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Nachdenklich in Laos: Sind wir Touristen die Kolonialisten des 21. Jahrhunderts?

07.02.16, 11:16 07.02.16, 11:40
Thomas Schlittler
Thomas Schlittler

Sobsonai und ich erreichen den höchsten Punkt der kurvigen Bergstrasse. Er schaltet den Motor seines Motorrads aus und wir rollen lautlos ins nächste Dörfchen. Sobsonai ist nicht der einzige, der das im hügeligen Norden von Laos so macht. Die Menschen hier haben aber nicht etwa ein fortschrittliches Umweltbewusstsein, sondern ein dünnes Portmonnaie – und sparen Sprit, wo immer es geht.

Im hügeligen Norden von Laos: Die Laoten, die diese Aussicht geniessen können, leben in einfachsten Verhältnissen. Die meisten in Holzhütten.
Bild: Thomas Schlittler

Nachdem Sobsonai angehalten hat und ich von seinem Motorrad heruntergestiegen bin, gehe ich langsam durch das Dorf. Ein paar junge Männer spielen Fussball-Tennis. Barfuss halten sie den kleinen Ball aus Stroh und Holz gekonnt in der Luft.

Gehäutete Ratten und TV-Bildschirme

Ein paar Meter weiter sitzt eine alte Frau mit tiefen Furchen im Gesicht an einem Feuer. Neben ihr in einem Kessel liegen gehäutete Ratten, die an einem Holzspiess darauf warten, über die Glut gehalten zu werden.

Eindrückliche Landschaften.
Bild: Thomas Schlittler

Durch eine offene Türe erhalte ich Einblick in eine der einfachen Holzhütten. Ein komisches Bild: Im Innern der primitiven Behausung flimmert ein Fernseher. Dieser Hauch der Moderne hat es, den zahlreichen Antennen nach zu schliessen, auch in viele andere Hütten geschafft.

Als ich wenig später das Ende des Dorfes erreiche, kreuzen mich zwei kleine Mädchen. «Sabaidee», grüsse ich sie mit einem scheuen Lächeln. Die Situation ist mir unangenehm, denn die Mädchen haben im Korb auf ihrem Rücken so viel Holz geladen, dass sie schwerer zu tragen haben als ich mit meinem 20-Kilo-Rucksack.

Laos gehört zu den ärmsten Ländern der Welt

Fotos mache ich von alledem nicht. Ich halte es für unangebracht, meine Kamera auf sie zu richten und so meinen westlichen Reichtum zur Schau zu stellen.

Die Einwohner von Laos sind arm. Gemessen am Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf, also dem Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die ein Mensch innerhalb eines Jahres herstellt, ist ein Laote gar 55 Mal ärmer als ein Schweizer. In der Schweiz beträgt das BIP pro Kopf gemäss dem Internationalen Währungsfonds (IWF) 81'324 US-Dollar, in Laos 1477 US-Dollar. Damit liegt Laos im weltweiten Vergleich nach Sambia und Indien auf Platz 145 von 186. Direkt dahinter folgen Jemen und Pakistan.

Diese Kinder wollten fotografiert werden.
Bild: Thomas Schlittler

Sonst habe ich mich nicht getraut, Menschen zu fotografieren.
Bild: Thomas Schlittler

In den kleinen Dörfern im Norden ist die Armut von Laos offensichtlich, im Zentrum von Luang Prabang, der Unesco-geschützten kulturellen Hauptstadt des Landes, ist davon jedoch wenig bis gar nichts zu sehen. Die Strassen sind fest in der Hand von westlichen Touristen. Alle Gebäude an bester Lage wurden in den vergangenen Jahren zu Souvenirshops, Hotels, Restaurants oder Bars umfunktioniert, in denen die Westler ein Leben leben, das sich die Einheimischen nicht leisten können.

Touristen-Mekka

Einige Touristen zeigen null Respekt vor der einheimischen Kultur. Bei der allmorgendlichen Mönchprozession zum Beispiel, bei der hunderte buddhistische Mönche in der Hoffnung auf Almosen durch die Stadt ziehen, gibt es immer wieder Leute, die sich nicht an die überall erwähnten Regeln halten. Ist es wirklich so schwierig, die Prozession aus der Ferne zu beobachten, die Mönche nicht anzufassen und beim Fotografieren – wenn es den wirklich nötig ist – zumindest den Blitz auszuschalten?

Viele Touristen verhalten sich total respektlos gegenüber der laotischen Kultur. 
Bild: Thomas Schlittler

In der Hauptstadt Vientiane: Das Wahrzeichen der Stadt, Pha That Luang (königlicher Stupa).
Bild: Thomas Schlittler

Viele Bauten in Vientiane erinnern an die französische Kolonialzeit.
Bild: Thomas Schlittler

150 Kilometer südlich von Luang Prabang, in Vang Vieng, sind die negativen Seiten des Tourismus noch offensichtlicher. Vang Vieng ist zum Mekka der Partytouristen verkommen, hier lassen sie so richtig die Sau raus. Dem Partyvolk scheint es egal zu sein, dass in den Restaurants, Bars und Clubs ausschliesslich Westler zu finden sind, keine Durchmischung mit den Einheimischen stattfindet und sie nichts von der laotischen Kultur mitbekommen.

Was die Einheimischen von halbnackt herumtorkelnden, laut herumschreienden Fremden halten, ist schwierig abzuschätzen. «Einige, die in der Nähe der Clubs leben, stören sich am Lärm», sagt mir Toni, der mich auf dem Weg in die Hauptstadt Vientiane auflädt. Die meisten seien aber für den Tourismus – schliesslich bringe er Geld ins Land.

Dorfszene in Laos.
Bild: Thomas Schlittler

Lethargie unter den Laoten

Toni profitiert ebenfalls davon, er ist Tourguide. Die Antwort von Toni ist typisch laotisch: diplomatisch, freundlich und mit einem Lächeln präsentiert. Dennoch meine ich bei einigen Laoten, die in touristischen Gegenden arbeiten, eine gewisse Lethargie zu erkennen. Sie finden es nicht wirklich toll, dass die schönsten Orte im Land fest in ausländischer Hand sind und sie dafür einen Teil ihrer Kultur opfern müssen. Aber weil die Touristen Geld bringen, akzeptieren sie das Ganze.

Auch ich bin Tourist und trage zu dieser Entwicklung bei – ob ich will oder nicht. Ich stelle mir deshalb die Frage: Sind Touristen die Kolonialisten des 21. Jahrhunderts? Oder anders gefragt: Darf ich mein Bier in Laos geniessen?

Hier nochmals alle Bilder der Woche:

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • farrah 09.02.2016 15:44
    Highlight Wie wäre es mit einem Benimmflyer für Touristen ;)
    3 0 Melden
    • Thomas Schlittler 10.02.2016 04:07
      Highlight Es gibt dergleichen (siehe Foto). Auch in Luang Prabang für die Mönchsprozession. Aber das nützt offenbar wenig.

      Quelle Foto: Wikipedia
      (habe das Schild auch gesehen, aber hatte die Kamera nicht dabei und dann ging es vergessen ...)
      3 0 Melden
  • Sabina Sturzenegger 09.02.2016 10:14
    Highlight Hier noch ein Bericht über den kaputten Tourismus in Vang Vieng: http://www.theguardian.com/world/2012/apr/07/vang-vieng-laos-party-town
    2 0 Melden
    • Thomas Schlittler 10.02.2016 04:10
      Highlight Danke! Ende 2012, nach einigen Todesfällen, hat die Regierung zwar das Ganze mal heruntergefahren. Ich fand es aber nach wie vor heftig. Vielleicht ist es seit 2012 auch wieder gewachsen. Auf jeden Fall will ich mir nicht vorstellen, wie es in Vang Vieng vor 2012 ausgesehen hat ... LG
      1 0 Melden
  • jellyshoot 08.02.2016 09:32
    Highlight ja Thomas ... wir Touristen dürfen unser Bier auch in Laos geniessen. aber was du schreibst finde ich absolut richtig; der Respekt gegenüber der Kultur in den jeweiligen Ländern ist leider viel zu oft nicht vorhanden. Dabei ist es genau das, was uns als Menschen weiter bringt. Respekt vor anderen Kulturen und vor allem vor der Natur. Das ist Reisen! Und nicht, sich in einem Pool die Kante zu geben und ein weiteres Häkchen hinter ein Land zu setzen, von dem ich nichts, aber auch gar nichts mitbekommen habe.
    23 0 Melden
  • Meraxes Equis 07.02.2016 23:33
    Highlight Bin immer wieder -beruflich- in Weltregionen unterwegs, wo Tourismus kaum existiert. m.E. ist Tourismus keine schlechte Sache an sich, die Frage ist mehr, wie sich die Reisenden/Expats verhalten. In der Tat habe auch ich Mühe mit Respektlosigkeit, aber auch mit Gleichgültigkeit, die ich bei vielen Kollegen sehe. Es sollte sich darum gehen, der lokalen Bevölkerung zu erlauben, vom Tourismus zu profitieren, die lokale Wirtschaft zu berücksichtigen. auf dem Markt einzukaufen ist ja auch die Gelegenheit, mit Menschen und ihrem Alltag in Kontakt zu kommen, und sie so besser zu verstehen.
    16 1 Melden
  • Marco4400 07.02.2016 23:08
    Highlight Es würde mich sehr interessieren aus welchen Ländern diese Partytouristen kommen. (USA?)
    6 9 Melden
    • jellyshoot 08.02.2016 09:33
      Highlight aus meiner Erfahrung kommen diese Partytouristen aus aller Welt, hauptsächlich aber aus Australien und Europa (England, Deutschland, Skandinavien und ja, auch aus der Schweiz!). Zu oft schon konnte ich dies in Südostasien beobachten.
      9 0 Melden
    • Thomas Schlittler 10.02.2016 04:16
      Highlight Lieber Marco4400. Kann nur bestätigen, was Irhub geschrieben hat. Die Partytouristen kommen hauptsächlich aus Westeuropa, Australien/Neuseeland sowie den USA. In Vang Vieng hatte es zusätzlich sehr viele Südkoreaner. So viel ich gehört habe, ist der Ort mal in einer koreanischen Fernsehshow oder -serie vorgekommen ...
      3 0 Melden
  • Iko5566 07.02.2016 20:29
    Highlight Ich war selbst in Vang Vieng und muss sagen, dass ich noch nichts Vergleichbares erlebt habe. Ich war schockiert, wie besoffen manche schon am Nachmittag waren und mit welcher Respektlosigkeit sie sich verhalten haben. Halb nackte Touristinnen, obwohl überall auf Plakaten darum gebeten wird, sich aus Respekt zu bekleiden. Als ich ein laotisches Zimmermädchen vor einem besoffenen Briten retten musste, der sie schlagen wollte, weil sie ihm angeblich 50 Kip ca. 6 Fr. geklaut haben soll, habe ich diesen landschaftlich wunderschönen Ort verlassen. Ich habe mich noch nie so geschämt, Europäer zu sein.
    27 0 Melden
    • ksayu45 07.02.2016 23:52
      Highlight ich war auch in vang vieng und habe es genau so schlimm empfunden wie du. allerdings hat es dort auch sehr viele asiatische partytouristen; vorallem aus südkorea. und die verhalten sich teilweise noch abschätziger gegenüber den ärmeren asiatischen ländern wie zb laos. ist also nicht nur ein europäisches problem dort
      18 0 Melden
  • Frohes Locken 07.02.2016 18:59
    Highlight Das unpassende Verhalten von Touristen beiseite, frage ich mich doch ganz ehrlich, wie fest verblendet man sein muss, wenn man denkt Tourismus sei für arme Länder etwas Schlechtes. Das gehört wohl zu den selben Hirngspinsten wie "Cultural Appropriation".Wie für viele Menschen in der Schweiz, ist dieser Tourismus doch die Lebensgrundlage für zahllose Familien, wenn man meint, das sei etwas Schlechtes für das Land, dann hat man doch etwas die Realität aus den Augen verloren. Wie auch mit den asiatischen Gästen in der CH nicht immer alles rund läuft, sieht halt auch drüben nicht alles rosig aus.
    11 19 Melden
    • löffel61 07.02.2016 22:43
      Highlight Das mit der Lebensgrundlage stimmt wohl, jedoch welche Asiaten kommen zu uns?Ich nehme an, sehr reiche, obwohl mittlerweile auch ein Teil aus dem Mittelstand sich erlauben kann, nach Europa zu reisen. In der CH braucht man nicht im geringsten reich zu sein, um sich eine Reise nach Laos zu finanzieren.Nun überlegen Sie mal, ob man einfach so salopp die CH-Touris mit den Asia-Touris vergleichen kann.
      3 6 Melden
    • ririreissverchluss 07.02.2016 23:13
      Highlight Und wir Schweizer verlangen von Migranten Integration und Anpassung an unsere Kultur und Bräuche.
      Ich komme soeben von einem afrikanischen Land zurück indem 95% der Menschen muslimisch sind. Und ich frage mich echt, warum müssen die Touristen ums verrecken im knappen Top, mit kurz kürzer am kürzesten, Nabelschau betreiben sogar an den Orten, die den Einheimischen wirklich heilig sind. Das ist etwas Schlechtes! Und das ist für viele Kulturen verheerender Tourismus. Und dies ist Realität.
      18 2 Melden
    • ririreissverchluss 07.02.2016 23:13
      Highlight Frohes Locken Du solltest vielleicht die (Ge)Spinnweben etwas von Deinem Hirn entfernen und ein bisschen Deine Realität hinterfragen.
      5 3 Melden
    • Frohes Locken 08.02.2016 09:41
      Highlight @ririreissverchluss
      Ich wohne selbst in einem Gebiet, wo es regelmässig von asiatischen Touristen nur so wimmelt, und was da in Restaurants an Essen gschäntet wird, ist einfach nur tragisch. Natürlich sind es bei uns hauptsächlich Japaner / Südkoreaner, welche da ihren 1wöchigen Powertrip durch Europa machen.
      Und auch wenn ich die europäischen Touristen die sich unter aller Sau benehmen absolut abstossend finde, kann ich doch sagen das diese nicht die Mehrheit sind (aber sie fallen halt auf), und der Tourismus auch in armen Ländern, trotzdem einen erheblichen Mehrwert darstellt.
      3 0 Melden
    • Thomas Schlittler 10.02.2016 05:11
      Highlight @Frohes Locken
      Du hast recht, Tourismus ist für viele arme Länder eine scheinbar gute - da einfache - Möglichkeit, zumindest ein bisschen Geld ins Land zu holen. Ich bin aber der Überzeugung, dass es sehr gefährlich und wenig nachhaltig ist, wenn ein Land zu stark auf den Tourismus setzt. Denn in der Tourismusindustrie gibt es viele Unsicherheitsfaktoren (Umweltkatastrophen, Terroranschläge, politische Spannungen, etc.). Wenn etwas passiert, bleiben die (westlichen) Touristen vom einen auf den anderen Tag weg. Das hat man zuletzt in Ägypten oder Tunesien sehr gut gesehen.
      3 0 Melden
    • Thomas Schlittler 10.02.2016 05:12
      Highlight Ich bin bestimmt kein Fan der chinesischen Regierung, aber ich halte deren (wirtschaftlichen) Weg für sinnvoller. China ist es gelungen, eine Industrie aufzubauen, die gegenüber dem Westen in immer mehr Bereichen konkurrenzfähig ist. Mittlerweile können sie mit dem Westen auf Augenhöhe – oder gar von oben herab – diskutieren. Sie haben auch vor, jetzt noch den Tourismus anzukurbeln – aber eben nicht als Hauptpfeiler der Wirtschaft, sondern nur als Zückerchen. In der Schweiz ist es dasselbe. Der Tourismus ist nur ein Zückerchen, nicht Hauptpfeiler der Volkswirtschaft.
      3 0 Melden
    • Thomas Schlittler 10.02.2016 05:13
      Highlight Klar, China hat im Vergleich zu den südostasiatischen Ländern den wichtigen Grössenvorteil. Aber das kann nicht der einzige Grund sein. Ich glaube, die Ankurbelung des Tourismussektors ist für viele zweifelhafte bzw. unfähige Regierungen ganz einfach der einfachste Weg. Sie kriegen es während Jahrzehnten nicht hin, eine anständige Industrie aufzubauen und denken sich dann: Ok, wir haben doch schöne Strände, machen wir ein bisschen Tourismus. Siehe Ägypten, Kuba, Kambodscha, Laos, Thailand, etc. Sogar Nordkorea will jetzt mehr Touristen ins Land locken. Dafür braucht man nicht viel zu können.
      2 0 Melden
    • Thomas Schlittler 10.02.2016 05:14
      Highlight Solche Länder werden aber vergleichsweise immer arm bleiben, weil der Tourismus nur ein bisschen Almosen aus dem Westen bringt. Und wenn die modernen Hotelanlagen dann auch noch von westlichen Firmen gebaut werden, ist alles perfekt. Das Bier an der Hotelbar stammt sowieso aus Europa, weil sich die Touristen ja wie zu Hause fühlen wollen. Aber Hauptsache jeder Zweite kann als Taxifahrer, Kellner oder Tourguide arbeiten und muckt nicht auf gegen die unfähige Regierung. Die negativen Einflüsse des (Massen-)Tourismus auf die Kultur eines Landes habe ich jetzt noch gar nicht erwähnt ...
      2 0 Melden
    • jellyshoot 10.02.2016 08:28
      Highlight @tom: punkt!!!
      1 0 Melden
  • SanchoPanza 07.02.2016 14:34
    Highlight Genau dieses schlechte Gewissen ist mit ein Grund, weshalb ich vor allem (nicht ausschliesslich) 'westliche' Länder bereise. Ich würde gerne in Asien reisen, aber genau vor solchen Situationen fürchte ich mich. Das möchte ich mir nicht antun. Auch wenn Angkor, burmesische Tempel usw reizen...
    12 16 Melden
    • jellyshoot 08.02.2016 09:37
      Highlight SanchoPanza ... geh nach Asien. Da braucht es keine Furcht. Es gibt genügend Orte, wo die Kultur und die Ländern respektiert werden. Man kann diesen Partyorten ausweichen und die Idioten Idioten sein lassen ;) Du verpasst was, wenn Du Dir das entgehen lässt.
      9 1 Melden
    • Thomas Schlittler 10.02.2016 05:22
      Highlight Lieber SanchoPanza
      Ich sehe es auch so wie Irhub. Es gibt noch immer viele Orte in Asien, an denen man sich als Reisender sehr wohl und willkommen fühlt. Ich empfehle - Stand heute - vor allem Zentralasien und Westchina. Ein gewisses Unwohlsein ist aber natürlich immer dabei in ärmeren Ländern. Einfach weil man sich die Frage stellt: Ist es fair, dass ich es so gut habe, nur weil ich in der Schweiz geboren wurde? Mit dieser Frage sollte man sich meiner Meinung nach aber durchaus konfrontieren. Das wäre für mich der falsche Grund, nicht in ärmere Länder zu reisen. LG
      4 0 Melden
  • Miss_Ann_Thropist 07.02.2016 14:19
    Highlight Alles richtig, aber so weit muss man nicht gehen um das zu erkennen, vor der Haustüre haben wir Rimini und Mallorca.
    28 1 Melden
    • Thomas Schlittler 10.02.2016 05:32
      Highlight Da ist natürlich was Wahres dran. Ich finde es in Laos aber noch fragwürdiger, da das Land deutlich ärmer ist als Italien oder Spanien. Laos bzw. die laotische Bevölkerung hat wahrscheinlich auch weniger Möglichkeiten, sich zu wehren. Zudem finde ich Party machen in Rimini oder Mallorca auch deshalb weniger schlimm, weil die Italiener und Spanier ja selbst auch ziemlich Gas geben und in Clubs gehen. Besonders die Spanier wissen, wie man bis Sonnenaufgang so richtig feiert ... Es ist also keine völlig andere Kultur.
      2 0 Melden
  • Luca Brasi 07.02.2016 12:59
    Highlight Ich verstehe allgemein Menschen nicht, die in ein fremdes Land gehen und sich null für einheimische Kultur und Sitten interessieren und sich schön abkapseln. Sie Herr Schlittler machen sich Gedanken und wollen ja gerade mehr erfahren. Ihr Vergleich mit der Kolonialzeit hat etwas. Im Nachbarland Kambodscha lebten die Ausländer einst in der Hauptstadt auch in Saus und Braus und das sorgte dafür, dass die Roten Khmer auf dem armen Lande Unterstützer fanden. :(
    35 1 Melden
  • eddie_dee3 07.02.2016 12:36
    Highlight kann mir vorstellen wie die touristen sich benehmen. die haben den anstand zu hause gelassen. deswegen meide ich so gut wie möglich touristen und suche mir das richtige land mit den leuten und kulturen.
    ps: wie findest du beer lao? ist eines meiner lieblings bieren :-)
    11 2 Melden
    • Thomas Schlittler 10.02.2016 05:36
      Highlight Versuche die Touristenmassen auch zu meiden. Gleichzeitig will ich aber auch die kulturellen und landschaftlichen Highlights eines Landes nicht verpassen. Und an besonders schönen Orten hat es meist einfach viele Touristen ...

      Beerlao ist top. Aber ich bin beim Bier auch nicht so wählerisch. ;-)
      1 0 Melden
  • Einstein56 07.02.2016 12:27
    Highlight Absolut richtige Affiche. Und je grüner, linker und netter - umso kolonialistischer. Dabei möchte man doch so kritisch sein.
    14 59 Melden
    • Thomas Schlittler 10.02.2016 05:37
      Highlight Lieber Einstein56

      Verstehe deinen Kommentar ehrlich gesagt nicht ganz. Was hat das Ganze mit der politischen Einstellung zu tun?

      LG
      3 0 Melden
  • Groll 07.02.2016 12:05
    Highlight Super Artikel und sehr gut geschrieben. Er hat mich wirklich zum nachdenken gebracht.
    Und ein bisschen wütend auf die Touristen.. Ich verstehe nicht wieso man in ein so exotisches Land geht um die Zeit in einem westlichen Clup zu verbringen und sich abzuschiessen.
    23 1 Melden
  • Alle haben bessere Namen als ich. 07.02.2016 12:05
    Highlight Super Artikel! Danke Vielmal!
    21 1 Melden

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