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Der kreisrunde Bildschirm verleiht der Motorola-Uhr Moto 360 einen besonderen Charme. bild: spiegel online

Motorolas Smartwatch: Moto 360

Während Apple noch seine iWatch zusammenschraubt, bringt Motorola die bislang attraktivste Smartwatch

Ein fetter Klunker fürs Handgelenk: Der US-Konzern Motorola hat in Chicago sein neues Star-Gadget präsentiert – die kreisrunde Smartwatch Moto 360. Beeindruckt hat aber vor allem eine andere Neuheit, und die ist fast unsichtbar. 

06.09.14, 12:47 06.09.14, 17:14

Matthias kremp

Ein Artikel von

Motorola hat es geschafft – der Konzern war schneller als die Konkurrenz: Das neue Gadget, die kreisrunde Smartwatch Moto 360, ist früher auf dem Markt als die ähnliche gestaltete G Watch R, die LG kurz vor der Ifa angekündigt hat. Apple wird seine iWatch vermutlich am Dienstag vorstellen, in die Läden dürfte sie aber nicht vor 2015 kommen.

Diese Woche verkündete Motorola in Chicago, dass die Moto 360 ab Anfang Oktober ausgeliefert werden soll. Viele Smartwatch-Interessenten haben auf diesen Augenblick gewartet, denn Motorolas Smartwatch gilt auch wegen ihres runden Bildschirms als eine der aktuell interessantesten Computeruhren. 

Im Rahmen der Ankündigung wurden auch endlich alle Details zur Motorola-Uhr veröffentlicht. Die Auflösung des runden Bildschirms wird mit 320 x 290 Pixeln angegeben. Die kleine Diskrepanz zwischen horizontaler und vertikaler Auflösung dürfte auch einen kleinen schwarzen Streifen am unteren Bildschirmrand erklären. Als Betriebssystem dient Googles Android Wear, die Akkulaufzeit wird mit einem Tag angegeben. Der Akku wird drahtlos aufgeladen, kein USB-Anschluss oder Ähnliches stört das Design. Das Gehäuse ist nach IP67 gegen Spritzwasser und Staub geschützt. 

So schlank und elegant, wie die Moto 360 in der Werbung erscheint, ist sie allerdings nicht. Mit elf Millimetern Dicke ist sie ein ziemlich kräftiger Klopper und nichts für zierliche Handgelenke. Dass sie sich trotzdem angenehm tragen lässt, liegt am geringen Gewicht von nicht mal 50 Gramm und der runden Form. So schränkt die Uhr das Gelenk nicht in seiner Bewegungsfreiheit ein. 

Klicken Sie auf die Bilder, um sie zu vergrössern und für weitere Informationen.

Das neue Moto X 

Wichtiger als die Smartwatch war Motorola aber das neue Moto X. Der Nachfolger des gleichnamigen Vorjahres-Smartphones hat jetzt einen sehr farbstarken 5,2-Zoll-Bildschirm mit Full-HD-Auflösung, einen 2,5-GHz-Quadcore-Prozessor, LTE und eine 13-Megapixel-Kamera. Der Metallrahmen lässt es robust und hochwertig erscheinen, der Massenspeicher ist 16 oder 32 GB gross und kann per Speicherkarte erweitert werden. 

Eine echte Besonderheit ist, dass Kunden sich ihr persönliches Moto X im Motomaker genannten Onlineshop nach ihren Vorstellungen zusammenstellen können. Dabei stehen für Gehäuse und Bedienelemente diverse Farben und Materialien zur Verfügung, darunter auch Holz und Leder. 

Das neue Moto X gibt es auch mit einer Rückseite aus Bambusholz. bild: spiegel online 

Geht auch ohne Anfassen 

Wie das originale Moto X, lässt sich auch das neue Modell per Sprachbefehl aus seinem Ruhezustand wecken. Insgesamt vier Mikrofone sollen helfen, Umgebungsgeräusche effektiver als bisher auszufiltern. Zudem wurden neue Möglichkeiten geschaffen, dem Handy komplexere Aufgaben per Sprache zu geben und verschiedene Apps per Sprachbefehl zu steuern. 

In die Vorderseite sind vier Infrarotsensoren eingebaut, die eine berührungslose Gestensteuerung ermöglichen. So kann man das Handy auch aufwecken, indem man einfach mit der Hand darüber wedelt, kann Anrufe ablehnen, den Wecker in den Schlummermodus versetzen und einiges mehr. Ähnliche Techniken hatte Samsung schon mit dem Galaxy S4 eingeführt. Allerdings konnten sie sich bis heute nicht wirklich durchsetzen. 

Das neue Moto X soll mit 16 GB Speicher im Handel 499 Euro kosten. Bei Individualisierung über den Motomaker kostet das Gerät 529 Euro. Die 32-GB-Version ist nur über den Motomaker für 579 Euro zu bekommen. 

Steuerung per Bluetooth-Headset: «Hint» geht ins Ohr 

Eine weitere und vielleicht die spannendste Neuerung bei Motorola war jedoch das Bluetooth-Headset Hint. Der Knopf im Ohr soll es ermöglichen, das Handy auf ähnliche Weise per Sprache zu steuern, wie es im Science-Fiction-Film «Her» gezeigt wird. Egal ob das Smartphone auf dem Tisch liegt, in der Hosentasche steckt oder womöglich noch im Rucksack liegt, solange es nur in Bluetooth-Reichweite ist, soll es sich per Hint fernbedienen lassen. 

Ganz neu ist diese Technik freilich nicht. Vieles von dem, was Hint können soll, lässt sich mit jedem anderen Headset auch machen. Der US-Hersteller Jawbone beispielsweise bietet mit dem Era einen Bluetooth-Ohrhörer mit ähnlicher Zielsetzung an. Genau wie Hint soll auch er den Handynutzer handyfrei machen, indem er Sprachbefehle per Funk weiterreicht und gesprochene Antworten des Mobiltelefons ins Ohr des Nutzers leitet. Der feine Unterschied dürfte darin liegen, dass selbst kleine Headsets wie das Era deutlich von aussen sichtbar sind, während das Hint weitgehend im Ohr verschwinden soll. Es gibt derzeit aber keine Pläne, Hint in Europa anzubieten. 

Knopf im Ohr: Motorola-Manager Steve Sinclair führt das Bluetooth-Headset vor, mit dem Motorola-Kunden ihre Handys per Sprachsteuerung fernbedienen sollen. Bild: AP

Individuell, aber nicht billig 

Mit dem grösseren, besser ausgestatteten Moto X folgt Motorola dem Trend zu XL-Smartphones. Die Hauptargumente für das grosse Handy sind die Individualisierbarkeit und der gute Bildschirm. Preislich kann es mithalten, ohne die Konkurrenz merklich zu unterbieten. Nicht viel anders sieht es mit dem Hint aus. Dass Motorola zu seinen Telefonen, die sich per Sprache steuern lassen, ein passendes Headset anbietet, ist nur folgerichtig. Den Unterschied macht in diesem Fall nur die Grösse. 

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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3Alle Kommentare anzeigen
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  • papparazzi 07.09.2014 21:38
    Highlight Also etwas mehr Innovation darf man doch wohl noch erwarten oder? Wie wäre es z.B. mit einem leistungsstarken Projektor in der Uhr, um aktuelles in einer Teambesprechung gleich an die nächste weisse Wand zu projizieren? ut (dp)
    1 0 Melden
  • blueberry muffin 07.09.2014 01:06
    Highlight Oh my god, a watch that can display the time! Never before have I seen such a thing..
    3 1 Melden
  • Topolina 06.09.2014 19:02
    Highlight Also bin echt auf den Dienstag gespannt, denn wenn Apple auf den Zug aufspringt, dann wird die Smartwatch abheben...
    So toll das Motorola-Teil auch sein mag, ich will die von Apple :D
    0 8 Melden

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