Digital

Hot or not im Apple-Store: In Australien haben mehrere Angestellte eines Apple-Stores einen Datenschutzskandal ausgelöst. Bild: Getty Images Europe

Alptraum jedes iPhone-Kunden: Haben Apple-Mitarbeiter Fotos gestohlen, getauscht und bewertet?

Angestellte in einem australischen Apple-Store sollen Kolleginnen und Kundinnen heimlich fotografiert haben. Auch Bilder von iPhones sollen geklaut und anschliessend bewertet worden sein.

Publiziert: 14.10.16, 10:28 Aktualisiert: 14.10.16, 11:32

Faule Äpfel im Apple-Store? Im australischen Brisbane haben offenbar mehrere männliche Apple-Store-Mitarbeiter heimlich Kundinnen und Arbeitskolleginnen fotografiert. Einem Bericht der Brisbane Times zufolge wurden die Fotos mit Kollegen anderer Apple-Stores geteilt und von 1 bis 10 bewertet. Die vier Beschuldigten sollen heimlich über 100 Nahaufnahmen von Arbeitskolleginnen geschossen und «explizite Fotos» von Kunden-iPhones gestohlen und weitergegeben haben – die Beschuldigten haben inzwischen ihren Job verloren.

«Ein Mitarbeiter schiesst ein Foto und veröffentlicht es im Gruppenchat. Die anderen bewerten den Po oder die Brüste mit 1 bis 10 und fügen ihren Kommentar hinzu», zitiert der TV-Sender News Corp einen anonymen Apple-Store-Mitarbeiter. Die Situation sei für die Mitarbeiterinnen sehr unangenehm, weil den Angestellten nicht gesagt würde, welche Mitarbeiter in den Vorfall verwickelt seien. Aufgeflogen sei der mutmassliche Datenschutzskandal erst, als ein Apple-Store-Mitarbeiter seine Beobachtungen den lokalen Medien zuspielte.

Nachdem mehrere australische Medien den Fall publik gemacht haben, hat sich der australische Datenschutzbeauftragte Timothy Pilgrim eingeschaltet. In einem Gespräch mit der «Brisbane Times» sagte er, man erwarte von Apple weitere Informationen zu den Vorfällen.

Apple hat bestätigt, dass entsprechende Ermittlungen eingeleitet worden sind und mehrere Angestellte aufgrund der bisherigen Abklärungen ihren Job verloren haben. Der Konzern betonte allerdings, dass es bisher keine Beweise dafür gebe, dass «Daten oder Fotos von Kunden in unzulässiger Form übertragen» wurden oder dass «irgendjemand fotografiert» worden sei.

Auch die Polizei teilte mit, dass bisher keine entsprechenden Beschwerden bei ihnen eingegangen seien, was kaum erstaunt, da die betroffenen Kundinnen nichts von den heimlich geschossenen Fotos wissen. Der Rat, «betroffene Apple-Kunden sollen sich an die Behörden wenden», wirkt daher einigermassen hilflos.

(oli)

Apples Probleme dokumentiert in 22 Grafiken

Hol dir die catson-App!

Deine Katze würde catson 5 Sterne geben – wenn sie Daumen hätte.
3 Kommentare anzeigen
3
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Normi 14.10.2016 10:50
    Highlight he he zitat:"«Daten oder Fotos von Kunden in unzulässiger Form übertragen» wurden"

    mhh wieso denke ich gerade an das:
    40 5 Melden
    600
  • Donald 14.10.2016 10:43
    Highlight Es gibt keine Beweise aber Mitarbeiter wurden entlassen? Was jetzt?
    45 5 Melden
    • ands 14.10.2016 13:17
      Highlight Die Bewertung von Fotos von Mitarbeiterinnen dürfte als Entlassungsgrund reichen. Dazu muss man allerdings keine neuen Fotos machen. Die findet man z.B. auch auf Facebook.
      11 2 Melden
    600

Das iPhone 7 ist da! Wasserfest, Home-Button und Kopfhörer-Buchse weg – und bald in der Schweiz

Nachdem im Vorfeld fast alle Details zum neuen iPhone durchgesickert sind, könnte Apple die iPhone-7-Keynote gleich überspringen und zum nächsten Event übergehen. Aber so einfach machen wir uns die Sache dann doch nicht. Vielleicht hat Apple doch noch ein Ass im Ärmel: Möglicherweise die Apple Watch 2? Oder endlich ein neues MacBook Air oder Pro?

Mittlerweile läuft der Livestream der Apple-Keynote aus San Francisco. Die Übertragung kann wie gewohnt über Apples Event-Webseite …

Artikel lesen