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Angst vor Apple Pay? Ab Januar kann mit dem neuen Twint bezahlt werden

Publiziert: 16.09.16, 07:32 Aktualisiert: 16.09.16, 18:49

Die mobile Schweizer Bezahllösung Twint geht im Januar an den Start. «Das System wird Ende November fertig sein. Nicht zuletzt auf Wunsch von Händlern wollen wir den Roll-out nicht mitten im Weihnachtsgeschäft machen», sagt Twint-Chef Thierry Kneissler.

«Der Plan, Mitte Januar zu beginnen, ist realistisch», sagt Kneissler in einem auf dem Onlineportal der «Finanz und Wirtschaft» veröffentlichten Interview.

Weko genehmigt Zusammenschluss

Vor einer Woche hatte die Wettbewerbskommission (Weko) den Zusammenschluss der mobilen Bezahlsysteme Twint und Paymit genehmigt. Die fünf grössten Banken, SIX, die Detailhändler Migros und Coop sowie Swisscom hatten sich Ende Mai auf eine gemeinsame Lösung für das mobile Bezahlen in der Schweiz geeinigt, die unter dem Namen Twint auftritt.

Stellen würden wegen der Fusion zwischen Twint und Paymit keine abgebaut, versichert Kneissler. «Im Gegenteil, wir sind in einer Wachstumsphase und froh, dass wir jetzt doppelt so viel Kompetenz in einem Unternehmen haben.»

«Der Zahlungsverkehr in der Schweiz ist nicht so trivial, wie es scheint.»

Man habe inzwischen auch die Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde, lässt er wissen. Dies sei für zukünftiges Wachstum im Ausland «nicht unbedeutend». Konkrete Pläne dazu gebe es aber noch nicht. «Wir stellen ein Produkt her, von dem wir überzeugt sind, also könnten wir es dereinst auch im Ausland vertreiben», hält er fest.

«Einige Trümpfe in der Hand»

Angst vor dem Konkurrenten Apple habe man keine. Im Juli startete Apple den Handybezahldienst Apple Pay in der Schweiz. «Wir haben einige Trümpfe in der Hand, die für uns sprechen», sagt der Twint-Chef. Als Beispiel nennt er das Hinterlegen von Kundenkarten und Treueprogrammen, weitere Zusatzfunktionen seien geplant.

«Der Zahlungsverkehr in der Schweiz ist nicht so trivial, wie es scheint. Es gibt heute hierzulande zum Beispiel zwischen 50'000 und 100'000 Automaten, die man mit Geld füttern kann. Das sind viele verschiedene technische Zahlungssysteme, und wir arbeiten daran, in sie hineinzukommen. Diesen Aufwand macht sich ein internationaler Player nicht.»

Die Leute vom Mobile Payment zu überzeugen sei eine grosse Herausforderung. «Unser grösster Konkurrent ist nicht Apple, sondern Cash. Mit Mobile Payment wollen wir das Verhalten der Leute ändern. Das passiert nur, wenn sie dank Mobile Payment Zeit oder Geld sparen.»

(dsc/sda/awp)

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4 Kommentare anzeigen
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  • Bonsaii 17.09.2016 09:40
    Highlight Sorry aber für mich kommt die Lösung nicht in Frage ...
    Apple-Pay ist sowas von einfach und schnell, Watch ans Terminal halten und bezahlt.

    Und die Bonuskarten sollen ja auch kommen hab ich mal gelesen.

    Zudem:
    Mit dem neuen watchOS 3 hab ich die Supercard immer im Dock, schnell scannen und gleich bezahlen, geht keine 5 Sekunden :)
    2 3 Melden
    600
  • Qwertz 17.09.2016 08:07
    Highlight Was mich eigentlich viel mehr interessiert ist, ob TWINT endlich NFC unterstützt. So lange das nicht der Fall ist, werde ich das nicht installieren.
    3 0 Melden
    • Sandro Lightwood 22.09.2016 06:35
      Highlight Hat nicht Apple NFC gesperrt, respektive nur Apple selber kann die Funktion verwenden? Logisch setzt Twint da nicht auf NFC, dann wären ja schon rund 50% potentielle Kunden ausgeschlossen.
      0 0 Melden
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  • playec1992 16.09.2016 23:43
    Highlight ich nutze twint nicht aber was mich aufregt ist das man bei apple pay erst ein paar wneige kreditkarten verwenden kann. sehr gerne würde ich mein portmonee abschaffe und den ganzen tag eigentlich alles mit dem handy dabei haben. tja, pech für mich.
    1 1 Melden
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