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Ein Kondukteur liest den Swisspass. Die SBB behalten Daten von Reisenden auf.
Bild: KEYSTONE

Nur Ärger mit Swisspass: Die SBB klauen Daten von uns – warum zahlen sie nicht dafür?

Die SBB wird zur Datenkrake – und das stinkt. Oder aber wenigstens könnten sie mir dafür etwas zurückbezahlen. Denn mit meinem Bewegungsprofil lässt sich Geld verdienen.

18.02.16, 06:48 18.02.16, 07:19

Roman Seiler

Früher öffnete ich das Portemonnaie, der SBB-Kondukteur schaute auf das Generalabonnement und die Kontrolle war erledigt. Nun muss ich täglich mehrmals den Swisspass aus dem Geldsack klauben und warten, bis ihn der Kondukteur mit seinem Lesegerät gecheckt hat. Das stinkt mir.

Seit gestern bin ich richtig grantig. Ich weiss nun, dass die SBB 90 Tage lang festhalten, wann ich wo im Zug oder im Bus gesessen bin. Damit können sie feststellen, wie oft ich wohin fahre.

Diese Information erfahre ich aus der Medienmitteilung des Datenschützers. Er hat interveniert und verlangt, diese Kontrolldaten zu löschen. Mich machten die SBB beim Kauf des Swisspass nicht darauf aufmerksam.

Ich weiss, ich hinterlasse überall einen Datenschatten. Beispielsweise, wenn ich bei Coop oder der Migros einkaufe und meine Cumulus-Karte oder Supercard zücke. Aber dafür erhalte ich wenigstens einen Rabatt.

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  • 3%Swisspass? Noch nie gehört.
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Den fordere ich ab sofort auch von den SBB, weil diese mit dem Swisspass die Möglichkeit erhalten, von mir ein Bewegungsprofil herzustellen. Das ist nämlich viel Geld wert.

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • boh 18.02.2016 13:11
    Highlight Ich habe gerade über einen Jungen gelesen, der verschwunden ist. Er hätte auf den Zug zur Schule müssen. Man weiss nicht, ob er überhaupt in den Zug gestiegen ist. Ich finde daher eine gute Idee, Daten für eine gewisse Zeit aufbewahren zu können. Auch wenn ich etwas in Zug liegen lasse, könnte dadurch schneller gefunden werden...
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    • atomschlaf 18.02.2016 17:48
      Highlight @boh: Ja, man kann immer mit irgendwelchen Tränendrüsengeschichten immer noch mehr Überwachungsmassnahmen rechtfertigen.
      Wir sollten endlich lernen, dass das Leben risikobehaftet ist und es nicht wirklich sicherer wird, wenn wir immer mehr von unserer Freiheit und Privatsphäre aufgeben.
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  • Gelöschter Benutzer 18.02.2016 11:23
    Highlight Und was zahlen uns Swisscom, Sunrise und Salt, dafür dass sie die Daten von allen Mobilegeräten an den TCS verkaufen, der mit diesen Daten Staumeldungen errechnet?
    Was zahlt mir Watson, dass ich hier einen Kommentar schreibe?
    Eigentlich müssten alle Leute auf der Strasse mich bezahlen, da sie mein schönes Antlitz ansehen dürfen.
    (Ironie)
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    • atomschlaf 18.02.2016 17:51
      Highlight @p4trick: Deine Kommentare hier schreibst Du freiwillig.
      Dein Mobile kannst Du ausschalten, wenn Du nicht geortet werden willst.
      Bei den SBB kommst Du aber um den SwissPass nicht herum, ausser Du zahlst den sündhaft teuren Volltarif.
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  • Jaing 18.02.2016 11:17
    Highlight Ein Bewegungsprofil können die mit den Daten kaum erstellen. Ich pendle täglich zuerst mit einem Regionalzug und dann mit einem Regioexpress. Seit die SBB Kontrollen nur noch stichprobenartig durchführen, werde ich höchstens 1x pro Monat in diesem Zug kontrolliert, im Regionalzug ungefähr jedes halbe Jahr. Die Daten sind also für ein richtiges Bewegungsprofil komplett ungeeignet.
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    • E. Edward Grey 18.02.2016 12:07
      Highlight SwissPass hat zwei NFC Chips integriert, schon vergessen? Damit werden die auch ohne Kontrolle immer sehr genau erfasst.
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    • Jaing 18.02.2016 12:26
      Highlight @ Christian Grey
      Du behauptest also, wenn ich in den Zug einsteige, wird dies erkannt? Das wage ich sehr zu bezweifeln.
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    • Gelöschter Benutzer 18.02.2016 13:30
      Highlight Der SwissPass hat einen NFC und einen RFID chip. Mit dem RFID chip könnte die SBB an jeder Türe einen Scanner montieren und so das ein und aussteigen protokollieren. Diese Scanner haben die SBB aber (noch) nicht
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    • E. Edward Grey 18.02.2016 18:37
      Highlight RFID und NFC sind technisch das gleiche.
      Die Chips können von jedem Lesegerät auf bis zu 10m auch ohne Verkaufsprozess erkannt werden, nicht nur von denen der SBB. Die Herausforderung ist dann nur noch diese Daten aus den verschiedensten Quellen zusammen zu führen, was heutzutage Dank Verkaufsketten keine grosse ist. Quelle des Foto (cc): Wikipedia (Thema NFC)
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  • Alex_Steiner 18.02.2016 11:12
    Highlight Das Ding kommt bei mir 3 Sekunden lang in die Mikrowelle.

    "Wir ersetzen Ihre Karte kostenlos, wenn ein technischer Defekt vorliegt."

    Mal sehen, wie oft sie meine Karte ersetzen müssen.
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  • Dr. Joachim Maier 18.02.2016 09:50
    Highlight Die SBB greift auf ihrem 'gratis' WLan-Netz & über die in den Zügen verbauten Funknetzverstärkern die ein-eindeutige MAC-Adressen deines Smartphones ab und erhält so dein vollständiges Bewegungsprofil in 'ihrem' Netz. Mit der Swisscard gelingt ihr der entscheidende Schritt, um diese Daten veredeln zu können: sie zwingt jeden Nutzer sich zu identifizieren. Dazu genügen wenige Kontaktpunkte. Und aus eher wertlosen anonymen Bewegungsdaten werden Kundenprofile. Selbiges Prinzip nutzen auch die Coop & Migros mit den Kundenkarten.
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    • Gelöschter Benutzer 19.02.2016 00:02
      Highlight Für ein paar Franken im Monat habe ich ein schnelles 4G auf dem Handy, dann kann ich (zumindest in der Schweiz) auf "gratis"-WLAN verzichten…
      Auf einem italienischen Flughafen hatte ich in dessen Wifi sehr interessante Zertifikatwarnungen :(
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  • Donald 18.02.2016 09:13
    Highlight Die ananymen Daten sollten veröffentlicht werden. Evtl. kann da jemand etwas gutes daraus machen. Dass die SBB die Daten nur zur optimierung des Angebots nutzt, ist für mich klar.
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    • glüngi 18.02.2016 09:57
      Highlight häää was? ist das dein ernst?
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  • Ketsch 18.02.2016 09:00
    Highlight In der Fragestellung oben fehlt noch die Option, dass man nicht auf ÖV angewiesen ist :-)
    Aber keine Angst, ich habe bei meinem Auto einen Crash-Recorder eingebaut.
    Ich will nicht wissen, wer weiss, wann ich wohin fahre jeweils.
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  • MisterM 18.02.2016 08:48
    Highlight Und dass sie die Daten für die Verbesserung und den Ausbau ihres Angebots auswerten, ist egal? Ich sehe hier keinen Nachteil.
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  • E. Edward Grey 18.02.2016 07:59
    Highlight Nicht nur dass es keinen Rabatt gibt, mit dem ganzen System wurde das Halbtax Angebot deutlich verteuert, bei schlechterem Service-Angebot.
    Wer sich auf SwissPass einlässt ist selbst schuld denn er lässt sich für dumm verkaufen.
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    • Scaros_2 18.02.2016 08:24
      Highlight Was heisst hier einnlassen? Ich fahre praktisch nie zug, ausser wenn ich Semester habe und ein Zugbillet von Rorschach nach Winterthur im "Streckenabo" (das kannte ich von früher) kostet mich mehr als wenn ich ein Studenten_GA kaufe auf Monatsbasis wo ich es immer wieder zurückgebe solange ich keien Schule habe.

      Konnte aber nur noch Swisspass kaufen, ging nicht anders. Wären die Parkgebühren nicht so teuer in Winterthur, ich würde mit dem Auto gehen, da muss ich zwar selbst fahren aber das ist mir oft lieber als mit den ganzen Leuten im Zug.
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    • Gelöschter Benutzer 18.02.2016 08:42
      Highlight Alternativen? Ein Auto und jeden Morgen und Abend im Stau stehen? :-/
      Der Swisspass kann ja genau nur aus dem Grund existieren, weil Personen, die die ÖV nutzen möchten/müssen keine Alternative haben.
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    • Scaros_2 18.02.2016 09:01
      Highlight "Stau" ist aber nur ein Thema, wenn du irgendwo zwischen Winterthur und Bern wohnst. Ich muss sagen in der Ostschweiz lebt es sich gut. Klar der Rosenbergtunnel ist der Gubrist der Ostschweiz, aber die Problematik besteht allerhöchstens bei einem Unfall, morgens zwischen 7-8 Uhr und abends zwischen 17 und 18.30 ca. // Und sonst geht man halt früher/später. Aber ja um Zürich herum ist das Auto definitiv keine Alternative mehr - das geb ich zu.
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    • E. Edward Grey 18.02.2016 09:17
      Highlight In der Tat habe ich mir nun, da im Mai das Halbtax abläuft, ein komfortables Auto zugelegt. Ich sehe es auch als Zugewinn für weniger Krankheitstage durch Elimination vieler Infektionsrisiken im Virenpool ZVV-Wagon. Staus werde ich durch zeitliche Flexibilität ausweichen, wie auch bislang bei der Bahn. Die Situation im S-Bahn Nahverkehr ist zu Stosszeiten mittlerweile unerträglich geworden.
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    • paddyh 18.02.2016 09:51
      Highlight Den Autofahrern hier, ist hoffentlich auch bewusst, dass ihr nur durch enorme Quersubvention so günstig unterwegs seid. Bei all dem Dreck und Lärm den ihr verursacht und vor allem dem Platz den ihr braucht, sollte der Liter Benzin so zwischen 5 und 10 Franken kosten.
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    • paddyh 18.02.2016 10:00
      Highlight Ah und als Quelle habe ich Anton Gunzinger. ETH Professor. Er fordert 12 Franken pro Liter.
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    • Scaros_2 18.02.2016 10:15
      Highlight Mit dem Konzept wäre die Schweiz wirtschaftlich tot. Nur als Beispiel die Maschinenindustrie. Es gibt einfach Prozesse, die man nicht noch wesentlich energieeffizienter machen kann. Das heisst, nur schon die Erhöhung des Strompreises um den Faktor 3 würde die Produkte teilweise enorm verteuern, womit die ohnehin schon teuren Schweizer Produkte nicht mehr konkurrenzfähig sind. Ausserdem wird so gut wie alles teurer. Die Produkte liefern sich ja nicht selbst in die Migros und Konsorten. Und die Spediteure werden die Mehrkosten einfach dem Kunden verrechnen.
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    • Scaros_2 18.02.2016 10:16
      Highlight Und lieber Paddyh - ich würde auch einen Tesla fahren - kein Problem aber leider reicht mein Gehalt nicht aus mir ein Auto zu kaufen das 70'000 Fr. kostet denn selbst wenn ich damit Strom benutze statt Benzin, das was ich in den Jahren - würde ich parallel ein Benziner fahren - würde ich nie kompensieren können die Kosten.
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    • atomschlaf 18.02.2016 10:48
      Highlight @paddyh: Es ist genau umgekehrt. Der ÖV wird von den Automobilisten massiv quersubventioniert!
      8 13 Melden
    • Charlie Brown 18.02.2016 11:56
      Highlight @paddyh/atomschlaf: Fakten helfen oft über Emotionen hinweg... Einen Hinweis auf die Situation findet ihr hier. http://www.astra.admin.ch/themen/06035/06036/index.html?lang=de Das ist sicher noch nicht alles (ich sehe z.B. die Motorfahrzeugsteuer nirgends), aber es hilft, die Grössenordnungen einzuordnen.
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  • koks 18.02.2016 07:58
    Highlight "Die SBB klauen Daten von uns – warum zahlen sie nicht dafür?"
    Sorry, das ist nun definitiv die falsche Argumentation, um Datenklau zu verhindern. Die Antwort darauf lautet (genau wie bei facebook und co): Ihr erhaltet dafür Leistungen günstiger. Und voilà, Datenklau legitimiert. Alles klar?
    Aber schon klar, dass Generation Facebook-nimm-alle-meine-Daten-und-meine-Privatsphäre nicht mehr gut sagen können: Ich bin aus Prinzip gegen Datenklau. tsts...
    31 11 Melden
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  • Anded 18.02.2016 07:56
    Highlight Bewegungsprofil? Ab 2-4 Einzelnen Punkten pro Tag? Ich möchte nicht der SBB Schnüffler sein, der daraus etwas grossartiges ableiten muss. Zugsauslastung, ja. Wie stark du das Abo beanspruchst, ja. Nicht viel mehr. Überleg lieber mal wievielen App-Anbietern du einfach so zugriff auf deine location gibst.
    Rabatt? Was zahlst du denn mit dem Abo pro Fahrt verglichen mit einem anonymen Einzelbillet? Kannst du auch als Rabatt sehen.
    30 14 Melden
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  • PolloHermano 18.02.2016 07:42
    Highlight Bei Coop oder Migros hat man wenigstens die Wahl die Cumulus- oder Supercardcard zu zücken oder nicht. Des Weiteren sammeln auch Apps wie Google Maps oder Facebook Nutzerdaten. Diese sind wenigstens gratis zu erwerben, jedoch wird mit den Daten bezahlt.
    Und nun soll ich meine Daten einfach so für die SBB zur Verfügung stellen? Ich habe ja nicht einmal die Wahl zwischen einem datensammelnden Swisspass und einem herkömmlichen GA! Die "friss-oder-stirb-Mentalität" ist alles andere als kundenfreundlich!
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  • Bastian Zuberbuehler 18.02.2016 07:27
    Highlight fänd ich schön (und dem zeitgeist entsprechend), wenn die sbb die gespeicherten daten dazu verwenden würde, mich auf angebote (sparbillete, weekend-specials) aufmerksam zu machen, welche zu meinem reiseverhalten passen (destinationen, zeiten etc.) UND die funktionalitäten des swisspass gehörig ausbauen (z.b. prepay-guthaben für sbb- und bahnhofshop-käufe, tickets auf dem pass etc.) würden. ähnlich wie die grossen datenkraken (u.b. google), welche mir im gegenzug zu meinen daten gute software "gratis" bieten.
    12 4 Melden
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  • dododo 18.02.2016 07:22
    Highlight Ja und?
    Wie die böse SBB mit meinem Swisspass Geld verdienen will, welches ich unbedingt zurück erhalten sollte (?!?), wurde leider nicht erklärt... Solange meine Daten nicht weiterverkauft werden ist mir das piepegal.
    Im Moment kann der Überwachungsstaat sogar grad sehen wie schnell ich Skifahre... Der gläserne Bürger pur!! 😂
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  • Scaros_2 18.02.2016 07:18
    Highlight Gleiches könntest du auch von den Apps:

    Whatsapp, Facebook, Here, GoogleMaps, Jodel, Messenger, <generelle Gesundheitsapp>, Freunde usw. verlangen

    Diese alle sammeln auch deine Daten, die Migros Cumuluscard resp. supercard gucken auch wo du gekauft hast und AMazon & Co. durchleuchten dein Online-Bewegungsprofil. Und die Rabatte der Supercard resp. Cumulus als "gut" zu bezeichnen ist ein witz, denn nur wenn du es aktiv und en Masse nutzt hast du "sehr wenig" im vergleich zum Nutzen. An der HSG gibt es ein Institut das den "Wert" von Daten ermittelt, erkundige dich mal nach dem Wert ;-)
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  • Gelöschter Benutzer 18.02.2016 07:11
    Highlight SBB: ach euch gefällt nicht dass wir eure Daten sammeln und auch noch die Preise erhöhen? Tja dann nehmt doch das Auto oder ein anderes Öffentliches Verkehrsmittel.... Ach Moment. Haha.

    So etwa sehen die Gedanken der Leute aus die den Suissepass eingeführt haben:-/
    21 6 Melden
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  • Mäsee 18.02.2016 07:07
    Highlight Naja, also wenn sie die Daten nur 90 Tage aufbewahren und danach wieder löschen, ist die SBB sehr vorbildlich.
    Wie viele andere Onlinedienste und Unternehmen es doch gibt, die niemals Daten löschen...
    22 6 Melden
    • Alex_Steiner 18.02.2016 11:01
      Highlight Vorbildlich wäre es keine unnötigen Daten zu sammeln.
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