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Polizei warnt: Mit diesem fiesen Trick hauen Betrüger Facebook-Nutzer übers Ohr

Publiziert: 20.01.16, 10:28 Aktualisiert: 20.01.16, 10:44

Mit gefälschten Profilen versuchen Kriminelle derzeit, Facebook-Nutzern aus der Schweiz, Österreich und Deutschland Geld aus der Tasche zu ziehen. Neu ist die Betrugsmasche nicht, aber derart perfid, dass selbst vorsichtige Zeitgenossen darauf hereinfallen können.

In den vergangenen Tagen sind bei der Kantonspolizei Solothurn mehrere Meldungen eingegangen. Die unbekannte Täterschaft belastet dabei mittels Trick die Telefonrechnung der Geschädigten. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Vorsicht.

So funktioniert der Online-Angriff:

Die Angreifer hacken zunächst das Facebook-Profil von Freunden und Bekannten. Mit dem gekaperten Profil versenden sie eine Freundschaftsanfrage, die man vermutlich annimmt, da es sich ja um eine Person handelt, die man vermeintlich kennt. Nur Minuten später nehmen die Kriminellen über den Facebook-Chat Kontakt mit dem Opfer auf. Das Gemeine: In der Schweiz werden die Opfer gar landestypisch mit «Hoi» angeschrieben. Auch ein Redaktor des IT-Magazins «PC Tipp» hat am Dienstag Erfahrung mit den Betrügern gemacht und den folgenden Screenshot veröffentlicht.

Die betrügerische Nachricht lautet: «Hoi :-) Whe gehds dir. Gib mal dein handy nummer?»
bild: pctipp

Auch watson-User haben sich bei uns gemeldet und vor der aktuell grassierenden Betrugsmasche gewarnt. Es ist daher davon auszugehen, dass die Betrüger derzeit in der Schweiz besonders aktiv sind.

bild:  bjoern aschlimann

Wofür wollen die Kriminellen die Handynummer?

Die Polizei schreibt:

«Das Ziel der Täterschaft sind Bestellungen auf Rechnung der Betrugsopfer. Dazu benötigen die unbekannten Täter vom Betrugsopfer sowohl dessen Mobiltelefonnummer als auch einen Bestätigungscode. Um an diese zu gelangen, gibt sich die Täterschaft über ein gefälschtes Profil als Freund aus und kontaktiert das Opfer via Facebook Messenger. Zuerst wird nach der aktuellen Telefonnummer gefragt und anschliessend erhält das Opfer per SMS entweder eine Aufforderung zur Bestätigung oder einen PIN-Code, welchen die Täterschaft danach vom Opfer verlangt.»

Kantonspolizei Solothurn

Wer dem vermeintlichen Facebook-Freund die Handynummer schickt, erhält eine SMS mit der Bitte, dass man mit «Y» (steht für Yes) antworten soll, um 100 Franken per PayPal zu überweisen. 

Spätestens bei dieser Zahlungsaufforderung müssten die Alarmglocken schrillen und klar sein, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt.
bild:  bjoern aschlimann

So schützt du dich

Die Polizei rät:

Wer eine betrügerische Nachricht erhält, sollte das gefälschte Konto bei Facebook melden, damit nicht auch noch andere Freunde in die Falle tappen. Wurde das eigene Facebook-Profil kopiert, sollten Betroffene ihre Freunde warnen. Ausserdem kann man in diesem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten oder den Betrug bei der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) melden.

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  • Jaing 20.01.2016 20:34
    Highlight Dummerweise habe ich mein ganzes Geld an Princess Suleika Masunga aus Nigeria überwiesen. Aber sobald sie das Erbe ihres kürzlich verstorbenen Vaters - er war König seines Stammes und machte Geld mit Öl! - mit mir geteilt hat, werde ich meinem Freund helfen.
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  • deleted_841640855 20.01.2016 19:59
    Highlight Habe auch schon eine solche Anfrage erhalten. Die Sache stinkt ja schon, wenn man das leere kopierte Profil anschaut. Wer dann auch bei einer dubiosen Nachricht nicht stutzig wird hats nicht anders verdient.
    16 1 Melden
    • Skeagle 21.01.2016 09:19
      Highlight Finde ich nicht. Es gibt auch ältere Menschen die das nicht so leicht durchschauen wie die jüngeren.
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  • Gibaue 20.01.2016 13:34
    Highlight Die Betrüger sind auch nicht mehr Das was sie mal waren. Früher gabs wenigstens noch ein paar erheiternde Anekdoten von afrikanischen Prinzessinnen, versteckten Goldschätzen und bösen Diktatoren die den reichen Kalifen-Papi erpressen zum Betrugsversuch dazu.
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  • Gabbo 20.01.2016 13:03
    Highlight Meine Meinung: Wer es soweit kommen lässt, dass Nummern ausgetauscht werden oder gar bei Pin Anfragen nicht stutzig wird, dem geschieht das recht. Das Schlimme daran ist, dass es bei den meisten ja keine Lehre ist, sondern immer wieder dieselben drauf reinfallen. Mir ist damals auch ein Brief reingeflattert und ich habe aus "Angst" die Kosten bezahlt; 2 Wochen später wusste ich dank Kassensturz wie ich hätte handeln sollen. Geschehen ist mir sowas seit damals nicht mehr.

    Die Menschheit verblödet, das kann mann tagtäglich auf den sozialen Netzwerken betrachten. Teilen, teilen, teilen....
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    • exeswiss 20.01.2016 23:13
      Highlight mir hat mal ein gewisser Olaf Tank ein schreiben geschickt mit zahlungsbefehl, ausgestellt vom landgericht köln, natürlich ohne stempel oder siegel. sollte 96.- bezahlen.
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    • Gabbo 21.01.2016 11:00
      Highlight Und hast Du bezahlt? :D
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    • exeswiss 21.01.2016 20:07
      Highlight nää, hab nen brief zurückgeschrieben das ich rechtliche schritte erwäge. antwort bekam ich nie.
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  • Scooby (der richtige) 20.01.2016 12:43
    Highlight Es werden keine Konten gehackt oder dergleichen. Die Betrüger kopieren ein Konto und kontaktieren dann alle in der Freundesliste des Originals.
    Ist mir auch schon passiert. Aber gebe meine Nummer doch nicht einfach so raus an jemanden, der sie eigentlich besitzen sollte...
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  • Hierundjetzt 20.01.2016 12:18
    Highlight Ich würde sofort Geld senden. Weil mir ja meine Freunde immer via Messenger schreiben und NIE gar rein NIE via SMS. Ich auch NIE via SMS zurückschreibe. Weil ich meine Freunde auch nicht kenne. Darum auch nicht weiss, wer den Geldprobleme hat. Weil meine Freunde nur via PayPal zu Geld kommen.

    Hergott wie Dumm muss man eigentlich sein? Kein wunder rauscht unser Land in der PISA Statistik immer weiter nach unten.
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  • Matrixx 20.01.2016 12:12
    Highlight Also, wer mir eine Nachricht in derart schlechtem Deutsch schickt, wird 1. ignoriert und 2. gelöscht.
    Ausserdem, wenn mich ein Bekannter nach der Nummer fragt, schick ich gleich eine Nachricht auf dessen Handy.
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  • Kza 20.01.2016 12:00
    Highlight Da steht im SMS, dass man 100 Franken bezahlt, wenn man Y zurückschickt. Es steht da, herrgottnochmal. Hirn einschalten und gut ist.
    95 1 Melden
    • Matrixx 20.01.2016 12:15
      Highlight Brain.exe nutzt eben leider nicht jeder.
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    • The Destiny 20.01.2016 17:57
      Highlight .exe Programme funktionieren nich auf Apple Systemen und diese sind in der Schweiz ja im Mobilbereich sehr beliebt.
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    • Matrixx 20.01.2016 19:17
      Highlight Stimmt.
      Müsste man man Brain.exe also in Brain.apk konvertieren, dann läufts auf zusätzlichen Geräten.

      Nutzt Apple auch .apk, oder haben die wieder eine Extrawurst? (Sorry, seit dem iPod kein Applegerät mehr in Händen gehalten...)
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    • The Destiny 20.01.2016 20:15
      Highlight ka. ob apk's funktionieren würden, glaube nicht, wie wärs mit Brain.zip ?
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    • Matrixx 20.01.2016 21:54
      Highlight Nein. Zip-Dateien sind unpraktisch. Viele stellen sich zu blöd an, um sie zu entpacken.

      Und man muss sie auch nicht komprimieren. Bei den meisten erreicht die Datei bestenfalls 30 MB...
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    • The Destiny 20.01.2016 22:02
      Highlight @Matrixx, tja ich glaube da kann man nicht mehr weiter helfen x) allerdings wäre die kompatibilität gegeben.
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    • Matrixx 20.01.2016 22:43
      Highlight Leider hat Brain.exe aber viele Bugs in den Algorithmen, vorallem in den Unterprogramm "emotions". Da wird der Prozessor schon öfters überhitzt und dreht durch, vorallem bei jüngeren Modellen.

      Und manchmal ist es so, als würde man Windows 10 auf einem 16bit Rechner aus den 80ern zum Laufen bringen wollen...
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  • deleted_253181448 20.01.2016 11:03
    Highlight "Wie gehds? Gib mal deine handy nr." Ich persönlich würde das merken, meine FB-Kontakte sind gottlob alle der deutschen Sprache mächtig.
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