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Depression – Ein Erklärungsversuch

Bild: shutterstock

Publiziert: 23.11.16, 10:47 Aktualisiert: 23.11.16, 15:46

Die Tage werden kürzer, die Welt grauer, die Gemüter schwerer. Obwohl jahreszeitenabhängige Depressionen eher selten sind, sind viele Menschen im Herbst und im Winter grundsätzlich melancholischer als sonst.

Depressionen sind ein schwieriges, im wahrsten Sinne ein «schweres» Thema, das ist mir bewusst. Und gerade deshalb ist es wichtig, dass man ab und zu daran erinnert.

Kürzlich passierte es einmal mehr: Ich sah, wie sich jemand auf Facebook über einen Suizid im Personenverkehr beklagte. «OMG, mueses unbedingt grad uf minere Stecki sii?? Söll doch noimet andersch vor de Zug gumpe, egoistische Tubel», lautete die sinngemässe Parole.

Mich machte das kurzzeitig absolut sprachlos. Ich war mit dieser Person nicht befreundet, hätte den Status aber trotzdem kommentieren können und ich war auch drauf und dran ... Schraubte dann aber die Emotionen etwas runter und die Kognitionen etwas rauf und überlegte mir, was es eigentlich bedeutet, wenn jemand so etwas schreibt.

Ich glaube, dass Depressionen und ihre Folgen (u.a. Suizid) sehr schwer zu verstehen sind, wenn man selber nicht in irgendeiner Weise davon betroffen ist.

Ich führe noch heute manchmal Gespräche mit Leuten, die ich für emotional intelligent und einfühlsam halte, die dann aber Dinge sagen wie «Jeder ist so glücklich, wie er/sie will» oder «Wer seine Karre in den Dreck fährt, der muss sie selber wieder rausziehen». Grundsätzlich bin ich mit diesen Aussagen einverstanden – wenn es um gesunde Menschen geht. Um stabile Menschen. Ich bin durchaus auch der Ansicht, dass man sich sein eigenes Glück schaffen kann und dass man Verantwortung übernehmen soll, wenn man Scheisse gebaut hat.

Aber: Jemandem mit einer depressiven Störung zu sagen, er/sie soll die übertragene «Karre» selber aus dem Dreck ziehen, ist, als ob man jemandem mit zwei lahmen Beinen sagen, er soll ein tatsächliches Auto aus dem Matsch hieven. Sich eben gerade nicht selber helfen zu können, ist eins der Kerncharakteristiken einer depressiven Erkrankung.

Ich werde hier nun einmal versuchen, als Fachfrau und als Betroffene zu beschreiben, was eine Depression ist und wie sie sich anfühlt. Vielleicht ist es dann etwas leichter, nachzuvollziehen, was diese Krankheit für Betroffene bedeutet.

Von einer schweren depressiven Episode spricht man gemäss der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10), wenn der/die Betroffene praktisch non-stop von seiner/ihrer Krankheit eingenommen ist, deutlichen Interessens- und Freudesverlust an sonst angenehmen Aktivitäten und verminderten Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit zeigt. Dazu kommen je nachdem Verlust des Selbstwertgefühls, unbegründete Selbstvorwürfe/unangemessene Schuldgefühle, wiederkehrende Gedanken an Suizid oder Tod, verminderte Denk- oder Konzentrationsfähigkeit und Unentschlossenheit, (psycho-) motorische Über- oder Unteraktivität, Schlafstörungen und geminderter oder übermässiger Appetit inklusive entsprechender Gewichtsveränderung.

Tagebucheintrag während einer depressiven Episode:

«In meiner Familie und in mir hockt es, dieses Etwas, schwarz und leer, hat sich eingenistet. Manchmal macht es über Jahre keinen Wank. Und dann, wenn ich es am wenigsten erwarte, streckt es seinen pelzigen Arm aus und packt mich mit einer Klaue kalt wie Stahl, reisst mich aus meinem Alltag zu sich hinunter in die Finsternis.

Ich schlafe kaum. Liege nachts stundenlang wach und möchte am Tag heulen vor lauter Müdigkeit. Es tut mir alles weh. Körper und Seele. Und es packt mich dieser eine Gedanke, immer wiederkehrend: Du bist nicht gut.

Und dann schäme ich mich, möchte in Grund und Boden versinken vor Scham ob meiner Undankbarkeit. Ich habe ja eigentlich alles. ALLES. Ich empfinde mich als verwöhntes, weinerliches Kind, bringe aber kaum die Kraft auf, wütend zu sein. Irgendwie ist mir alles egal und gleichzeitig hat alles so viel Bedeutung. Genauer: Alles um mich herum hat Bedeutung, ich selber bin mir egal.

Ich kämpfe gegen das dunkle Etwas, wende die mir verbleibende Kraft auf, um mich zu treten, treffe aber nur Leere. Denn das Etwas ist Leere, das ist sein Kern. Es ist leer und gleichzeitig bleiern. Es ist da und doch kann man es nicht packen und schütteln. Meine kraftlosen Fäuste schlagen ins Nichts.»

Nun stelle man sich einmal vor, all diese Dinge passieren mit einem, ohne dass man irgendetwas falsch gemacht hat. Man kommt, ohne zu wissen warum, morgens nicht mehr aus dem Bett. Man empfindet einfach keine Freude mehr, so sehr man es auch versucht.

Man ist allein in der Dunkelheit und beginnt, sich zu alledem auch noch Vorwürfe zu machen, weil man sich undankbar fühlt – eigentlich hat man ja alles, was man braucht, und man ist trotzdem einfach todtraurig. Man ist dieser bleiernen, lähmenden Trauer komplett ausgeliefert, fühlt sich als Last für alle anderen und dann kommen diese leisen Gedanken, dass es wohl wäre besser für alle Beteiligten, wenn man nicht mehr da wäre.

Und dann kommt jemand daher und sagt: «Jede/r ist so glücklich, wie er/sie will...»

Nur, weil man eine Krankheit nicht sieht oder sichtbar machen kann, bedeutet das nicht, dass sie nicht existiert. Dass es schwieriger ist, den Schmerz nachzuvollziehen, wenn man ihn noch nie selber gespürt hat, verstehe ich. Ich hatte aber auch noch nie ein gebrochenes Bein, weiss aus Beschreibungen jedoch ganz genau, dass es höllisch weh tun muss. Genauso kann, abgeleitet aus der obigen Beschreibung, wohl jede/r nachvollziehen, dass es hundeelend ist, an einer Depression zu leiden.

Es ist so elend, dass manche Betroffenen nach Jahren oder gar Jahrzehnten einfach müde sind – lebensmüde. Wenn wieder alles von vorne beginnt, wenn der Kampf einfach schon zu lange dauert, wenn die Hoffnung auf ein einigermassen zufriedenes Leben erlischt.

Der Mensch hat grundsätzlich einen gigantischen Lebenswillen, es ist seine erste und wichtigste Aufgabe, sich selber am Leben zu halten – alles andere ist zweitrangig. Wenn ein Mensch sich also vor einen Zug wirft, dann ist er genau das Gegenteil eines «egiostischen Tubels». Es ist die ultimative Selbstzerstörung. Es widerspricht allem, was die Natur für uns vorgesehen hat. Und nicht einmal ich, die ich schon die eine oder andere depressive Episode durchlebt habe, kann mir vorstellen, wie traurig, verzweifelt und gebrochen jemand sein muss, um das kostbarste Gut, das wir besitzen, nämlich das Leben selbst, aufzugeben.

Das macht es für Zeugen solcher Vorfälle nicht einfacher, das ist mir bewusst; einen Suizid zu beobachten ist fürchterlich. Solche Entscheidungen sind aber – in den allermeisten Fällen – fern von jeder Rationalität und unterliegen nicht mehr der Kontrolle des Suizidalen, der einfach nur noch will, dass der Schmerz endlich aufhört. 

Seien wir also vielleicht etwas sanfter in unserem Urteil über die Handlungen anderer. Achten wir stattdessen aufeinander, hören wir hin, fragen wir nach. Und seien wir uns – im Gegenzug – doch auch unserer eigenen Fähigkeit, Glück und Freude zu verspüren, heute einmal von Herzen bewusst. 

Anlaufstellen

Sind Sie oder jemand, den Sie kennen, von Depressionen betroffen und wissen nicht, an wen Sie sich wenden können?

Auf Plattformen wie www.143.ch (Telefon: 143) oder www.depression.ch hilft man Ihnen gerne weiter.


Yonni Meyer

Yonni Meyer (34) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt. 
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User-Review:
schlitteln - 18.4.2016
Guter Mix zwischen Seriösem und lustigem Geblödel. Schön gibt es Watson.
62 Kommentare anzeigen
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  • Togo 02.12.2016 01:39
    Highlight Stalkern und Mobbing ist der beste Weg zur Depressionen. Es ist eine Ausweglosigkeit, mit der Sprüche wie: "Hilf dir selbst, so hilft dir Gott," fehl am Platz sind. Auch keiner kann sich selbst aus dem Supf ziehen, und wenn er dann im Moor- Loch noch von sich selbst rudert, so ist es der Tod. Man spricht von psychosomatischer Krankheit, und Placebo Medikamenten, aber ob es dem geholfen ist, bezweifle ich. Gezielte ärztliche Psychotherapie kann einen Menschen aus seinen Zuständen heraus holen. Mut machen und zum Leben zurück zu führen, das ist der beste Weg.
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  • Spooky 28.11.2016 01:24
    Highlight Selbstmord mit Depression in Verbindung zu bringen, ist falsch.

    Sowohl gesunde als auch kranke Menschen bringen sich um. Und dass ein Mensch an einer Depression erkrankt ist, heisst noch lange nicht, dass er nicht mehr klar denken kann.

    Sich umzubringen ist ein Menschenrecht.
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    • Juri Jossen 30.11.2016 13:03
      Highlight Bei 90% der Suizide liegt eine behandelbare psychologische Kondition vor. Depression ist dabei die häufigste Ursache.

      Suizid ist immer ein tragisches Ereignis und sollte nicht zusätzlich stigmatisiert werden. Genauso wenig sollte man Suizid als die Auslebung des freien Willen feiern.
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  • MsIves 26.11.2016 10:32
    Highlight das beste find ich immer so:"weisch villicht muesches eifach nume welle,hmm" - HEY BRIGIT MERCI ICH GLAUB DU SÖTTSCH ES BUECH SCHRIBE.SUPER.DEPRESSIONE GHEILT I 5 MINUTE.BRAVO MOL.
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  • rodolofo 24.11.2016 07:39
    Highlight Solche Reaktionen, bei denen viele Menschen mit Härte auf "Schwächen" reagieren, sind eine der zentralen Ursachen für die Entstehung von Depressionen!
    Da wir in unserer Hochleistungsgesellschaft dazu getrimmt werden, immer topfit zu erscheinen und eine penetrante Gute-Laune-Superstimmung mit fotogenem "Cheese!"-Lächeln und makellosem outfit zu präsentieren, müssen wir einen Teil von uns selbst gnadenlos bekämpfen, nämlich den "inneren Schweinehund", oder das, was uns erst zu ganzen, echten Menschen macht!
    Und dieser ständige innere Kampf macht uns müde und unzufrieden, wie das Jäten im Garten.
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    • Sageits 24.11.2016 18:40
      Highlight Ich bin mit deiner Aussage voll einverstanden - bis auf den letzten Satz. Jäten finde ich zwar auch mühsam, aber wenn ich danach das Resultat sehe, bin ich mächtig stolz. Der Körper ist müde, nicht aber der Kopf.
      So verschieden wir. 😉
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    • rodolofo 25.11.2016 08:01
      Highlight @ Sageits
      Ich jäte natürlich auch, denn ohne Jäten gibt's kein Gemüse. Aber ich lasse auch dem Wilden seinen Raum. Es müssen nicht überall Zierpflanzen wachsen, die dann auf eine ästhetische Form zurecht geschnipselt werden!
      Was natürlich wächst, ist genauso schön!
      Und abgestorbenes stehen und überwuchern zu lassen verleiht dem Garten sehr viel Romanitik, wohingegen auf sterilen Rasen auch keine Märchen-Träume wachsen können.
      Im EZA-Jargon nennt sich das ganze "Agro-Forestry", ist also eine Kombination aus "Nichts Tun - Landwirtschaft (Naturschutz)" und Landwirtschaft.
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    • Sageits 25.11.2016 10:21
      Highlight @rodolofo
      Jetzt habe ich dich verstanden, merci für deine spannende Erklärung. Ich mag auch keine gepützelte Gärten. Und Fairtrade Produkte bekommen bei mir wenn möglich denn Vorrang. 👍
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  • horst müller 23.11.2016 20:22
    Highlight Dem Artikel fehlt ein wichter Aspekt: Der Verfasser des Posts!

    Sich über die Verspätung aufregen, wer macht das nicht? Worte wie Egoist (kümmert sich nicht um die Folgen des Suizids) oder Trottel (eingeschränkter Mensch) treffen auf eine depressive Person zu. Beleidigende Absicht dahinter? sei dahingestellt.

    Im Artikel wird Mitgefühl und Einfühlungsvermögen gepredigt und der Verfasser des Post gleichzeitig verurteilt - welch Ironie!

    Trotzdem hat der Artikel insgesamt seine Existenzberechtigung und gewährt einen interessanten Einblick.

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    • blobb 23.11.2016 22:17
      Highlight Depresive sind Trottel und Egoisten?! Hab ich das grad richtig gelesen?!
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    • rodolofo 24.11.2016 07:46
      Highlight Ich wünsche Dir nicht, dass Du einmal in eine solche selbstzerstörerische Dynamik gerätst!
      Das ist vergleichbar mit einem Strudel in einem Fluss, der Dich nach unten zieht!
      Und wie bei einem Strudel ist meine Empfehlung (aus eigener Erfahrung):
      Versuche nicht, Dich gegen die Kräfte des Flusses zu wehren, denn sie sind stärker, als Du!
      Lass Dich vom Strudel hinunter reissen, dann kannst Du darauf hoffen, dass Dich dieser Strudel ganz unten wieder raus lässt!
      Du hast ja keine Ahnung!
      Aber Du markierst hier den eisernen Helden!
      Wie ich sie doch satt habe, diese "starken Männer" (Hampelmännchen).
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    • Homes8 24.11.2016 09:29
      Highlight Wie so oft, Wasser predigen und Wein trinken.
      War wohl gemeint. Sehe ich jedenfalls so, aber ich bin ja nur ein ***loch, nach deinem Kommentar weiter unten.
      Nimm ein Valium, oder zieh dir ein beruhigendes Musikvideo rein (keines wie das unten, wo dir nochmehr Energie gibt).
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  • Krabappel 23.11.2016 15:22
    Highlight Liebe Yonni, vielen Dank das du dich diesem Thema annimmst.
    Alleine in meiner Kantiklasse litten vier Freunde an psychischen Krankheiten. (Ich weiss, nicht repräsentativ, aber trotzdem erschreckend.) Dies löste bei mir eine grosse Ratlosigkeit aus, da niemand sagen konnte, wie man helfen kann.
    Zudem frage ich mich, ob psychische Krankheiten bei den jüngeren Generationen zugenommen haben oder ob heute einfach mehr diagnostiziert und anerkannt wird?
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    • rodolofo 24.11.2016 07:54
      Highlight In der Kanti wirst Du mit Allgemeinwissen gefüttert, wie eine Stopfgans!
      Und weil regelmässig Prüfungen stattfinden, hast Du keine Möglichkeit, dieses Wissen auch mal einfach wie einen Fluss an Dir vorbeiziehen zu lassen.
      Gerade junge Menschen haben zudem wichtigere Dinge zu lernen und zu erfahren, als wer anno Dazumal jene Schlacht gegen jenen Imperator gewonnen hat.
      Das ständige Stillsitzen in den Bänken führt zu gewaltigen Anstauungen von Energien, die in den Turnstunden nur ansatzweise abreagiert werden können. Diese angestauten Energien wüten dann in den Gehirnen mit destruktiven Gedanken
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  • Lady Shorley 23.11.2016 15:21
    Highlight Danke für den Beitrag!
    Meine beste Freundin litt zweimal an Depression und brauchte jeweils über ein Jahr, bis sie wieder aus diesem Loch heraus war. Glücklicherweise ist sie heute glücklich, ohne Medikamente!
    Für mich als "Angehörige" war das Schlimmste diese absolute Hilflosigkeit, diese Ohnmacht, nichts für sie tun zu können, bzw. nicht zu wissen, ob ihr irgendwas von meinen Bemühungen wirklich in dem Moment hilft. Sogar "einfach für sie da sein" hat ihr nicht geholfen, im Gegenteil, sie fühlte sich schuldig, weil sie meine Bemühen nicht schätzen und sich darüber freuen konnte.
    31 0 Melden
    • JonVerbal 23.11.2016 18:04
      Highlight Keine Angst du hast das schon richtig gemacht, für "jemanden da sein" ist die einzige richtige Hilfe für Depressionen in den meisten Fällen verhindern Sie den Suizid direkt. Alles zusätzliche kann nur mit psychologischer oder ärztlicher Hilfe erledigt werden, darauf kann man die Betroffene Person nur Hinweisen evtl. anbieten die Person zum Termin zu Begleiten. Kleine Tricks wie zum Essen einladen (manchmal ernähren sich depressive Personen nicht richtig) hilft in manchen Fällen auch.
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    • rodolofo 24.11.2016 08:03
      Highlight Am Wichtigsten ist Ehrlichkeit!
      Ein Mensch in einer Psychischen Krise wirkt abwesend, ist aber in Wirklichkeit hypersensibel und aufmerksam. Dieses Paradox entsteht wegen einer gedanklichen "Inneren Blockade", welche den Zugang zu den Gefühlen versperrt (aus dem Ruder gelaufener Selbstschutz-Mechanismus) und gleichzeitig die Empfindlichkeit enorm steigert!
      Normale Begebenheiten werden in einem solchen Blockade-Zustand gesteigert erlebt.
      Ich beurteile einen solchen Zustand im Nachhinein als sehr aufschlussreich und wertvoll!
      Er hilft Dir dabei, Freund und Feind zu unterscheiden.
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    • rodolofo 25.11.2016 08:12
      Highlight Ergänzung:
      Das mit der Ehrlichkeit gilt natürlich auch für eine depressive Person:
      Sie sollte versuchen, zu ihrer Depression zu stehen. Denn darum geht es in einem ersten Schritt:
      Sich selber so annehmen, wie man ist, auch wenn es schwer fällt.
      Die Reaktionen von aussen werden sehr unterschiedlich sein:
      GegnerInnen werden triumpfieren, was die frühere Gegnerschaft endgültig bestätigt.
      Geschäftstüchtige "Profis" werden dauerhafte Hilfe anbieten und damit sehr zweischneidige Angebote unterbreiten.
      Wirkliche FreundInnen werden auch emotional mitgehen. Auf diese wirst Du später zählen können!
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  • dracului 23.11.2016 13:57
    Highlight Ich bewundere alle, die nach 11-15 Jahren Schule mit grossem Konkurrenzdruck und ständigem Notendruck, nach der Lehre als Unterhund und ohne Aussicht auf Festanstellung, irgendwann in einem Beruf landen, wo man sich vor 50 sanieren muss, weil man nachher nicht mehr im Arbeitsmarkt zu gebrauchen ist - trotz Weiterbildungen. Vom Staat kriegt man die Steuerrechnumgen umd Marschbefehle. Ich glaube, dass ich mich noch nie irgendwo wirklich willkommen fühlte! Geduldet zwar vielerorts - bei genügend Leistung. Ich verstehe alle, die in diesem Klima depressiv werden!
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    • Lichtblau 23.11.2016 23:05
      Highlight @dracului: Eine - gemäss Ihren Postings, die ich immer sehr gerne lese - so interessante Persönlichkeit wie Sie? Das tut mir sehr leid.
      13 0 Melden
    • Saja: 24.11.2016 12:05
      Highlight dracului: Grundsätzlich stimmt ihre Bestandesaufnahme für viele Menschen. Ich kenne Sie nicht, aber Sie machen auf mich einen interessanten und zugleich scharfsinnigen Eindruck. Manchmal fühlt man sich nicht willkommen, weil man im falschen Beruf, in der falschen Branche gelandet ist. Mit dem Beruf ist es wie mit dem (persönlichen) Umfeld. Passt es nicht (und hier gibt es natürlich Abstufungen), fühlt man sich nicht geschätzt.
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  • The Origin Gra 23.11.2016 13:51
    Highlight Merci für den Bericht
    Das schlimmste an einer Depression ist diese Hilflosigkeit und die pure Verzweiflung die daraus Erwächst.
    Man sieht schlichtweg keinen Ausweg mehr, als wäre man in ein Labyrinth ohne Ausgang gesteckt worden.
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  • Wehrli 23.11.2016 13:20
    Highlight Zwangshappyness ist der Fluch unserer Zeit. Ein erfülltes Leben hat auch Zeiten des Leidens ansonsten treten wir anstelle.
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  • Wehrli 23.11.2016 13:17
    Highlight Das Leben ist kein Yonnihof ...
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    • Lichtblau 23.11.2016 23:01
      Highlight "Zwangshappyness" - perfekt. Kaum ein Foto, auf dem nicht penetrant gegrinst wird ... Ein auch mal melancholischer Mensch macht mir um Welten mehr Eindruck als eine "rheinische Frohnatur".
      4 1 Melden
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  • marsupi 23.11.2016 13:06
    Highlight Danke dir Yonni für die Offenheit. Die Akzeptanz dieser schwierigen Krankheit ist wirklich häufig fehl am Platz. Ich weiss ob Leute Angst haben, gleich selber depressiv zu werden, wenn sie sich wirklich die Mühe machen, sich in Personen mit Depressionen zu versetzen. Auf jeden Fall haben mich ähnlich Aussagen im Umfeld auch schon wütend gemacht. Ich musste persönlich aber auch einiges dazu lernen und habe vermutlich anderen Menschen mit meinem Vorurteil Unrecht getan.
    22 0 Melden
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  • rYtastiscH 23.11.2016 13:05
    Highlight Ein etwas einseitiger aber sehr guter Artikel!

    Auch gut:
    http://www.medizinius.de/allgemeines/kritik-an-der-heutigen-behandlung-von-depressionen/

    Depression ist nicht immer gleich Depression. Bitte nicht falsch verstehen, ich kenne selbst Menschen, die damit zu kämpfen haben. Es ist in der Tat schwierig dies verstehen zu können, war man selbst ja nie betroffen.

    Doch wäre es nicht sinnvoller, den Ursachen konsequenter auf den Grund zu gehen, anstelle der gängigen Behandlungsmethode? Der verlinkte Beitrag lässt die Vermutung aufkommen, dass viele keine "richtige" Depression haben.
    5 15 Melden
    • El Schnee 23.11.2016 13:44
      Highlight Ich habe den Artikel schnell überflogen, resp. die Seite schnell angeschaut. Man muss aufpassen, wo man sich informiert. Es hat zwar vieles Interessantes, scheinbar sehr kritisches dabei, aber wenn ein solcher Satz auftaucht: "Fakt ist: Die meisten depressiven Menschen bedürfen jahrelang oder gar lebenslang der Medikation." läuten bei mir die Alarmglocken. Das ist nicht nur falsch, sondern eine fiese Schleichwerbung (darum wird auch das Wort Fakt genau zu diesem Satz gestellt) es ist schon seit längerem bekannt, dass im Netz bezahlte Ghostwriter unterwegs sind, in Foren und Selbsthifegruppen.
      19 5 Melden
    • rodolofo 24.11.2016 08:09
      Highlight @ El Schnee
      Da hast Du etwas sehr Richtiges gesagt:
      Aufgepasst mit Medikamenten!
      Sie sind nichts Anderes, als Drogen, und viele Psychiater sind in Tat und Wahrheit Drogendealer der Pharma-Konzerne!
      Medikamente sollten nur in Lebensgefährlichen Notfällen und bei Organischen Störungen eingesetzt werden. Ansonsten ist aber die Therapie zentral: Komme hinter die Ursachen von destruktiven Gedanken! Wer hat diese Gedanken in Dein Gehirn gepflanzt, und warum?
      Du warst einmal ein fröhliches, unbekümmertes Kind... bis sie Dich misshandelt haben...
      2 12 Melden
    • Yonni Meyer 24.11.2016 12:10
      Highlight Ich finde eine grundlegend kritische Einstellung etwas wichtiges. Womit ich aber Mühe habe, sind pauschale Verteufelungen von Dingen, die durchaus helfen können. Wenn Antidepressiva richtig dosiert verabreicht werden, sind sie - natürlich IMMER begleitet von einer Gesprächstherapie - ein immens wichtiges Mittel in der Behandlung schwerer Depressionen. Manchmal (!) muss man den Patienten medikamentös stabilisieren, um dann zusammen nach Ursachen suchen zu können. Ging auch mir so und ich bin enorm dankbar dafür.

      Schwere Depressionen SIND übrigens Notfälle.
      22 3 Melden
    • Yonni Meyer 24.11.2016 12:14
      Highlight Und ich sage nicht, dass man IMMER Antidepressiva verschreiben soll. Ich sage, dass es (nicht wenige) Fälle gibt, wo sie enorm hilfreich, wenn nicht lebensrettend sind. Gute Therapeuten können das abschätzen. Und auch da gibts, selbstverständlich, schwarze Schafe. Da ich aus dem Metier komme, weiss ich aber, dass das extrem wenige sind.
      14 3 Melden
    • ElendesPack 24.11.2016 13:54
      Highlight Muss Yonni zustimmen: Die pauschale Ablehnung von Antidepressiva ist ignorant und u.U. sogar gefährlich. Da das hirnchemische Gleichgewicht bei einer schweren Depression oftmals schwer gestört ist, können Medikamente zumindest bei diesem Teil Abhilfe schaffen. Die Ursachen der Depressionen und die Denkmuster, die dahinter stehen, können Medikamente nicht auflösen, aber sie können eine grosse Hilfe dabei sein, den Kopf zumindest zeitweilig wieder aus dem Nebel zu kriegen.
      11 3 Melden
    • El Schnee 24.11.2016 17:55
      Highlight Sorry meine Lieben (Yonny und Elend), aber das ist ein endloses Wiederkäuen von psychiatrischer Fachirrtümern: es gibt kein chemisches Ungleichgewicht im Hirn, das ist pure Theorie, es gibt nämlich keine Biomarker, die vor der Verschreibung angewendet werden, und nein, die schwarzen Schafe sind zahlreicher als sich eine Eingeweihte eingestehen kann: in Deutschland hat sich die Verschreibung von Antidepressiva in den letzten 10 Jahren. verdoppelt. Hey hallo, werdet endlich kritischer gegenüber diesem unsäglichen Heilsversprechen, das vor allem der Bereicherung anderer dient.
      4 13 Melden
    • Yonni Meyer 24.11.2016 18:07
      Highlight Also ich für meinen Teil habe einen Master in Psychologie (inkl. Psychopharmakologie) und habe auf dem Gebiet gearbeitet, von dem du hier sprichst. Gleichzeitig habe ich mehrfach selber Psychopharmaka genommen, die mir sehr geholfen haben. Dasselbe gilt für meine Patienten.

      Welche Erfahrungen hast du? Ich sehe hier von dir leider bisher sehr einseitige, extreme Behauptungen ohne Expertise und Verunglimpfungen meines Berufsstandes.

      Und doch, es gibt chemische Ungleichgewichte. Sie sind einfach viel komplexer als es der Ausdruck vermuten lässt.
      14 4 Melden
    • ElendesPack 24.11.2016 19:28
      Highlight Kann von mir ebenfalls behaupten, seit Jahren im Berufsfeld der Psychiatrie beschäftigt zu sein. Es ist hinsichtlich Psychopharmaka bei den verschiedensten Krankheitsbildern immer wieder zu beobachten, dass durch sie eine Stabilisierung oder Verbesserung des Zustandes erreicht werden kann.
      Logisch gibt es auch die paradoxen Wirkungen, die will ich nicht ableugnen, aber Psychopharmaka in Bausch und Bogen abzulehnen, zeugt vor allem davon, dass man mit der Thematik höchstens auf theoretischer Ebene Kontakt hatte.
      9 3 Melden
    • rodolofo 25.11.2016 08:19
      Highlight Liebe Yonni,
      da Du in also stark ins Psychiatrische System eingebunden bist, fällt es Dir wohl schwer, die Sache mit den Psychopharmaka unbefangen zu beurteilen.
      Nimm meine Aussagen als "Sicht von Aussen" entgegen, von einem, der beinahe in der Psychiatrischen Mühle zerrieben wurde, der sich aber im letzten Moment noch davon retten konnte!
      Ein wichtiger Schritt auf meinem Ausstieg war damals das konsequente Absetzen der belämmernden Drogen, welche genau das verhinderten, was ich tun musste: Nachdenken mit einem klaren Kopf und den erlebten Psychokrimi aufschreiben!
      Kann ich weiter empfehlen.
      4 4 Melden
    • Yonni Meyer 25.11.2016 10:10
      Highlight Lieber Rodolfo,

      Ich bin schon lange nicht mehr im «psychiatrischen System». Und es tut mir sehr leid, dass du schlechte Erfahrungen mit Therapie/Psychopharmaka gemacht hast.

      Dass du von dir auf andere/alle schliesst, kann ich zwar nachvollziehen, zeigt aber leider auch, dass du das Thema nicht objektiv beurteilen kannst.

      Ich als Fachfrau sage weiterhin: Psychopharmaka sind nicht für jeden, sie müssen präzis gewählt und richtig dosiert sein. Wenn einem etwas anderes hilft, ist das wunderbar. Sie ermöglichen jedoch in vielen Fällen den Patienten die Rückkehr in ein normales Leben.
      8 1 Melden
    • Mia Mey 25.11.2016 16:50
      Highlight Rodolfo; ich bin sehr froh um die Antidepressiva. Es hilft mir weiter zu kommen. In der ganzen Psycho-Mühle habe ich auch genug Menschen kennen gelernt die ohne Medikamente mit dem Leben nicht klar kommen. Doch ist es nicht immer einfach das Richtige zu finden, von Medis und Therapeuten. Jeder Mensch ist ein Einzelfall. Es ist umso besser wenn man als psychisch kranker Mensch ohne Medikamente auskommt.
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    • rodolofo 26.11.2016 07:30
      Highlight Ich behaupte ja auch nicht, hier eine "objektive Sicht" mitzuteilen.
      Wer kann das überhaupt?
      Die Psychiatrie ist eine historisch gewachsene Institution, und sie ist auch weiterhin nötig, da sie auf Gesellschaftliche Vorgänge reagiert.
      Und da wo Menschen tätig sind, geht es genauso wenig "heilig" zu und her, wie in der Kirche...
      Ganz allgemein wird mit Chemikalien zu unbekümmert umgegangen, da die Leute nicht sehen können, wie sie in den komplizierten Stoffwechsel eingreifen. Und dann gibt es bekanntlich noch den Placebo-Effekt, bzw. den Nocebo-Effekt...bei einem Öko Fundi wie mir ;)
      Gesundheit
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  • thdom 23.11.2016 13:03
    Highlight danke für diesen feinfühligen beitrag, bitte mehr..! *thumbsup*
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  • El Schnee 23.11.2016 12:37
    Highlight Tja, leider setzt die Psychiatrie sogenannt Depressiven noch einen oben drauf: die gängige Diagnostik mit ihrer DSM-Bibel macht im Ansatz, d.h. für's Verständnis psychischer Missbefindlichkeit genau das Falsche: sie definiert die Ursache im falschen Verhältnis zu Lasten der Betroffenen und nicht zu Lasten sozialer, gesellschaftlicher Disfunktion. Das ist deshalb auch ungünstig, weil dementsprechend fatale Behandlungsformen resultieren, die bloss Hilfe suggerieren: es werden Psychopharmaka verschrieben. unbequem aber wirklicher: Menschen kommen oft dadurch erst recht in schlimmste Zustände.
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  • Marta2 23.11.2016 12:21
    Highlight Thanks for sharing. I have also been depressed several times in my life. I am probably suffering from depression right now. I do not fully agree with your text. There are most likely reasons why you suffer from depression and you can get better by understanding these reasons, by accepting them and changing the way you approach life. You can also take medicine. There are no excuses for suicide - it is an extremely selfish action. There is a place and purpose for all of us. You just have to find a way to get out of the depression or learn to live with it.
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    • Bhavesh 23.11.2016 20:53
      Highlight Das ist doch genau das Problem, wenn man an einer Depression leidet, dass man eben keinen Ausweg findet und auch nicht wirklich damit leben kann. Ich leide seit meiner Kindheit an Depressionen und habe weiss Gott was schon probiert, aber es scheint für mich keinen Ausweg zu geben. Ok, ich lebe damit, denn ich bin ja noch da, aber es ist ein täglicher Kampf und kein wirklich angenehmes Leben...
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    • Mia Mey 24.11.2016 07:51
      Highlight Marta2: dein letzter Satz ist für mich der reinste Hohn über Depression.
      Ich sehe keinen Ausweg aus meinen Depressionen die mich immer wieder einholen. Das schlimmste für mich sind diejenigen, die Dep. hinter sich haben und durch ihre Heilung nun wissen wie man gesund wird. Wie Bahvesh sagt, ich lebe damit, doch angenehm ist es nicht. Gegen aussen hin ist auch alles OK. Wenn mich nach dem Aufwachen am Morgen eine Müdigkeit überrollt und das Aufstehen Kraft braucht, dann meist nicht weil ich zu wenig geschlafen habe. Da erscheint es mir als gäbe es nur einen Weg raus und ich verstehe diejenigen
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  • running_andy 23.11.2016 12:04
    Highlight Heute Morgen gelesen:

    Warum hast du Depressionen, uns geht es doch super?

    Warum hast du Asthma, es hat doch genug Luft?
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  • RedWing19 23.11.2016 11:49
    Highlight Toller Beitrag Yonni!
    Ich leide bzw. litt selbst jahrelang an Depressionen. So etwas wünsche ich nicht mal meinem ärgsten Erzfeind.

    Ich selbst habe aus dieser "Tortur" wieder rausgefunden. Dies wünsche ich jedem und jeder, die in solch einem Loch stecken.

    Phasenweise glaubte ich kaum daran, dass irgendwann Besserung aufkommen wird. Und doch muss ich rückblickend sagen, dass ich - so banal es auch klingen mag - das ein oder andere Positive aus dieser Krankheit mitgenommen habe: Ich schaue die Welt heute mit ganz anderen Augen an und schätze das Leben und die Mitmenschen auf eine andere Art!
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  • solani 23.11.2016 11:44
    Highlight Dieser Artikel ist sehr wichtig.
    Kannst du einen Artikel darüber machen, wie man damit umgehen kann wenn jemand im Umfeld das Problem hat oder wenn man die Vermutung darauf hat?
    Zum Beispiel am Arbeitsplatz.
    Und ist es schlauer die Mitarbeiter über eine Depression zu informieren oder es zu verstecken?
    Danke❤
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    • JonVerbal 23.11.2016 16:34
      Highlight Depression am Arbeitsplatz wird vielfach als Schwäche gewertet es ist aber wichtig bei einer Depression das nahe Umfeld zu informieren. In einem zweiten Schritt ist es wichtig zu ermitteln was für eine Art Depression es ist. Ist es eine Winter/Wetter/kurzeitige Gefühlsdepression (Beziehungen/Stress/Arbeit) reichen bereits zusätzliche einfache Mittel wie frische Luft, Tageslicht (am besten viel Sonne Vitamin D) gute reichhaltige Ernährung evtl Ferien. Ich persönlich empfehle auch jedem eine Tageslichtlampe besonders im Winter wegen dem fehlendem Vitamin D.
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    • JonVerbal 23.11.2016 16:40
      Highlight Sollte das alles nicht zu einer Besserung führen unbedingt einen Arzt besuchen und einen gezielten Schilddrüssen Wert Bluttest machen lassen. Eine Schilddrüsenunterfunktion führt ebenfalls zu den Symptomen die man als Depression bezeichnet Heilung ist in gut 1 Jahr möglich . Die 3 und letzte Möglichkeit ist dann Hashimoto ist im Grunde eine Autoimmunkrankheit bei der deine Antikörper die Schilddrüse angreifen. Ist nicht heilbar aber mit Medikamenten erträglich.
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  • Fountain Pen 23.11.2016 11:33
    Highlight Danke, starker Beitrag.
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  • MajaG 23.11.2016 11:24
    Highlight Danke für diesen Beitrag. Ich werde auch immer wütend, wenn sich die Leute darüber beklagen, dass "ein Meeting verpasst" oder "der Film schon anfängt" weil sich jemand das Leben genommen hat.
    Depressionen sind so mächtig, dass sie, wie du schon gesagt hast, den mächtigsten Instinkt den wir haben- den Überlebensinstinkt- aushebeln.
    Dafür kann niemand etwas. Zu sagen, man soll doch einfach wieder glücklich sein ist etwa so, wie einem blinden Menschen zu sagen, er solle halt die Augen öffnen um besser zu sehen.
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  • Anam.Cara 23.11.2016 11:08
    Highlight Danke Yonni für diesen Erklärungsversuch. Ich bin zum Glück nicht betroffen, habe aber Menschen im Umfeld erlebt, die mit dieser Krankheit zu kämpfen haben.

    Da Du die Melancholie erwähnt hast (die oft als Synonym zu Depression verwendet oder als depressives Verhalten angeschaut wird), möchte ich etwas anfügen.
    Es gibt eine antike griechische Quelle, welche die Melancholie als "edelster Gemütszustand" bezeichnet. Weil man zwar traurig, nachdenklich und grüblerisch ist, aber durchaus noch kreativ und handlungsfähig.
    Bei der Depression fallen Kreativität und Handlungsfähigkeit leider weg.
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  • Teuflisches Luismeitli (Ritterin des Sams) 23.11.2016 11:04
    Highlight Danke viel Mal für diese Zeilen.
    Es ist wirklich schwer, jemanden eine Krankheit zu zeigen oder zu verdeutlichen, wenn sie äusserlich nicht zu sehen ist.
    Danke
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  • Homes8 23.11.2016 11:03
    Highlight Mir hilft meist Ablenkung mit einem guten Musikvideo.
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    • Homes8 23.11.2016 16:49
      Highlight Voll depressiv eure Blitze, imfall
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    • blobb 23.11.2016 22:19
      Highlight ***loch, sorry.
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    • Homes8 24.11.2016 09:08
      Highlight Statt einem sorry hättest du lieber eine Erklärung angehängt, weil so ist das nur eine beleidigende Behauptung Idi*
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    • blobb 24.11.2016 13:56
      Highlight Dass du eine Erklärung brauchst, ist genug Grund.
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    • Homes8 25.11.2016 09:56
      Highlight
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  • Wolfsblut 23.11.2016 10:58
    Highlight Danke, für diesen Beitrag, Yonni. Depression ist der Krebs der Seele und das schlimmste daran ist, dass er selber nicht tödlich ist.
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    • Rendel 23.11.2016 18:24
      Highlight Depressionen sind öfters tödlich. Das ist das schlimmste daran.
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  • Griffin 23.11.2016 10:56
    Highlight Danke Yonni!
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