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Am Strassenrand im peruanischen Hochland. Schön ist es hier, aber bestimmt kein Paradies für Autostöppler. bild: thomas schlittler

Trampen in Peru und Bolivien: «Wieso wollt ihr nichts bezahlen?»

17.06.17, 18:12 18.06.17, 08:41
Thomas Schlittler
Thomas Schlittler

«Wie viel zahlt ihr?», will der gepflegte Mann am Steuer wissen. «Nichts», antworte ich verlegen und erkläre, dass meine Freundin Lea und ich «a dedo» («mit dem Finger») reisen – ohne zu bezahlen. Der junge Peruaner schaut uns durch seine Brillengläser skeptisch an, denkt kurz nach und sagt dann wenig enthusiastisch: «Okay, steigt ein.»

Unser Fahrer heisst Nestor. Und als er erfährt, dass wir aus der Schweiz kommen, fragt er vorwurfsvoll: «Wieso wollt ihr nichts bezahlen? Ihr kommt doch aus Europa und habt mehr Geld als die meisten Peruaner.» «Ja, wir haben Geld», antworte ich, «aber wir nehmen nie Busse oder Taxis, weil wir die Menschen vor Ort besser kennenlernen wollen. Wenn man für den Transport bezahlt, ist der Kontakt zu den Fahrern mehr geschäftlich und weniger persönlich.»

Des Weiteren erkläre ich Nestor, dass das Reisen per Autostopp in vielen Ländern ein Teil der Kultur sei und die Menschen wüssten, dass wir kostenlos mitfahren wollen. Doch auch das überzeugt den 32-Jährigen nicht: «Hier in Peru ist das aber anders. Ihr seid in einem armen Land und für viele ist es unverständlich, dass ihr als Touristen gratis mitfahren wollt.»

Unser Fahrer Nestor findet es nicht so toll, dass wir gratis mitfahren wollen. Zumindest zu Beginn nicht. bild: thomas schlittler

Nestor hat recht: Trampen, wie wir es in Europa kennen, ist in Ländern wie Peru und Bolivien unbekannt. Es stehen zwar sehr viele Einheimische mit den Armen winkend am Strassenrand, aber nur, um eines der unzähligen Sammeltaxis oder Minibusse anzuhalten. Manchmal werden sie auch von Privatautos mitgenommen – gegen Bezahlung.

Wenn wir den Daumen in den Wind halten, halten ebenfalls zahlreiche Privatautos. Doch wenn wir den Fahrern sagen, dass wir gratis mitfahren wollen, schütteln die meisten den Kopf und fahren weiter. Nestor und unsere anderen Fahrer sind Ausnahmen. Einzig bei Lastwagenfahrern ist Geld meist kein Thema.

Trampen macht in Peru und Bolivien deshalb deutlich weniger Spass als in anderen Ländern. Die Wartezeiten sind länger. Es ist ermüdend, ständig das Autostopp-Prinzip erklären zu müssen. Und man fühlt sich als Schmarotzer, wenn man darauf besteht, gratis mitzufahren – zumal eine Strecke von mehreren hundert Kilometern nur ein paar wenige Franken kostet.

Peru und Bolivien sind nicht die besten Länder zum Trampen. Die Reiseart ist hier unbekannt, die Wartezeiten sind lang - und im Hochland ist es oft bitterkalt bild: Thomas Schlittler

Der Spassfaktor ist das Eine. Das Andere ist die Frage, ob es überhaupt legitim ist, dass wir als reiche Schweizer in armen Ländern gratis mitfahren wollen. Ich sage: Ja. Schliesslich kann jeder selbst entscheiden, ob er uns kostenlos mitnehmen will. Niemand wird dazu gezwungen.

Zudem entsteht beim Autostöppeln eine einzigartige Situation: Für einmal sind wir nämlich nicht die reichen Europäer, die sich alles leisten können und in komfortablen, teuren Privatbussen oder Taxis durch das arme Land kurven. Stattdessen begegnen uns die Einheimischen auf Augenhöhe. Oder mehr noch: Wir sind die unterwürfigen Bittsteller, die auf einen Gefallen hoffen.

Bei Nestor im Auto ist diese ungewohnte Rollenverteilung offensichtlich. Der Anwalt lässt uns zu Beginn spüren, dass er es alles andere als selbstverständlich findet, dass er uns kostenlos mitgenommen hat. Oberlehrerhaft fragt er uns: «Wisst ihr, wieso ich euch geholfen habe? Weil Hilfsbereitschaft in der Quechua-Kultur einen hohen Stellenwert hat.»

Es folgen Erläuterungen über die Kultur und Sprache des Quechua-Volkes, seine Arbeit als Anwalt für den peruanischen Staat und seine unbezahlte Tätigkeit als Radiomoderator. Er versucht, der indigenen Landbevölkerung die Gesetze zu erklären – auf Quechua.

Wir hören Nestor interessiert zu. Er schätzt die Aufmerksamkeit, steigt langsam von seinem hohen Ross herunter und wird von Minute zu Minute sympathischer. Er fragt uns nach unserer Meinung und will mehr wissen über die Schweiz und das Leben in Europa.

Als sich unsere Wege nach einer halben Stunde trennen, sage ich zu Nestor: «Siehst du, genau solche Begegnungen sind der Grund, wieso wir nicht mit Bussen oder Taxis reisen.» Er erwidert nichts, grinst aber, als wir uns zum Abschied die Hände schütteln. Er hat das Autostopp-Prinzip verstanden.

Per Autostopp um die Welt – Woche 107: Von Cusco (Peru) nach Uyuni (Bolivien)

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User-Review:
Micha-CH, 16.12.2016
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87 Kommentare anzeigen
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  • Spooky 22.06.2017 03:57
    Highlight "Per Autostopp um die Welt" ist ein ganz extremes Abenteuer. Eigentlich mit nichts zu vergleichen, nicht einmal mit einer Besteigung des Everest (jedenfalls heutzutage).

    Ich finde es nur ein bisschen schade, dass Thomas Schlittler seine extreme, weltweite Eskapade mit "Kulturen kennenlernen" (und so Quatsch ) in Verbindung bringt.

    Wenn er einfach sagen würde, er sei ein extremer Abenteurer, dann würde diese Gelddiskussion gar nicht stattfinden.

    You are great, Schlittler & Co.

    Sowieso.
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  • Boston5 20.06.2017 11:00
    Highlight Er hat ja von Anfang an gesagt dass er nichts bezahlen möchte für das Trampen. Er bleibt nur seinen Prinzipien treu und das finde ich gut so.
    Es steht immer noch allen frei Ihn gratis mitzunehmen, er sagt dies ja bereits vor der Fahrt.
    17 6 Melden
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  • Spooky 20.06.2017 03:32
    Highlight "Für einmal sind wir nämlich nicht die reichen Europäer, die sich alles leisten können und in komfortablen, teuren Privatbussen oder Taxis durch das arme Land kurven. Stattdessen begegnen uns die Einheimischen auf Augenhöhe."

    Ich finde es super, was ihr macht, aber das mit der Augenhöhe stimmt nicht. Ihr wisst genau, dass ihr das nächste Flugi besteigen und zu Mami nach Hause fliegen könnt, wenn die Lage brenzlig wird.

    Habe das selber erlebt. Bin mit Autostopp ums Mittelmeer und über weite Strecken nach Indien. Mit Geld ist man nie auf Augenhöhe mit Einheimischen.
    25 3 Melden
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  • Lami23 19.06.2017 20:14
    Highlight Herr Schlittler will einfach jemanden, der ihn aus Hilfsbereitschaft mitnimmt und nicht um Geld zu verdienen.
    Umgekehrt tut er es aber nicht um zu sparen, sondern in der Hoffnung auf interessante Begegnungen.
    Aber das scheinen die meisten hier nicht zu verstehen.
    21 9 Melden
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  • Bloody Mary 19.06.2017 13:18
    Highlight Das Prinzip des Autostöppelns ist nun mal, das einem jemand gratis mitfahren lässt.
    Du bietest den Fahrern essen an, was ich cool finde.
    Ich denke auch, man kann nur so jemanden wirklich auf Augenhöhe begegnen, es geht dabei nicht ums Geld, sondern um Begegnungen.
    Zudem gebt ihr in jedem Land Geld aus für Lebensmittel, Übernachtungen, Souvenirs, ihr bringt ja auch Geld ins Land. Ich würde mir überlegen, in jedem Land, dass man so bereist eine kleine Spende zu hinterlassen. Natürlich ist nicht ganz einfach wo man spendet dass es auch am richtigen Ort ankommt, aber ich würds probieren
    5 7 Melden
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  • Pasionaria 19.06.2017 07:44
    Highlight 1/2
    Schade, dass sich bei all den interessanten Berichten von Thomas die meisten erst jetzt bei der Geldfrage aktiv einbringen.
    Betr. Kostenbeteiligung fuer's Mitfahren, nicht nur weil dies in Bolivien und Peru so Usus sein soll, kann man durchaus geteilter Meinung sein.
    Persoenlich finde ich es bei laengeren Strecken normal, dies zu tun. Oder, wie es die beiden offensichtlich handhaben, auf jeden Fall den Fahrer zum Essen einzuladen.
    Tatsaechlich sind Thomas und Leo im Vergleich zu den Einheimischen all dieser lateinamerikanischen Laender > rich kids.
    .....ff
    17 2 Melden
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  • Pasionaria 19.06.2017 07:42
    Highlight 2/2
    Trotzdem nicht zu vergessen, wer so lange unterwegs ist, dem geht auch einmal das Geld aus....

    Th. Schlittler, moegen Sie sich an Tony aus Phoenix erinnern, sicherlich und wie? Da fand ich z.B. auch, dass Sie ihm fuer seine 200km-Extrafahrt unbedingt wenigstens das Benzin haetten vergueten sollen.
    Ihre Argumentation 'kein Geld, um keinen Preis' finde ich teilweise schon etwas schweizerisch stur und passt eigentlich nicht zu Ihrer menschenfreundlichen Weltoffenheit.
    Aber hoffentlich ist damit das Geldthema erledigt.
    Ihre Kommentare sind eine Bereicherung des Watson-Blogs, dke f. weitere.
    19 4 Melden
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  • WildPenguin 19.06.2017 00:32
    Highlight Trotz aller Kritik in den Kommentaren - ich mochte diesen Artikel genauso wie alle bisherigen der Kolumne.
    10 0 Melden
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  • super_silv 18.06.2017 21:53
    Highlight Lasst doch dem Herrn Schlittler die Freude am Autostöppeln. Er erwartet ja nichts und trickst sich auch nicht gratis zu einer "Leistung". Zudem nehmen die Autofahrer ihn ja auch freiwillig mit. Also ist das ganze eine Sache zwischen denen zwei.

    Einfach mal über andere urteilen. Erfreut euch doch lieber über die coolen Berichte von ihm, anstatt über alles abzumotzen und niemandem sein Glück zu gönnen!

    Ich finde du machst das gut! Weiter so!
    36 10 Melden
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  • knightNEINer 18.06.2017 21:38
    Highlight Da wird er andauernd von seiner Leserschaft für seinen spannenden Reiseblog gelobt und kaum handelt es sich in einem Artikel um Geld hagelt es entsetzte Kommentare.
    Einige davon behaupten, dass sie, als hilfsbereite und gütige Menschen, die Fahrer natürlich bezahlt hätten.
    Macht doch bitte die Reise des Autors erst mal nach.
    31 9 Melden
    • Lami23 19.06.2017 20:04
      Highlight Danke.
      4 3 Melden
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  • BigE 18.06.2017 21:27
    Highlight Ich finde die Berichte sehr interessant. Selber würde ich vermutlich ohne Probleme etwas bezahlen, da es dort Usus zu sein scheint. Aber ich habe diese Backpack-Erfahrung nicht.

    Irgendwie erwarte ich von den Touris hier ja auch, dass sie sich an unsere Gepflogenheiten (nicht vordrängeln zB) anpassen. Da darf der Einheimische es auch von mir erwarten.
    7 4 Melden
    • Bloody Mary 19.06.2017 13:22
      Highlight Beim vordrängeln drängst du dich anderen wortwörtlich auf. Beim Autostöppeln zwingst du niemand dich mitzunehmen. und drängst dich somit auch nicht auf.
      4 1 Melden
    • BigE 19.06.2017 23:20
      Highlight Es geht mir um gewisse Werte. Nicht um einen 1:1 Vergleich. ;o)

      Wie gesagt, ich würde zahlen, einfach weil es dort üblich ist.
      4 1 Melden
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  • Pain_in_the_ass 18.06.2017 20:48
    Highlight Trampen ist nichts anderes als Betteln für Reiche. Man erwartet gratis Dienstleistungen von anderen und rechtfertigt es damit, dass man so besser andere Kulturen kennenlernt. Als ob ein Bus oder Zug eine Festung der Einsamkeit wären. Es sind immer nur Rich Kids, die nichts zahlen wollen. Hauptsache soviel wie möglich auf Kosten der anderen profitieren.
    61 30 Melden
    • rauchzeichen 19.06.2017 18:34
      Highlight
      motzen ist nichts anderes als diskutieren für gedanklich eingeschränkte. man kann pauschal alles in töpfe schmeissen und je nach relativer entfernung des nächsten nordindischen höhlenrindes auf einem der töpfe rumhacken. lässig. es sind immer nur dumme motzer, die einfach mal was unüberlegt raushauen. und es sind auch immer genau diese köpfe, in dies einfach nicht reingeht, dass andere menschen andere dinge tun wollen.
      10 12 Melden
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  • derEchteElch 18.06.2017 20:42
    Highlight Jaa, das ist die heutige Jugend, will möglichst alles umsonst, gratis oder kostenlos. Nur der Lohn soll nach Möglichkeit hoch sein und pünktlich kommen.
    30 39 Melden
    • rauchzeichen 19.06.2017 08:48
      Highlight und das die alten von gestern, motzmotzmotz
      19 7 Melden
    • derEchteElch 19.06.2017 12:41
      Highlight Ich bin jung und knackig 😜
      4 10 Melden
    • zsalizäme 19.06.2017 15:24
      Highlight Mimimi... die Jugend von heute.... mimimi
      10 3 Melden
    • rauchzeichen 19.06.2017 17:37
      Highlight was soll dann deine aussage? nicht immer von einem selbst auf andere schliessen mal als grundregel vorweg.
      7 2 Melden
    • derEchteElch 19.06.2017 18:21
      Highlight @Rauchzeichen, ich hätte dem Fahrer (spätestens nach der Fahrt) etwas gegeben. Auch wenn er zur Mittel-/Oberschicht gehört sind wir im Vergleich Milliardäre. Ich erkenne seine Dienstleistung, dass er mich mitnimmt an und nutze ihn nicht einfach aus.
      10 7 Melden
    • rauchzeichen 19.06.2017 19:06
      Highlight schön für dich, oder eher den fahrer? whatever.
      ausnutzen? er hat angehalten und kann thomas und lea jederzeit rauskegeln oder gar nie mitfahren lassen. was soll das mit dem geld? gibts noch anderes? was hast du lieber bei einer fahrt durch die wüste, ein paar peso oder einen spannenden gesprächspartner der um die ganze welt trampt. ich gehöre zur zweiten kategorie, du so?
      10 2 Melden
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  • Der Rückbauer 18.06.2017 19:47
    Highlight So ein Titelbild ist mir wohlbekannt, aus Spanien. Es ist der Strassenstrich, zu Hunderten stehen sie am Strassenrand, nur bezahlt dann der Autofahrer.....Und wehe einer Frau, die so am Strassenrand steht.....Gibt es in Südamerika Frauen, die so Autostopp machen? Oder ist es ein "gut gebauter" Mann?
    9 16 Melden
    • Bloody Mary 19.06.2017 13:24
      Highlight Total daneben dieser Kommentar!!
      13 4 Melden
    • Pasionaria 19.06.2017 19:27
      Highlight Bloody Mary hat zu 100 % Recht - unwuerdiger Kommentar eines Moechtegernreisenden!
      7 2 Melden
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  • Goon 18.06.2017 17:43
    Highlight Und ich lese diesen Bericht seit anfang an begeistert mit. Lass dich bitte von diesen Kommentaren hier nicht beeinflussen und zieh dein Ding weiter durch.

    30 17 Melden
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  • Thomas Schlittler 18.06.2017 15:22
    Highlight Ich sehe, meine Argumente überzeugen nicht. Ich lasse es deshalb gut sein. Zum Abschluss nur noch drei Dinge, die mir am Herzen liegen:

    1. Ich begegne unseren Fahrern - und allen anderen Menschen - immer mit grösstem Respekt. Ich bedaure es sehr, wenn die Kolumne als "von oben herab" rüberkommt.

    2. Wer in Peru und Bolivien ein Privatauto hat, gehört zur Mittel- oder Oberschicht. Die Leute, die uns kostenlos mitnehmen, können sich diesen Gefallen leisten.

    3. Ich bin ziemlich sicher, dass es von meinen über 900 Fahrern weltweit noch niemand bereut hat, mich mitgenommen zu haben. Im Gegenteil.
    107 23 Melden
    • Buff Rogene 18.06.2017 21:33
      Highlight Den 1. Punkt setze ich voraus, der 2. Punkt hat meine Meinung geändert - finde diese Info wirklich entscheidend.
      11 1 Melden
    • bullygoal45 18.06.2017 23:28
      Highlight Nicht beunruhigen lassen. Ich finde das toll, was du machst und werde je länger je mehr dasselbe tun! Thanks für dein Bericht! :-)
      15 0 Melden
    • Lutz Pfannenstiel 19.06.2017 14:54
      Highlight @Schlittler: Ich habe mich wie offensichtlich viele hier sehr über Ihre Kolumne geärgert, aber noch fast peinlicher finde ich Ihre Rechtfertigungsversuche. "Aber ich habe auch Kekse verteilt"..."Ich bin sicher, dass es von den 900 Fahrern noch niemand bereut hat, mich mitgenommen zu haben"...mimimi. Mit Verlaub, aber Sie haben nichts verstanden, sondern zementieren nur Ihre egozentrische Haltung. Haben Sie sich auch mal überlegt, wieviele von den 900 Fahrern Ihre ach so grosszügig angebotenen Kekse höflich angenommen, dabei aber dasselbe gedacht haben, was Nestor sich auszusprechen traute?
      9 26 Melden
    • zsalizäme 19.06.2017 15:53
      Highlight 1. Das hoffe ich schwer.

      2. Das stimmt wohl tatsächlich.

      3. Diese Aussage finde ich ein wenig "von oben herab"... fast schon arrogant... :P

      Nein spass, ich lese deine Berichte gerne und finde auch die Diskussion hier in der Kommentarspalte sehr lesenswert (solange sie sachlich ist). Gute Reise noch.
      7 0 Melden
    • Pasionaria 19.06.2017 19:33
      Highlight Danke fuer die Zusatzinfos.
      Zu 3. .....sicherlich 'nicht bereut', aber ev. teilweise erstaunt, dass sich die 'rich gringo kids' nicht etwas an den Kosten beteiligt haben....? Nur eine Vermutung.
      Aber ich finde Ihr Abenteuer und die Beschriebe beeindruckend.
      Einige Kommentare hier sind wirklich daneben. Noergeler und Neider gibt es eben ueberall.
      5 3 Melden
    • Calvin WatsOn 20.06.2017 07:52
      Highlight Bleib wie du bist lieber Thomas. Es allen recht machen, ist eine Kunst die keiner beherrscht. 👍🏻👍🏻👍🏻
      11 0 Melden
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  • DEW 18.06.2017 14:39
    Highlight Ich mag beide Sichtweisen nachvollziehen, aber die ganze Entrüstung nicht. Mir scheint es geht hierbei immer nur um Geld, Geld, Geld. Menschen mit viel Geld, Menschen mit wenig Geld. Geld für alles. Einmal von diesem System wegzukommen und sich auch z.B. mit Naturalien und auf anderen Wegen erkenntlich zu zeigen (was Thomas zu machen scheint) ist ja auch eine Option.

    Zumindest sehe ich keine Nötigung darin nichts abzumachen (und dann ja vielleicht doch etwas zu geben - in welcher Form auch immer). Wer es primär nur des Geldes wegen macht, fährt dann eben einfach wieder weiter.
    42 5 Melden
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  • klatsch 18.06.2017 13:57
    Highlight Ich kann die Argumente für das gratis Mitfahren (gleiche Strecke usw.) nachvollziehen. Trotzdem finde ich, darf man als Tramper ruhig nachfragen, ob man sich an den Kosten beteiligen soll. Das ist einfach Anstand. Ich bin selber auch schon per Autostopp in Europa herumgereist und fragte immer nach einer Kostenbeteiligung. Die meisten lehnten dankend ab. Fanden das Nachfragen aber eine nette Geste. Andere verlangten ein paar Franken, was für mich ebenfalls völlig OK war.
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  • Harmonstown 18.06.2017 11:02
    Highlight Was spricht denn dagegen, Nestor am Schluss nicht doch etwas zu geben? Muss ja nicht viel sein, aber ewas Entschädigung für die Benzinkosten und ein kleines Dankeschön in Form von einigen wenigen Franken hätte er verdient. Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, deutlich ärmere Menschen für mich bezahlen zu lassen.
    83 10 Melden
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  • dondor 18.06.2017 10:31
    Highlight blablablablabla. Ist lange her, aber ich hab mich auch mal in dieser Ecke rumgetrieben. Macht das nicht in Argentinien da kanns wegen ein paar $ enden. blablablabla
    12 19 Melden
    • dondor 18.06.2017 13:38
      Highlight eine Knarre an der Schläfe ändert die Sicht auf die Dinge. da gibts nix zu blitzen
      22 9 Melden
    • pedrinho 18.06.2017 15:05
      Highlight ich wuerde jedem davon abraten in suedamerika per daumen hoch zu reisen, speziell in bolivien ist selbst das sammeltaxi mit viel vorsicht zu "geniessen". So manch einer hatte mehr glueck als verstand und ueberlebt.
      Ausserdem, im onibus kommt man sehr schnell und unkompliziert in kontakt mit den leuten, die meissten einheimischen sind neugierieg und kontaktfreudig, man sollte einfach das "schweizer" gesicht zuhause lassen und mit einem laecheln unterwegs sein.
      26 3 Melden
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  • Leider Geil 18.06.2017 03:09
    Highlight Find ich ziemlich daneben! Genau so daneben wie die Ganzen Backpacker, die bei allem Günstigen noch feilschen müssen und am Ende doch noch über Abzocke meckern. Was musste ich mich schon fremdschämen. Aber die beiden sind auch noch recht eingebildet um nicht arrogant zu sagen. Zum Reisen gehört schliesslich Anpassung an die lokalen Gepflogenheiten dazu, das entsprächr eher einer Begegnung aug Augenhöhe.
    143 56 Melden
    • klatsch 18.06.2017 14:40
      Highlight Machte die gleichen Erfahrungen mit Backpackern. Selbst in den ärmsten Ländern der Welt regten sie sich über die angebliche Abzocke auf! Sie kamen mir oftmals wie selbstgerechte, selbstverliebte Riesenbabys vor, die sich in ihrem Stolz verletzt fühlten, weil sie ein bisschen "abgezockt" und "verarscht" wurden. Als Europäer wird man sozusagen ständig abgezockt. Wer glaubt man bezahlt in armen Ländern überall die gleichen Preise wie die Einheimischen, geht ziemlich verblendet durch die Welt. Solange niemand zu Schaden kommt und es kein schamlos übertriebener Wucher ist, finde ich es Ok.
      51 5 Melden
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  • bullygoal45 18.06.2017 02:18
    Highlight Ich sehe hier: Alle sind gegen das Trampen in Armen Ländern.

    Wie ist es mit Couch-Surfing? Genau das gleiche Prinzip! 🙂 Ich schlafe gratis in Südamerika, sie schlafen gratis hier. Ich fahre gratis mit dem Auto mit. Hier in der Schweiz halte ich bei Stöppler gratis an.

    Aber Leute gell, ist alles freiwillig 😉😉 Ihr Grosszügigen müsst mit euerem Mercedes niemanden mitnehmen! 😀
    76 43 Melden
    • R. Peter 18.06.2017 08:24
      Highlight Wenns unüblich ist, gratis auf einer fremden Couch zu übernachten, sondern man den Gastgeber traditionell dafür bezahlt, ja dann ist es genauso daneben, die Gratis zu erwarten und zu fordern.

      Ganz schön eindimensionales Weltbild, ich fahre keinen Mercedes...
      31 12 Melden
    • Beresina 18.06.2017 10:16
      Highlight Genau... Sie müssen sich ja nur den Flug nach Europa kaufen... Kostet ja nichts im Verhältnis zum durchschnittlichen Monatseinkommen in Peru... Dann dürfen sie bei dir gratis auf der Couch surfen....
      34 7 Melden
    • Hoppla! 18.06.2017 12:44
      Highlight Ich gebe dir recht, man zwingt niemanden anzuhalten. Mich irritiert nur, dass der Bericht etwas "von oben herab geschrieben ist" und man sich zwischen den Zeilen beschwert.

      Ich persönlich bezahle gerne etwas, inklusive Touristenzuschlag. Würde ich mir als reicher Schweizer Gratisfahrten erschnorren, käme ich mir schon sehr asozial vor.
      38 10 Melden
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  • Sloping 18.06.2017 01:27
    Highlight "Oberlehrerhaft fragt er uns: «Wisst ihr, wieso ich euch geholfen habe?" Ganz abgesehen davon, dass diese und auch andere Formulierungen ziemlich respektlos finde, halte ich euch für falsche Moralapostel, die als Priviligierte in sehr armen Ländern Dienstleistungen zum Nulltarif beziehen. Während die armen Inländer gemäss dem Text dafür bezahlen. Ich habe schon diverse Länder in B&Bs bereist und der Betrag für die Übernachtung stand nie zwischen mir als Gast und den meistens sehr offenen und herzlichen Gastgebern. Ihr und nicht der Fahrer sollten vom "hohen Ross herunter kommen".
    155 24 Melden
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  • wonderwhy 18.06.2017 00:27
    Highlight Da stehen zwei Schweizer am Strassenrand mit Mammut Rucksäcken und mehr Geld in der Tasche als die Einheimischen im Jahr verdienen und wollen umsonst mitgenommen werden. Fast schon unverschämt!
    143 27 Melden
    600
  • Hypnos350 18.06.2017 00:25
    Highlight Sehr Nobel von euch in einem armen Land, dessen Sitte es ist für Autostops zu bezahlen, sich Bittsteller zu erklären um die Menschen und Sitten besser zu verstehen!

    BRAVO!

    Ein Bericht aus der Kolonialzeit währe nicht anders geschrieben worden! 🤔
    130 23 Melden
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  • demian 17.06.2017 23:45
    Highlight Wieviel und wofür gebt ihr denn unterwegs Geld aus?

    Was spricht denn gegen Bezahlung oder Bezahlung im nachhinein?
    Meist hängen ja an eine Job nicht nur eine Person, sondern eine ganze Grossfamilie.
    88 10 Melden
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  • Bijouxly 17.06.2017 20:51
    Highlight ... ob es überhaupt legitim ist, dass wir als reiche Schweizer in armen Ländern gratis mitfahren wollen. Ich sage: Nein.

    Die paar Franken tun uns nicht weh. Ganz ehrlich: Schmarotzer ist der passendste Ausdruck.
    203 41 Melden
    • Randy Orton 18.06.2017 03:05
      Highlight Es ist ein Unterschied ob man versucht in einem öffentlichen Verkehrsmittel gratis zu reisen, oder ob man bei privat reisenden Menschen ins Auto steigt und sie ein Stück auf ihrem Weg begleitet. Beim Autostöppeln kostet es die Fahrer nicht mehr, wenn sie dich mitnehmen, deshalb ist es legitim nichts zu zahlen (zumal sie dich freiwillig mitnehmen).
      34 52 Melden
    • Gummibär 18.06.2017 11:50
      Highlight @Randy Orton, Der feine Unterschied zwischen Legitimität und Anstand: Man bietet ohne Aufforderung einen Unkostenbeitrag an ;-)
      28 3 Melden
    • Randy Orton 18.06.2017 13:40
      Highlight Das ist wohl auch wieder von Land zu Land unterschiedlich. In vielen asiatischen Ländern wäre dein "Unkostenbeitrag" ein Affront. Wie es in Südamerika ist weiss ich nicht, aber ich denke, wenn man klar kommuniziert, dass man gratis reist, kann jeder Fahrer entscheiden ob er einem mitnimmt oder nicht.
      11 5 Melden
    • neutrino 18.06.2017 16:48
      Highlight Auch in asiatischen Ländern ist dies kein Affront. Oder welches Land in Asien meinst Du?
      7 2 Melden
    • Randy Orton 18.06.2017 23:04
      Highlight In Indonesien zB hab ich das so erlebt, dass kein Geld akzeptiert wurde fürs Mitfahren per Anhalter. Auch von befreundeten Schweiz-Japanischen Doppelbürgern wurde mir das selbe berichtet aus Japan.
      1 2 Melden
    • Bijouxly 19.06.2017 13:28
      Highlight Also wenn di Menschen in Südamerika so reagieren, dann ist es arrogant mit dem Argument zu kommen, in Asien sei das auch kein Problem. Andere Länder, andere Sitten - deshalb reist man ja? Also ich finde es schmarotzend, Leuten einen Unkostenbeitrag zu verwehren, die ganz offensichtlich eine andere Reisekultur haben.
      6 2 Melden
    600
  • Imfall 17.06.2017 19:14
    Highlight meine kultur ist das nicht... ich gebe denen gerne, die fast nichts haben!


    171 15 Melden
    • Pisti 18.06.2017 10:18
      Highlight Also wer in Bolivien und Peru ein Auto hat, der wird dort auch zum Mittelstand gehören wie überall auf der Welt. Die anderen können sich gar kein Auto leisten.
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  • gnp286 17.06.2017 19:12
    Highlight Mit Verlaub: Ihr seid Schmarotzer. Ihr habt Geld und man kann das Ganze auch auf eine persönliche Ebene bringen, genauso wie wenn man gratis fährt. Man sollte sich vielleicht - auch wenn man bezahlt - nicht als Kunde sondern als Gast sehen.

    Nur weil das hier in Europa so teilweise funktioniert heisst das nicht, dass die Leute in Südamerika das toll finden müssen. Und wenn ich den Artikel hier so lese klingt das für mich so als wollt ihr den Leuten das aufzwingen.
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    • Thomas Schlittler 18.06.2017 07:15
      Highlight Lieber gnp286
      Aus deinem Kommentar spüre ich heraus, dass du Autostöppler grundsätzlich für Schmarotzer hältst - ob in Europa oder Südamerika. Das ist dein gutes Recht. Ich sehe Trampen jedoch völlig anders. Ich trampe nicht wegen des Geldes. Ich trampe, weil daraus oft wundervolle, unbezahlbare (!) Begegnungen entstehen. Es ist einfach nicht dasselbe wie mit einem Bus- oder Taxifahrer. Oder mit wie vielen Bus- und Taxifahrern gehst du nach der Fahrt noch was Essen und Trinken? Wie viele wollen nach der Fahrt noch ein Foto mit dir machen? Mit wie vielen tauschst du die Kontaktdaten aus?
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    • Thomas Schlittler 18.06.2017 07:19
      Highlight Und wenn wir mit unseren Fahrern nach der Fahrt noch was Essen oder Trinken gehen, laden wir sie selbstverständlich ein. Zudem bieten wir allen unseren Fahrern immer was zu knabbern an. Ich würde deshalb sogar behaupten, dass wir in Peru und Bolivien beim Autostöppeln mehr Geld ausgegeben haben, als wenn wir den Bus genommen hätten.
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    • gnp286 18.06.2017 13:25
      Highlight @Schlittler: Sorry das halte ich für eine Ausrede. Ich bezweifle, dass nur deshalb, weil ihr nichts direkt bezahlt und euch andersweitig erkenntlich zeigt, die Begegnungen spannender werden. Es ist einwenig die Einstellung welche man dazu hat. Beispiel: Ich sehe Autostöppler nicht grundsätzlich als Schmarotzer, ich nehme nach den Ausgang meist auch gratis Leute mit und fahre teilweise sogar Umwege. Auch das gibt immer wieder lustige und interessante Begegnungen...
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    • gnp286 18.06.2017 13:30
      Highlight Dass ihr die Leute einladet finde ich anständig, würde ich persönlich je nach je aber auch trotz bezahlung tun. Dass es mehr kostet als mit dem Bus oder Taxi halte ich ebenfalls für wahrscheinlich. Dafür bekommt ihr ein unvergesslihes und unbezahlbares Erlebnis. Weiters: Reisen ist ein Privileg, welches nicht allen vergönnt ist. Geniesst es und achtet nicht vielzu sehr aufs Geld :)
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  • Pana 17.06.2017 18:49
    Highlight Denke das Problem ist weniger, dass sie das Autostopp Konzept nicht kennen, sondern, dass ihr Autostopp Konzept anders ist (gegen Bezahlung). Ein app-loses Uber sozusagen.

    Die Frustration dies ständig erklären zu müssen, kann ich gut nachvollziehen.
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    • gnp286 17.06.2017 20:35
      Highlight Und wieso nicht einfach bezahlen, wenn es alle anderen (lokale Leute, die absolut sicher weniger Kohle haben) auch tun? Wenn es dort so funktioniert, wieso soll es extra für die zwei gratis sein?

      ...Dann ists auch nicht so frustrierend...
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    • R. Peter 17.06.2017 21:28
      Highlight Die lokalen Leute und deren Kultur besser kennen zu lernen heisst möglicherweise halt auch deren Gepflogenheiten leben und fürs mitnehmen zu bezahlen. So lebt ihr einfach eure Kultur und stosst die Einheimischen vor den Kopf. Und um ehrlich zu sein hat er recht, warum soll er fürs Mitnehmen keine Gegenleistung erhalten? Insbesondere wenn das Wohlstandsgefälle so klar zu gunsten des Konsumierenden fällt? Fragt doch zuhause mal ein paar örmere Menschen, obsie gratis eure Wohnung putzen, damit ihr eich besser auf Augenhöhe begegnen könnt... eigentlich ist es nur Schmarotzen mit sozialer Ausrede.
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    • Pana 17.06.2017 21:32
      Highlight Ja, könnte man wohl schon machen. Denke da ist, nach 2 Jahren Weltreise, wohl auch ein bisschen "Ehrgeiz" dabei, das ganze Konzept kurz vor Schluss nicht über den Haufen werfen zu wollen.
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    • Thomas Schlittler 18.06.2017 07:35
      Highlight @Pana: Das, was die Einheimischen machen, würde ich nicht als Autostopp bezeichnen. Sie stehen am Strassenrand, weil es keinen Busfahrplan gibt - und oft auch keine Bushaltestellen.

      Und ja: Mein "Ehrgeiz" spielt sicher eine Rolle. Ohne mein Autostopp-Projekt hätte ich in Peru und Bolivien den Bus genommen. Ich habe zwar kein schlechtes Gewissen, aber es macht einfach nicht soviel Spass wie in anderen Ländern.

      @gnp286 und R. Peter: Gemäss eurer Argumentation ist Autostöppeln grundsätzlich daneben, ob in Südamerika oder Europa. Schliesslich zahlen auch in Europa alle anderen für den Transport.
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    • R. Peter 18.06.2017 08:36
      Highlight Thomas Schlittler, wo schreibe ich, dass es grundsätzlich daneben sein soll?

      Daneben ist eure Anspruchshaltung trotz eindeutigstem Wohlstandsgefälle und offensichtlich gegenteiliger Kultur. Verlogen ist, dies auch noch mit dem vermeintlich besseren Eintauchen in die Kultur zu rechtfertigen.

      Grundsätzlich daneben? Nein.
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    • redeye70 18.06.2017 10:13
      Highlight @Thomas
      Ich würde, aus Respekt, Geld für den Transport anbieten. Der Fahrer soll entscheiden, ob er das Geld will oder nicht. Zum Essen einladen liegt ja dann immer noch drin, als Gest der Dankbarkeit deinerseits. In Jamaika habe ich immer etwas bezahlt, hatte trotzdem guten Kontakt und konnte so die lokale Bevölkerung direkt unterstützen.
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    • Adrian Habegger 18.06.2017 11:10
      Highlight Ich verstehe die beiden anders! Wir schweizer wollen von Flüchtlingen dass die sich den Schweizer Gepflogenheiten anpassen, ihr wollt die Periuaner unsere gepflogenheit überstülpen.... Wenn für autostöppeln in Peru bezahlt wird finde ich es absolut danebe dsss ihr eine sonderrolle/ behandlung verlangt... Wie die Schweiz gegenüber der EU...
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    • Gummibär 18.06.2017 12:32
      Highlight @ Thomas Schlittler, ich bitte Dich , Deine Argumentation noch einmal in Ruhe zu überdenken. Ich nehme (in Afrika unterwegs) sehr oft Leute mit : Frauen die Holz schleppen, Schüler, Eltern die mit Kindern ins nächste Dorf unterwegs sind, Landarbeiter. Zum Dank gibts ein "God bless you".
      Leute, die rein zum Vergnügen trampen/reisen und für ihr täglich Brot nicht arbeiten müssen sind dort, wo Du unterwegs bist, eine Kuriosität und es wäre durchaus angebracht, wie dort üblich, einen Unkostenbeitrag anzubieten.
      Autostöppeln nicht grundsätzlich daneben, aber den Umständen angemessen bitte!
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    • jellyshoot 25.06.2017 08:58
      Highlight ich bin durchaus auch der meinung, dass es richtig wäre sich an die gegebenheiten vor ort anzupassen. wenn es in peru und bolivien üblich ist für einen solchen transport zu bezahlen sollte man das tun.

      dann ist es ja auch logisch, dass es in solchen ländern mühsamer ist zu trampen und wenn man sich dann nicht anpassen will um das eigene projekt durchzuziehen, gibt es einfach keinen grund sich nachher zu beklagen und zu jammern, dass es keinen spass macht.

      die augenhöhe hat nichts mit geld zu tun; sondern mit respekt. geschäft hin oder her
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  • Hierundjetzt 17.06.2017 18:43
    Highlight Die Reise kostet ja "nur" ein paar Franken. (In einem Land in dem man mit 50.- im Monat leben muss...)

    "Er hat das Autostopp-Prinzip verstanden".
    Tut mir leid das ist eine sehr arrogant Aussage.

    Unter uns: ich habe gute Freunde ausserhalb Europas in exakt 53 Ländern. Ich arbeite mit Geschäftspartner von nicht weniger als 42 Ländern zusammen, ich kann mir ehrlich gesagt bei keinem einzigen vorstellen, dass er es normal findet, wenn ein steinreicher Westler / Schweizer einen auf Arm macht, weil das cool ist. Sorry.

    Trotzdem, ich wünsche Dir weiterhin eine schöne Reise
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    • senfmayo 17.06.2017 20:06
      Highlight Man könnte ja auch im Nachhinein einfach so was bezahlen, dann bekommen es die richtigen. Ihr bezahlt ja auch für Hotels und andere Touristische Dienstleistungen, nehme ich an. Da wäre Geld für die Fahrer die bereit sind, euch gratis mitzunehmen sicher nicht falsch investiert.
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    • Thomas Schlittler 18.06.2017 06:31
      Highlight Lieber Hierundjetzt

      Ich habe nie gesagt, dass es normal ist, einen Wildfremden kostenlos mitzunehmen - ob steinreich oder mausarm. Deshalb halten auch 99 von 100 Autos nicht an ...

      In keinem Land der Welt ist es selbstverständlich, Tramper mitzunehmen. Die Leute, die es tun, sind in der Regel besonders soziale, hilfsbereite Menschen. Für mich sind es Helden. Und solche Helden gibt es in jedem Land. Das finde ich extrem schön und das will ich mit meinem Projekt "beweisen".

      "Nur" ein paar Franken ist aus meiner (Schweizer) Perspektive geschrieben.
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    • Thomas Schlittler 18.06.2017 06:43
      Highlight @senfmayo: In Ländern wie Peru oder Bolivien sparen wir kein Geld, weil wir per Autostopp unterwegs sind. Denn wenn unsere Fahrer einen Halt machen zum Essen, dann laden wir sie immer ein. Letzte Woche war das bei Ronald, Franziska, Roberto, Felipe und Rodolfo der Fall. Zudem bieten wir allen unseren Fahrern immer Essen an: Äpfel, Mandarinen, Schokoriegel, (Nutella-)Brötchen, Kekse, usw.

      Wir wollen einfach, dass uns die Fahrer aus reiner Hilfsbereitschaft mitnehmen. Dann geben wir aber gerne etwas zurück. Wir stöppeln bestimmt nicht wegen des Geldes - besonders nicht in Südamerika.
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    • Thomas Schlittler 18.06.2017 06:59
      Highlight Nachtrag @Hierundjetzt: Wir machen nicht auf arm. Wir sagen nie, dass wir kein Geld haben. Wir erklären den Leuten einfach, wie das Autostopp-Prinzip in anderen Ländern funktioniert. Und dass wir uns davon erhoffen, die Menschen im Land besser, persönlicher kennenzulernen. Einige überzeugt das, andere nicht. Wir sind niemandem böse, wenn er uns nicht mitnimmt. Und wir versuchen zu vermeiden, dass Taxis oder Colctivos anhalten.
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    • senfmayo 18.06.2017 10:33
      Highlight @Thomas:Danke für die Rückmeldung!

      Ich kenne die die Latinos und insbesondere ihren Stolz sehr gut und halte dies für einen sehr guten Ansatz, etwas zurückzugeben, habe selbst auch schon ähnliches gemacht (auch wenn ich nicht autostöpple).
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  • Luca Brasi 17.06.2017 18:33
    Highlight Wie ist das eigentlich so genau: Werden Sie oft abgewiesen, weil Sie kostenlos mitfahren wollen? Gibt es auch solche Fahrer, die im Nachhinein auf Geld bestehen? Stelle mir das manchmal ziemlich unangenehm vor.
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    • hesorry 18.06.2017 04:33
      Highlight Ich habe das selbst in Georgien erlebt, viele verlangen sofort Geld und machens nicht ohne Bezahlung, einige wenige fragen nach Geld während dem fahren (wenn ichs am afang klar gemacht habe, steige ich dann jeweils aus). Dann gibt es noch die, die mich gratis aus interesse/langweile mitnehmen. Und glaubt mir letzteres ist eine komplett andere schöner Erfahrung. Und unangenehme Situation gibts beim hitchen an und an. Das ist ein Teil des Abenteuers.
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    • Thomas Schlittler 18.06.2017 06:09
      Highlight Lieber Herr Brasi

      Ja, in den letzten Wochen in Peru und Bolivien wurden wir mehrere Male abgewiesen, weil wir kostenlos mitfahren wollten. Manchmal schütteln die Fahrer verständnislos den Kopf, oft lehnen sie uns aber mit einem verschmitzten Lächeln ab. Im Sinne von: "Gratis? Du bist mir aber ein Witzbold!"

      Dass die Fahrer im Nachhinein auf Geld bestehen, ist auch schon vorgekommen. Allerdings sehr selten und (aufgrund der Sprachbarriere) eher im asiatischen Raum. In Nord- und Südamerika konnten wir vor dem Einsteigen jeweils klarmachen, dass wir nicht auf der Suche sind nach einem Taxi.
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  • Max Dick 17.06.2017 18:24
    Highlight Recht hatte der Peruaner. Gezielt mit Autostopp zu reisen hat etwas asoziales - besonders als reiche Europäer in einem armen Land. Und der mit dem in Kontakt kommen ist eine billige Ausrede. Gibt 1000 andere Möglichkeiten, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen als beim Gratis-Dienstleistung-Beziehen.
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    • hesorry 18.06.2017 04:42
      Highlight Ich finds extrem schade wie hier alle auf dem Geldaspekt rumhacken. Niemand zwingt die Peruaner sie mitzunehmen.
      Ich bin jetzt seit 10 Monaten am reisen und viele meiner engsten Kontakte mit Locals kommen von so einer gratis 'Dienstleistung' (Autostop/Couchsurfing). Ich finde die Idee wunderschön Leuten gratis Dienstleistungen anzubieten (und es dann auch selbst in der Heimat machen) für soziale Interaktion und finde es beängstigend wie hier alle alles mit Geld aufwiegen wollen.

      Der wichtigste Punkt hier ist die Freiwilligkeit.
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    • Thomas Schlittler 18.06.2017 06:00
      Highlight Lieber Max Dick, gemäss Duden hat "asozial" folgende Bedeutungen:

      1. unfähig zum Leben in der Gemeinschaft
      2. die Gesellschaft schädigend
      3. ein niedriges geistiges, kulturelles Niveau aufweisend

      Meine Fragen an Sie:

      1. Kann jemand, der unfähig ist zum Leben in der Gemeinschaft, bei über 900 wildfremden Menschen im Auto sitzen und mit jedem einzelnen davon zurechtgekommen?

      2. Wie schadet man der Gesellschaft, wenn man kostenlos bei jemandem mitfährt, der ohnehin in dieselbe Richtung muss?

      3. Dieser Punkt mag auf mich zutreffen. Aber woher wissen Sie das? Kennen wir uns?
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    • Gummibär 18.06.2017 13:10
      Highlight @Thomas Schlittler..... "Kennen wir uns?" Ja. Weil Du es Dir zur Aufgabe machst, Deine Leserschaft periodisch über Deine Weltansicht und Deinen Standpunkt zu orientieren. Da muss man es auch akzeptieren, wenn man nicht immer nur Beifall erntet. Die Frage ist hier nicht, ob Du beim Mitfahren jemandem schadest, sondern ob Du Dich lokalen Gepflogenheiten anpassen willst. Es sei denn, Du hast die kulturelle Mission, den südamerikanischen Hinterwäldlern das europäische Autostopper-Prinzip zu vermitteln.
      Trotzdem, Viel Glück bei Deiner Reise :-) :-)
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