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Was soll auf Facebook zu sehen sein, was wird – zumindest für einige Nutzer – verborgen? Bild: Jeff Chiu/AP/KEYSTONE

Facebook lässt dich bald selber filtern, ob du Gewalt oder nackte Haut sehen willst

Absolute Freiheit oder strenge Zensur? Weder noch. Facebook lässt seine Nutzer künftig selber entscheiden, welche Art von Inhalten sie auf ihrem Feed sehen wollen. Dies bringt Chancen, wirft aber auch Fragen auf.

17.02.17, 04:31 17.02.17, 06:24
Eva Hirschi
Eva Hirschi

Nackte Haut, gewaltsame Szenen, explizite Inhalte und Obszönitäten – ob sie solche Inhalte sehen wollen, lässt Facebook seine über 1,8 Milliarden aktiven Nutzer in Zukunft gleich selbst entscheiden.

Diesen massiven Richtungswechsel in der Politik des grössten Social-Media-Netzwerks hat Gründer Mark Zuckerberg in einem sehr ausführlichen Text auf Facebook bekannt gegeben.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Bild: EPA/DPA

Damit will er «den Menschen die Macht zurückgeben, die globale Gemeinschaft zu erschaffen, die sie wollen», schreibt Zuckerberg. Es ist ein Schritt Richtung Globalisierung und Dezentralisierung.

Chance für Künstler und Reporter

Elegant entzieht sich Zuckerberg somit zumindest teilweise der Verantwortung über komplexe Inhalte, der Gratwanderung zwischen Recht und Unrecht, und Zensurvorwürfen.

Bis jetzt galten auf Facebook generelle Regeln für alle Facebook-Nutzer, auch wenn diese auf regionale Gesetze Rücksicht nahmen.

Dies hatte jedoch zu Problemen geführt: Historische Bilder, die halbnackte Personen abbildeten, oder Beiträge von Lokaljournalisten über Gewalt etwa wurden blockiert und wurden erst nach Reklamationen wieder freigeschalten. 

Mit der neuen Regelung ergeben sich auch neue Chancen, wie etwa für (zweideutige oder eindeutige) Kunst, Aktfotografie oder Kriegsdokumentationen.

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Verstärkte Sicherheit

Um die Sicherheit dennoch zu gewährleisten, soll die Kontrolle, insbesondere durch künstliche Intelligenz, verstärkt eingesetzt werden.

Geplant ist laut Zuckerberg, diesen Bereich so weiterzuentwickeln, dass das System merkt, ob es sich bei einem Post um terroristische Propaganda oder eine Nachrichtenmeldung über Terrorismus handelt.

Mehrere Fragen bleiben dennoch offen: Was ist zum Beispiel mit Minderjährigen? Gilt für sie eine strikte, unveränderbare Grundeinstellung oder sollen die Eltern die Einstellungen individuell vornehmen?

Wann genau dieser Filter überhaupt eingeführt wird, und wie er genau aussehen wird, ist noch unklar. «Es braucht Zeit», sagt Mark Zuckerberg.

Passend dazu: Was Facebook (bis jetzt) alles so zensiert

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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7Alle Kommentare anzeigen
7
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  • Pius C. Bünzli 17.02.2017 07:10
    Highlight Einen Filter fpr politische Inhalte fände ich gut
    14 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.02.2017 08:51
      Highlight Alles ist politisch!

      (Ausser Katzenbildern...
      ...und Otten!!! l)
      16 1 Melden
  • Mikee 17.02.2017 06:59
    Highlight Facebook ist sowieso langsam eine Geisterstadt.

    Die sollen mal wieder zurückrudern. Weniger Werbung in der Timeline und wieder chronologische Anordnung. Diese "intelligente" Timeline war noch nie gut. Das selbe gilt für andere Social Netzwerke die meinen sie wollen bestimmen was wir sehen möchten....
    20 5 Melden
    • EMkaEL 17.02.2017 08:37
      Highlight Einfach jedes mal auf chronologisch umstellen.
      5 1 Melden
  • Charlie Brown 17.02.2017 06:07
    Highlight "Nackte Haut, gewaltsame Szenen, grafische Inhalte und Obszönität "

    Iihhhh! Grafische Inhalte! Wie pervers ist das denn?

    Es wird Zeit, kommt dieses fb in einer nur-text Version.
    29 2 Melden
    • Charlie Brown 17.02.2017 08:00
      Highlight Einmal mehr... Wenn ihr Artikel aufgrund von user-Kommentaren anpasst, dann macht das doch bitte nicht heimlich, still und leise. Alternativ dazu könnt ihr auch einfach den Kommentar nicht publizieren. Was hier aber geschieht, ist recht doof. Die Passage, auf welche sich mein Kommentar bezieht, ist spurlos angepasst. Zurück bleibt mein Kommentar, der nicht nachvollziehbar ist.

      Euer Chefredaktor persönlich hat mir versichert, dass das nicht den Richtlinien entspricht:

      http://www.watson.ch/!742649378#comment_676861
      14 0 Melden
    • Martin Lüscher 17.02.2017 08:38
      Highlight @Charlie Brown: Dein Einwand ist natürlich richtig. Wir versuchen, Änderungen am Artikel so transparent wie möglich zu machen. Das gilt vor allem, wenn die Anpassung falschen oder unvollständigen Fakten galt. Bei Rechtschreibefehlern oder unglücklichen Formulierungen erwähnen wir die Korrekturen im Text nicht zwingend. Aber klar: Wenn Du uns darauf hinweist und wir den Kommentar veröffentlichen, darfst du durchaus eine Antwort erwarten. Im jetzigen Fall hat ein Redaktor die Kommentare betreut, ein anderer unabhängig davon den Artikel angepasst. Deshalb die unglückliche Kommunikation.
      11 0 Melden

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