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Frankreich

Alles nur Show – Die Staatschefs waren gar nicht an der Spitze des Trauermarschs

Die Macht des Bildes

Alles nur Show – Die Staatschefs waren gar nicht an der Spitze des Trauermarschs

Die Staatschefs dieser Welt – vereint in ihrer Solidarität mit den Opfern der grausamen Terroranschläge in Paris – marschieren ohne Berührungsängste an der Spitze einer der grössten Kundgebungen aller Zeiten in Paris – oder wie war das genau?
13.01.2015, 11:2513.01.2015, 11:38

So berichteten die Zeitungen nach dem Trauermarsch in Paris am Sonntag:

«­Gemeinsam mit Frankreichs Präsident François Hollande liefen Staats- und Regierungschefs aus 50 Ländern an der Spitze des republikanischen Marschs durch Paris.»
SDA/AFP
Bild
Bild: EPA/REUTERS/POOL
Bild.de: «44 Regierungschefs demonstrieren für Freiheit und Toleranz – Israels Premier Netanjahu und Palästinenser-Präsident Abbas in der ersten Reihe.»
bild.de
Srf.ch: «Hunderttausende Menschen haben in Paris der Opfer der islamistischen Anschläge der letzten Woche gedacht. Angeführt wurde der Zug von Staatspräsident François Hollande, der den Hinterbliebenen Trost zusprach.»
srf.ch
Auch watson titelte: «Die Mächtigen der Welt Arm in Arm voraus.»
watson

Nur, was den meisten Zeitungslesern und Fernsehzuschauern verborgen blieb: Die 50-köpfige Entourage bewegte sich abseits der 1.5 Millionen Demonstranten, die am Sonntag Strassen von Paris säumten. In einem abgeschirmten und streng bewachten Strassenzug, wie der Independent vermutete. 

Noch einmal, in drei Schritten:

1. Das war das Bild, das der Öffentlichkeit am Sonntag vermittelt wurde: Merkel, Hollande und Co. an der Spitze des Trauerzugs

2. Oder doch nicht? 

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screenshot/sky

3. Tatsächlich, die Staatschefs marschieren für sich alleine

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screenshot/sky

In den sozialen Medien tauchten schnell einmal Screenshots auf, welche die wahre Dimension des Polit-Trauermarsches belegten. 

Einige User beklagten die Inszenierungswut der Politiker-Garde, die nur für die Kameras erschienen, andere sprachen von einem gezielten Täuschungsmanöver der Medien. Tatsächlich waren in den etablierten Tageszeitungen und Online-Medien praktisch ausschliesslich Fotos zu sehen, die suggerierten, dass die hochrangigen Politiker den Trauerzug anführten.

Andere stören sich weniger daran, dass Hollande und Co. für sich alleine liefen und wiesen auf Sicherheitsaspekte hin:

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