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Brand in Berliner Saunaclub: Rettungskräfte am Unglücksort. Bild: CLEMENS BILAN/EPA/KEYSTONE

Drama in Berliner Saunaclub: Drei Menschen sterben bei Grossbrand

06.02.17, 06:25 06.02.17, 08:22

In den brennenden Räumen eines Berliner Saunaclubs sind drei Männer ums Leben gekommen. Ein weiterer wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Spital gebracht. Die Brandursache ist noch unklar.

15 Männer seien vor Ort untersucht worden, aber unverletzt geblieben, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die bei nächtlicher Kälte nur mit weissen Handtüchern bekleideten Saunabesucher kamen in einem Feuerwehrbus unter.

Das verwinkelte Etablissement erstreckt sich über Erdgeschoss und Keller eines siebenstöckigen Gebäudes in der Kurfürstenstrasse im Berliner Stadtteil Schöneberg. Es bestehe aus Saunen und «Spielwiesen», sagte der Sprecher. Zudem gebe es 60 enge Einzelkabinen mit jeweils einem Bett darin – von der Grösse vergleichbar mit einer Solariumkabine.

«Es war sehr arbeitsaufwendig, jede einzelne aufzubrechen und zu kontrollieren», sagte der Sprecher. Zunächst waren mehrere Menschen vermisst worden. Insgesamt hielten sich beim Eintreffen der Retter knapp 30 Menschen in dem Saunaclub auf.

Isolierter Brand

Die Feuerwehr war um 22.23 Uhr alarmiert worden. 80 Einsatzkräfte rückten mit 30 Fahrzeugen an und konnten das Feuer relativ schnell löschen. Nach Angaben der Rettungskräfte breiteten sich die Flammen nicht auf die darüberliegende Seniorenresidenz aus. Die Bewohner wurden angewiesen, in ihren Zimmern zu bleiben.

Der nur wenige hundert Meter vom Breitscheidplatz und der Gedächtniskirche entfernte Saunaclub trägt den Namen «Steam Works». Nach Informationen der Zeitung «B.Z.» handelt es sich um den 2000 Quadratmeter grossen Nachfolger des «Apollo-Splash-Clubs».

Die Fassade des Gebäudes blieb unbeschädigt. Von aussen deutete nur eine dicke Schicht Löschschaum vor dem Eingang und Brandgeruch auf das Drama hin, dass sich im Inneren abgespielt haben muss.

Die Brandursache war zunächst unklar. Das Landeskriminalamt will am Montagmorgen dazu die Ermittlungen aufnehmen. Die Todesopfer wurden noch in der Nacht in die Gerichtsmedizin gebracht. (sda/dpa)

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  • Loeffel 06.02.2017 07:07
    Highlight Warum wird im Artikel so rumgeeiert und um den heissen Brei rum artikuliert, als dürfte man nicht sagen was das für ein Etablissement war? Es ist ein Gay-Sauna Club. Das darf man doch sagen. Auf jeden Fall eine üble Geschichte dieser Brand.
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    • Fabio74 06.02.2017 08:01
      Highlight Übel. Vor paar Jahren durfte man im UG rauchen. Fand das damals bedenklich von wegen Sicherheit. Ohne Ermittlungen vorgreifen zu wollen.
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    • Charlie Brown 06.02.2017 09:42
      Highlight @Loeffel: Was genau tut die sexuelle Ausrichtung der Gäste zur Sache?
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    • Loeffel 06.02.2017 11:51
      Highlight @charlie: Natürlich nichts. Deshalb soll es auch nicht tabuisiert werden. Wärs eine jüdische Synagoge gewesen, hätte ja man auch geschrieben, dass der Brand in einer "Einrichtung für religiöse Aktivitäten" ausbrach, sondern man hätte einfachheitshalbe Synagoge geschrieben.
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