Digital

Ein Daten-Guru hat Trump ins Amt gebracht? Das ist an der Schauergeschichte dran

Eine Geschichte sorgt für Aufsehen: Eine geheimnisvolle Datenfirma soll mit Psychogrammen von US-Wählern Donald Trump ins Weisse Haus gehievt haben.

05.12.16, 14:53 06.12.16, 12:02

Fabian Reinbold

Ein Artikel von

Wer deutschsprachige Journalisten zu seinen Internet-Bekanntschaften zählt, für den gab es in den vergangenen 48 Stunden vor einer Geschichte kein Entrinnen. Meist war sie als «Lesebefehl» deklariert oder als «wichtigster Text des Jahres», ein Kollege bot gar an, jedem, der diesen Text teilt, Käse-Sandwiches zu schmieren.

Es geht um einen Artikel aus dem Schweizer «Magazin», der sich dem beliebten Themenfeld »Wie zum Teufel konnte Donald Trump die Wahl gewinnen?« widmet. Der lange und interessante Text liefert eine Antwort: Big Data.

screenshot: dasmagazin.ch

Eine Analyse-Firma habe im Auftrag Trumps und mit Hilfe von Daten die seelische Verfasstheit der Amerikaner vermessen – und das so genau, dass sie jedem potenziellen Wähler die Botschaften des Kandidaten genau so ausspielen konnten, dass sie verfangen. Je nach Persönlichkeit bekommt man die passende Trump-Anzeige.

Die Entdeckung nutzen andere

Der Leser des Artikels erfährt, dass diese Firma namens Cambridge Analytica angeblich von jedem US-Wähler ein psychologisches Profil angelegt und unter anderem so dem bei den Wahlkampfmitteln eigentlich unterlegenen Trump den Sieg beschert hat.

Trump mag dieses Bild nicht – so reagiert das Internet

Richtig gruselig wird das Ganze, weil dieselbe Firma auch für die Brexit-Kampagne gearbeitet hat und weil die Schweizer Kollegen jenen Wissenschaftler aufgetrieben haben, der die Methode zur Psychografie per Facebook-Aktivität entwickelt hat: Er könne allein durch die Likes und Postings die Persönlichkeit von Menschen bestimmen, heisst es – und nun grusele es ihn ob der Zweckentfremdung seiner Entdeckung durch die Populisten.

Eine Schauergeschichte, ein Aufreger, keine Frage, nur: Was ist überhaupt dran?

Forscher Michal Kosinski hat die Methode zur Psychografie per Facebook-Aktivität entwickelt. bild: lauren bamford

Richtig ist: Das sogenannte Voter Targeting spielt im US-Wahlkampf mittlerweile eine grosse Rolle. Indem sie Daten, die ein Bürger auf Facebook sowie on- und offline hinterlässt, kombinieren, versprechen einige Firmen, potenzielle Wähler zielgenau mit Werbebotschaften zu erreichen.

Ein Beispiel: Wahlkämpfern wird angeboten, nicht nur Wähler im Swing State North Carolina zu erreichen, sondern dort nur jene Frauen, die zwischen 25 und 35 sind, im Jahr 70'000 Dollar oder weniger verdienen und mal demokratisch, mal die Republikaner wählen.

Trump als Königsargument

Cambridge Analytica geht noch weiter und verspricht, den Ton zu kennen, in dem man die Person ansprechen muss, um sie herumzubekommen – mithilfe der Psychogramme nach dem Fünf-Faktoren-Modell (hier mehr dazu).

Das Problem: Die atemberaubenden Fähigkeiten der Firma stützen sich vor allem auf die Aussagen ihrer Manager. Belege fehlen – so ist es in der Geschichte, die jetzt so sehr die Runde macht, so war es bei anderen Berichten, die es zuvor in den USA gab.

Sieger schreiben oft Geschichte, und im Wettstreit der Datenfirmen lässt sich mit dem Königsargument Trump jetzt besonders laut trommeln. Doch viele Stellen des Textes über die angebliche Macht von Cambridge Analytica sollten den Leser ins Zweifeln bringen.

«Der gläserne Bürger droht Realität zu werden!» Moment – über welches Gesetz haben wir gerade abgestimmt?

Natürlich: Es ist möglich, dass alles so war, wie es von Cambridge Analytica behauptet und im Artikel unkritisch wiedergegeben wird. Aber es ist eben nicht bewiesen.

Die gleiche Dynamik wie bei Fake News

Das sagenhafte Echo, das solche Geschichten wie der «Magazin»-Artikel im Moment erfahren, hängt wohl auch mit dem Schock und der allgemeinen Verunsicherung nach dem Trump-Sieg zusammen, den viele nicht für möglich gehalten haben. Motto: Endlich eine Erklärung, mit der alles Sinn ergibt!!!!

Erst war es der weisse Mann, der Trump das Weisse Haus bescherte, dann die angeblich manipulierten Wahlmaschinen in Wisconsin und Co. – und nun sollen es eben skrupellose Daten-Ingenieure gewesen sein.

Sicher ist zumindest, dass Facebook ein wichtiges Werkzeug geworden ist, um Wahlen zu beeinflussen. Seit dem Wahlsieg Trumps wird darüber viel diskutiert. Etwa über die Echokammern, die sich auf Facebook bilden und in denen sich, abgeschottet von Gegenmeinungen, möglicherweise Weltbilder verfestigen.

Und über den Einfluss der Fake News, jener Falschmeldungen also, die Reflexe der Nutzer bedienen, deshalb geteilt und dann durch Facebooks Funktionslogik massenhaft verbreitet werden. Denselben Weg wie viele Fake News hat nun auch die Geschichte über Cambridge Analytica genommen.

So überwacht uns der Staat

Wo war Herr Glättli die letzten sechs Monate? Minute für Minute, Ort für Ort? Swisscom oder Sunrise wissen es, Sie wissen es jetzt – und der Staat kann es jederzeit wissen

Was der Staat von Ihrem Smartphone will. Und wann. Und weshalb.

«Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Bund auch Telefongespräche und SMS speichern will»

«Dass die Speicherung von Handydaten nichts bringt, ist kompletter Unsinn»

Das Beziehungsnetz: Wer ist beruflich wichtig, wer ist verwandt? Mit wem hat Herr Glättli wirklich viel zu tun?

Wie der Staat Daten «wegen Terror» abgreift – und uns eigentlich bloss komplett verarscht

Die Kapo Bern hat bald ein teures neues Abhörsystem. Aber der eigentliche Skandal dahinter ist die Beschaffung

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Wenn Sie immer noch glauben, Datenschutz sei nur für Menschen, die etwas zu verbergen haben, bitte hier weiterlesen

Die unsäglich peinliche Geschichte der gehackten Hacker (und Kapo-ZH-Lieferanten) in 25 Tweets erzählt

Diese Politiker sorgten sich eben noch um unsere Privatsphäre – und sagen jetzt trotzdem Ja zu mehr Überwachung

Fremde Geheimdienste sollen die Leitungen von Swisscom und Co. angezapft haben. Das musst du wissen

Polizei und Staat wollen Sie im Internet umfassend überwachen. Jeder zweite Schweizer sagt «Nein, danke!»

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
DendoRex, 19.12.2016
Watson ist für mich das Nr. 1 Newsportal und wird es auch bleiben. So weitermachen!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
63 Kommentare anzeigen
63
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • sebi25 06.12.2016 22:45
    Highlight Es ist auch äusserst komplex, die Wahlergebnisse auf eine einzige Firma zurückzuführen, ja.
    Doch die Möglichkeit der Bevölkerungsmanipulation besteht, und dieses Problem wird in den nächsten Jahren immens steigen...

    Es ist richtig vom "Magazi" dieses Thema zu behandeln. Und es ist ebensowichtig vom "Spiegel" (dieser Artikel) die Gegenseite zu beleuchten. Am Ende muss sich jeder selbst seine Meinung bilden!
    4 0 Melden
    600
  • Herbert Anneler 06.12.2016 09:43
    Highlight Das Sammeln und Aufbereiten von Daten nach der "Magazin"-Methode ist trivial. Der "Hammer" ist jedoch, wie diese Daten in eine Kampage umgesetzt werden: Die Variation der Ansprachen umfasst 175000 verschiedene Modi. Diese sog. Granularität ist zumindest in der politischen Kommunikation bislang einmalig und erschreckend. Ich überlege mir ernsthaft den Ausstieg aus Portalen wie Facebook.
    17 1 Melden
    600
  • Therealmonti 06.12.2016 08:25
    Highlight Könnte es sein, dass Spiegel Online und dieser Fabian Reinbold ganz einfach etwas neidisch sind, dass die Schweizer Kollegen vom Magazin, einen Scoop gelandet haben, den man in beim Spiegel verpasst hat? Der Magazin-Artikel ist in jedem Fall um einiges gehaltvoller als die von Watson übernommene Spiegel-Story.
    27 4 Melden
    • HeavyB 06.12.2016 15:17
      Highlight Das dachte ich mir auch sofort. Ein schwacher Watson Artikel. Wenn man schon einen Gegenartikel schreibt, sollte man sich als Journalist entsprechend Mühe geben.....
      4 2 Melden
    600
  • whatthepuck 05.12.2016 22:27
    Highlight Im Magazin-Artikel ging es nicht primär darum, eine Erklärung für Trumps Wahlsieg zu geben, das ist zu vereinfachend. Vielmehr ging es darum, die Macht von Big Data an sich aufzuzeigen. Der Wahlkampf wurde mit dieser Methode mit einem Paukenschlag revolutioniert.

    Das Scheitern von Cruz bedeutet zudem nicht, dass die Methode für ihn nicht effektiv war. Die Methode dürfte ohnehin nur bei unentschlossenen Wählern richtig effektiv sein. Wenn er aber nur schon 5-10% mehr geholt hat als ohne die Methode, dann kann das eine Wahl durchaus entscheiden.
    37 0 Melden
    600
  • Digital Swiss 05.12.2016 21:39
    Highlight Wer von euch hat schon mal die Handy Nummer in einer App oder bei einem Portal angegeben? Gut gemacht! Nun haben wir keine anonyme Menge mehr sondern echte Ziele. Btw. die Daten werden auch gehandelt, siehe zB die AGBs deines Kreditkarten Anbieters. Läuft bei dir! 👍
    29 2 Melden
    • purzelifyable 06.12.2016 13:44
      Highlight Na und?
      0 5 Melden
    600
  • Werner17 05.12.2016 21:23
    Highlight Hmm interessant das Fabian Reinbold, der Autor dieses Artikels, den Artikel vom "Magazin" sehr undifferenziert zu zerpflücken versucht. Im Magazin-Artikel geht es nicht nur um die Firma die von Trump angeheuert wurde, sondern auch um die "Cambridge University" welche das System für diese Art der Psychometrik "erfunden" hat. Er erklärt nicht, dass es diese Möglichkeit wirklich gibt (beschreibt er selbst in einem Artikel www.netzpolitik.org) und allenfals die Firma mit dem verwechselbaren Namen "Cambridge Analytica" nicht über das nötige Wissen die Methode anzuwenden verfügt.
    17 2 Melden
    600
  • rodolofo 05.12.2016 21:15
    Highlight Wenn eine Wahl auf der Kippe steht, dann muss der Einfluss dieser Firma gar nicht mal so gross sein!
    Schon ein relativ kleiner Erfolg kann in der Situation "Gespaltene Gesellschaft" eine grosse Wirkung haben!
    Ausserdem hat Trump zahlenmässig ja nicht einmal mehr AmerikanerInnen hinter sich geschart, als seine Kontrahentin, Hillary Clinton.
    Die Tatsachen des "Gläsernen Bürgers", der gezielt und individuell bearbeitet werden kann von Leuten, die von "Big Data" Daten kauften, bleiben beunruhigend bis gruselig...
    30 0 Melden
    600
  • Sandro Leuenberger 05.12.2016 21:02
    Highlight Ich bin strikt dagegen, die Macht solche IT-Technokraten zu verharmlosen. Es mag wohl sein, dass die CEOs in ihren Präsentationen den Wunsch zum Vaters der Gedanken machen. Doch ist Cambridge Analytica, nicht allein, sondern zusammen mit anderen solchen düsteren Figuren mit Wahnvorstellung, die Welt nach Belieben steuern zu wollen, sehr ernst zu nehmen. Die Politik muss ihnen das Handwerk legen.
    25 0 Melden
    600
  • Einfache Meinung 05.12.2016 20:49
    Highlight Wenn das so einfach ist, wieso machen unsere Politiker nicht das gleiche?!? Dann hätten Sie es leichter...
    0 8 Melden
    600
  • füdli 05.12.2016 19:12
    Highlight versucht's mal mit dem:
    https://www.16personalities.com
    4 0 Melden
    600
  • Posersalami 05.12.2016 18:13
    Highlight Klingt erstmal plausibel, man weiss ja schon länger dass Bid Data bei Wahlen eine Rolle spielt. Aber, glaubt hier jemand ernsthaft dass Clinton das nicht auch gemacht hat? Somit müsste sich dieser Vorteil ja wieder aufheben? Oder hatte Trump einfach die besseren Analysten?
    28 5 Melden
    • Crecas 05.12.2016 19:05
      Highlight Das Targeting ist ja Usus, insb. im US Wahlkampf stark ausgeprägt. Auch Obama hatte 2012 schon eine App, welche seine Helfer über die Personen und Haushalte instruiert hat und entsprechende Talking Points geliefert hat. Auch er hatte tausende verschiedene Botschaften dem potentiellen Wähler angepasst versendet. Auch hier haben Social Media Profile eine entscheidende Rolle gespielt. Cambridge Analytica hat einfach das ganze wohl nochmals einen Schritt weitergeführt und damit den neuen Standard gesetzt (das heisst nicht das ander Datenquellen von nun an ignoriert werden).
      18 0 Melden
    600
  • BoahShit 05.12.2016 17:50
    Highlight Wochenlang beklagen sich die Medien das wir alle in der "Bubble" leben, dann kommt "Das Magazin" und erklärt uns wie eine solche entsteht bzw. auch ausgenutzt werden kann. Nun ist das den selben Medien "viel zu tendenziös" und völlig unseriös. Dann recherchiert gefälligst selber ihr hirnlosen copy/past Online-Journalisten!!!
    77 14 Melden
    • book_of_ski 05.12.2016 18:40
      Highlight punkt
      18 0 Melden
    • allesklar 05.12.2016 19:33
      Highlight wie du ja siehst, hat ihr ja bereits jemand den anfang gemacht und einen am samstag erschienen artikel kritisch hinterfragt, beziehungsweise angefangen zu recherchieren. jetzt könnte man auch jemanden hirnlosen-online-medien-leser nennen. könnte man :)
      16 12 Melden
    600
  • erdbeerfrosch 05.12.2016 17:39
    Highlight Naja. Wer den Magazin-Artikel so liest, dass er angeblich behauptet, Trump habe nur wegen Big Data gewonnen, macht es sich zu einfach. Fakt ist: Der Artikel hat mit einem Knall auf ein Thema aufmerksam gemacht, das extrem wichtig ist und sicher durch einen trockenen Text mit hypothetischen Anwendungsbeispielen nicht derart im Fokus gelandet wäre. Das allein ist schon zu begrüssen. Jetzt zu sagen, es war alles nicht so wild, relativiert, dass die Technologie & Methodik existieren und ein grosses Manipulationspotenzial besteht. Darüber sollten wir reden, und dabei hilft der Artikel.
    80 1 Melden
    600
  • Teryx 05.12.2016 17:10
    Highlight Wenn es stimmt dann ist Watch Dogs 2 kein Spiel mehr... die story würde jedenfalls passen (Bellweather algo und so)
    7 8 Melden
    600
  • Sämuu 05.12.2016 17:09
    Highlight Ach lasst es gut sein mit den Verschwörungstheorien und akzeptiert es, ändern wird sichs in 4 jahren wieder...vielleicht🙊
    19 37 Melden
    • Freddie 05.12.2016 18:04
      Highlight Was ist daran verschwörung? Das ist nun mal die krasse realität. Oder hast du das gefühl google und facebook betreiben ihre portale nur damit wir davon profitieren. Mit jeder app, die google herausbringt, die deine daten systematisch scannt und sie dir dafür aufbereitet kassiert google mächtig.
      Mir ist mittlerweile egal was verwendet wird. Die wirklich wichtigen daten speichere ich auf einem verschlüsselten datenträger.
      19 3 Melden
    600
  • Kabeljau 05.12.2016 16:53
    Highlight Für mich liegt der Schwerpunkt des Artikels nicht auf Trump, sondern kennzeichnet den Startpunkt einer neuen Ära in der Werbeindustrie. Bis jetzt hatte man zu wenig konkrete Beispiele, wie Big Data effektiv genutzt werden kann.
    Man sollte es einfach nicht verschlafen, eine Gesetzesgrundlage für den Gebrauch von Big Data zu schaffen, das Sammeln ist ja bereits Usus.

    Die Gefahr liegt ja eben darin, dass wir irgendwann nicht mehr zwischen Information und Werbung unterscheiden können, da früher oder später unser Psychologisches Profil sehr genau sein wird.
    100 0 Melden
    • Freddie 05.12.2016 18:07
      Highlight Deshalb ist es recht egal was man in der cloud speichert und wie man es verschlüsselt. Alles wird indiziert, sortiert, gespeichert und zu geld gemacht. Die wichtigen dateien sollen auf einer externen festplatte gespeichert werden.
      Eigentlich müsste uns google und co dafür bezahlen
      8 4 Melden
    • Posersalami 05.12.2016 18:15
      13 2 Melden
    • Digital Swiss 05.12.2016 18:26
      Highlight Word. Bis auf den Wert von BD. Also ich manipuliere euch täglich über eine Karte in eurem Portemonnaie die meine DWHs füttern. Seit Jahren. ✌️️
      4 1 Melden
    • Crecas 05.12.2016 19:11
      Highlight Das Big Data bis jetzt nicht effektiv genutzt wurde, ist nicht richtig. Die ganzen Unternehmen welche diese Aufgabe als Lebensgrundlage haben, würden dir widersprechen (u.a. Google, Facebook).

      Zudem: Obama hat die gleichen Technologien schon 2012 benutzt. Früher hat man andere Daten genommen. Facebook dient seit 2010/2012 einfach als zusätzlicher Datenlieferant und die Techniken werden klar immer besser. Glaubt nicht, das Clinton dies nicht auch gemacht hat. Ist Cambridge Analytica den anderen überlegen? Vielleicht. Mehr "Neues" gibts hier aber nicht.
      12 0 Melden
    • rodolofo 05.12.2016 21:24
      Highlight @ Crecas
      Diese Wahlmanipulationen via gezielte Desinformationen mit Hilfe von gekauften Informationen aus "Big Data" wären nicht harmloser, wenn Clinton sie auch gemacht hätte!
      Deine Argumentation erinnert mich an die Beschwichtigungen von Putin-Fans nach der Bombardierung von Zivilisten, Hilfskonvois und Spitäler: "Die Amerikaner begehen auch solche Menschenrechts-Verletzungen!"
      ...
      10 2 Melden
    • Crecas 05.12.2016 23:37
      Highlight Ich habe nicht von der Desinformation gesprochen, sondern von Targeting neu auch verstärkt durch Profile über Social Media. Bei Gruppe zieht vor allem Argument A und Argument B, als geben wir ihnen nur Argument A und B, C aber nicht.

      Targeting und gezielte Informationen gab es ja schon immer (know your Audience) und daran sehe ich per se nichts falsches.

      Gezielte Streuung von Falschinformationen ist natürlich was anderes, da geb ich dir recht, aber das war nicht der Kern des Artikels oder der Arbeit von Cambridge Analytics.
      3 1 Melden
    • rodolofo 06.12.2016 08:26
      Highlight @Crecas
      Ich habe mal im Verkauf gearbeitet.
      An einem Kurs wollte uns jemand beibringen, verschiedene Kunden-Typen Typengerecht zu bearbeiten.
      Da gab es den Spontanen, emotionalen Typ.
      Bei dem sollten wir als VerkäuferInnen emotional mitgehen und "ggluschdig" präsentieren. Dann gab es noch den Planungs- und Sicherheits-Typ. Diesen sollten wir eher in Ruhe lassen, aber bei Fragen sachkundig Auskunft geben.
      Ich erinnere mich nicht mehr genau, aber insgesamt waren es auch etwa fünf Grundtypen.
      Ich sträubte mich schon damals gegen solche Verkaufs-Manipulationen. das "Echte" blieb auf der Strecke...
      3 1 Melden
    600
  • Frau Dr. Holla die Waldfee 05.12.2016 16:52
    Highlight Und ich sags auch hier nochmal.
    Ich war zu neugierig, weil ich weiss, wie schlecht solche Programme bisher funktionieren. Daher hab mir über dieses Cambridge-Ding ein Persönlichkeitsprofil via FB erstellen lassen. Es war das mieseste Persönlichkeitsprofil, das ich je erhalten habe. Das einzig Überdurchschnittliche daran war die unterirdische Trefferquote.
    49 9 Melden
    • füdli 05.12.2016 17:13
      Highlight machst du das denn so gerne?
      10 3 Melden
    • Toerpe Zwerg 05.12.2016 17:16
      Highlight Können Sie Anhaltspunkte geben, wo das Profil falsch lag?
      24 3 Melden
    • Big ol'joe 05.12.2016 17:38
      Highlight Bei mir waren nur 20 likes berücksichtigt und zudem betrachtet es die Zeit-Dimension nicht. Es wurden likes berücksichtigh, welche ich heute so nicht mehr geben würde... Einstellungen/Wertvorstellungen/interessen ändern sich...
      8 3 Melden
    • Big ol'joe 05.12.2016 17:42
      Highlight Zudem musste jedes like (Band, Gruppe, Vereine etc.) einer "Einstellung" zugeordnet werden. Ihre Datenbank ist zu klein. Subkulturen etc. finden keinen Einzug in die Statistik, das heisst nir eine mainstream analyse wird im Momemt gemacht. Wer unpopuläre Interessen verfolgt, wird dementsprechend weniger genau analysiert...
      8 2 Melden
    • Freddie 05.12.2016 18:09
      Highlight Ich denke es funktioniert besser im englischsprachingen raum, da dort die gelikten seiten besser verwendet werden können.
      Bei mir nahm die auswertung nur eine handvoll fb-seiten als referenz. Nicht unbedingt aussagekräftig. Trotzdem stimmte etwa mehr as die hälfte.
      2 2 Melden
    • Rendel 05.12.2016 18:10
      Highlight Und was hat das gekostet Rhabarber?
      7 1 Melden
    • Frau Dr. Holla die Waldfee 05.12.2016 19:38
      Highlight Rendel: Das kostet nichts. Den Link fand ich im Magazin-Artikel.

      füdli: Das hat nichts mit "gern machen" zu tun. Die Intention hatte ich im Kommentar erklärt.

      Toerpe: Mach selbst einen Test. Dann siehst du es vielleicht.
      4 0 Melden
    • Spooky 05.12.2016 20:13
      Highlight @Rhabarber
      "Es war das mieseste Persönlichkeitsprofil, das ich je erhalten habe."

      Na ja. Das sagst DU, Rhabarber. Vielleicht haben dir diese Leute einen Spiegel vorgehalten und dir deinen wahren Charakter gezeigt, der bisher in deinem Schatten lag. Schon möglich, dass du damit nicht so ganz einverstanden bist ;-))
      8 4 Melden
    • Rendel 05.12.2016 20:28
      Highlight Danke, Rhabarber. Bin selber nicht bei Facebook. Die Qualität der Ergebnisse hätte mich nun auch interessiert. Hatte für Google mal nen Link, die lagen sogar bei meinem Geschlecht falsch ^^ .
      1 0 Melden
    • Frau Dr. Holla die Waldfee 05.12.2016 22:08
      Highlight Ach Spooky. Sie sagten z.B. ich sei ledig. Was hat das mit einem Spiegel zu tun? Bei Fakten gehts nicht um Einverständnis.
      7 0 Melden
    • Spooky 05.12.2016 22:20
      Highlight Okay, Rhabarber, akzeptiert!
      3 0 Melden
    • Frau Dr. Holla die Waldfee 05.12.2016 22:28
      Highlight Nett ;-)
      2 0 Melden
    • nikitabanana 06.12.2016 09:53
      Highlight Rhabarber: Vielleicht hat es damit zu tun, dass Sie auf FB eher zurückhaltend sind. Ein Freund von mir hat vor ein paar Tagen einen ähnlichen Test mit mir gemacht; da ich kaum etwas poste, war die Ernte entsprechend karg.
      1 0 Melden
    • Frau Dr. Holla die Waldfee 06.12.2016 13:51
      Highlight Zurückhaltend eigentlich nicht. Aber eher sachlich und weniger privat :-)
      1 1 Melden
    600
  • URSS 05.12.2016 16:00
    Highlight Die bleiben den Beweis schuldig.
    Das ist wieder eine jener Falschmeldungen mehr, die unseren Alltag immer mehr vergiften. Und alle springen auf den Hoax-Zug auf.
    49 23 Melden
    600
  • giguu 05.12.2016 15:46
    Highlight in anbetracht dieses themas wäre auch mal interessant zu lesen, inwiefern amerikanische firmen, wie google, apple, facebook und co. mit unseren daten umgehen und was das punkto datenschutz für uns heisst.
    49 2 Melden
    • Freddie 05.12.2016 18:18
      Highlight Lies den artikel vom magazin und du weisst es. Mit jedem app, dass google herausbringt und du deine daten analysieren lässt, macht google gewinn. Der verkauf von daten ist schon längst ein riesen geschäft.
      Wenn dir dies nicht bewusst warst, dann hoffentlich jetzt.
      14 0 Melden
    • HeavyB 06.12.2016 15:13
      Highlight Obwohl Du Dich dafür interessierst, hast Du noch nichts darüber gelesen? Dann liest Du wahrscheinlich wenig bis gar nicht?
      1 0 Melden
    • giguu 06.12.2016 20:12
      Highlight Blah... es geht darum, dass die breite Masse endlich davon erfährt und sensibilisiert wird. Ich habe täglich mit Kundendaten zu tun, zu 99% sogar mit deinen :)
      0 0 Melden
    600
  • Jaing 05.12.2016 15:25
    Highlight Zufälligerweise habe ich heute Mittag den Artikel im Magazin gelesen. Schon da war ich erstaunt darüber, dass praktisch behauptet wird, Trump sei wegen Cambridge gewählt worden. Danke für die Aufklärung.
    48 9 Melden
    600
  • lilas 05.12.2016 15:12
    Highlight Kommen mir grad ein paar Hirnis in den Sinn die immerzu behaupten "ich habe nichts zu verstecken" und sich deshalb so gerne überwachen lassen..
    102 9 Melden
    • Henzo 05.12.2016 17:05
      Highlight Auch wenn das Datenschutzgesetz nicht angenommen worden wäre, würdest wir unsere Daten trotzdem in Massen an Facebook, Microsoft, Google, Apple und all die anderen Mobileapps weitergeben. Da sehe ich jetzt Problem nicht, wenn man die Polizei auch in diese Liste aufnehmen will, zumal die Polizei am meisten Grund und nutzen für uns bietet, wenn sie die Möglichkeit hat mehr Informationen zu sammeln.
      6 12 Melden
    600
  • scout 05.12.2016 15:10
    Highlight Hier noch das entsprechende Video:
    21 1 Melden
    • G.Oreb 05.12.2016 16:37
      Highlight Danke!
      6 0 Melden
    600
  • kleiner_Schurke 05.12.2016 15:09
    Highlight Solange die Belege, das heisst, solide Zahlen fehlen: Gäääähn.
    32 50 Melden
    • Freddie 05.12.2016 18:19
      Highlight Lmgtfy.com
      6 0 Melden
    600
  • SomeoneElse 05.12.2016 15:07
    Highlight Pollyhop? Zu viel House of Cards geschaut?
    26 9 Melden
    • Alberto Bisaccia 05.12.2016 15:31
      Highlight Kommt mir spontan auch House of Cards in den Sinn...
      13 2 Melden
    600
  • Raphael Stein 05.12.2016 15:05
    Highlight Na und?
    Machen wir für die Werbung doch seit Jahren.
    Migos, Coop und was auch immer für "Treue" Karten, enden in directmailings, Zielgruppenrelevanten Mist usw.

    Wir, sind auch jene die zum Schnüffelstaat mit ja ich will, abgestimmt haben.
    Dämmerts langsam am Horizont, sofern da noch einer ist?
    Allesamt freiwillig. Als Konsumenten wir auch als Bürger.
    86 7 Melden
    • Freddie 05.12.2016 18:24
      Highlight Jep. Wenigstens wissen wir beim "schnüffelstaat" an wen die daten gehen und was damit angestellt wird. Bei internationalen unternehmen verlieren wir die kontrolle sobald wir auf der website oder verknüpften sites sind und die daten ausser landes geschafft werden.
      5 6 Melden
    600
  • Soulrider 05.12.2016 15:03
    Highlight "Ein Beispiel: Wahlkämpfern wird angeboten, nicht nur Wähler im Swing State North Carolina zu erreichen, sondern dort nur jene Frauen, die zwischen 25 und 35 sind, im Jahr 70'000 Dollar oder weniger verdienen und mal demokratisch, mal die Republikaner wählen."

    Das wird von Facebook & Google selbst angeboten, auf solche Zielgruppen kann absolute jeder selbst Werbung schalten, dafür brauchts keine speziellen Firmen.
    62 5 Melden
    • Freddie 05.12.2016 18:28
      Highlight Dafür braucht du auch keine spezielle firma. Diese daten gibst du freiwillig an. Nun kann man aber noch deine religion, genaue interessen, häufig frequentierte orte, ob du singel bist, dein intelligenzquotient, hautfarbe, bildung, verborgene neigungen (bsp politisch oder sexuell) ausgewertet und verwendet werden. Nach dem magazin wurden so über 150'000 verschiedene werbungen versandt
      2 1 Melden
    600
  • Freddie 05.12.2016 15:01
    Highlight applymagicsauce.com
    Dies ist der link, um sich zu profilieren.
    Und immer schön bitte sagen, dass man "denen" die eigenen daten überlässt. ;-)
    28 1 Melden
    600

So machst du dein Facebook-Profil in fünf Minuten sicher 

Facebook ändert die Nutzungsbedingungen und greift ab Freitag noch mehr persönliche Daten ab. Das sind die wichtigsten Änderungen auf einen Blick – und so schützt du deine Privatsphäre auf Facebook.

Facebook aktualisiert zum 30. Januar 2015 seine Nutzungsbedingungen. Mitglieder des sozialen Netzwerks erhalten seit Ende 2014 die Aufforderung, die «aktualisierten Bedingungen» sowie die «Datenrichtlinie» und die «Cookies-Richtlinie» anzusehen. In diesem Artikel erklären wir dir im ersten Teil, was sich konkret ändert. Im zweiten Teil erfährst du, wie du deine Privatsphäre trotzdem einigermassen schützen kannst.

Nutzer sollten sich die Mühe machen, dieses umfangreiche Dokument …

Artikel lesen