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Bittorrent App, Bleep

«Bleep»-Website: Alpha-Phase gestartet. screenshot: Bleep

«Bleep»

BitTorrent macht mit eigener Messaging-App WhatsApp Konkurrenz

Bekannt wurde BitTorrent durch sein Datentauschprogramm, jetzt probiert das Unternehmen etwas Neues: Eine Software namens Bleep soll Chat-Apps wie WhatsApp Konkurrenz machen.

31.07.14, 13:38 31.07.14, 17:38

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Und noch eine neue Messaging-App: Diesmal kommt sie von BitTorrent, dem Unternehmen hinter der gleichnamigen Filesharing-Software. Erst kürzlich hatte die Firma neue Finanzierungsprojekte vorgestellt, jetzt macht das Unternehmen einen weiteren Schritt, mit dem es seinen Ruf aufbessern will. Bleep nennt sich der Chat-Client, den die BitTorrent-Verantwortlichen am Mittwoch vorgestellt haben. Mit ihm sollen Sprachanrufe und das Versenden von Textnachrichten möglich sein.

Die Datenströme fliessen bei «Bleep» nicht über einen zentralen Server. Gesprächspartner finden sich, indem ihre Kontaktdaten über eine Kette anderer Bleep-Nutzer weitergeleitet werden. Die Inhalte der Anrufe und Textnachrichten sollen verschlüsselt, aber nicht gespeichert werden. Allzu neugierigen Mithörern, wie Geheimdienstmitarbeitern, soll die Überwachung so möglichst schwergemacht werden.

Trotzdem sollten auch «Bleep»-Nutzer keinen vollständigen Schutz erwarten, warnt die «LA Times». Es sei nicht ratsam die Fähigkeiten der NSA zu unterschätzen, selbst versteckte Kommunikation nachzuverfolgen. Gegenüber «The Next Web» erklärt BitTorrent-Manager Jaehee Lee: «Grundsätzlich sehen wir nie die Inhalte der ausgetauschten Nachrichten oder die Metadaten.»

Derzeit nur mit Einladung nutzbar

Wieso sollte sich jemand ausgerechnet für «Bleep» entscheiden, wo sich schon jetzt von Skype bis WhatsApp Hunderte Telefonie- und Chat-Angebote im Markt drängeln? In einem Blogeintrag nennt Lee vier mögliche Anwendungsfälle, in denen ein gewisses Abschirmen nach aussen wichtig sein könnte: Diplomaten, die wichtige Meldungen absetzen müssen; Unternehmen, die sich gegen Industriespionage schützen wollen; Journalisten, die ihre Quellen schützen möchten, und Freunde, die sich privat unterhalten.

Dass es daneben auch weniger ehrenhafte Zwecke gebe, sei klar, schreibt die «LA Times». Doch: «‹Bleep› sollte nicht danach beurteilt werden, was Leute damit anstellen, sondern danach, ob es sein Sicherheitsversprechen einlöst.» Zunächst ist die Software noch nicht öffentlich zugänglich, sondern nur auf Einladung. Interessenten könnten sich auf einer Website mit ihrer E-Mail-Adresse eintragen.

Bleep läuft derzeit nur unter Windows 7 und 8, Nachrichten an Offline-Kontakte lassen sich noch nicht versenden. Nutzer können sich mit ihrer E-Mail-Adresse, ihrer Handynummer oder anonym anmelden. (meu)

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