Briefe von der Heimatfront

Briefe von der Heimatfront (4)

Deutsche Masseneinwanderer, errichtet Siedlungen und bewaffnete Forts!

14.02.14, 16:50 28.03.14, 15:35

Leo Fischer

Es ist Valentinstag, doch wird in der Schweiz schon seit Sonntag über Liebe gesprochen. Bei den deutschen Einwanderern ist es gekränkte Liebe: Warum, liebe Schweizer, dieses Votum? Mögt ihr uns denn nicht mehr? Nach allem, was wir für euch getan haben? Wir kochen euren Kaffee, wir versorgen eure Kranken, wir erforschen eure Hirne, wir verwalten euch auf dem höchsten Stand moderner Verwaltungswissenschaft!

Einige Schweizer, das zeigen die Internetkommentare, fühlen sich ertappt wie ein fremdflirtender Ehemann: Es war doch alles nicht so gemeint! Wir lieben euch doch! Wir meinen doch die anderen! Die Ausländer, die man nicht sieht! Die Ausländer, über die immer so viel Schlimmes in der Zeitung steht! Die fiktiven Ausländer müssen weg, nicht die realen, nicht die, die schon da sind! Spätestens hier muss der Kolonist ein wenig am Verstand der Eingeborenen zweifeln, denn sie haben offensichtlich bei einer Sache unterschrieben, deren Wortlaut sie nicht kannten.

«Andere, deren Liebe schon erloschen ist, sind stolz auf das Votum: Jawohl, jetzt haben wir's dem allmächtigen Europa mal gezeigt!»

Andere, deren Liebe schon erloschen ist, sind stolz auf das Votum: Jawohl, jetzt haben wir's dem allmächtigen Europa mal gezeigt! Dabei sind sie gerade in der Haltung zur Einwanderung die allerbesten Schüler der EU, und auch rechtspopulistische Bauernfänger wurden zuerst in der EU patentiert. Wenn man der EU weiter alles nachmacht, wird mit Swissex wohl demnächst bald ein Pendant zu Frontex entstehen; Schnellboote werden mit Maschinengewehren über den Zürichsee jagen, Scharfschützen illegale Pizzaboten von den Mopeds schiessen.

Andere, die mit dem Denkzettel in der Wahlurne gleich das Denken abgegeben haben, argumentieren so: Wenn wir wie Ausländerfeinde wirken müssen, um weniger Ausländer im Land zu haben, dann werden wir eben so wirken – auch wenn wir wissen, dass wir keine sind. Wir brauchen nämlich keine Ausländer, um zu zeigen, wie tolerant wir sind!

Welchen Rat kann man den deutschen Kolonisten in dieser Situation geben? Vielleicht wäre es klug, sich an der Frühphase der zionistischen Bewegung zu orientieren. Auch die hatte nicht nur mit einer öden Natur zu kämpfen, sondern mit einer feindlich gesonnenen Umgebung, die die Siedler mit allen Mitteln aus dem Land haben wollte. Doch die blieben hartnäckig, vernetzten sich, kämpften für ihre Interessen; in den Herkunftsländern sammelten Vereine Geld, um Grundbesitz im Heiligen Land zu erwerben.

Baut also auf, deutsche Kolonisten! Errichtet Siedlungen und bewaffnete Forts! Gründet Kibbuzim, und wenn sie zerstört werden, baut sie wieder auf! Ihr habt nichts zu verlieren als euer Visum.

Leo Fischer

Der ehemalige Chefredaktor vom Satiremagazin «Titanic» schreibt jede Woche einen «Brief von der Heimatfront». Er liefert den deutschen Invasoren in der Schweiz Schlachtpläne, wie sie die deutsche Dominanz in den Universitäten oder dem Gesundheitswesen noch stärker durchsetzen und festigen können. Er wird aber auch seinen Landsleuten mit ordentlich Humor grob aufs Dach hauen. 

Hier schreibt Leo Fischer auch: Titanic

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • bördy 21.02.2014 12:09
    Highlight Der Vorschlag hat was. Am besten organisiert Ihr Euch auch gleich so, dass Ihr abwechslungsweise die Chefs der jeweils anderen seid, bleibt unter Euch und geht Euch gegenseitig auf den Keks.
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  • susannbo 18.02.2014 19:40
    Highlight Lieber Leo Fischer, Ihre Ironie in Ehren! Aber so simpel, wie Sie es darstellen ist es ( leider) nicht!
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  • Wolfsblut_2 15.02.2014 16:38
    Highlight Geliebter Heimatfrontschreiber, vielleicht klappts diesmal ja tatsächlich, dass Ihr Deutschen die Schweiz, das Stachelschwein, auf dem Rückzug einsackt. Passt einfach auf, wo Ihr die Siedlungen errichtet. Mit rollenden Baumstämmen, Morgensternen und Hellebarden waren wir schon einmal erfolgreich im Kampf gegen fremdes Herrengehabe. :-)
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  • Gelöschter Benutzer 15.02.2014 12:47
    Highlight Also, ich habe die "briefe von der heimatfront" bis heute gelesen. Vielleicht hab ich zuviel erwartet. ....Ich schaetze des deutschen redegewandtheit, die rhetorischen faehigkeiten die einem schweizer abgehen, die wortspiele deutscher kabaretisten und zynische randbemerkungen des dieter hildebrandt werden mir immer in erinnerung und vergnuegen bereiten. Aber was sie hier loslassen koennen sie "IMHO" getrost weglassen, weder lustig, satire, zynisch noch erhaltenswert.
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    • Oberon 16.02.2014 13:36
      Highlight Jo das Leben ist eine einzige bürde und Spass sollte auf Androhung der Todesstrafe verboten werden. Falls Sie noch kein SVP Mitglied sind schicke ich Ihnen gerne GRATIS ein Anmeldeformular. ;)
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Neue Breitseite der Klischeekanone

Die Schweiz aus deutscher Sicht – böse, böse, böse (Nazis)

Platz da, Hoppla, jetzt kommt er: Unser wohl teutonischster Kolumnist bestückt unser neues Genre Klischeekanone. Schluss jetzt mit der Schweizer Nabelschau, Leo Fischer hat die Feder gespitzt und bohrt sie nun von der Heimatfront aus tief ins kantonale Herz. Die einen sterben daran, andere werden vortrefflich gekitzelt.

Die Nutzer der App können unter diesem Link hineinzoomen.

(Via Alphadesigner)

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