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Diagnose: «Allein»

Lepra war gestern.

05.11.15, 08:29 05.11.15, 08:40

Kürzlich hatte ich einen Auftritt in Luzern und da ich eine stressige Zeit hinter mir hatte, lud ich mich selber für eine Nacht ins Spa-Hotel in den Bergen ein. Ein Geschenk von mir für mich.  

Schon im Bähnli wollte sich ein Ehepaar ins gleiche Abteil setzen und die Frau fragte: «Wo sitzt Ihri Begleitig?», um festzustellen, welche Plätze sie und ihr Ehemann einnehmen könnten. «Ich bin elei, sitzed Sie nu ab», antwortete ich. Da kam er das erste Mal, der etwas mitleidige Blick, gefolgt von einem beinahe entschuldigenden «Oh ...»  

Im Hotel angekommen, bezog ich mein Zimmer mit herrlichem Blick auf die Berge und begab mich im Anschluss ins Thermalbad. Ich kam mit zwei Damen aus Luzern ins Gespräch und schon bald blickten diese suchend umher und fragten: «Isch Ihre Fründ i de Sauna?»  

«Nei, ich bin elei da.»  

Augenbrauen schoben sich gen Himmel und beide Damen sagten praktisch unisono: «Ich find' das ja lässig, dass Sie das machen, aber iiiich könnte das ja nicht.»  

Dann sei’s ja gut, dass sie’s ja nicht müssten. Ja, ihnen würde eben langweilig, so ganz ohne Begleitung. Aha. Ja eben, dann sei’s ja gut, dass sie zu zweit seien. Ja, aber sie würden mich also schon bewundern.

«Haben wir mittlerweile pauschale Panik, wenn jemand mal allein ist? Oder Angst, man könnte sich mit Alleinititis (hihi, «Titis») anstecken?»

Irgendwie kam mir meine Solo-Tour in dem Moment vor wie eine Mischung aus Lepra und Mount Everest-Besteigung. Als wäre ich wahnsinnig mutig, aber machen wollen würde es dann eben doch niemand.  

Beim Abendessen setzte ich mich mit meinem Buch (übrigens sehr zu empfehlen: «Das Ende der Schonzeit» von Werner Rohner) im gehobenen Hotel-Restaurant an einen Tisch.  

Und wieder: «Wänd Sie scho öpis bstelle oder warted Sie uf Ihri Begleitig?»  

«Nei, isch guet. Ich bin elei.»  

Wieder ein Blick, als hätte ich gerade mein Kuscheltier verloren, gefolgt von hurtigem Wegräumen des zweiten Gedecks auf dem Tisch. Der Kellner, und er meinte es sicher gut, kam dann geschätzte 746 Mal an meinem Tisch vorbei und fragte, ob alles in Ordnung sei. Auch von ihm kam ein: «Isch Ihne nanig langwiilig?» Hehehehe. Nei. Gopf.  

Irgendwann kam ich an den Punkt, wo ich dachte: Was zur Hölle ist eigentlich los? Haben wir mittlerweile pauschale Panik, wenn jemand mal allein ist? Oder Angst, man könnte sich mit Alleinititis (hihi, «Titis») anstecken?  

Ich beobachte das nicht nur als Reaktion auf Leute, die allein sind, sondern auch ganz generell in Beziehungsfragen. Haufenweise meiner Bekannten sind, selbst nach dem Ende jahrelanger Beziehungen, innert Wochenfrist auf Tinder oder ähnlichem. Als wäre es unmöglich zu ertragen, mal einfach einen Moment mit sich selber zu sein. Und dann beklagen sie sich, dass keine/r passt. Kunststück! Du weisst ja nicht einmal, wer du bist, weil du keine einzige Sekunde einfach mal mit dir allein gewesen bist und herausgefunden hast, was die vergangene Zeit und die vergangene Beziehung eigentlich für einen Menschen aus dir gemacht haben.  

Das Problem, so scheint es mir, ist nicht die Angst vor dem Alleinsein, sondern die Angst vor der Einsamkeit. Und ja: Selbstverständlich bin ich ab und zu einsam. Nur vergisst man gerne, dass man das auch durchaus inmitten einer Beziehung sein kann.  

Was ist also das Problem mit dem Alleinsein? Was treibt Menschen von Beziehung zu Tinder zu Parship zu Beziehung? Die Angst vor der Einsamkeit oder das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Bestätigung? Hat man Angst, die Leute könnten denken, man sei unattraktiv oder unbeliebt, wenn man mal eine Weile für sich ist? Haben wir keine anderen Werte mehr, über die wir uns identifizieren können, als die Anzahl an Menschen, die mit uns zusammensein – oder zumindest mit uns schlafen oder uns auch nur «matchen» – wollen?

Unbestritten: Die Suche nach der Liebe ist ein Kernthema jedes Menschen. Aber zu welchem Preis?  

Manchmal dünkt es mich, als dächten viele, sie seien ohne PartnerIn nicht komplett – und dass sie deshalb lieber mit irgendwem zusammen sind als allein. Dann sitzt der Deckel halt mal nicht ganz auf dem Topf, aber besser als gar nichts.  

Dabei gibt’s einen Deckel, der immer auf deinen Topf passt, und das bist du selbst. Wenn man das nicht versteht, versucht man Deckel um Deckel und ist doch nicht vollständig, weil einem das Gefühl fehlt, beim Scheitern einer oder ohne eine Beziehung trotzdem noch ein Ganzes zu sein und man sich deshalb an Verbindungen klammert, die längst zerbrochen oder gar schädlich sind.  

Und ich für meinen Teil halte das für viel gefährlicher als die Diagnose: «allein».

Yonni Meyer

Yonni Meyer (33) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt. 
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  • Schnurri 29.04.2016 18:51
    Highlight Ich denke viele Leute würden gerne mal solche Sachen alleine tun. Nur ist dies, wie von dir beschrieben, nicht Gesellschaftsfähig. Und wer will schon nichr Gesellschaftsfähig sein. Darum mehr Mut zum allein sein!
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  • achsoooooo 09.04.2016 18:37
    Highlight viele Leute scheinen "allein sein" mit "einsam sein" zu verwechseln. Ich, für meinen Teil, bin lieber in keiner als in schlechter Gesellschaft.
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  • Stambuoch 20.11.2015 18:03
    Highlight Ja, liebe Yonni, ich kann Deine Worte sehr gut nachvollziehen. Zusammengeflickt mit Deinem Text zum "kalten Zürich" (Wobei ich aus eigener Erfahrung weiss, dass ihr Zürcher dieses "Kalte" nicht exklusiv habt. Evt. ein schweizerisches Phänomen) muss ich sagen: 100% einverstanden.

    Ich war in meinem Leben etwa 8x mehr Single als in einer Beziehung. Da reist man viel alleine und dieser Rechtfertigungsdruck dafür ist mühsam. Was erwarten die Leute? dass man sich als Single zu Hause einschliesst und seine Reiseträume so lange begräbt, bis man eine Partnerin hat? Danke für Deine Worte!
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  • farrah 10.11.2015 15:00
    Highlight Pony M. mit diesem Kommentar möchte ich dir allerherzlichst danken! Ich zerreise mir den Kopf seit Wochen, weil ich nicht weiss wie ich wieder Männder kennenlernen könnte, und bin dagegen mich auf Tinder anzumelden. Natürlich war mir immer schon klar dass es auch einfach wichtig ist mit sich selbst zufrieden und vollständig zu sein, trotzdem hat mich das alleinsein noch nie so richtig glücklich gemacht...dein Post hat mich aber eben aufgeweckt und zum lächeln gebracht! :)
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  • Eisenhorn 06.11.2015 16:40
    Highlight Scheint so als ob man heute immer etwas tun muss. Immer in Bewegung sein. Immer eine Freundin, ein Flirt oder zumindest ein One-Night-Stand denn wenn man schon Single ist muss man das ja auch "ausnutzen".Im Urlaub muss man wohin, am besten nicht alleine und weit weg! Zuhause den Urlaub verbringen am schlimmsten noch alleine ist Tabu! Oder wie andere es nennen "Zeitverschwendung". Ich bin oft alleine aber selten einsam und ich bin sehr oft glücklich jedoch selten "beschäftigt". Ich brauche keine Ablenkung von mir, den ICH bin zufrieden mit mir und meinem Leben!
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  • BeniWidmer 06.11.2015 10:43
    Highlight gute geschichte mit tollem denkanstoss. habe ich auch immer so gefühlt, aber nicht ausgesprochen. vielleicht aber auch eine verbindung zu all den jungen männern, die ins puff gehen...
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  • AllknowingP 06.11.2015 09:37
    Highlight Empfinde ich auch so. Ich bin in einer sehr glücklichen Beziehung und mir fehlt es an nichts. 2-3x im Jahr aber brauche ich ein, zwei Tage "mit mir". Das ist erstens für mich sehr wertvoll und erholend (nicht dass ich von meiner Partnerin Erholung bräuchte, aber ein bizli von "der Welt")
    und zweitens auch eine Bereicherung für unsere gemeinsame Beziehung. Ich kann das also nur empfehlen :-)
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  • Frohes Locken 05.11.2015 21:07
    Highlight Interessanter Denkanstoss! Für viele Menschen ist das allein in der Öffentlichkeit sein beinahe schon ein klares Indiz:"Aha, dieser Mensch ist alleine hier, der hat wohl kein grosses soziales Umfeld." In den letzten Jahren hat es sich meiner Meinung nach mehr und mehr zu einem Zwang zur Gruppe verschoben, jeder hat seinen kleinen Zirkel, aber in der Öffentlichkeit den Kontakt zu anderen Menschen zu finden, stellt sich als ziemlich schwer heraus. (anders als jetzt zum Beispiel im englischen Sprachraum)
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  • Gelöschter Benutzer 05.11.2015 20:34
    Highlight Und ich dachte immer, ich sei zu sensibel...
    Danke Yonni, dass du deine Gedanken offen teilst und uns Singles damit bestärkst
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  • shakra 05.11.2015 18:10
    Highlight Haha genau das selbe, als ich ein Wochenende allein in Oslo war ;-) Ich bin ab und zu sehr gerne nur mit mir unterwegs :-)
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  • Zeit_Genosse 05.11.2015 17:12
    Highlight Alleine hat für mich eine positive Qualität. Es ist schön, mal nur für sich sein zu können, ohne Ansprüche anderer oder an andere. Es ist ein starker Zustand. Anders ist Einsamkeit. Für mich eine negative Qualität. Die Alleinigkeit (ich sags mal so) soll man offen und öffentlich geniessen lernen. Wer es mit sich selbst gut kann, kann es meist auch mit anderen gut. So ist das Alleinsein eine gute Medizin gegen Einsamkeit, die auch bei Paaren oder unter vielen Menschen Einzug halten kann.
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  • Salome Bigler 05.11.2015 13:13
    Highlight Ich finde es auch einen super Text. Ich war auch schon oft alleine Unterwegs und schon alleine gereist. Was ich für mich schwieriger finde, ist hier in Zürich alleine am Abend in den Ausgang zu gehen. Dies ist beispielsweise viel einfacher in Berlin. Ich weiss nicht warum das so ist, ich habe das Gefühl man wird gleich viel weniger verurteilt, bzw. den Leuten ist es egal ob man nun mit Freunden oder alleine da ist.
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    • rasca 05.11.2015 16:46
      Highlight Berlin hat eine authentische Techno Szene mit Rave Werten. Grundsätzlich überall wo das noch existiert kannst du alleine hingehen und wirst Freunde finden. Auch in Zürich gibts das durchaus noch abseits der "Mainstream" Clubs & Genres, wo's eh nur um Fleischbeschau geht und nicht um Musik.
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  • Marie__ 05.11.2015 13:05
    Highlight Ich verstehe das sehr gut, was Pony hier schreibt. Seit Jahren mache ich hin und wieder alleine Ferien. Manchmal, weil ich Single bin und einfach niemand sonst Zeit hat – dann ist es ein Müssen, das man sehr gut in ein paar Tage sinnvolle Psychohygiene umnutzen kann. Manchmal aber auch, weil ich einfach will – und das verstehen viele nicht. Es tut gut, machen zu können, worauf man gerade Lust hat – und dabei das gute Gefühl zu haben, sich selbst zu genügen. Ich ermutige alle, das ab und zu auszuprobieren! Es wirkt!
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  • no0815girl 05.11.2015 13:03
    Highlight Ich liebe übrigens alleine Essen. Vor allem mit einem guten Buch. Einen tollen Gesprächspartner schätze ich ebenfalls, aber alleine mit einem Buch hat eine ganz andere Qualität. Ich setze mich gern ab und an in mein Lieblingsrestaurant zusammen mit einem Buch.
    Oder Kino. Geht alleine super. Für die Unterhaltung ist eh schon gesorgt.
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  • Bruno Wüthrich 05.11.2015 10:38
    Highlight Starker Text. Doch er beleuchtet nur einen Aspekt. Es hat aber mindestens noch einen weiteren: Nämlich den, dass es für viele Menschen schwer ist, sich mit sich selbst auseinander setzen zu müssen. Denn da könnten für viele Dinge heraus kommen, die man lieber nicht sehen und nicht hören möchte. Vielleicht, weil diese Dinge depressiv machen (könnten). Bei sich selbst auf den Grund gehen, können nicht alle. Zumindest nicht, ohne zu befürchten, dabei Schaden zu nehmen. Allein sein, allein zu reisen, oder sich mit sich selbst auseinander zu setzen, ist deshalb auch eine Frage des Selbstvertrauens.
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    • no0815girl 09.04.2016 18:25
      Highlight Wenn man aber das allein sein mit sich geniessen kann, sind das doch schon gute Voraussetzungen dafür, dass jemand anderes auch gerne mit mir alleine ist :-)
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    • Bruno Wüthrich 10.04.2016 22:41
      Highlight Das würde ich jederzeit unterschreiben!
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  • Gelöschter Benutzer 05.11.2015 10:16
    Highlight Starker Beitrag von Ihnen! (Das sagt einer, denn Sie auf FB blockiert haben).

    Als ich im AD tätig war, war ich immer allein unterwegs - wenn ich mich dann in ein Cafe oder eine Beiz setzte in einer Pause, hat mich mich immer so schief angeschaut.

    Ganz zu schweigen, wenn ich dann am Mittag jeweils allein gegessen habe im Restaurant. Unglaublich wie Leute dann gaffen und tuscheln können.

    Gibt doch nicht besseres, als regelmässig für sich sein zu können.

    Bin übrigens in Luzern tätig - lade Sie (obwohl Sie gerne allein sind) gerne mal auf einen guten Kaffee ein.
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  • sheshe 05.11.2015 09:48
    Highlight Ich war fast 5 Jahre on-off auf Reisen - natürlich alleine. Ich habe mich da kennengelernt, wie ich es nie für möglich gehalten habe. Wenn du Abend um Abend alleine in irgendeiner Wüste bist, gibt es nichts anderes als sich mit dir selbst auseinander zu setzen. Ich habe also gelernt alles alleine zu tun und habe momentan dafür Schwierigkeiten, mich wieder mit anderen zu arrangieren. Aber man kann viele Sachen alleine machen und sich trotzdem wohl fühlen. Man muss es nur lernen...
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  • Wiesopferd 05.11.2015 09:16
    Highlight Ich bin oft alleine unterwegs. Lange Zeit traute ich mich nicht alleine zu verreisen. Wie sieht denn das aus, "hat die keine Kollegen?". Aber je älter ich wurde, desto mehr sank die Hemmschwelle. Meine erste Alleinreise war eine Offenbarung. Seit dem würde ich am liebsten nur noch alleine reisen. An einem muss ich aber noch arbeiten. Mich alleine ins Restaurant zu setzen ohne mich komisch dabei zu fühlen, das schaffe ich noch nicht.
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    • Sinriu 05.11.2015 09:28
      Highlight Irgendwann kannst auch Du an einem Samstag, nachdem Zahltag war (also wenns so richtig voll ist im Resti) alleine Essen gehen. Ist wirklich nicht schlimm ;)
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  • Dareos 05.11.2015 09:07
    Highlight Gut geschrieben Pony! Ich kenne das Problem nur allzu gut und befinde mich immer wieder in einer solchen Situation. Ich geniesse jeden Augenblick mit mir alleine, denn "Salvation is found alone". Mit meinen Gedanken alleine fühle ich mich absolut wohl! Wo ich jedoch grosse Probleme habe ist das alleine sein unter anderen. Wie du es in deinem Text beschrieben hast. Nicht weil ich nicht mir alleine sein kann, sondern weil mich die Blicke und Gedanken der anderen Personen stören. Ich fühle mich total unwohl in solchen Situationen...
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  • schwasan 05.11.2015 09:04
    Highlight Bravo! Ich gehe beispielsweise gerne einfach mal alleine tanzen. Kommts dann zu einem Gespräch und ich stelle nicht gleich all meine, in dem Moment nicht vorhandenen, 100 Freunde vor, kommt unisono die Frage: 'bisch ellei da?' Auf meine Antwort folgt dann praktisch immer ein ultramitleidiges 'chasch imfall schochli mit eus sii' Wow, merci aber nei danke ich schaffs gradno ellei zum tanze :)
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    • Kyrie 05.11.2015 14:56
      Highlight Grandios! <3
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  • Sinriu 05.11.2015 09:03
    Highlight Ich hatte bisher ähnliche Erfahrungen wenn ich allein in ein Hotel ging. Muss aber sagen, dass das gesamte Personal bereits im Vornherein wusste, dass ich alleine bin und mein Tischchen beim Essen war sehr geschickt platziert. Das Personal genau so nett, wie zu den anderen Gästen. Und ich habe jeweils uu tolle Leute kennengelernt beim Aperöle etc. - mal abgesehen von den Frauen, die mit Partner dort waren und mich sofort als potenziell gefährlich weil alleine einstuften :) Bisher war ich 8 mal alleine in den Ferien und ich werde es immer wieder machen :)
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    • Tilia 05.11.2015 15:16
      Highlight alleine in die ferien hab ich mir soeben auch gegönnt. mann zuhause ich mit dem auto die küste entlang in andalusien. es war wunderschön nur abends ein wenig komisch in den bars. die südländer findens noch viel schräger wenn eine junge frau abens alleine unterwegs ist. ich bin froh sind die hexenverbrennungen vergangenheit aber in den augen lodern die feuer bei einigen noch :-)
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  • Datsyuk * 05.11.2015 08:49
    Highlight Ja, alleine zu sein bzw. sein zu können ist wichtig. Man muss sich selbst ja kennen und etwas mit sich allein bewerkstelligen können. Yonni, jetzt erhältst du viellicht viele Zuschriften. :-)
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  • Gelöschter Benutzer 05.11.2015 08:46
    Highlight Riiiiiichtiiiiiig!! Super Text.
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«Big is beautiful»– und warum das für mich als Übergewichtige nicht stimmt

Vor Kurzem bekam ich eine Leserzuschrift, in der mich eine junge Frau sehr energisch darum bat, mich für Body Positivity einzusetzen. Sie nannte dabei Beispiele wie «Eff Your Beauty Standards». Kurz: Alle Menschen sind schön, wobei in diesem Fall hauptsächlich die Schönheit Übergewichtiger gemeint ist.  

Finde ich das? Finde ich, dass sich die Schönheitsideale aller anderen f***** sollten und dass alle Menschen schön sind?  

Nope. Ich finde nicht alle Menschen schön. Und ich …

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