Blogs

In 80 Fragen um die Welt. Eine Bilanz aus zwei Jahren Autostopp

Thomas Schlittler hat die Welt gesehen. Der watson-Blogger reiste in gut zwei Jahren einmal rundum – per Autostopp. 1009 Fahrer haben ihn mitgenommen, 811 Tage war er unterwegs, die letzten 10 Monate zusammen mit seiner Freundin. Eine Bilanz in 80 Fragen und Antworten.

09.09.17, 18:38

Wo liegt das glücklichste Land der Welt?

Irgendwo in Lateinamerika – vielleicht Brasilien oder Kolumbien.

Wo leben die schönsten Frauen?

In Spanien.

Passend dazu: Frauen-Porträts aus aller Welt – weil Vielfalt wahre Schönheit ist

Welches ist der schönste Ort auf der Welt?

Der liegt für mich irgendwo in den Bergen – vielleicht in den Anden in Ecuador oder im Wallis.

Welches ist der hässlichste Ort?

Sihanoukville in Kambodscha, ein schrecklicher Touristenort mit viel Prostitution, auch Kinderprostitution.

Was hast du unterwegs am meisten vermisst?

Die Leute zu Hause. Und Cervelat und Brot.

Wo hast du am längsten auf eine Mitfahrgelegenheit warten müssen?

In China mit meiner Freundin – fast 24 Stunden lang! Es hatte wenig Verkehr, maximal 10 Autos fuhren in dieser Zeit an uns vorbei. Wir spielten Vier gewinnt mit Mandarinli-Schalen, und gerade als wir begannen, uns am Strassenrand eine Rösti zu braten, kam einer und nahm uns mit – ein verdammter Held!

Autostopp à la chinoise: Warten (hier mit Feuerchen) ...

... Warten (hier mit improvisiertem Vier gewinnt) ...

... und noch einmal Warten (hier am Rösti machen). 

Wie oft wolltest du umkehren?

So richtig umkehren wollte ich nie. Auch wenn nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen war. Der schwierigste Moment war, als ich erfahren habe, dass meine Schwester heiratet. Da habe ich lange überlegt, ob ich unterbrechen und heimreisen soll.

Wo hat die Schweiz den besten Ruf?

In Asien. Die bewundern das kleine Land mit der starken Wirtschaft.

Wo hattest du den heissesten Flirt?

Meine Freundin hatte den heissesten Flirt, mit den Matrosen auf der Überfahrt nach Europa (lacht).

Wo war die mieseste Unterkunft?

In China in einem «Hotel». Ich habe mich nicht getraut, irgendetwas anzufassen, es war dermassen eklig.

«Moslems sind am gastfreundlichsten.»

Wo leben die gastfreundlichsten Menschen? 

In der Türkei und Iran. Dort wurde ich fast täglich zum Übernachten eingeladen. Oder zumindest zum Tee. Moslems sind am gastfreundlichsten.

Nirgends werde ich so oft eingeladen wie in der Osttürkei und im Iran. Hier bei Mehmet und Netice in Bingöl.

Hast du wirklich immer nur gestöppelt?

Wenns irgendwie gegangen ist, ja. Zwei, dreimal musste ich ein Taxi oder einen Bus nehmen, weil ich militärisches Sperrgebiet durchqueren musste, wo stöppeln verboten war. Zum Beispiel in Turkmenistan oder ganz im Westen Chinas. In den grossen Städten musste ich zudem immer mit dem ÖV an den Stadtrand fahren, um per Autostopp weiterzukommen. In Peking, Tokyo oder Bangkok zum Beispiel würde es wohl zwei Wochen gehen, bis man mit Stöppeln nur schon an den Stadtrand gelangt.

Wo möchtest du nie leben wollen?

Ehrlich gesagt in den meisten Ländern, die ich gesehen habe. Zumindest nicht für immer.

Wo geht die Sonne am schönsten auf?

In Bagan, der Tempelstadt in Myanmar.

Nirgends geht die Sonne schöner auf: Bagan, Myanmar.

Wo geht sie am schönsten unter?

In Rio. Oder in der iranischen Wüste.

Sunset in Rio ...

... und in der iranischen Wüste.

Welche Entscheidung bereust du? 

Dass ich kein Russisch gelernt habe vor der Reise. Überhaupt, dass ich nicht mehr in Sprachen investiert habe. Und ich würde im Nachhinein weniger Zeit in Südostasien verbringen. Dort hat mir der Tourismus nicht so gefallen.

Wie viele Heiratsanträge hast du erhalten?

Keinen einzigen. Aber ich habe meiner Freundin einen gemacht – im Oktober heiraten wir.

Reisen bildet, sagt man. Was hast du gelernt?

Dass die Welt oft scheisse ist, die meisten Menschen aber gut. Dass die Welt nicht fair ist und dass wir ein verdammtes Privileg haben, in der Schweiz zu leben. Dass ich kaum in einem Land war, wo die USA in den letzten hundert Jahren nicht ihre Finger im Spiel gehabt haben. Politisch bin ich linker geworden – ich glaube das wird man auf Reisen zwangsläufig, wenn man nicht völlig herzlos ist. Grundsätzlich muss ich aber sagen: Ich habe auf der Reise mehr Fragen als Antworten erhalten.

Wie viele Fotos hast du gemacht?

Hmm, viele. Etwa 10’000 habe ich noch. Viele habe ich aber schon unterwegs gelöscht.

Dein schönstes Foto?

Das eine gibt es nicht. Zu meinen Lieblingsbildern gehören aber solche von Personen oder Alltagssituationen.

Hier sind sie, Thomas Schlittlers 10 Lieblingsbilder:

In welchem Land hast du am meisten Klischees angetroffen? 

In den USA. Viel Fast-Food, viele dicke Menschen, kaum Fussgängerzonen, psychisch Kranke in der U-Bahn und viele Obdachlose in den grossen Städten.

Wo ist Autostopp am mühsamsten?

Spanien und Italien sind wirklich beschissen zum Autostöppeln.

Und wo am besten?

Ecuador war gut, Frankreich auch. Und in der Osttürkei funktionierte es ebenfalls hervorragend.

Wo leben die lustigsten Leute?

In Brasilien. Brasilianer sind auch lustig, wenn man sie nicht ganz versteht.

Ein Brasilianer lernt «Lastwagenfahrer»

15s

NICHT VERWENDEN: Schlittler und die Brasilianer

Was war dein wichtigstes Gadget?

Das Handy, vor allem wegen der Karten-App Maps.Me. Die funktioniert auch offline und hat mir das Leben viel leichter gemacht. Ich habe mich oft gefragt: Wie haben die sich früher bloss orientiert, ohne diese Technik?

«Taxifahrer sind oft die grössten Schlitzohren und selber schuld, wenn Uber kommt.»

Wo gibt's das beste Bier?

Das beste Bier war kein Bier, sondern ein selbst gemachter Wein an meinem Geburtstag. Im Iran, wo Alkohol ja offiziell verboten ist.

Welches war die beschissenste Toilette?

In China.

Ja, es gibt das Bild! Willst du es wirklich sehen? 🤢

So. Und jetzt wird's wirklich schlimm. Es gibt nämlich auch noch ein Pissoir. 🤢🤢🤢

Welcher Fahrer hat dir die beste Geschichte erzählt?

Vermutlich Tony in den USA. Er war im Alter von 18 bis 36 im Knast und hat den ganzen Aufstieg des Internets verpasst. Als er raus kam, fand er sich in einer neuen Welt wieder.

Hast du manchmal geweint?

Ich habe oft geweint, gerade bei Wiedersehen. Eigentlich waren es fast immer Freudentränen. Das letzte mal auf der Reise weinte ich am Openair Gampel: Unser dortiger Fahrer hat uns spontan zum Openair eingeladen, wir hatten nicht einmal gewusst, dass das Festival gerade stattfindet. Und dann hat er uns einen Backstage-Pass besorgt. Als dann die Toten Hosen, meine Lieblingsband, «An Tagen wie diesen» spielte, da musste ich weinen, Freudentränen.

Welches war der komplizierteste Grenzübertritt?

Von Moldawien nach Rumänien. Es handelt sich um eine EU-Aussengrenze und ich war mit einem LKW unterwegs – eine unglückliche Kombination! Zwischen Honduras auf Nicaragua haben wir auch drei, vier Stunden gewartet. Auch da mit einem LKW. Geh nie mit einem LKW über die Grenze, das gibt immer Scherereien!

Welches war der schönste Grenzübertritt?

Von Kirgistan nach China. Es war Winter, alles weiss verschneit, der Fahrer war extrem chillig, seine Musik ebenfalls.

Und so sah es aus:

19s

NICHT VERWENDEN: Schlittler und die Kirgisen

Video: watson

Wurdest du oft übers Ohr gehauen?

Das kam hin und wieder vor, vor allem von Taxifahrern. Das sind oft die grössten Schlitzohren und selber schuld, wenn Uber kommt.

Was war das Exotischste, das du gegessen hast?

Geissenhirn in China. Käfer und Insekten habe ich auch mal probiert, allerdings mehr als Mutprobe. In Bolivien hatte ich mal einen Bissen Lama – oder war es Alpaka? Auf jeden Fall war es sehr fein.

Was brachtest du (fast) nicht runter?

Mais-Tortillas in Mexiko. Tag für Tag bei jeder Mahlzeit. Gar nicht mein Ding.

In welchem Land wird am meisten gesoffen? 

Keine Ahnung. Ich selbst musste in China am meisten saufen. Taucht dort ein Europäer auf, ist Trink-Battle angesagt.

Wer als Europäer nach China kommt, kann davon ausgehen, dass er nie auf dem Trockenen sitzen muss.

Welches Land hat dich am meisten überrascht? 

Rumänien. Das Land hat bei uns ja nicht den besten Ruf. Aber dort gibt es fantastische, nette Leute, eine abwechslungsreiche Natur – das Donau-Delta, die Städte in Siebenbürgen ... ein echter Geheimtipp.

«Autostöppeln in China: kein Problem. Ein Taxi nehmen: zum Durchdrehen!»

Wer war der bester Fahrer?

Da muss ich den Joker nehmen, bei 1009 Fahrern kann ich das nicht sagen. Das wäre allen anderen gegenüber unfair.

Wer war der gefährlichste Fahrer?

Alle Raser. Einer auf dem Balkan hat sich während der Fahrt irgend eine Pille reingeschmissen. Was, weiss ich nicht. Und dann ist er gerast wie blöd. Sein Kumpel erzählte mir, er habe sich schon dreimal das Leben nehmen wollen; und dann fuhr er, als sei ihm das Leben wirklich nichts wert.

Mit wem wirst du in Kontakt bleiben?

Die meisten können es sich leider nicht leisten, in die Schweiz zu kommen. Aber über Social Media stehe ich nach wie vor mit vielen Leuten in Kontakt. Ein Mexikaner kommt jetzt sogar an unsere Hochzeit im Oktober.

Hier fährt uns Martin von den USA nach Mexiko. Im Oktober kommt er in die Schweiz an unsere Hochzeit.

Wohin würdest du auswandern?

Nach Frankreich. Die Franzosen interessieren sich sehr für andere Kulturen und sind oft alternativ unterwegs. Das passt mir.

Wem hättest du eine hauen können?

Am meisten aufgeregt habe ich mich über die chinesischen Taxifahrer. Mehrere Male musste ich wieder aussteigen, weil sie nicht kapierten, was ich wollte. Dabei habe ich auf mein Handy gezeigt, Handzeichen gemacht und gesagt: «I will guide you». Aber das hat alles nichts genützt. Autostöppeln in China: kein Problem. Ein Taxi nehmen: zum Durchdrehen!

Wo war der Strassenverkehr am mühsamsten? 

Bangkok war schon ziemlich beschissen. Die Roller-Taxis sind dort viel teurer als die Auto-Taxis, weil man etwa fünfmal schneller vorwärtskommt.

In Bangkok fährt der Kluge nicht mit dem Zuge, sondern mit dem Roller. Bild: Thomas Schlittler

Wann war das Heimweh am stärksten?

Immer, wenn mich jemand besuchen kam und dann wieder ging.

«Alles, was gefährlich war, hatte mit Verkehr zu tun.»

Was war der schwierigste Moment?

Das war nicht ein bestimmter Moment. Es gab viele Momente, in denen ich mich einsam fühlte. Allein Städte anschauen war nicht immer spassig. Das ist zu zweit schon viel schöner.

Wo warst du dem Himmel am nächsten?

Irgendwo auf der Cordillera Blanca in Peru, mehr als 5000 Meter über Meer.

Aussicht auf 5100 Meter über Meer. Bild: Thomas Schlittler

Wie hat sich dein Verhältnis zur Heimat verändert?

Ich schätze die Schweiz noch mehr als vorher schon. Die Schweiz ist das Paradies! Hier ist es grün, hier gibt es frische Luft, hier gibt es fast keine Obdachlosen. In anderen Ländern dagegen gibt es kaum Jobs, die Menschen haben mit der Armut sowie der allgegenwärtigen Korruption zu kämpfen – vielerorts DAS Krebsgeschwür! – und es gibt kein bisschen Chancengleichheit. Verglichen mit anderen Ländern haben wir in der Schweiz keine Probleme.

Welches Geschenk konntest du fast nicht annehmen?

Das fiel mir immer wieder schwer. Gerade im Iran oder in der Türkei wollen dich die Leute immer einladen, obschon sie selbst nicht viel haben. Aber sie lassen es nicht zu, dass du sie einlädst.

Welches war der brenzligste Moment?

Alles, was gefährlich war, hatte mit Verkehr zu tun: Die paar Raser, bei denen ich im Auto war; die Fahrt von Panama nach Kolumbien auf dem kleinen Schiff – es war eben nicht die ruhige Karibik; die 30-Kilometer-Fahrt in Kolumbien, die wir auf einem Sattelschlepper zwischen Zugfahrzeug und Anhänger zurückgelegt haben.

Auf der Überfahrt von Panama nach Kolumbien. Bild: Thomas Schlittler

Hattest du einmal richtig Angst?

Angst um mein Leben? Nein. Wahrscheinlich waren wir in Barcelona dem Tod am nächsten, weil wir zwei Tage vor dem Terroranschlag noch über die Ramblas gegangen sind.

Wie hat sich die Beziehung zur Freundin verändert?

Am Anfang war es sehr schwer, als wir monatelang getrennt waren. Das war ein echter Härtetest. Aber jetzt ist es umso schöner. Vor allem auch, weil wir die letzten 10 Monate zusammen gereist sind und wir jetzt viele Eindrücke und Erlebnisse teilen können.

Wo hattest du den grössten Absturz?

Den habe ich vergessen (lacht).

Hattest du einmal das Gefühl: Hier möchte ich bleiben?

Nicht für immer, nein. Mir gefällt das Leben in der Schweiz.

Welches war das eindrücklichste Erlebnis?

Da muss ich wieder den Joker nehmen. Ich hatte so viele geniale Momente. Die legendärste Party war aber das Neujahrsfest in Myanmar. Ich war mit einem Freund unterwegs, wir waren die einzigen Ausländer. Wo wir auftauchten, bildete sich eine Menschentraube.

Wo sind die Autobahn-Raststätten am schönsten?

Ganz klar in Brasilien.

Und wo gibt es das beste Tankstellen-Essen? 

Ebenfalls Brasilien. Immer Buffet. Wir haben in Brasilien sehr viel Zeit in Raststätten und Tankstellen verbracht.

Am Wasserfest in Myanmar

44s

NICHT VERWENDEN: Schlittler und die Burmesen

Video: watson

Die Leute zerrten und zogen an uns; es war unglaublich. Roger Federer willst du danach nicht mehr sein! Wir waren fix und fertig, aber es war sehr eindrücklich.

Würdest du die Reise noch einmal machen?

Ja, auf jeden Fall! Wenn ich es nicht gemacht hätte, hätte mich das ein Leben lang beschäftigt. Eine Weltreise war mein Traum, seit ich 19 war. Wenn ich allerdings keine Kolumne geschrieben hätte, wäre ich vielleicht etwas weniger streng mit mir selbst gewesen und hätte nicht immer nur Autostopp gemacht.

Was wirst du aus deinem Reiseleben am meisten vermissen?

Einfach in den Tag hineinzuleben … Vor allem aber werde ich die Leute vermissen, die mir immer wieder so unverhofft magische Moment beschert haben. Den Typen etwa, der uns einfach noch ans Gampel mitnahm. Oder all die Leute, die dich zu sich nach Hause einladen – dann erlebst du plötzlich einen grossartigen Abend mit Wildfremden und liegst am Ende in einem frisch gemachten Bett und kannst es einfach nicht glauben.

Wo gibts das beste Essen?

In Japan. Sushi und Wagyu-Beef. Meine Nummer eins ist aber immer noch die italienische Küche, aber in Italien war ich ja nicht.

Wo war es am kältesten? 

Gefühlt am Grand Canyon im Zelt. Oder in Alaska. Oder in den peruanischen Bergen. Oder im Norden von China, als meine Freundin mich erstmals besuchte. Einmal war dort der Boden in der Dusche gefroren, und wir brauchten etwa 10 Decken zum Schlafen.

Lea hat fast immer kalt. Aber auf der 4-Tages-Wanderung in den peruanischen Anden ganz besonders. Bild: Thomas Schlittler

Wo war es am heissesten?

In Kolumbien, im Laderaum eines Lastwagens. Oder auf den Pick-up-Ladeflächen in Südostasien.

Wo war die Verständigung am schwierigsten? 

Definitiv in China. In vielen anderen Ländern konnte ich die Sprache auch nicht, aber die Chinesen denken auch anders als wir. Wir haben dort zum Teil mit Händen, Füssen und Bilder-Lexikon versucht, den Leuten zu erklären, dass wir ein Bett suchen zum Übernachten. Eigentlich nicht so schwierig, würde man meinen. Aber in China ist alles kompliziert.

China-Reisende brauchen viel Geduld und Nerven. Bild: Thomas Schlittler

Welches ist das langweiligste Land der Welt?

Für mich: die Schweiz. Weil ich unser Land halt am besten kenne.

Wie viele Schuhe hast du verbraucht?

Die ersten Schuhe hielten bis Kirgistan, insgesamt fast ein halbes Jahr. Danach weiss ich es nicht mehr.

Mein erstes Paar Schuhe, kurz vor ihrem Ende. Bild: Thomas Schlittler

Wie viele Kleidungsstücke?

Das weiss ich nicht. Aber ich habe immer noch meinen Hoodie. Das ist das Wichtigste, dass ich den noch habe. Den habe ich seit 2008.

Wie ist es, wieder zu Hause zu sein?

Es ist schön, all die Leute wieder zu sehen. Aber es ist auch komisch. Du gehst durch deine Stadt und merkst: Alles ist noch genau gleich. Und dann denkst du: War das jetzt alles real, diese ganzen zwei Jahre?

Welches ist dein schönstes Souvenir?

Ich habe viele Bändeli geschenkt bekommen. Und wunderschöne gelbe Schlarpen von einem alten Japaner. Und eine Decke von Tony, dem Amerikaner, der fast 20 Jahre im Knast war.

Die Decke von Tony:

Bild: Thomas Schlittler

Wie oft warst du krank?

Einmal hatte ich in Moldawien den Dünnpfiff. Sonst war ich nur in Rio ein, zwei Tage erkältet. Ich hatte insgesamt riesiges Glück.

Wie oft warst du beim Arzt?

Zwangsweise zweimal, jeweils, um ein Attest zu holen fürs Frachtschiff.

Und wie oft beim Coiffeur?

Coiffeur mitten im Park in Kashgar, China. Bild: Thomas Schlittler

Ich weiss es nicht. Aber ich muss sagen: Coiffeure sind oft ziemliche Legenden. Sie sind mir fast so fest ans Herz gewachsen wie die Lastwagenfahrer.

Wie viel Geld hat dich die ganze Reise gekostet?

Ganz ehrlich: Ich weiss es nicht genau. Über den Daumen gepeilt 40’000 bis 50’000 Franken. Ich bin zwar gratis per Autostopp gereist, aber sonst hatte ich schon mein Budget. So war ich in Kappadokien Ballonfliegen, in Mexiko Fallschirmspringen und habe auch relativ teure Dschungel- und Bergtouren gemacht.

Was hat am meisten gekostet?

Die beiden Ozean-Überquerungen mit dem Frachtschiff. Von Rio nach Spanien 1100 Euro pro Person – 8 Nächte, Essen inklusive. Noch teurer war es von China nach Kanada: 2100 Euro.

Wie viele Pannen hast du überstanden? 

Geschätzt: Zehn. Am häufigsten mit Lkw-Fahrern. Da passiert immer wieder mal was.

Die georgischen Berge sind kein Zuckerschlecken für Oldtimer. Pannen sind einkalkuliert. Bild: Thomas Schlittler

Wie lange warst du am längsten ungewaschen?

Ich habe mir Mühe gegeben und mich in der Regel täglich gewaschen. Im Notfall habe ich einen Fluss gesucht oder mit einer Wasserflasche geduscht.

Die schönste Dusche?

In Laos in einem Baumhaus. Mit Blick über den Regenwald.

Welches war das beste Auto, mit dem du gefahren bist?

Ich hatte viele gute Autos. Am ersten Tag fuhr ich mit Rentner Hans im Cabrio von Wald nach Schmerikon. Daran kann ich mich noch gut erinnern, weil es fast das einzige Cabrio war.

Mit Rentner Hans im Cabrio – am ersten Tag meiner Weltreise. Bild: Thomas Schlittler

Was ist das Fortschrittlichste, das du gesehen hast?

In China sass ich mal in einer Stadtzug, in dem die Scheiben automatisch milchig wurden, sobald man dicht an Wohnhäusern vorbeifuhr – damit man den Leuten nicht in die Wohnung schauen konnte. Das fand ich ziemlich cool.

Wo hast du dich am meisten über frische Wäsche gefreut?

Je länger ich nicht waschen konnte, desto mehr habe ich mich gefreut. Ich habe aber fast jede Woche gewaschen.

Was wurde häufiger mit der Schweiz assoziiert: Roger Federer, Uhren oder Schokolade?

Also Federer sicher nicht, den kennen ganz viele leider nicht. In China sind die Schweizer Uhren bekannt, in Südamerika eher die Banken. Es ist also ein bisschen abhängig von der Region.

Wirst du wieder einmal per Autostopp reisen?

Ich schon. Meine Freundin nicht unbedingt. Die muss ich noch überzeugen.

Was bleibt?

Die Erkenntnis, dass es überall auf der Welt grossartige Menschen gibt. Das kann mir niemand mehr nehmen.

Die Fragen stellten Franz Ermel und Marius Egger.

Das könnte dich auch interessieren:

Schaf-Krimi geht in die nächste Runde: 5 der gestohlenen Tiere sind wieder da

Mascara und Make-up: Kosmetikfirmen nehmen Männer ins Visier

«Le Clash» – beim Penalty-Streit von Neymar mit Cavani geht's wohl auch um viel Geld

Rio de Janeiro ist quasi pleite. Drogengangs machen sich dies zu nutze

Mit diesem Sturzfestival im Schlamm ist die Radquer-Saison so richtig lanciert

Werbeverbot für Babynahrung: SP sagt Muttermilch-Ersatz den Kampf an

Wermuth erst souverän, dann kommt er unter die Räder – «Grenzerfahrungen» in der «Arena»

Tschudi, Dreifuss, Blocher – das waren die spektakulärsten Bundesratswahlen

Auf Twitter haben sich gerade zwei Museen gebattelt – und es ist ziemlich ausgeartet

Peinliches Hooligan-Wettrennen – hier blamieren sich YB-Chaoten bis auf die Knochen

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
48Alle Kommentare anzeigen
48
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • hansdieter 15.09.2017 22:01
    Highlight Warst du erst in den USA und dann im Iran? Weil mit einem Iranbesuch verspielt man sich ja die visumfreie USA Einreise... wie gehst du damit um? Ahja tolle Berichte, habe immer gerne mitgelesen.
    0 0 Melden
    600
  • Natuschka 15.09.2017 21:04
    Highlight Auch von mir noch ein dickes Kompliment! Ich hatte bei deinen Berichten oft fernweh, zum Teil Tränen in den Augen und auch Bewunderung für deinen Mut! Alles Gute für die Zukunft und für eure bestehende Hochzeit! 👌🏼
    1 0 Melden
    600
  • Spooky 12.09.2017 21:22
    Highlight Beim Reisen wird man nicht gescheiter. Beim Daheimbleiben auch nicht.
    3 15 Melden
    • Pasionaria 14.09.2017 00:21
      Highlight Du meinst, man werde beim Reisen nicht gescheiter, dann probiers mal mit Routine, die ist tödlich.
      8 0 Melden
    • Spooky 14.09.2017 17:07
      Highlight @Pasio
      Deine Aussage ist aber der Beweis, dass Routine gescheiter macht.

      Denn um zu erkennen, dass Routine tödlich ist, muss man zuerst mittels der Routine gescheiter worden sein.
      0 2 Melden
    • Spooky 14.09.2017 21:04
      Highlight ...geworden...
      1 2 Melden
    • Pasionaria 16.09.2017 01:13
      Highlight nicht unbedingt, Spooky, meine Bekannten, die in der Routine lebten, sind allesamt (geistig) gestorben - und diejenigen, die ihren Horizont in der Welt draussen erweiterten, leben von Tag zu Tag gescheiter (manche....) weiter!
      2 0 Melden
    600
  • Pana 12.09.2017 18:11
    Highlight Eine Zusatzfrage habe ich noch. Du hast es wahrscheinlich schon erwähnt.. aber wieso warst du nicht in Afrika?
    7 1 Melden
    • Thomas Schlittler 14.09.2017 10:01
      Highlight Lieber Pana
      Ja, diese Frage habe ich gefühlt schon 1000 Mal beantwortet ... :-D Es gibt keinen besonderen Grund, wieso ich Afrika ausgelassen habe. Ich wollte einfach langsam wieder nach Hause. Und wenn ich Afrika auch noch reingenommen hätte, wäre ich schnell 1-2 Jahre länger unterwegs gewesen ... LG
      9 0 Melden
    600
  • andrin89 12.09.2017 14:27
    Highlight Vielen Dank für die zahlreichen interessanten Beiträge! Ich werde es vermissen, jede Woche einen neuen Eintrag zu lesen - vielen Dank! Euch beiden alles Gute!
    11 0 Melden
    • Thomas Schlittler 14.09.2017 10:01
      Highlight Ein dickes Merci!
      3 0 Melden
    600
  • HAL9000 12.09.2017 08:33
    Highlight Ein tolles Interview.
    Weckt Lust aufs Reisen.

    Eine Zusatzfrage vielleicht;
    Wie viel älter wurdest du auf deiner Reise?
    (Und ich meine hier nicht die Zeit)
    16 0 Melden
    • Thomas Schlittler 14.09.2017 10:04
      Highlight Ein herzliches Dankeschön!

      Zu deiner Frage: Schwierig zu beantworten. Ein komplett anderer Mensch bin ich mit Sicherheit nicht geworden. Aber ich sehe die Welt und unsere Gesellschaft schon ein bisschen mit anderen Augen. Weiss jedoch nicht, ob das mit "älter werden" zu tun hat ...
      6 0 Melden
    • HAL9000 14.09.2017 13:08
      Highlight Danke für deine Antwort.
      Ich denke doch, das kann man damit bezeichnen. War selber nicht sicher wie auszudrücken, aber meine Frage ist somit beantwortet.
      1 0 Melden
    600
  • Pasionaria 11.09.2017 16:30
    Highlight Auch für mich waren Th. Schlittlers Berichte stets interessant und äusserst authentisch geschildert. Herzlichen Dank dafür.
    Ja, sein Blog wird in Watson fehlen - aber vielleicht zieht es ja dann das Ehepaar Schlittler - herzliche Gratulation zur bevorstehenden Hochzeit - wieder hinaus in die ferne, weite und unberechenbare Welt.

    Schon Goehte wusste: Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.
    26 3 Melden
    • Thomas Schlittler 14.09.2017 10:08
      Highlight Lieber Pasionaria
      Vielen Dank für das schöne Kompliment - und alle anderen Kommentare während unserer Reise. Es wird uns bestimmt mal wieder in die weite Welt hinausziehen. Wir hatten mal eine Idee: In 30 Jahren die genau gleiche Strecke - allerdings mit einem kleinen Bus. Das wär doch was, oder? ... ;-) Mal schauen. Jetzt müssen wir erst mal wieder ankommen in der Schweiz. Und Geld verdienen ... ;-)
      7 0 Melden
    • Pasionaria 16.09.2017 01:19
      Highlight Danke, Thomas, eine gute Idee. Die Welt wird allerdings in 30 Jahren etwas verändert sein, denn Ihr selbst werdet Euch auch leicht verändert haben.
      Vielleicht kommt dann einer Eurer Töchter/Söhne sogar mit.

      Ich weiss, wie schwer es ist nach einem längeren Auslandaufenthalt wieder anzukommen. Das passiert mir häufig, und ich brauche jeweils ein paar Wochen dazu. Aber irgendwann kommt es wieder. Das nennt man Kulturschock auf Zeit.
      Alles Gute euch beiden.
      1 0 Melden
    600
  • Kramer 09.09.2017 22:27
    Highlight Auch von mir vielen Dank für die tollen Berichte; ich hab sie alle genossen.
    69 2 Melden
    • Thomas Schlittler 14.09.2017 10:08
      Highlight Es ist schön, das zu hören! Herzlichen Dank!
      2 0 Melden
    600
  • Rendel 09.09.2017 22:03
    Highlight Danke für ihre Berichte ich habe sie gern gelesen und werde sie vermissen. Eine lange, glückliche Ehe wünsch ich Euch! Die Voraussetzungen sind prima, wenn man sich nach so einer Reise nicht hasst. ;-) .
    93 1 Melden
    • Thomas Schlittler 14.09.2017 10:09
      Highlight Merci! Mal schauen, wie viel das bringt für die Ehe ... ;-)
      2 0 Melden
    600
  • Luca Brasi 09.09.2017 20:57
    Highlight Alles Gute für die bevorstehende Hochzeit. Ein Abenteuer jagt das Nächste, nicht wahr? ;)
    Grüsse auch an die zukünftige Gemahlin.
    Dieser Blog wird mir fehlen.
    76 2 Melden
    • Thomas Schlittler 14.09.2017 10:10
      Highlight Vielen herzlichen Dank. Ihre Kommentare werden mir auch fehlen, lieber Herr Brasi. Ich hoffe, Sie und Ihre geistreichen Beiträge bleiben Watson noch lange erhalten! *daumenhoch*
      6 0 Melden
    600
  • Posersalami 09.09.2017 20:18
    Highlight "Politisch bin ich linker geworden – ich glaube das wird man auf Reisen zwangsläufig"

    WORD 👍
    137 6 Melden
    600
  • peterli90 09.09.2017 19:37
    Highlight "Politisch bin ich linker geworden – ich glaube das wird man auf Reisen zwangsläufig, wenn man nicht völlig herzlos ist"
    Was heisst links sein? Wenn er wirklich so gutmütig und herzensgut wäre, hätte er am ersten Ort, wo er Elend gesehen hat, seine 30-40'000 Franken gespendet und wäre zurück in die Schweiz arbeiten gegangen. Und hätte dann noch mehr Geld gespendet.
    Aber er sagt ja selber, sich Teures leisten lag drin. Das ist eben das Problem bei den Linken: Wasser predigen und Wein saufen.
    17 286 Melden
    • thi 09.09.2017 20:10
      Highlight Offensichtlich hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. Erstens durch das Reisen wurde der Tourismus und somit die jeweiligen Menschen unterstützt. Zweitens konnte Er sich noch viele Eindrücke mehr einprägen und eventuell an verschiedenen Orten spenden und drittens eventuell hat dieser Blog einigen Menschen, vielleicht auch dir, die Augen geöffnet. Reisen bildet ungemein und gerade au diese Art kann man Ihm nur gratulieren und nichts vorwerfen
      128 3 Melden
    • pinex 09.09.2017 20:13
      Highlight Peterli, sie wissen doch bestimmt selbst, dass armen menschen mit 'nur' einer geldspende nicht (längerfristig) geholfen ist.
      99 2 Melden
    • peterli90 09.09.2017 20:15
      Highlight Ich werfe ihm gar nichts vor. Ich checke nur nicht, was das mit links sein zu tun hat, ob man ein herzensguter Mensch ist oder nicht.

      Ein SVPler ist einer meiner besten Freunde, und er ist einer der herzlichsten Menschen, die ich kenne. Siehst Du mein Problem?
      8 90 Melden
    • Randy Orton 09.09.2017 20:21
      Highlight Die Frage ist, wie hast du mehr Einfluss? Indem du einmalig spendest oder indem du deine Denkweise für immer änderst und dann auch dein alltägliches Handeln danach ausrichtest und so auch andere Personen motivierst das selbe zu tun. Ich denke zweiteres ist Nachhaltig. Übrigens hat Thomas Schlittler nirgends gepredigt, er hat einfach erzählt, was er gesehen hat.
      75 2 Melden
    • _kokolorix 09.09.2017 23:04
      Highlight Dein SVP Freund kann noch so herzensgut sein, er unterstützt die Organisation von rücksichtslosen Egoisten.
      Links sein hat nichts mit mit freundlich und gut zu tun. Links sein heisst für eine gerechte Welt einzustehen wo alle genug zum leben haben, rechts für eine ungrechte, wo die einen in perversem Luxus und andere in erbärmlicher Armut dahinvegetieren.
      Deine Statements sind purer Whataboutismus
      84 15 Melden
    • Spooky 10.09.2017 03:16
      Highlight @_kokolorix
      "Links sein heisst für eine gerechte Welt einzustehen wo alle genug zum leben haben..."

      Du hast das Smiley vergessen 😀
      12 15 Melden
    • Pasionaria 11.09.2017 16:23
      Highlight Sie verstehen wirklich nicht, was > links bedeuten soll, was wahrscheinlich Th. Schlittler meint:
      Die Reichen sollen nicht immer noch reicher werden.
      Der Staat soll für die Armen etwas tun und sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen. Die Sozialsysteme, wo es welche hat, erhalten bleiben. Der Kapitalismus darf nicht allmächtig werden, seine Gesetze darf nicht überall Geltung haben. Kein Mensch darf diskriminiert werden u.v.m.
      Etwas zu Ihrem Verständnis beigetragen?
      18 3 Melden
    • peterli90 11.09.2017 17:48
      Highlight 1. Wissen Sie, es ist eine ganz feine Gratwanderung zwischen einem sinnvoll ausgebauten Sozialsystem und einem Sozialsystem, das die Anreize falsch setzt.

      2. Kein Mensch darf diskriminiert werden: Sagt da ein "Rechter", zB. ein FDP'ler oder SVP'ler, etwas dagegen?

      3. Wenn Sie schon indirekt von Umverteilung sprechen: Wissen Sie, wie viel die 1% der reichsten Schweizer jährlich in % an die direkte Bundessteuer bezahlen? und in die AHV?

      4. Finden Sie, dass der Staat in der Schweiz zu wenig macht für die Armen?
      4 12 Melden
    • Pasionaria 11.09.2017 18:56
      Highlight Zu 2.- "...Sagt da ein "Rechter" ....etwas dagegen?"
      Und ob, die SVP beispielsw. beschuldigt Ausländer pauschal, in der CH soziale Leistungen zu missbrauchen und Verbrechen zu begehen.
      Auch die fremdenfeindlichen Plakate, die Einwanderer etwa als schwarze Schafe darzustellen, zeigen deren rassistische Einstellung.

      Zu Punkt 4.-, > NEIN, aber darum geht es ja nicht. Die CH hat darin fast eine Vorbildstellung, dank .....den Linken der früheren Jahren!
      Aber Th. Schlittler meint wohl, als Weltenbummler, wenn man soviel Elend antrifft, muss das Herz einfach links schlagen!
      Total einverstanden.
      10 3 Melden
    • _kokolorix 11.09.2017 20:54
      Highlight Das reichste % bezieht gut 10% aller (deklarierten) Einkommen. Dazu kommen noch die unterschlagenen Einkommen, welche in Steueroasen angelegt werden, nach Piketty (er vergleicht die Zuwächse der Vermögen mit den versteuerten Einkommen) etwa 20% der Einkommen des obersten Perzentils, was nahelegt, dass ein Grossteil davon vom obersten % stammen. Sie bezahlen rund 40% der direkten Bundessteuer, aber viel weniger an die gesamte Steuermasse, da die Bundessteuer nur etwa 10% der Gesamtsteuern ausmacht. Diese Leute wohnen zumeist in Kantonen und Gemeinden mit tiefsten Steuersätzen
      13 1 Melden
    600
  • barbablabla 09.09.2017 19:18
    Highlight Vielen Dank für all die tollen Berichte in dieser Zeit.
    77 0 Melden
    • Thomas Schlittler 14.09.2017 10:12
      Highlight Gern geschehen. Schön, dass dir der Blog gefallen hat!
      2 0 Melden
    600
  • TanookiStormtrooper 09.09.2017 19:12
    Highlight Sehr schön! Habe die Berichte immer sehr gerne gelesen.
    Gratulation zur bevorstehenden Hochzeit.
    89 0 Melden
    • Thomas Schlittler 14.09.2017 10:13
      Highlight Merci!
      3 0 Melden
    600
  • Birdie 09.09.2017 19:04
    Highlight Vielen Dank für die ganzen tollen Berichte! Immer schön unterhaltsam geschrieben, ich werde sie vermissen! Als (momentan pausierter) Weltreisender sind bei vielen Geschichten auch wieder eigene Erinnerungen an Gegenden oder Erlebnisse hochgekommen, danke auch dafür :)
    62 0 Melden
    • Thomas Schlittler 14.09.2017 10:13
      Highlight Freut mich sehr, dass ich schöne Erinnerungen wecken konnte. Auf die nächste Reise! ;-)
      3 0 Melden
    600
  • Amadeus 09.09.2017 19:03
    Highlight "Dass die Welt oft scheisse ist, die meisten Menschen aber gut."

    Schöner Satz!

    Und danke für all die wunderbaren Reiseberichte.
    147 0 Melden
    • Thomas Schlittler 14.09.2017 10:14
      Highlight Gern geschehen. Vielen Dank fürs Lesen!
      4 0 Melden
    600
  • Connor 09.09.2017 19:01
    Highlight "Moslems sind am gastfreundlichsten." Wenn Du ein heterosexueller, weisser Mann bist, wirst Du sicher herzlich aufgenommen. Ansonsten sieht es ganz, ganz anders aus.
    40 62 Melden
    • Lichtblau 09.09.2017 19:47
      Highlight Der Blog wird mir fehlen. Und gerne möchte man fragen: Wann kommt das Buch? Aber weil "Per Autostopp um die Welt" so ganz und gar eine Internetsache ist, bleibt die Frage wohl müssig.
      16 0 Melden
    • vierundzwanzigsieben 09.09.2017 19:54
      Highlight Hauptsache man sieht überall das negative
      39 8 Melden
    • Gummibär 09.09.2017 20:29
      Highlight @Connor Sprichst Du aus persönlicher Erfahrung oder einfach so vom Hörensagen ?
      29 5 Melden
    • _kokolorix 09.09.2017 23:09
      Highlight Zumal es ja auch hier üblich ist beim ersten Kontakt seine sexuellen Neigungen offenzulegen...
      Die Gastfreundschaft der islamischen Kultur ist heilig und darf durch nichts verhindert werden. Aber nicht jeder ist ein Gast und wird eingeladen. Wer mit vorgehaltener Waffe ins Wohnzimmer stürzt wird wohl enttäuscht werden...
      35 6 Melden
    600

Ein halbes Jahr unter Latinos – ein Rückblick von A bis Z

47 Länder, 894 Fahrer, 66'000 Autostopp-Kilometer: Ich bin jetzt seit zwei Jahren auf Weltreise. Die vergangenen sechs Monate habe ich meine Augen und Ohren in Lateinamerika offen gehalten, um Aussergewöhnliches und Überraschendes zu entdecken.

Latinos trinken gerne einen über den Durst. In Mexiko ist es besonders einfach, sich für einen feucht-fröhlichen Abend auszurüsten: Es gibt Drive-in-Garagen, wo einem Corona und Tequila direkt ins Auto eingeladen werden.

«Was? Bei euch gibt es kein Meer?» Viele Latinos können es kaum glauben, wenn wir ihnen sagen, dass die Schweiz nicht ans Meer grenzt. Einige sind geschockt, andere schauen uns mitleidig an im Sinne von: «Wie könnt ihr so nur überleben?!» Die Reaktionen kommen nicht von …

Artikel lesen