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Bild: NEIL HALL/REUTERS

«Personen, die du vielleicht kennst» – wie Facebook deinen Freundschaften nachspioniert

Facebooks Freundschaftsvorschläge sind oft so treffend, dass es einem unheimlich wird. Mit welchen Daten füttert das Netzwerk den Freunde-Finder? Wie zieht es daraus mitunter gefährliche Schlüsse? Eine Erklärung.

Publiziert: 16.09.16, 09:04 Aktualisiert: 16.09.16, 09:21

Jörg Breithut / spiegel online

Ein Artikel von

Woher kennt Facebook den Geschäftspartner, den man kurz zuvor das erste Mal getroffen hat? Wieso taucht der Klubflirt in den Freundschaftsvorschlägen auf, obwohl man den Namen erst seit wenigen Stunden kennt? Und wieso schlägt Facebook den Patienten einer Psychiaterin vor, Freunde zu werden, obwohl sie auf der Plattform nicht einmal mit der Ärztin in Kontakt stehen?

Wer sich mit der Facebook-Rubrik «Personen, die du vielleicht kennst» beschäftigt, merkt: Das soziale Netzwerk kennt seine Mitglieder sehr genau. Weil mehr Vernetzung für mehr Interaktionen und längere Besuchszeiten auf der Plattform sorgt – und damit für mehr Werbeeinnahmen – hat Facebook ein hohes Interesse daran, Nutzern treffende Kontakte vorzuschlagen.

Das kann ziemlich peinlich werden – oder richtig gruselig, wenn einem das soziale Netzwerk Personen als Freunde vorschlägt, von denen es eigentlich gar nichts wissen kann. Wir haben mit Experten gesprochen und uns angeschaut, mit welchen Daten das soziale Netzwerk seinen Freunde-Finder füttert.

Wer die gleiche Party besucht, kennt sich auch

Facebook vergleicht zuallererst freiwillige Profilangaben miteinander. Denn die Chance ist gross, dass sich Nutzer kennen, die auf der gleichen Schule waren oder in der gleichen Firma arbeiten. Wenn man einen neuen Job anfängt, dann dauert es meist auch nicht lange, bis die neuen Kollegen in der Vorschlagsliste auftauchen.

Es genügt schon, ein paar neue Kollegen hinzuzufügen, den Rest kann sich die Software selbst ausrechnen. Auch wer die Einladung zu einem Geburtstag annimmt, der kennt zumindest nach der Party die Gäste – und bekommt prompt die Profile angezeigt.

Web-Klicks und Sucheingaben

Um die weniger offensichtlichen Verbindungen aufzuspüren, nutzt der Facebook-Algorithmus vor allem eine mathematische Methode namens Link Prediction. Das ist die Vorhersage, zwischen welchen Mitgliedern in Zukunft wohl eine Verbindung entstehen wird. Facebook lässt dafür unter anderem das Verhalten der Nutzer einfliessen. Aus jedem Chat, jeder «Gefällt mir»-Angabe, jeder Statusmeldung und jeder Sucheingabe bastelt die Software ein Verhaltensmuster, aus dem sich Vorlieben und somit ein bestimmtes Umfeld ermitteln lässt.

Dabei muss der Nutzer nicht einmal die Eingabe bestätigen. Es genügt, wenn er den Namen der Klubbekanntschaft von letzter Nacht in die Suchzeile eingibt und ohne Suchbefehl wieder löscht. Laut Norbert Fuhr, Informatikprofessor an der Universität Duisburg-Essen, sammelt Facebook alle eingegebenen Daten, «weil der Javascript-Code jedes eingetippte Zeichen sofort überträgt».

Auch ausserhalb des Netzwerks werden die Nutzerbewegungen mitgeschnitten. Sobald ein «Like»-Button auf einer Website zu sehen ist, wird der Besuch des angemeldeten Facebook-Nutzers an das soziale Netzwerk übermittelt. Vor allem bei kleineren, lokal ausgerichteten Websites ist das verräterisch. «Auch wenn zwei Personen eine Reihe selten besuchter Webseiten gemeinsam haben, könnte man daraus einen Vorschlag generieren», sagt Fuhr.

Standortdaten: Facebook weiss, wo Ihr Rechner steht

Welche beängstigenden Ausmasse Facebooks Vorschlagsmasche annehmen kann, zeigt ein Beispiel aus den USA: Dort wurden Patienten einer Psychiaterin sich gegenseitig als Freunde vorgeschlagen – obwohl sie sich untereinander nicht kannten. Auch mit der Psychiaterin als möglichem Bindeglied hatten sie laut einem «Fusion»-Bericht keinen Kontakt über das soziale Netzwerk.

Die Patienten – einige suizidgefährdet, andere schwer krank – haben aber regelmässig die Praxis der Psychiaterin besucht. Die Psychiaterin geht davon aus, dass Facebook die Patienten anhand der Standortdaten miteinander verknüpft hat. Facebook weist diesen Vorwurf jedoch zurück. «Wir benutzen keine Standortdaten, um Personen vorzuschlagen, die du kennen könntest, weder Standortdaten eines Geräts noch Ortsangaben, die du auf deinem Profil veröffentlichst», sagt eine Sprecherin auf Anfrage von Spiegel Online.

Doch zumindest der grobe Standort des Rechners wird anhand der IP-Adresse übermittelt und auch die Facebook-Messenger-App verlangt Zugriff auf GPS-Daten. Zudem hat Facebook vor einigen Monaten zugegeben, zumindest damit experimentiert zu haben, die Nutzer anhand ihrer Standortinformationen zu vernetzen. In jedem Fall gibt das Netzwerk durch seine Vorschläge in dieser Situation Hinweise über Nutzer preis, die diese wohl lieber geheim halten würden.

Solche Situationen seien aber selbst für die Mitarbeiter des sozialen Netzwerks schwer vorauszusehen, sagt Thorsten Strufe, Professor am Lehrstuhl für Datenschutz und Datensicherheit an der Technischen Universität Dresden. «Die Menschheit hat einfach noch keine Erfahrung mit solchen Datenmengen und deren automatisierter Auswertung, also kommt es natürlich immer wieder zu Vorfällen, die ethisch oder geschmacklich zweifelhaft sind.»

Smartphone-Adressbuch als wichtige Informationsquelle

Laut Strufe ist der Standort aber gar nicht so entscheidend für den Facebook-Algorithmus. Schliesslich können die Nutzer sich auch zufällig an der gleichen Stelle aufhalten. Viel wichtiger sind seiner Meinung nach Informationen, die von den Mitgliedern freiwillig geliefert werden, indem sie Facebook entsprechende Berechtigungen einräumen.

Vor allem Telefonnummern und E-Mail-Adressen sind gefragtes Futter für Facebook. Mit solchen konkreten Daten könne der Algorithmus das tatsächliche soziale Netzwerk laut Strufe besser verstehen. «Bei Facebook interagiert man ja fast nur mit entfernteren Freunden und Bekannten, deutlich weniger mit engen Freunden, mit denen man aber telefoniert und SMS oder E-Mails austauscht.»

Wie viel man selbst bereits hochgeladen hat, kann man hier nachprüfen. Durch solche Aktionen verrät jeder Nutzer zudem nicht nur viel über sich selbst – sondern auch über seine Freunde. Selbst zurückhaltende Nutzer werden so kategorisiert.

Diese Informationen liefern eine weitere mögliche Erklärung, wie es im Fall der Psychiaterin zu den ungewollten Facebook-Vorschlägen bei ihren Patienten kam: Möglicherweise hatten mehrere Patienten die Nummer der Ärztin in ihrem Handy gespeichert – und erlaubten Facebook den Zugriff auf die Smartphone-Kontakte. Laut Thorsten Strufe könnte der Algorithmus so die Brücke zwischen den Personen schlagen: «Wenn wir beide häufig mit der gleichen dritten Person kommunizieren, dann müssen wir uns ja eigentlich auch kennen.»

Hast du auch schon einmal ungewöhnliche Freundes-Vorschläge von Facebook bekommen? Erzähle uns deine Geschichten hinter den Vorschlägen! Unter digital@watson.ch sammeln wir die skurrilsten und witzigsten Anekdoten. Schicke uns einfach eine E-Mail, merci!

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27 Kommentare anzeigen
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  • Hüendli 17.09.2016 10:41
    Highlight Ich wage zu behaupten, dass FB schlicht zu wenig weiss über mich, um mir merkwürdige Vorschläge zu unterbreiten (sehr spärliche Nutzung, keine Teilnahme an Veranstaltungen, keine Positionsdaten, keine Markierungen, nicht eingeloggt beim Surfen etc.).

    Dagegen schafft es Twitter regelmässig, mich mit creepy Vorschlägen zu überraschen, obwohl der Dienst diesbezüglich ja als eher harmlos gilt und ich ihn auch fast nicht nutze. Dachte erst, ich hätte aus Versehen mal ein falsches Häkchen gesetzt (irgendeine Sync), aber das hält sich jetzt schon über mehrere Handys 🤔
    0 1 Melden
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  • CASSIO 16.09.2016 22:00
    Highlight Nachtessen mit Kollegen im Restaurant, von 10 Personen waren 7 vor und nach dem Essen mit dem Mobile beschäftigt, 6 davon mit FBook... Ernsthaft??? Da geniesst man ein gutes Essen, einen guten Wein und Ihr surft auf FBook? Was bringt Euch die Sch***? Ihr habt 500 "fiktive" Freunde und kümmert Euch 'nen Sch*** um Eure echten Kollegen.
    14 3 Melden
    600
  • SusiBlue 16.09.2016 21:39
    Highlight Ich speichere logischer Weise auch die MobileNr von Kunden im Telefon-Adressbuch... Seit etwa 1,5 Jahren schlägt mir FB meine Kunden als neue Freunde vor?! 😳
    Mag ich gar nicht! ⚡️
    4 3 Melden
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  • Stephan Locher 16.09.2016 13:30
    Highlight "Das soziale Netzwerk kennt seine Mitglieder sehr genau."

    "Facebook weiss" steht an anderer Stelle.

    Eben nicht. Facebook vermutet, ähnlich den Geheimdiensten, bloss etwas aufgrund von Indizien. Es handelt sich um "educated guess".

    Kennen und Wissen Sie da total andere Dinge.
    21 1 Melden
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  • Rumpelpilzchen 16.09.2016 11:33
    Highlight Ich habe mich auch schon über die Auswahl der Freundschaftsvorschläge gewundert... jetzt weiss ich wenigstens teilweise warum ich so unerwartete Vorschläge erhalte. Muss wohl mal meine Einstellungen überprüfen.
    5 2 Melden
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  • Rhabarber 16.09.2016 10:46
    Highlight Alles eine Frage der Einstellungen.

    Ich habe keine Probleme mit Kontaktlisten, Freundesvorschlägen, Spielen, Apps oder sonstwas.
    Und das obwohl ich seit ca. 10 J. drin bin und dort Kontakt halte mit Freunden auf der ganzen Welt.

    Man darf eben nicht faul sein. Ich kontrolliere regelmässig alle Listen und Einstellungen. Sooo viel Aufwand ist das nicht. Ich stamme aus einer Zeit, in der man mit Freunden ausserhalb von Bus-Reichweite noch per handschriftlichem Brief Kontakt hatte. (Telefonate kosteten damals noch ein Vermögen.)

    Bequemlichkeit oder Sicherheit? Das kann jeder selbst entscheiden.
    19 11 Melden
    • hektor7 16.09.2016 12:20
      Highlight Ich stelle mal eine total unfundierte Behauptung auf: Sobald du auf dem Netzwerk angemeldet bist, kannst du den Fängen von Zuckerberg nicht mehr entkommen. Einstellungen vornehmen und Listen überprüfen - ein nett gemeintes Gefühl von Sicherheit, das dir Facebook hier gewährt. Da muss man wohl einen Grundsatzentscheid treffen. Entweder ich bin auf Social Media aktiv und nehme das alles in Kauf, oder ich bleibe dem ganzen Theater fern. Your Choice!
      26 2 Melden
    • Rhabarber 16.09.2016 12:56
      Highlight hektor7 :-)

      Ich stelle mal eine total fundierte Tatsache hin:

      Du kannst dasselbe über das Internet allgemein sagen. Entweder bist du im Web aktiv und nimmst ein Stück weit das Gläserne in Kauf. Oder du bleibst dem ganzen Theater fern. Your Choice!

      Ich bin seit fast 25 Jahren online. Wenn man zusammen mit dem Web wächst, kriegt man einiges mit. Aber ich glaube schon, dass jemand der erst kürzlich hinzukam oder neu reinkommt, von der Vielfalt überfordert ist. Anno dazumals war's aber von Vielfalt noch weiiiit entfernt und man konnte Stück für Stück dazu lernen :-)
      9 1 Melden
    • Lorent Patron 16.09.2016 13:27
      Highlight Da stimme ich dir zu, hektor7. Die Sicherheitseinstellungen sind reinste Augenwischerei. Facebook hält sich eh nicht dran.

      Es nützt aber nicht viel, dem Theater fern zu bleiben, solange du nur eine/n einzige/n Freund/in hast, der/die eine Spur zu dir zB. auf dem Handy oder in seiner Emailbox gespeichert hat. Selbst auch dann wird Facebook ein Profil anlegen. Das ähnelt dann dem Profil von Osama Bin Laden, der dem Theater auch fern bleiben wollte. Dem Theater fernbleiben ist unmöglich, aber macht verdächtig.
      9 0 Melden
    • hektor7 16.09.2016 13:57
      Highlight @Rhabarber: Deiner ersten Aussage stimme ich absolut zu, das www ist übersät von Datensammel-Netzen.

      Was ich mit meiner vorhergehenden Behauptung sagen wollte: Du kannst eben diesen Netzen nicht entkommen, sobald du dich im Internet tummelst. Da hilft dir auch deine 25 Jährige Erfahrung nicht. Klar, du bist allenfalls etwas vorsichtiger und kannst vielleicht das eine oder andere umgehen, wenn du halbwegs weisst, wo der Hase läuft. Aber dem irgendwie entkommen zu können, ist eine Illusion.
      9 0 Melden
    • Rhabarber 16.09.2016 16:12
      Highlight Ich hab auch nie behauptet, dass man ganz ohne durchkommt :-)
      4 2 Melden
    • dmark 16.09.2016 20:41
      Highlight Entkommen kann man dem schon. Du findest nichts von meinem "Reallife" im Netz, obwohl ich mich hier ebenso seit über 25 Jahre bewege, sowie vorher auch im sog. Fidonetz unterwegs war.
      Meine Pseudonyme allerdings kannst du massenweise finden - aber eben ohne den Bezug auf meine Identität.
      2 1 Melden
    • Lorent Patron 16.09.2016 21:44
      Highlight Das sind andere Fragen, was du oder ich unter "Bezug auf Identität" verstehen, oder ob ich dich finden könnte.

      Den Deeplearning-Intelligenz-Algorithmen von Facebook und Konsorten ist deine Identität egal. Es interessiert sie nicht. Hans Müller, dmark oder wie auch immer. Egal.

      Für die Datenkraken bist du eine Entität. Eine Art lebender Klumpen aus Pseudonymen, mit IP-Adressen, Telefonnummern, Beziehungsnetz, Aufenthaltsorten, Alter, Geschlecht, Vorlieben, Bewegungs- und Konsummuster und noch vieles mehr. Du entkommst jedenfalls nicht. ;)

      Diese Fidonetz-Hippies haben uns das eingebrockt!
      4 0 Melden
    • dmark 17.09.2016 15:03
      Highlight Und genau diesen "Klumpen" musst du in viele "kleine Häppchen" aufteilen und diese Datenkraken damit füttern.

      Mache aus dir eine ganze Armee an Pseudonymen, Bewegungsprofile, konsumiere "virtuell" gigantische Mengen, mache u.a Trump zu deinem Freund (natürlich nur virtuell), sowie viele andere Leute auch, suche nach allen möglichen Sachen im Netz usw., damit diese ganzen Systeme irgend wann jeden mit jedem und allem verknüpfen und somit wertlos werden.
      Zu gut deutsch - sch..sst sie zu mit Daten. :D

      Danke übrigens für die Bezeichnung "Hippie" - nehme ich gerne an. ;-)
      2 0 Melden
    • Lorent Patron 17.09.2016 16:57
      Highlight Warum sollen wir uns Kameras kaufen, die wir dann staatlich verordnet abdecken sollen, oder warum sollen wir ein Netz wollen, das Freiheiten und eine globale offene Gesellschaft verspricht, aber nur denjenigen, die sich in unzählige Pseudo-Identitäten spalten und das Netz mit Nonsens zumüllen.

      Hippies sind gut. Nur muss man diese Generation an ihre damaligen Werte erinnern, an Love, Peace, Happiness. Und an ihre Mitverantwortung. Wo sind die kritischen Stimmen? Die Hippies protestierten damals gegen harmlose Fragen der Volkszählung und ein paar Karteikarten von Cincera. Und heute? Resigniert?
      0 0 Melden
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  • Tommy_ 16.09.2016 10:13
    Highlight Kein Wunder, hat es mir nach 1. Woche RS bereits Rekruten vorgeschlagen, deren Namen ich nicht mal kannte. Ich habe ebenfalls den schweren verdacht, dass es Leute vorschlägt, die am selben Ort sind. Irgendwie bedenklich.
    30 3 Melden
    • Nevermind 16.09.2016 10:52
      Highlight Facebook kennt die Kommandostruktur unserer Armee vermutlich besser als unsere Stabsoffiziere.

      😉
      45 1 Melden
    • hektor7 16.09.2016 12:21
      Highlight Vielleicht weiss Zuckerberg ja auch, wo der verloren gegangene Sprengstoff abgeblieben ist.
      50 1 Melden
    600
  • dmark 16.09.2016 09:49
    Highlight Irgendwie bin ich froh, dass ich mich gegen eine Anmeldung bei diesem Verein bislang wehren konnte.
    27 6 Melden
    600
  • Scaros_2 16.09.2016 09:26
    Highlight Muss sagen mittlerweile merke ich die Verbindung zu WhatsApp extrem. Mir werden Freunde als Vorschläge gebracht, von irgendwo in der Welt. Erst dachte ich, das muss ein Fehler sein, aber irgendwann fiel mir 1 Person auf, die ich in einer WhatsApp-Gruppe habe von einem Computerspiel. Und in der Tat, die einzige Verbindung die ich und der Kollege in Schweden haben, ist diese 1 WhatsApp-Gruppe und irgendwie muss Facebook hier eine Verbindung aufbauen. Vielleicht über seine Nr., die er auch bei FB hat (ich meine nicht) und meinem Profilbild, das in WhatsApp und FB gleich ist.
    40 2 Melden
    • bokl 16.09.2016 09:51
      Highlight @Scaros_2
      Wenn du FB und WhatsApp hast, hast FB auch deine Nummer. In den WhatsApp-Einstellungen kannst du nur verhindern, dass FB deine Nummer für die Werbesteuerung nutzt. Ausgetauscht werden die Nummern trotzdem.
      29 0 Melden
    600
  • Grego 16.09.2016 09:20
    Highlight Danke für den Artikel! Ich war schon immer fasziniert vom Algorithmus hinter "Personen, die du vielleicht kennst". Übrigens: Vor zwei Jahren traf ich auf Reisen per Zufall einen ehemaligen Facebook-Mitarbeiter. Er war da für das Big Data Zeug zuständig. Auf meine Frage, was Facebook alles über mich wisse, gab er mir eine ganz simple Antwort: "Everything!". Schon faszinierend, was man anhand von diesen Daten alles herausfinden kann.
    41 3 Melden
    • Karl Müller 16.09.2016 10:47
      Highlight Das erinnert mich an eine meiner Reisen nach Indien. Am Ganges traf ich auf einen alten Brahmanen, der meditierend am Ufer sass. Als ich ihn fragte, ob er den Sinn des Lebens kenne, sagte er: "Yes!" Faszinierend, welche Einsichten man durch ein spirituelles Leben erlangen kann.
      16 15 Melden
    • Olaf44512 16.09.2016 11:22
      Highlight @Karl Müller: und, was ist denn der Sinn des Lebens?
      8 1 Melden
    • bokl 16.09.2016 11:52
      Highlight @Olaf44512: 42
      19 1 Melden
    • Olaf44512 16.09.2016 12:07
      Highlight @bokl: Stimmt, wie konnte ich das nur vergessen! 🙃
      8 1 Melden
    600

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