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So holst du dir die Zombie-Apokalypse auf den Stubentisch

Mit der TV-Serie «The Walking Dead» erleben Zombies ein popkulturelles Comeback – sogar in klassischen Gesellschaftsspielen. Fünf davon stellen wir hier vor, für die Zeit bis zur nächsten Staffel.

02.05.15, 21:51 04.05.15, 10:14

Hendrik Breuer / spiegel online

Ein Artikel von

Spannend ist die fünfte Staffel von «The Walking Dead» zu Ende gegangen – und für die nächste Staffel stehen bereits brandgefährliche neue Feinde in den Startlöchern. Leider müssen die Zuschauer mal wieder ein halbes Jahr warten, bis es weitergeht.

Zum Glück lässt sich die «Walking Dead»-freie Zeit überbrücken. Seit im Oktober 2010 die erste Folge der Serie im US-Kabelkanal AMC lief, haben die Untoten ein erstaunliches popkulturelles Comeback hingelegt. Filme, Fernsehserien, Comics und Videospiele mit Zombies sind wieder angesagt, und im Windschatten der Erfolgsserie hat es auch bei traditionellen Gesellschaftsspielen einen Zombieboom gegeben.

Fünf besonders gelungene Brett- und Kartenspiele mit den Untoten stellen wir hier vor. So können Fans der Serie am heimischen Wohnzimmertisch selbst ausprobieren, wie sie sich bei einer Zombie-Apokalypse schlagen würden.

«The Walking Dead: Das Kartenspiel»

«Walker sind keine Hornochsen» könnte das Motto für «The Walking Dead: Das Kartenspiel» lauten. Somit wäre bewiesen, dass man nicht nur Spielen wie «Monopoly» oder «Risiko» alle möglichen Themen überstülpen kann, denn dieses Spiel basiert auf dem mittlerweile 20 Jahre alten und millionenfach verkauften Klassiker «6 Nimmt»: Ein Spiel, das trotz der biederen Hornochsen-Graphik eines der besten Zockspiele überhaupt ist. Kein Wunder also, dass auch die Special Edition überzeugt. Wer das Original noch nicht besitzt und ein einfaches, aber spannendes Kartenspiel sucht, dem sei «The Walking Dead: Das Kartenspiel» herzlich empfohlen.

«The Walking Dead: Das Kartenspiel» von Wolfgang Kramer, Cryptozoic/Amigo Spiele, für 2-8 Spieler ab 8 Jahren, um 15 Euro.

«Winter der Toten»

«Fight the dead, fear the living», heisst es auf den Postern, die in den USA «The Walking Dead» bewerben, denn die Walker sind ja gar nicht das grösste Problem für Rick und Co. Wirklich gefährlich sind die anderen Überlebenden. «Winter der Toten» transportiert diese Paranoia perfekt aufs Spielbrett. Der Clou: Das Spiel ist ebenfalls kooperativ, theoretisch zumindest. Man muss schon eine Zeit lang zusammen arbeiten, um überhaupt eine Chance aufs Überleben zu haben. Doch unter den Spielern können Verräter sein, die ihre Mitstreiter irgendwann sabotieren. «Winter der Toten» ist zwar stellenweise etwas langatmig, auf jeden Fall aber empfehlenswert für diejenigen, die bereit sind, ein paar Stunden in ein wirklich gutes Spiel zu investieren.

«Winter der Toten» von John Gillmore und Isaac Vega, Heidelberger Spieleverlag, für 3-5 Spieler ab 14 Jahren, um 45 Euro.

Pints of Blood

Nicht so düster wie in «Winter der Toten», sondern gemütlich und mit einem Augenzwinkern geht es in «Pints of Blood» zu. Das Spiel ist deutlich an die Zombie-Komödie «Shaun of the Dead» angelehnt. Die Spieler machen auch nicht viel mehr, als am Tresen einer Bar rumzusitzen und gelegentlich vor die Tür zu treten, um Zombies niederzumetzeln. Die englischen Untoten stehen dabei ordentlich aufgereiht vor den Pub-Türen, was die Angelegenheit etwas mathematisch erscheinen lässt. Spielerisch rangiert «Pints of Blood» hinter den bereits vorgestellten Spielen. Die Atmosphäre, die es transportiert, ist aber klasse. Genau das Richtige für feuchtfröhliche Runden.

«Pints of Blood» von Kinjiro, Huch! & friends, für 2-4 Spieler ab 14 Jahren, um 40 Euro.

«Zombie Würfel»

Es geht allerdings noch kneipentauglicher als mit «Pints of Blood». Wenn man wie Shaun doch lieber am Tresen rumgammelt als im heimischen Wohnzimmer, hat man meist nicht ausreichend Platz für ein grosses Spiel. Die 13 Würfel, aus denen «Zombie Würfel» besteht, passen glücklicherweise auf jeden Bierdeckel. Das Spiel ist, wie die Marketingabteilung des Herausgebers treffend kalauert, der «No-Brainer unter den Würfelspielen». Eigentlich geht es nur darum, Hirne zu würfeln und keine Shotguns. Doch «Zombie Würfel» hat das gewisse Etwas. Die kleine Zockerei macht süchtig und man möchte stundenlang weiterwürfeln – das perfekte Kneipenspiel.

«Zombie Würfel» von Steve Jackson, Pegasus Spiele, für 2-99 Spieler ab 12 Jahren, um 12 Euro. Im Juni erscheint eine Deluxe-Ausgabe.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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