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Apple hat nur einen vagen Hinweis auf das neue Sicherheitsglas gegeben.
bild: watson

Was uns Apple zu den neuen iPhones nicht verraten hat (und was wir unbedingt wissen wollen)

An der Keynote priesen die Apple-Manager die Vorzüge des iPhone 6S und 6S Plus an. Doch bei wichtigen Punkten blieben sie vage, wie zum Beispiel bei der Akkuleistung und dem Display-Schutz.

10.09.15, 17:22 14.09.15, 09:48

An der Apple-Keynote am Mittwoch wurden aus Kundensicht wichtige Punkte nicht erwähnt.

Wie bruchsicher sind die neuen iPhones?

Auf einer Folie wurde während der Präsentation der Hinweis «Strongest cover glass» gezeigt – ein deutlicher, wenn auch äusserst vager Hinweis auf ein neues Sicherheitsglas. Nur welches?

Wird das Display durch Gorilla Glass 4 geschützt?

Saphirglas wird es definitiv nicht sein. Das extrem schlagfeste Material wurde bislang nur für den Schutz von kleinen iPhone-Bestandteilen wie der Kameralinse oder dem Home-Button (beim iPhone 5S) verwendet. 

Es ist anzunehmen, dass Apple beim iPhone 6S und 6S Plus auf die aktuellen Generation des Sicherheitsglases von Marktführer Corning setzt. Gorilla Glass 4 soll im Vergleich zu dem im iPhone 6 verbauten Gorilla Glass 3 doppelt so robust sein.

Wie stark ist der Akku?

Was an der Apple-Keynote auffiel: Beim iPhone 6S wurde die Akkuleistung nicht speziell hervorgehoben. Bei früheren Präsentationen hatte Marketing-Chef Phil Schiller diese noch offensiv angepriesen. Am Mittwoch wurde lediglich gesagt, dass die Akkuleistung die gleiche sei wie beim iPhone 6. 

Dies könnte einen guten Grund haben, der aus Kundensicht allerdings ärgerlich wäre. Offenbar ist der Akku im iPhone 6S kleiner als beim Vorgänger-Modell. Dies hat der US-Blog MacRumors in einem von Apple veröffentlichten Promo-Video entdeckt. Darin wird die neue Taptic Engine vorgestellt, die das Apple-Handy zum Vibrieren bringt.

1715 Milliamperestunden – das ist weniger als beim iPhone 6.
screenshot: macrumors

In dem Video wird kurz der Akku des iPhone 6S gezeigt. Die Aufschrift verrät eine Kapazität von 1715 Milliamperestunden (mAh). Das Vorgängermodell bietet 1810 mAh, also 95 mAh mehr.

Macrumors vermutet, dass der Akku bei beiden iPhone-Modellen wegen der neuen Taptic Engine verkleinert werden musste.

Und beim grösseren iPhone 6S Plus soll die Akkukapazität mit 2750 mAh noch tiefer liegen. Das wären dann 160 mAh weniger als beim iPhone 6 Plus. Wobei dies nicht durch ein Video bestätigt ist. Und Apple hat bislang keine Stellung genommen.

Auf der Produkte-Website macht Apple Angaben, wie lange die Geräte im alltäglichen Gebrauch, bzw. bei Dauerbelastung, durchhalten.

Wie viel Arbeitsspeicher steckt drin?

Update: Die neuen iPhones haben 2 GB Arbeitsspeicher, das iPad Pro besitzt 4 GB, wie ein findiger Entwickler herausgefunden hat.

Auch zum Arbeitsspeicher (RAM) schwieg sich Apple aus. Wobei dies normal ist für die Kalifornier, die an Produkte-Präsentationen jeweils nur ausgewählte technische Spezifikationen anpreisen. So wurde auch zum Arbeitsspeicher des iPad Pro nichts verraten.

Laut unbestätigten Meldungen wird der Speicher bei den neuen iPhone-Modellen verdoppelt, was sich unter anderem positiv auf das Multitasking (Wechseln zwischen den Apps) auswirken würde. Ein Tech-Journalist des US-Blogs Mobilesyrup will von einem Apple-Mitarbeiter bei der Hands-on-Session in San Francisco erfahren haben, dass in den Smartphones 2 GB RAM verbaut sind. Wir müssen wohl auf die Zerlegung der iPhones durch die Reparaturexperten von iFixit warten, um Gewissheit zu erhalten.

Während andere Hersteller bereits seit längerem 2 oder 3 Gigabyte RAM verbauen, hat sich Apple beim iPhone 6 und 6 Plus auf 1 GB beschränkt.

Dies gilt nur für ausgewählte Länder, nicht für die Schweiz.
Bild: BECK DIEFENBACH/REUTERS

Wann kommen 6S und 6S Plus in die Schweiz?

Das iPhone 6S und das iPhone 6S Plus kommen laut offizieller Ankündigung am 25. September unter anderem in Deutschland und Frankreich in den Verkauf. Schweizer Interessenten müssen sich wohl mindestens bis Anfang Oktober gedulden. 

Apple kündigte an der Keynote an, dass die neuen Modelle bis Ende Jahr in 80 Ländern weltweit erhältlich sein werden. Immerhin dürfte die Schweiz wiederum zur zweiten Welle gehören. Also zu den Ländern, die nach den wichtigsten Märkten bedient werden.

Beim iPhone 6 lagen nur sieben Tage zwischen dem Verkaufsstart in Deutschland und der Schweiz. Beim iPhone 5S vergingen hingegen fünf Wochen, ehe das Apple-Handy auch hierzulande offiziell verfügbar war.

Hast du weitere Fragen zu den neuen Apple-Produkten? Dann schreib ins Kommentarfeld und wir klären ab.

Neue iPhones, neues iPad Pro und mehr

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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11Alle Kommentare anzeigen
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  • R&B 11.09.2015 00:30
    Highlight Hallo Apple-Neider! 😜😜😜
    4 12 Melden
  • JoSchtz 10.09.2015 21:24
    Highlight Also zum Thema Akku: ich bin selber überrascht, dass Apple den Akku effektiv verkleinert hat. ABER man muss auch beachten, dass alle Elemente im Inneren des iPhone sehr viel energieeffizienter sind. Vor allem der A9 Chip. Und auf der Homepage gibt Apple die gleichen Batterielaufzeiten wie beim iPhone 6 & 6 Plus an.
    12 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.09.2015 01:10
      Highlight mag sein aber bei Android Geräten ist der Akku bei gleicher Grösse 50% mehr und hält auch dementsprechend länger durch. klar IPhone User brauchen das nicht, die sind ja immer 24h nicht weiter als 2m von einer Steckdose entfernt.
      4 6 Melden
  • sowhatopinion 10.09.2015 20:08
    Highlight ...Hammer...Samsung mit Hochmut belächelt, einen Stift - nie und nimmer - so die Devise....doch die Jünger bleiben dabei...Heureka...denn mit dem Stift lässt sich zumindest der Wurm im Apfel beseitigen
    26 19 Melden
    • evand 10.09.2015 23:33
      Highlight Hab ich zuerst auch gedacht. Aber das ding kann schraffieren. Das kann kein stylus, der ist nur zum bedienen und für einfache zeichnungen da. Trotzdem, der preis für 99$ typisch hoch.
      4 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 10.09.2015 19:15
    Highlight Bei all der Berichterstattung muss an Tian Fulei erinnert werden, der aufgrund ausbeuterischer Arbeitsbedingungen bei Pegatron gestorben ist (http://www.alternet.org/labor/another-dead-factory-worker-key-apple-supplier-does-company-even-care)
    Apple hat Tian Fuleis Tod nicht kommentiert.
    20 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.09.2015 19:41
      Highlight Könnt Ihr von watson bei Apple nach den Umständen seines Todes nachfragen und das abklären. Vielleicht weiss ja jemand vor Ort in San Francisco mehr zu den genauen Todesursachen. Er ist am 3. Februar 2015 gestorben.
      13 5 Melden
    • Der Tom 10.09.2015 20:19
      Highlight http://www.macrumors.com/2015/05/12/apple-tops-2015-greenpeace-clean-energy-index/
      4 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.09.2015 20:39
      Highlight Tom, das angegebene Ranking bezieht sich auf ökologische Aspekte und ich glaube kaum, dass man auf den Tod eines Menschen mit einem Ranking antworten kann.
      10 2 Melden
    • Der Tom 10.09.2015 22:19
      Highlight Stimmt! Aber es hat mehr mit Apple zu tun als ihre Frage zu Arbeitsbedingungen bei einer Firma in China. Apple ist von diesen Firmen Abhängig und nicht umgekehrt.
      8 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.09.2015 07:04
      Highlight Ich habe mich informiert, ob watson überhaupt die Freiheit hätte, solchen Investigativjournalismus vor Ort zu betreiben. Es scheint so, dass es zwar Pressefreiheit auch dort gibt, aber es gilt bei Apple das Prinzip der Bestrafung von Journalismus, der die Produkte oder Produktionsabläufe kritisch begleitet. Konkret würde das wohl bedeuten, dass jegliche Zusammenarbeit mit watson beendet würde. Nachzulesen ist das unter

      http://9to5mac.com/2014/08/29/part-3-strategies-the-art-of-deep-background-and-controlling-the-press/

      Es müssen Strategien gefunden werden, um Tian Fulei's Tod aufzuklären.
      7 3 Melden

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