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Aufgepasst, Galaxy-Nutzer! Google findet 11 Sicherheitslücken in Samsung-Handys

Ausgerechnet die Extras, mit denen sich Handyhersteller positiv von der Masse abheben wollen, werden von Google heftig kritisiert. Bei einem Test fanden Sicherheitsexperten etliche Sicherheitslücken in den Software-Beigaben von Samsung.

04.11.15, 16:40 05.11.15, 08:35

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Sie nerven nicht nur viele Anwender, sondern können offenbar auch die Sicherheit gefährden: Systemerweiterungen und Zusatzprogramme, mit denen Handyhersteller ihre Android-Smartphones bestücken. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer Analyse der Forscher von Googles Sicherheitsteam Project Zero.

Sie haben die Software analysiert, mit der Samsung das Android-Betriebssystem seines Oberklasse-Smartphones Galaxy S6 Edge erweitert hat. Im Vergleich zu einem unveränderten Android-Smartphone sei das Gerät dadurch deutlich unsicherer gemacht worden, lautet das Fazit der Untersuchung.

Die gravierendste Sicherheitslücke eröffnete demnach eine von Samsung verwendete Systemerweiterung, mit der in einem Zip-Archiv verpackte Dateien auf einer Speicherkarte entpackt werden können. Dadurch hätten Angreifer Kontakte, Fotos und Mitteilungen ausspionieren können. Auch die E-Mail-App erwies sich als Schwachstelle. Sie ermöglichte es Unbefugten, E-Mails an eine beliebige Adresse weiterzuleiten.

Insgesamt spürte das Google-Team innerhalb von einer Woche elf Sicherheitslücken im Galaxy S6 Edge auf. Acht davon seien von Samsung inzwischen durch ein Update geschlossen worden, darunter die besonders gravierenden Fehler. Drei Lücken würden erst im Laufe des November gepatcht.

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Das Versprechen monatlicher Updates

Google versucht seit geraumer Zeit, die Sicherheitsstandards bei Android-Smartphones zu verbessern. Zuletzt war bekannt geworden, dass in China Millionen Android-Geräte von einer Hintertür im sogenannten Software Developer Kit Moplus betroffen sind, das vom chinesischen Internetgiganten Baidu für die Programmierung von Android-Apps zur Verfügung gestellt wird.

Als Reaktion auf die Stagefright-Sicherheitslücke, die viele Millionen Geräte gefährdet, kündigte Google im August an, künftig monatliche Sicherheits-Updates veröffentlichen zu wollen. Die kann das Unternehmen aber nur für seine eigenen Smartphones und Tablets der Nexus-Serie bereitstellen. Allerdings machen die nur einen Bruchteil des Marktes aus.

Mehrere Hersteller, darunter auch Samsung, haben erklärt, diesem Update-Rhythmus künftig folgen zu wollen. Das Problem: Jedes Update muss von den Netzbetreibern getestet und zertifiziert werden, bevor es veröffentlicht werden darf. Ein Prozess, der oft sehr aufwändig und langsam ist.

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mak/dpa

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Brikne, 20.7.2017
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