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Liebe Amis, wählt doch den Schreihals, der Minderheiten hasst. Was kann schon passieren?

Ein Deutscher warnt die Amerikaner vor Donald Trump – mit Verweis auf die Nazi-Zeit. Er landet einen Hit auf Facebook und Twitter. Hier erklärt der Verfasser, wie es dazu kam.

Publiziert: 07.11.16, 15:39 Aktualisiert: 07.11.16, 15:59

Markus Böhm, Fabian Reinbold / spiegel online

Ein Artikel von

Jemanden zu wählen, der Minderheiten hasst und sich nicht um Demokratie schert, kann böse enden – fragt mal die Deutschen. Diese Warnung vor Donald Trump, gerichtet an die «Dear Americans», verbreitet sich gerade rasant im Netz. Viele deutsche und amerikanische Facebook-Nutzer sehen den Post in ihren Timelines. Auch etliche US-Promis haben ihn und den Hashtag #beentheredonethat geteilt. Der Text kommt ohne die Worte Faschismus und Hitler aus, dennoch ist seine Botschaft eindeutig.

Liebe Amerikaner. Nur zu, wählt den Schreihals, der Minderheiten hasst, der seine politischen Gegner einsperren lassen will, der Demokratie mit den Füssen tritt und behauptet, er allein könne alles in Ordnung bringen. Was kann schon schiefgehen? Viel Glück dabei. Lieber Gruss, die Deutschen.

Wer steckt dahinter? Wir haben mit dem Mann gesprochen, der hier im Namen «der Deutschen» vor Präsidentschaftskandidat Trump warnt. Johan Franklin, wie er sich auf Twitter nennt, möchte anonym bleiben, um in seinem Beruf «Reibungen mit den Klienten zu vermeiden», wie er es formuliert.

Er arbeitet nach eigenen Angaben als Unternehmensberater in Hamburg, ist aber auch Jahr für Jahr mehrere Wochen in den USA. Er ist 44 Jahre alt. Wir erreichen ihn in San Diego, wo er nach eigenen Angaben gerade für drei Monate ist. Wir unterhalten uns per privater Direktnachrichten auf Twitter.

Warum haben Sie diesen Beitrag geschrieben?
Johan Franklin: Aus Frustration. Und Fassungslosigkeit. Darüber, dass es tatsächlich wieder jemandem gelingt, Millionen von Menschen mit klar nachweisbaren Lügen, gezielten Desinformationen und bei näherem Blick unglaublich plumpen rhetorischen Mitteln einzufangen und für seine Sache einzuspannen. Ich dachte mir, ich mach mir jetzt mal Luft.

Gab es jetzt einen konkreten Anlass?
Ja, das hier. (Er schickt einen Link zu einer aktuellen Vorhersage, nach der Trump eine 33-prozentige Chance hat, die Wahl zu gewinnen.) Es hat mich umgehauen, dass die Werte für Trump nach all seinen frauenverachtenden Bemerkungen und der Steuerhinterziehung wieder so nach oben gehen können.

Sie arbeiten in Kalifornien. Dort wählt die Mehrheit Clinton. Haben Sie überhaupt Trump-Fans in Ihrem Umfeld?
Es gibt Leute, mit denen ich bis vor ein paar Monaten sehr gut befreundet war. Jetzt kann man mit denen noch nicht mal mehr über das Wetter reden. Ich gehe mit meinem Kollegen Rick nicht mehr bowlen. Er war mein bester Freund hier. Ich hatte gar keine Ahnung, welche Präferenz er bei dieser Wahl hatte. Es hätte mich auch nicht interessiert. Und dann fing er an, Trump-Bonmots zu rezitieren. Nicht ironisch, im Sinne von «Haha, wie schräg ist der denn», sondern im Brustton der Überzeugung. Und dann stehste da und überlegst, was du jetzt sagst.

Sie haben sich für den Hitler-Vergleich entschieden. Soll das bei Trump-Fans wirklich ein Umdenken bewirken?
Der Vergleich war ein bewusst gewähltes Stilmittel. Ich weiss natürlich, dass ein Hitler-Vergleich immer das Dümmste ist, was man machen kann. Aber in dem Moment fiel mir nichts Rationales ein, was nicht schon gesagt worden wäre und auf taube Ohren gestossen war. Ich dachte, das lesen ein paar Leute, ich bekomme vielleicht ein bisschen hate mail, vielleicht spricht es ein paar anderen aus der Seele, das war's. Jetzt hat mich gerade J.K. Rowling retweetet. Das war so nicht geplant.

Die wahren Trump-Fans könnte der rabiate Vergleich aber noch in ihrer Haltung bestätigen.
Ja, ich habe mir auch überlegt, dass mein Posting in gewisser Weise Wasser auf den Mühlen der Trumpistas ist. Aber dann schaue ich mir die Antworten, die Kommentare unter den Retweets an. Grob geschätzt würde ich sagen, 90 Prozent sind positiv, bis hin zu «Du sprichst mir aus der Seele». Aber es gab auch ein paar Morddrohungen.

Wie hat das alles angefangen?
Zuerst habe ich das Bild nur bei Twitter gepostet. In meiner eigenen Timeline und als Antwort auf ein paar Tweets von Leuten, denen ich folge. Einer von denen, Seth MacFarlane, der Erfinder der Serie «Family Guy», hat anscheinend eine Menge Leute erreicht. Dass das Bild bei Reddit gelandet ist, habe ich erst später mitbekommen. Freunde erzählen mir, dass das auch auf Facebook gepostet wird – mit den unterschiedlichsten Angaben zum Autor.

Haben Sie deshalb mehrere US-Medien auf Twitter angeschrieben und darauf hingewiesen, dass Sie der deutsche Verfasser des Posts sind?
Ich war etwas erschrocken, welches Eigenleben das binnen weniger Stunden entwickelt hat. Ich hatte das Bedürfnis, ein paar Worte der Erklärung zu liefern, auch weil ich nicht wollte, dass es heisst, das käme aus dem Clinton-Lager. Darf ich Sie jetzt mal etwas fragen?

Natürlich.
Denken Sie denn, dass es tatsächlich zu einem Trump-Sieg kommen kann?

Wir gehen nicht davon aus. Und was glauben Sie?
Gegenfrage: Haben Sie gedacht, dass der Brexit kommt?

Vielleicht bringt Ihre Botschaft ja manche doch noch ins Grübeln. Hat Ihr Kollege Rick denn den Post gelesen?
Ich sehe ihn am Montag bei der Arbeit wieder. Aber ich werde ihn nicht darauf ansprechen.

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49 Kommentare anzeigen
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  • Rolf Gort (1) 08.11.2016 16:06
    Highlight Dieses belehrende "Gerade wir als Deutsche"-Gehabe ist ekelhaft und zeugt davon, dass jemand mit der Vergangenheit des eigenen Landes nicht klar kommt und versucht, diese zu relativieren, indem man sie mit anderen Vorgängen gleichsetzt, vorzugsweise in den USA.
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  • Kristjan Markaj 08.11.2016 09:46
    Highlight Und ich dachte bzw. hatte diese kleine Hoffnung, dass ein Bernie Sanders der Präsident der Vereinigten Staaten werden könnte. Wie naiv und dumm ich nur war...
    13 1 Melden
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  • Chrutondchabis 08.11.2016 00:43
    Highlight Die richtigen Kandidaten für dieses Amt sind leider nie wählbar. Ich wünsche mir einen Ron Paul als Präsidenten.
    10 11 Melden
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  • Ron Zin 07.11.2016 23:30
    Highlight Ist es möglich, dass geschätzte 99% der heutigen globalen Bedrohungen von den Vereinigten Staaten ausgehen? Und dabei zuschauen, wie zwei wenn auch auf ganz verschiedene Art offensichtlich gefährliche wenn nicht gar unberechenbare Kandidaten eine jämmerliche Posse nach der anderen durchstehen... Obama we will miss you!!!
    23 11 Melden
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  • rodolofo 07.11.2016 21:48
    Highlight Ich hoffe, dass die Afro-Amerikaner und die Latinos wählen gehen, auch wenn sie frustriert sind darüber, wie wenig die Politik sich um sie bemüht und kümmert!
    Diese WählerInnen-Gruppen haben es in der Hand, zusammen mit der grossen Mehrheit der Frauen ein Scheusal zu verhindern, das es nicht mal für nötig hält, ein wenig angenehm und Vertrauenserweckend zu erscheinen.
    Und ich sage Euch, genau diesen unverhohlen aggressiven Jankee-Imperialismus habe ich bei meiner ersten USA-Reise vor zwei Jahren gespürt!
    Da lag der Faschismus in der Luft!
    Ich kann es Dir nicht richtig erklären, aber so war's.
    20 18 Melden
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  • HorstHüpfknete 07.11.2016 19:15
    Highlight Das problem ist nur, Clinton wird andern Ländern nicht so gut tun, hingege Amerika schon. Was dann rauskommt, wenn im Senats- und Abgeornetenhaus Elefanten die Mehrheit haben wissen wir auch nicht..
    14 13 Melden
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  • Schläfer 07.11.2016 18:58
    Highlight Es macht keinen grossen Unterschied wer morgen gewählt wird. Der einzige Unterschied besteht darin in welche Richtung die künftigen Kriege geführt werden. Bei Clinton ist die Gefahr gross das es Krieg mit Russland gibt, was sich mehr denn je abzeichnet. Bei Trump wird das wohl nicht eintreffen. Dafür wird er vermutlich (wenn man ihn lässt) den halben nahen Osten in Schutt und Asche legen (was noch steht) und die USA von innen zerstören. Wird so oder so verschissen enden.
    19 23 Melden
    • Shin Kami 08.11.2016 09:56
      Highlight Der Unterschied ist die Amis können Hillary in vier Jahren wieder abservieren, bei Trump bin ich mir da nicht so sicher.
      4 3 Melden
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  • SomeoneElse 07.11.2016 18:18
    Highlight Der artikel so: gähn, irgendwas von irgendwem. die grafik dann so: who the fuck is Evan McMullin? 😂
    14 27 Melden
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  • ostpol76 07.11.2016 17:55
    Highlight Liebes watson Team. Wäre es möglich wie bei der Fussball EM 2016 einen "Schalter" auf der Homepage zu installieren um die Artikel über den US Wahlkampf auszublenden.

    Dieses Affentheater und unzähligen Artikel sind ja kaum mehr auszuhalten :-)

    Danke
    31 12 Melden
    • Herr Schibli 07.11.2016 21:08
      Highlight Ist doch spannend wie die MSM versuchen Trump kleinzureden und Watson mit dem unsäglichen, von Atlantikern gefluteten SPON ins Bett geht. Wie sagte Warren Buffet doch: Der Klassenkampf geht um Reich gegen Arm und wir gewinnen gerade. Deshalb Hillary an die Macht! Die Wall Street wird es freuen und auch die Saudis werden eine Party, wenn auch ohne Alkohol veranstalten. Und da Russland ihre Kernindustrie nicht an die Amis verkaufen wollten, obwohl sich Jelzin und Clinton doch einig waren, gehört dieses von Putin regierte Land hart bestraft. Also: Hillary Go!
      17 25 Melden
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  • PuRpLE_KusH 07.11.2016 17:36
    Highlight Liebe Amis wählt doch die von div. auch unbekannten Sponsoren finanzierte und im geheimen arbeitende, kriegstreibende Hilary. Welche die Demokratie mindestens so wenig respektiert wie Donald Trump. Mal sehen was dann passiert oder was man eben nicht sieht und erst Jahre später enthüllt wird.
    42 118 Melden
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  • Alex23 07.11.2016 16:48
    Highlight Na ja, ich sehe unten, dass auch Watson Leser von Trumps einnehmendem Wesen geblendet sind und meinen, ihn gegen "übelmeinende deutsche Ratschläge" verteidigen zu müssen. Aber wie hiess es doch ihm Originaltweed so schön: go ahead ..... Jeder muss halt seine eigene Lektion lernen. Im schlimmsten Fall: The hard way.
    105 16 Melden
    • Roaming212 07.11.2016 17:20
      Highlight So oder so wird die USA es "the hard way" lernen müssen. Ob mit Hillary oder Trump wird die Welt dem WW3 nahe sein.
      36 47 Melden
    • Rom78 07.11.2016 18:28
      Highlight Bei einer Wahl von Clinton, heisst der schlimmste Fall Atom Krieg. Dann noch lieber einer der Frauen ab und zu mal an die Brueste fasst.

      Auch nicht schön aber ne weitete Alternative gibt's leider nicht.
      16 47 Melden
    • MadScientist42 07.11.2016 19:29
      Highlight Woher kommt das ganze WW3 Getue unter Clinton? Erstens kann der Präsident ohne Senat und Kongress relativ wenig machen, und zweitens ist sie in den meisten politischen Punkten recht ähnlich zu Obama, auch wenn sie in der Aussenpolitik etwas stärkere Grenzen zieht, it sie weit weg einen Weltkrieg zu provozieren.
      41 14 Melden
    • Roaming212 07.11.2016 21:58
      Highlight @MadScientist
      Hillary hat klar gemacht dass sie eine No-Flyzone über Syrien will. Mehrere Experten und höhere Militär-Verantwortliche haben bestätigt dass so eine No-Flyzone einen Krieg mit Russland und Syrien bedeuten wüde.
      12 11 Melden
    • SeKu 08.11.2016 00:22
      Highlight @MadScientist42
      Lybien ins Chaos zu stürzen geschah auf Hillarys Drängen. Und das hat Obama als grössten Fehler seiner beiden Amtszeiten bezeichnet. Wie sie da von recht ähnlich zu Obama shreiben können, erschliesst sich mir nicht.
      6 7 Melden
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  • Roaming212 07.11.2016 16:40
    Highlight Warum einen der zwei Horror-Kandidaten wählen, wenn es brauchbare Alternativen gibt? ;)
    19 12 Melden
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  • Ron Collins 07.11.2016 16:40
    Highlight haha...grad das Land mit der ollen Merkel motzt über einen Trump?? Please!!
    MAGA! ;)
    38 197 Melden
    • unejamardiani 07.11.2016 16:53
      Highlight Was haben alle gegen Merkel? Könnt ihr nicht mit Rationalismus umgehen?
      145 27 Melden
    • PuRpLE_KusH 07.11.2016 17:37
      Highlight Die Amtszeit der Merkel ist schon irrational nicht?
      19 60 Melden
    • meglo 07.11.2016 17:43
      Highlight @collins Wäre ich ein Deutscher, ich wäre stolz auf Frau Merkel. Sie ist auf jeden Fall mutiger, als gewisse rechtsnationale Brunnenvergifter, deren Parolen offenbar auch sie nachbeten.
      124 20 Melden
    • Tsunami90 07.11.2016 19:09
      Highlight @Purple, Das ist üblich in Deutschland. Merkel ist ja auch erst die 5te Kanzlerin.
      8 4 Melden
    • Alnothur 07.11.2016 20:39
      Highlight Deutschland hängt halt den alten, absolutistischen Zeiten noch sehr hinterher.
      7 17 Melden
    • PuRpLE_KusH 08.11.2016 08:39
      Highlight @Tsunami90

      üblich na und? des wegen ist sie trotzdem zulange im amt
      1 6 Melden
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  • Sam5 07.11.2016 16:16
    Highlight Schön wenn das Theater endlich vorbei ist.
    89 3 Melden
    • füdli 07.11.2016 19:57
      Highlight ein optimist, der sam.
      12 2 Melden
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  • helios 07.11.2016 16:00
    Highlight Die Gemeinsamkeiten sind nun wirklich unverkennbar;
    95 70 Melden
    • 1 hässlicher Meninazi 07.11.2016 16:39
      Highlight 100% aller Mörder haben Wasser getrunken! Das sagt alles.

      WASSER SOFORT VERBIETEN!
      126 5 Melden
    • Mentorius 07.11.2016 19:37
      Highlight 😂
      8 3 Melden
    600
  • Ludwig von Mises 07.11.2016 15:50
    Highlight kt
    85 212 Melden
    • deleted_344616862 07.11.2016 16:06
      Highlight Du hast Dear Ludwig falsch geschrieben
      131 34 Melden
    • opwulf 07.11.2016 16:29
      Highlight Aber jetzt mal im Ernst :) glaubt hier irgend Jemand das solche Aktionen wirklich den gewünschten Effekt haben? Wenn sie etwas machen, erschaffen, wählen, erfinden, mögen sie es in dem Fall auch wenn so Einer daher kommt und vereinfacht sagt, wenn man wählen darf und welche/r Kandidat/in nicht? Ich würde mal schätzen dass solches Verhalten in 99% der Fälle die Menschen vor den Kopf stossen würde und gar nicht goutiert wird! Ich meine, wie stellt ihr euch dat vor? "Aah gut also die Deutschen finden den Trump schlecht? Ja dann, dann wählen wir in dem Falle Hillary!"? Get real...
      40 28 Melden
    • Alex23 07.11.2016 16:41
      Highlight Oh, Ludwig. Ich weiss, die Wahrheit tut manchmal weh. Aber nicht vergessen: Don't shoot the messenger!
      57 15 Melden
    • Rendel 07.11.2016 16:56
      Highlight @Opwulf Empfehlen sie schweigen und weggucken oder wie soll ich ihr Post verstehen?
      29 8 Melden
    • Alex23 07.11.2016 16:56
      Highlight Opwulf, im Interview sagt er klar und deutlich (lesen hilft!) dass er nicht glaubt, damit etwas ändern oder beeinflussen zu können. Aber er war frustriert und hat sich Luft gemacht.
      Im Übrigen könnte man das pessimistisch für jeden Kommentar sagen: Denen, die es hören oder begreifen sollten, geht es eh am A... vorbei.
      32 7 Melden
    • ands 07.11.2016 17:18
      Highlight @ opwulf: Das kommt darauf an, was der gewünschte Zweck ist. So kurz vor der Wahl ist das Ziel in der Regel die Mobilisierung der eigenen Wähler und ich traue dem Text durchaus zu, dass er Wähler dazu bewegt Clinton zu wählen um Trump zu verhindern.
      18 7 Melden
    • opwulf 07.11.2016 17:20
      Highlight Rendel: Anerkennen dass wir nicht überall Mitbestimmungsrecht haben! Klar dürfen wir unsere Meinung sagen - dies ändert nichts daran dass aus einem psychologischen Aspekt heraus betrachtet, die Reaktion auf solch eine Aktion nicht den gewünschten Effekt haben dürfte! Ich erinnere mich an die vorletzte Wahl, als ich für einen Workshop nach Finland flog und die Leiterin war eine Professorin aus NY. Auf dem Rückflug kamen wir auf die Wahl zu sprechen und mein Plädoyer für Obama quitierte sie entnervt mit "trust me, we are well capable of electing who is best 4us - without you guys involvement"
      11 9 Melden
    • opwulf 07.11.2016 17:31
      Highlight Alex23: Trotzdem bleibe ich dabei dass so eine Aktion kontraproduktiv ist - auch wenn sie aus emotionalen Beweggründen heraus verständlich ist! Wir dürfen gerne darüber diskutieren was wichtiger ist - wie ich der so eine Aktion mache, es meine - oder ob es wichtiger ist wie so eine Aktion beim Empfänger ankommt? Aber hier geht es ja um die potentionellen Wähler in den USA, um sie davon abzuhalten für Trump zu stimmen!

      ands: There you got a point!
      6 7 Melden
    • Alex23 07.11.2016 17:45
      Highlight Opwulf: Argumentation verstanden. Vermutlich löst das bei den Betroffenen Abwehr aus. Siehe dein Beispiel Finnland.
      Aber grundsätzlich finde ich die Aussage eben sehr gut. Deutschland wird immer wieder die eigenen Vergangenheit unter die Nase gerieben (berechtigt). Dann kann man als Deutscher halt auch mal sagen: okay Leute, bei dem Thema kennen wir uns aus.
      24 3 Melden
    • Sandro Lightwood 07.11.2016 17:45
      Highlight Momoll, und weiter im Stil, keine fremde Meinungen zulassen. Oder besser gesagt, sie mit vulgären Ausdrücken niederschreien. Ich sehe, die Früchte Trumps fruchten schon gewaltig...
      13 7 Melden
    • meglo 07.11.2016 18:01
      Highlight Wenn ein Volk mit Volkstribunen im Stile Trumps Erfahrung hat, dann sind es die Deutschen. Sie haben erlebt, wohin Rassismus, Dummheit und Intoleranz führen kann. Drum wehret den Anfängen. Offenbar hat dieser Deutsche etwas aus der Geschichte des letzten Jahrhunderts gelernt und die richtigen Schlüsse gezogen. Wie heisst es doch: Wer aus der Geschichte nichts lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.
      42 4 Melden
    • manhunt 07.11.2016 18:28
      Highlight selber der ganzen welt immer wieder sagen wollen wie demokratie und menschenrechte funktionieren, obwohl ihr davon keinen blassen schimmer habt. dafür ganze regionen destabilisiert und ins verderben stürtzt. und dann solch eine reaktion auf einen gut gemeinten kommentar.

      in diesem sinne:

      liebe amis:

      shut up and go home


      der rest der welt
      8 3 Melden
    • Rendel 07.11.2016 19:20
      Highlight @opwulf Die Professorin im Flugzeug war sich wohl nicht bewusst, dass es uns in Europa durchaus beschäftigt, wer Präsident wird. Ihre Reaktion ist die eines kleinen Kindes, nach dem Motto das ist mein Förmchen.

      Wer Angst hat, durch seine Meinungsäusserung eine Trotzreaktion auszulösen, wird mundtot. Mundtote Menschen ermöglichen faschistische Entwicklungen, auch wenn sie dagegen sind.

      Es ist wichtig sich zu Wort zu melden und wird es immer bleiben.

      13 3 Melden
    • Ludwig von Mises 08.11.2016 07:00
      Highlight o.O
      2 2 Melden
    • Zerpheros 08.11.2016 07:43
      Highlight Bezogen auf die Professorin auf dem Finnlandflug: würde mich noch interessieren, ob sie heute immer noch der Meinung ist, dass man in den USA den geeignetsten Kandidaten wählt. Normalerweise fliegen solche Paradiesvögel wie Trump nämlich bei den Vorwahlen aus dem Rennen. Dass das nicht passiert ist, zeigt, dass irgendwo ein Kontrollmechanismus versagt hat.
      5 1 Melden
    • opwulf 08.11.2016 08:22
      Highlight Zerpheros: Dies wüsste ich auch gerne :)) habe sie aber seither nicht mehr gesehen. Ich glaube aber kaum das sie mit Trump warm geworden wäre, denn sie würde aufgrund dessen was sie sagte, eher in Richtung McCain tendieren! Übrigens nannte sie Kennedy einen der überschätztesten Präsidenten den die USA je hatten...
      1 0 Melden
    • opwulf 08.11.2016 10:39
      Highlight Rendel: Natürlich haben sie Recht! Mein Einwurf war nicht dahingehend dass wir uns nicht mehr eussern sollen - sondern in der Form wie es geäussert (obwohl gut geschrieben) und an wen es addressiert wurde! Ich habe dieser Frau geantwortet dass ich ihre Haltung zwar bis zu einem gewissen Grad verstehen kann, sie jedoch berücksichtigen sollte, dass wer immer Präsident der USA werde, es sehr wohl Konsequenzen für die Welt haben und daher unser Interesse daran und unsere Wünsche darin nachvollziehbar seien! Egal, ich glaube die Wenigsten reagieren hier rational, sondern eher emotional siehe Sport
      2 0 Melden
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