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Diese erfundene Stalking-App schockiert Facebook-Nutzer

Menschen per Schnappschuss bei Facebook finden: Das soll eine neue App namens Facezam angeblich können – doch sie existiert gar nicht. Brisant: Technisch wäre sie durchaus umsetzbar.

20.03.17, 11:36

Der Name Facezam ist eine Mischung aus Facebook und dem Musiksuchdienst Shazam.

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Eine britische Marketing-Agentur hat Facebook-Nutzer und mehrere Medien mit einer erfundenen Stalking-App genarrt. Die vermeintlichen Entwickler kündigten vor einigen Tagen eine App namens Facezam an. Die Idee: Die Nutzer sollten auf der Strasse ein Foto von irgendwelchen Menschen machen und anhand des Schnappschusses herausfinden können, wie die fotografierte Person bei Facebook heisst.

Der Name Facezam ist eine Mischung aus Facebook und dem Musiksuchdienst Shazam. Die falschen Entwickler prahlten damit, Milliarden von Profilen pro Sekunde durchsuchen zu können, eine Trefferwahrscheinlichkeit von 70 Prozent zu erreichen und den Link zu einem Facebook-Profil innerhalb von Sekunden auszuspucken. Das alles sei mit den klassischen Facebook-Entwicklertools möglich.

Sogar ein Chef mit dem Namen Jack Kenyon wurde erfunden, der sich Medienvertretern für Interviews anbot und sich als Gründer von Facezam ausgab. Kenyon sagte unter anderem gegenüber dem britischen The Telegraph: «Facezam könnte das Ende unserer anonymen Gesellschaften bedeuten». Die Nutzer könnten jeden innerhalb von Sekunden erkennen.

Nun geben die falschen Entwickler zu: Die App-Ankündigung war ein Hoax. Auf der Fake-Website teilt die Agentur mit: «Für alle, die sich Sorgen gemacht haben wegen Facezam: Die App hat niemals existiert und wird niemals veröffentlicht.» Doch mit der Aktion wollte das Team offenbar nicht nur auf sich selbst aufmerksam machen und die Medien täuschen. Sie hinterlassen auch eine kritische Botschaft: «Glücklicherweise gibt es Gesichtserkennungs-Apps derzeit nicht im Westen. Wir hoffen, dass es so bleibt.»

Facezam erinnert an Find Face

Die Parodie auf moderne Methoden der Gesichtserkennung kam aber nicht überall gut an. Nach Informationen des Tech-Portals Mashable habe sich die Facebook-Rechtsabteilung nach wenigen Stunden an das Marketing-Büro gewandt. «Einige Leute sind überhaupt nicht erfreut gewesen», wird der falsche Chef Kenyon zitiert, daher habe man den Hoax auch gleich aufgelöst. Eigentlich wollte man damit bis zum angekündigten Start am 21. März warten.

Doch was ist mit Nachahmern, die mit einer eigenen App die Profile der sozialen Netzwerke durchwühlen wollen? Facebook hält so eine Anwendung derzeit für undenkbar. Auf Anfrage von Spiegel Online heisst es beim sozialen Netzwerk, dass eine solche App aufgrund der Richtlinien und auch rein technisch ausgeschlossen sei.

Die besten Facebook-Fails, bei denen man sehnlichst hofft, dass sie nicht echt sind

Doch die App-Idee an sich ist nicht so abwegig. Denn technisch wäre eine solche Smartphone-Anwendung heutzutage durchaus in der Lage, die Gesichter von Fremden zu erfassen und einem Profil bei einem sozialen Netzwerk zuzuordnen. So funktioniert beispielsweise die App Find Face, die das russische Facebook-Pendant VKontakte nach Gesichtern durchforstet.

Auch grosse Tech-Unternehmen wie Google nutzen Gesichtserkennungssoftware seit Jahren. Die Software soll dabei helfen, die Schnappschüsse der Nutzer in Fotoalben einzusortieren und Personen darauf zu erkennen. Auch Facebook ist längst in der Lage dazu, die Gesichter der Mitglieder zu erkennen. Bereits vor mehr als vier Jahren wertete das soziale Netzwerk die Profilfotos aus. Das Unternehmen musste die Analyse jedoch stoppen, weil Datenschützer dagegen protestierten.

jbr

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  • Gelöschter Benutzer 20.03.2017 13:39
    Highlight Sein ganzes langweiliges Leben im Internet ausbreiten und jeden noch so langweiligen Mist posten und sich dann ob solchen Sachen wundern und aufregen...

    Werdet einfach wieder mal normal und macht was Vernünftiges...... mit 20 Minuten lesen lernt man nichts.

    Wieder mal ein Buch zur Hand nehmen..... immer noch besser als das Essen zu fotografieren oder immer wieder mitzuteilen wo man gerade ist (ich vor dem Briefkasten).

    Schwimmt doch mal gegen den Strom.... Es gibt nichts Schöneres als nicht wie alle Schafe in die gleiche Richtung zu laufen und zu blöcken..
    20 13 Melden
    • strange 20.03.2017 15:23
      Highlight :-)
      20 4 Melden
    600
  • strange 20.03.2017 12:11
    Highlight Abgesehen von der Thematik finde ich den Gebrauch des Wortes Stalking ziemlich fragwürdig. Der Begriff wird heute so geläufig verwendet, dass richtiges Stalking gar nicht mehr als so "schlimm" empfunden wird. Jeder sagt z.B. " ich hab jemanden auf Facebook gestalked", wenn er das Profil einmal genauer angschaut hat. Für Stalkingopfer, die ständig beobachtet und terrorisiert werden, ist das irgendwie ein Witz. Nur so am Rande mal erwähnt....*hust*
    31 0 Melden
    600
  • Menel 20.03.2017 12:04
    Highlight "Black Mirror" lässt grüssen!

    15 2 Melden
    600
  • Jaing 20.03.2017 11:45
    Highlight Und wo ist ein schockierter Facebook-Nutzer?
    6 3 Melden
    • Braun Pascal 20.03.2017 16:22
      Highlight What the heck isch FB?
      5 5 Melden
    600
  • Wehrli 20.03.2017 11:44
    Highlight Das ist in 10 Jahren Zukunft, aber in form von Brille, wird augemented Reality in die Brillte projeziert.
    Personen, Objkete usw. werden mit zusätzlichen Daten "augmented", das steht dann Name, Alter, Status, Absicht, ev Beruf usw.
    4 5 Melden
    • Sir Jonathan Ive 20.03.2017 15:47
      Highlight Aber wenn jeder diese Brille auf hat; Wie erkennt die Software dann noch die Gesichter?
      Das schließt sich irgendwie gegenseitig aus.
      2 6 Melden
    600

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Zu jeder Tages- und Nachtzeit. In Grossaufnahme. Slow Motion. Und immer öfters live. Vor laufender Kamera.

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