aber hier machst du Fehler:

    Zentral ist die Frage, wie seine Beziehung zu den Eltern und das Zusammenleben aussehen, ist er im Hotel oder eher in einer WG?

    Dazu kommt, dass du nicht darauf eingehst, dass sie sagt, sie wolle ihn nicht unter Druck setzen. Ich mag Druck auch nicht, aber hier ist Druck angesagt. Das hat sie offenbar noch nie probiert.
    97 9 Melden
    • Lami23 07.09.2016 15:08
      Highlight Selbst eine WG mit den eltern finde ich mit 33 irgendwie seltsam. Und wenn er nicht ausziehen will schreit das für mich nach Bequemlichkeit, da würde ich unter Umständen gar keinen Druck machen wollen, was soll ich mit einem Typen, wo man nachher noch den Mamiservice bieten muss weil er nichts anderes gewöhnt ist.
      14 4 Melden
    • Silas89 07.09.2016 16:04
      Highlight Seltsam ist es auf jeden Fall. Ein Freund von mir teilt sich das Haus mit den Eltern, sie haben es ihm bereits geschenkt und er ist nun der, der die meiste Verantwortung übernimmt. Das ist dann wiederum sehr schön.
      10 0 Melden
  • Bruno Wüthrich 06.09.2016 00:34
    Highlight Betrachten wir Frau Freitags Antwort mal unter folgenden zwei Aspekten: a) Sie schreibt einen Blog, und keinen Ratgeber. b) Sie hält nicht viel von Bubis, die mit Ü30 noch zu Hause wohnen und hat möglicherweise selbst Erfahrung mit solchen...

    ...dann ist doch dies eine ganz passable Antwort (und erst noch ohne Eigenwerbung).

    Die Ratschläge können ja die KommentarschreiberInnen erteilen.
    60 23 Melden
  • who cares? 06.09.2016 00:10
    Highlight Uiuiuiui. Wichtig zu wissen ist, ob er jemals irgendwo anders gewohnt hat oder immer nur bei seinen Eltern. Im Moment teile ich mit eine Wohnung unter anderem mit einem Typen, der vorher nur zu Hause gewohnt hat - und es ist echt mühsam. Man unterschätzt es vielleicht, aber es sind die kleinen Dinge, an den Putzplan erinnern, WC-Papier einkaufen, den Müll rausbringen, nichts passiert von selbst. Ist sicher nicht bei allen so, aber mit 33 kann sich das schon recht hartnäkig festgesetzt haben.
    69 3 Melden
  • ch2mesro 05.09.2016 23:15
    Highlight liebe lea; schon mal daran gedacht, dass ihr bei dir zuhause v****n könnt? ich denke da stören seine eltern nicht....
    47 55 Melden
  • lilie 05.09.2016 22:44
    Highlight Finde die Antwort reichlich eingleisig.

    Lea sollte doch mit ihrem Freund mal Klartext reden und sagen: Entweder (Hotel) Mama oder ich!

    Ihm muss klar werden, dass er so keine ernsthafte Beziehung führen kann. Er muss sich entscheiden.

    Aber dazu wäre doch ein offenes Gespräch mal Voraussetzung.
    80 4 Melden
  • kliby 05.09.2016 22:32
    Highlight es gibt viele andere haushaltsformen neben der alleinerziehenden mami mit alimentenzahlendem ex. weshalb so negativ? auch sohn bei eltern ist eine mögliche haushaltsform.

    aber halt, ja: frau muss sich immer erst ihren mann formen, mit dem sie zusammenleben will. ihn akzeptieren wie er ist geht ja nicht.
    52 124 Melden
    • who cares? 06.09.2016 00:16
      Highlight Diese Haushaltsform wird jedoch nicht auf Dauer sein. Und wenn man seinen Partner dann zuerst noch zum guten Mitbewohner erziehen muss, kann eine Beziehung schnell mal in die Brüche gehen.

      Wenn man ein bisschen Selbständigkeit verlangen bereits als "formen" bezeichnet, dann kann ich mir vorstellen das du kliby dir gerne das Bier am Abend vor den Fernseher bringen lässt, weil die Frau dich doch gefälligst so akzeptieren soll, wie du bist und du darum keinen Finger im Haushalt rühren willst.
      71 12 Melden
    • stadtzuercher 06.09.2016 08:02
      Highlight Who cares, du tust mir leid mit deinem extremen Männerbild, das du immer wieder äusserst. Glaubst du echt, Männer wollen sich von Natur auf das Bier von der Frau an den TV (!) bringen lassen? Hattest du je so einen Mann?
      18 62 Melden
    • who cares? 06.09.2016 13:21
      Highlight Lustig, dass dich das so aufregt. Das Wort Mann kommt nicht mal vor im Kommentar, und ich habe direkt kliby angesprochen. Aber interessant, dass du das gleich auf alle Männer beziehst. Triggered?

      Nachtrag zu meinem Kommentar, mit Partner und Mitbewohner habe ich selbstverständlich auch Partnerin und Mitbewohnerin gemeint, bin aber für solche sprachlichen Details noch zu wenig feministisch.
      9 7 Melden
  • ottonormalverbraucher 05.09.2016 21:47
    Highlight Die Aussage dass sie seit "6 Jahren glücklich" allein lebt, während sie seit 1.5 Jahren mit dem Typen zusammen ist, wäre auch interessant zu hinterfragen...
    45 22 Melden
    • kuni 06.09.2016 07:10
      Highlight Versteh ich nicht ganz, was gibts da zu hinterfragen?
      21 3 Melden
    • Tavares 06.09.2016 08:15
      Highlight seit 6 Jahren lebt sie alleine in einer Wohnung (lies: keine WG, keinen Partner der fix in der Wohnung wohnte, oder sonst was)

      seit 1,5 Jahren in Beziehung mit dem Typen.

      Sehe da keinen Widerspruch...
      26 2 Melden
    • ottonormalverbraucher 06.09.2016 15:54
      Highlight Leute, es sagt doch niemand das wäre ein Widerspruch. Es birgt aber durchaus Potenzial das Erhellung in ihrer Problematik bringen kann. Er scheint ja kein so grosses Problem damit zu haben. Und wenn sie nicht mit ihm zusammenziehen will, aber dann dennoch schwierig tut weil er bei der Mutter lebt, dann ist die Situation alles andere als klar.
      12 2 Melden
  • Walter Sahli 05.09.2016 21:34
    Highlight Nein, Frau Freitag, Lea zeichnet nicht "das perfekte Leben für einen jungen Mann" auf! Es gibt und gab schon immer junge Männer, die möglichst schnell flügge werden wollen/wollten und die Instantausschlag kriegen/kriegten beim Gedanken, im Mamahotel zu leben. Offenbar kennen Sie keine solchen Männer (wir Männer nennen Mamahotelgäste übrigens Bubis), was doch ein ziemlich spezielles Licht auf Ihr Beuteschema wirft.
    59 11 Melden
  • Charlie Brown 05.09.2016 19:34
    Highlight Ich kann zwar auch nicht nachvollziehen, wie Mann mit 33 noch im Hotel Mama leben kann (mich hat es mit 19 in die Freiheit gezogen).

    Die Antwort hingegen enttäuscht mich. Sie sieht einfach einmal mehr nur den einen (oder den anderen) extremen Weg. Da wäre sicher mehr drin gewesen.

    Kafi, du verdienst doch dein Geld mit Coaching. Nutze doch dein Potential in der Kolumne.
    145 8 Melden
  • Luca Brasi 05.09.2016 19:18
    Highlight Mamma ist halt die Beste.😉
    Aber wieso kommen jetzt wieder so stereotypische Ansichten, dass der Sohnemann faul rumlungert, sich aushalten lässt und nichts zum Haushalt beiträgt. Wieder einmal typisch männerfeindliches Gehabe.😡
    Jeder darf selber entscheiden, wo er leben will. Ich dachte Frau Freitag mag es nicht, wenn fremde Menschen mit dem Finger auf eine Lebensweise zeigen? Wenns der Frau nicht passt, dann soll sie halt gehen. Die Hinhaltetaktik des Mannes ist allerdings auch nicht koscher.
    146 9 Melden
  • Miicha 05.09.2016 19:12
    Highlight Schließe mich an, entweder du oder Mama. Er kann nicht beides haben.
    34 17 Melden
  • Gelöschter Benutzer 05.09.2016 18:44
    Highlight Mit 33 noch bei den Eltern? Oh je. Ist er Italiener? Egal. Geht gar nicht. Ich bin ja schon spät zu Hause ausgezogen aber das war mit 25.
    35 43 Melden
    • ottonormalverbraucher 05.09.2016 21:11
      Highlight Ach, klar geht das. Siehst du doch.
      43 1 Melden

FRAGFRAUFREITAG

Liebe Kafi. Was ist wichtiger, Geld oder Lebenserfahrung? Ich meine, ich weiss schon ... Lebenserfahrung. 

Lass es mich anders formulieren: Wie weit darf ich die Waage aus dem Gleichgewicht bringen, wenn es um Arbeitserfahrungen geht? Zurzeit arbeite ich einigermassen gelangweilt in einem Büro und werde dafür durchschnittlich bezahlt, so dass ich mir einiges an Luxus leisten kann. Und diesen Luxus (wir sprechen von grosser Wohnung mit Garten und Verzehr von Biorüäbli und Konzertbesuchen) möchte ich nicht aufgeben. Kann ich nicht aufgeben. Gerade habe ich ein sehr sympathisches Angebot erhalten für einen

Liebe Manuela  Ihre Frage erstaunt mich auf mehreren Ebenen. Sie sind 26 Jahre alt und können Biorüebli & Co. nicht aufgeben, weil das unsexy wäre. Und gleichzeitig schreiben Sie kein einziges Wort darüber, was Ihnen an der Ausbildung zur Sozialpädagogin Freude machen würde. Steht diese Frage nur zur Diskussion, weil man Ihnen das angeboten hat, oder fliesst irgendwo Herzblut für diese Sache? Wenn ich auf Wikipedia den Begriff Sozialpädagogik eingebe, erhalte ich folgenden …

Artikel lesen