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Was du von dir verrätst, wenn du «hahaha» auf WhatsApp schreibst

07.03.17, 14:33 07.03.17, 15:26

Das Lachen in WhatsApp-Nachrichten spielt eine entscheidende Rolle in der Gesprächsführung. Das ist eine der Schlussfolgerungen zweier Linguisten der Universität Neuenburg, die sich auf die Analyse von elektronischen Kurznachrichten vom Typ SMS spezialisiert haben.

Emojis wie Smiley-Gesichter, Emoticons wie «:-D» oder ein «Hahaha»: Ausdrücke fürs Lachen gibt es viele im schriftlichen Austausch per Smartphone. Cécile Petitjean und Etienne Morel von der Universität Neuenburg haben untersucht, wie das Lachen in WhatsApp-Gesprächen verwendet wird.

Anders als man zunächst annehmen könnte, dient es nicht nur dazu, auszudrücken, dass man die vorhergehende Nachricht amüsant fand. Es erlaubt den Beteiligten vor allem auch, das Gespräch zu verwalten, so das Ergebnis der Untersuchung.

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«Die Position des Lachens in einer Nachricht und in einer Abfolge von Nachrichten erlaubt es den Beteiligten beispielsweise herauszufinden, in welchem Moment sie das Wort ergreifen – also auf eine vorherige Nachricht antworten sollen», erklärten die beiden Forschenden gemäss einer Mitteilung der Hochschule vom Dienstag. Weiter könnten sie damit signalisieren, dass sie ein Gesprächsthema weiter verfolgen wollen oder nicht.

«Hahaha» dient als Signal

Durch einen Gesprächsbeitrag, der nur aus «Hahaha» besteht, zeigt der Verfasser, dass er sich vorbereitet, noch mehr hinzuzufügen. Das «Gegenüber» weiss dann, dass er oder sie zu diesem Zeitpunkt nicht unterbrechen sollte. Im Gegensatz dazu signalisiert ein Lachen am Beginn der Nachricht, dass der andere das Wort ergreifen kann und lädt ihn ein, den Dialog über das gleiche Thema fortzusetzen.

Diese Kommunikationsmittel zu nutzen ist insofern wichtig, da Gespräche wie über WhatsApp als «asynchron» bezeichnet werden. Anders als der Dialog von Angesicht zu Angesicht haben die Teilnehmenden keinen Zugang zur Entstehung der Nachricht, sondern nur zum Endergebnis, erklären die Forschenden.

Erst nachdem ein Gesprächsteilnehmer die Nachricht empfangen hat, kann er antworten, manchmal mit relativ langen Pausen dazwischen. Diese Asynchronität führt auch zu Störungen in der Abfolge der Nachrichten – vor allem, wenn man versucht, auf die vorherige Aussage des anderen zu reagieren, aber man in der Zwischenzeit eine weitere von ihm erhält.

Rasant angepasst an neues Umfeld

«Unsere Studie zeigt, wie schnell wir unsere Kommunikationsroutinen an ein neues Umfeld anpassen», fügen Petitjean und Morel hinzu. Dieses Forschungsfeld ist noch in den Kinderschuhen aufgrund der relativen Jugend dieser Kommunikationsform: Die erste Textnachricht wurde erst vor 20 Jahren verschickt.

Die beiden Forschenden hatten 43 WhatsApp-Gespräche in der Westschweiz gesammelt und analysiert: insgesamt 4259 Nachrichten von 53 Teilnehmenden. Die Studie, die vom Nationalfonds unterstützt und nun im Fachblatt «Journal of Pragmatics» veröffentlicht wurde, ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit des Zentrums für Angewandte Linguistik und des Projekts «Whats'up Schweiz?» (whr/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • blobb 07.03.2017 21:14
    Highlight hahaha

    (Jetzt bitte keine weiteren Kommentare, ich bereite mich gerde vor, noch etwas hinzuzufügen. Unterbrechen ist unhöflich!)
    48 1 Melden
    • Too Scoop 07.03.2017 21:34
      Highlight :-))
      16 0 Melden
    • Leventis 08.03.2017 03:44
      Highlight Hahaha
      5 0 Melden
    • Lukakus 08.03.2017 20:42
      Highlight @blobb

      Ist Dir bewusst, dass du tatsächlich etwas angefügt hast? Hahaha
      3 0 Melden
  • dmark 07.03.2017 21:09
    Highlight Wahnsinn, was so alles in die heutige Zeit hinein interpretiert wird und auf was man alles achten muss. Ich dachte bislang an solche Dinge noch gar nicht. Mein Leben wird ab sofort komplett anders verlaufen.
    29 1 Melden
    • blobb 07.03.2017 21:26
      Highlight toi toi toi! Vieleicht wird ja doch noch was aus dir :)
      8 1 Melden
  • Max Havelaar 07.03.2017 19:24
    Highlight Schon interessant, welche Studien vom Nationalfonds mitfinanziert werden. Hoffentlich bekommt
    der Sack Reis, der in China umgefallen ist, auch etwas aus dem Nationalfonds.
    45 10 Melden
  • Gohts? 07.03.2017 19:14
    Highlight Ha... ha. Studie mit 43 Gesprächen von 53 Teilnehmenden. Aussagekräftig, was?
    44 3 Melden
  • gummibaum 07.03.2017 16:34
    Highlight Hahaha ... aus aktuellem Anlass jedoch nur ein gequältes Lachen.

    Was du sonst noch so alles verrätst mit WhatsApp und auch ohne:

    https://twitter.com/wikileaks/status/839130098653618176

    https://twitter.com/wikileaks/status/839122455738339328


    Schublade 1 von #Vault7 ist jetzt offen !
    16 3 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 07.03.2017 16:30
    Highlight Mich würde jetzt mal interessieren, was das Gelächter und Gegröhle, mit welchem Stipps stets seine schrägen Kommentare garniert, über dessen Geisteszustand verrät.
    47 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.03.2017 16:55
      Highlight Bei stipps sehe ich das so:
      22 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.03.2017 17:38
      Highlight Ja, mich auch – habe den Bericht eben nicht gelesen :D
      11 16 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 07.03.2017 20:53
      Highlight Er will darauf hinweisen, dass er hinter dem Mond lebt. Wo liest man sonst solches 'Gegröhle'?

      Er will sicher keine Hinweise geben, wann eine Antwort angebracht ist, er geht ja niemals auf eine solche ein.

      Willst du noch mehr wissen? Ich habe den Artikel gelesen und kann darum gerne weiter Auskunft geben.
      7 1 Melden
    • Divina Commedia 07.03.2017 23:05
      Highlight 😂😂😂
      2 0 Melden
  • jion 07.03.2017 16:26
    Highlight Durch eine gute Freundin habe ich "gelernt" bis zum Ende zu warten, bevor ich meine Antwort verfasse. Sprich: Wenn jemand schreibt und eine Zeile schickt, dann aber wieder schreibt, dann warte ich, auch wenn ich sofort auf die 1. Zeile antworten könnte/möchte..
    Das ist viel angenehmer so :P
    inzwischen stört es mich richtig, wenn andere Leute "dazwischenfunken", wenn ich noch weitere Nachrichten (die zum selben Thema gehören aber eine eignene Zeile verdienen ;)) schreibe & dann ihre Antwort dazwischen "aufblitzt"..

    jaaa ich weiss, DAS sind wahre Probleme ;)
    26 8 Melden
    • Chrutondchabis 07.03.2017 19:35
      Highlight Wie wärs mit Zeilenumbrüchen und alles in einer Nachricht schreiben?
      Finde es eher lästig wenn ich mehrere Nachrichten innerhalb weniger Minuten bekomme, obwohl man alles in eine Nachricht packen könnte.
      31 1 Melden
    • Jasjmin 08.03.2017 22:25
      Highlight Erhalte ich mehrere Nachrichten nacheinander, welche eigentlich in eine passen, fühle ich mich schnell überfordert und neige dazu nicht (so schnell) zu antworten.
      Noch schlimmer wurde es dann mit den Sprachnachrichten. Da muss ich mir je nach Länge 5 Minuten Zeit rausnehmen um zu antworten - entsprechend geht es da noch länger bis ich antworte.
      Ich erstaune regelmässig selber, was die Art der Nachricht (Emojis, Länge, etc.) so alles bei mir auslösen können.
      3 0 Melden
  • lilie 07.03.2017 16:14
    Highlight "Hahaha" bedeutet entweder, dass der andere warten soll, weil man noch mehr sagen will, oder dient als Aufforderung, der andere solle weiterfahren? 🤔 😒

    Und die Studie wurde nur mit Welschen durchgeführt. Wer sagt denn, dass etwas davon auf Deutschsprachige übertragbar ist?
    37 4 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 07.03.2017 20:55
      Highlight Studie hahahalt...
      14 0 Melden
  • Döst 07.03.2017 16:09
    Highlight "Die Studie, die vom Nationalfonds unterstützt..."

    Das vergeht einem das hahaha, wenn Staatsgelder für solch wichtige "Forschungsarbeit" sinnlos verpulvert wird.
    50 18 Melden
  • Calvin Watsn 07.03.2017 15:58
    Highlight Muahahaha 😂😂😂
    20 6 Melden
  • Der müde Joe 07.03.2017 15:46
    Highlight Ha...
    15 4 Melden
  • pun 07.03.2017 15:29
    Highlight tl;dr
    "Was du von dir verrätst, wenn du «hahaha» auf WhatsApp schreibst":

    Entweder, dass du nochmal eine Nachricht schreiben willst, oder, dass dein Gegenüber die nächste Nachricht schreiben soll.
    110 0 Melden
    • Lukeros 07.03.2017 22:23
      Highlight Hahaha
      6 0 Melden
  • EMkaEL 07.03.2017 15:23
    Highlight Hahaha
    21 3 Melden
  • Harald Juhnke 07.03.2017 15:19
    Highlight Hahaha...
    10 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.03.2017 15:11
    Highlight Toll für so wichtige Sachen hat man an der Uni Neuenburg also Zeit...
    28 31 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 07.03.2017 15:40
      Highlight Du bist ja tatsächlich ein böser weisser mann
      12 15 Melden
    • Fordia 07.03.2017 15:40
      Highlight Und ist bei Whatson ein Push Nachricht wert!
      34 4 Melden
    • JJ17 07.03.2017 15:56
      Highlight Genau deswegen habe ich die Push Nachrichten bei watson schon lange abgestellt.
      38 2 Melden
    • Lezzelentius 07.03.2017 16:00
      Highlight Betreffend Sprachwissenschaften ist das wirklich wichtig. Die Sprache entwickelt sich in neue Formen aufgrund von Whatsapp und wird längerfristig geprägt.

      Mit Sprache hängt in einer Gesellschaft viel zusammen. Ganz unwichtig sind die Sachen also nicht.
      33 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.03.2017 16:09
      Highlight @Lezzelentius: Du machst denselben Fehler und das ist auch Hauptgrund wieso ich dieses Paper nicht ernstnehmen kann (und ich habe mir jetzt extra das Originalpaper angeschaut um sicher zu sein dass diese Faux-Pas nicht von Watson kam...):
      Es geht um Instant Messaging (das ist schon uralt, gabs schon zu MSN-Zeiten) und nicht um ein Produkt namens "Whatsapp".
      Das sollte jemand der wissenschaftlich arbeitet eigentlich noch auf die Reihe kriegen (oder verhalten sich iMessage, iO, Threema whatever-Schreiber anders wollen die Verfasser das wirklich implizieren? Wohl eher nicht)
      12 15 Melden
    • Lezzelentius 07.03.2017 16:34
      Highlight Es ist nicht dasselbe, nein. Whatsapp wird nicht wie MSN zu seinen Zeiten verwendet.

      Auf MSN war man nicht rund um die Uhr und überall verfügbar, es wurde nicht über Smartphone geschrieben und das auch nicht im Zug oder während des Laufens. Das alles hat einen Einfluss auf die Verwendung der Sprache genommen.

      Whatsapp ist genauso wenig "einfach" Name eines Produkts, wie "Google". Es impliziert keine Unterschiede, es hält nur als Referenzwert her, weil die Masse signifikant ist.
      21 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.03.2017 17:03
      Highlight Natürlich ist MSN auch instant messaging gewesen wie es heute eben Whatsapp, Threema oder whatever ist.
      Und auch für MSN gab es mobile Geräte (nur weil du es nicht kennst gibt es das nicht -> scheinen die Studienmacher auch so zu handeln und das ist dann halt schon unwissenschaftlich ;))
      5 7 Melden
    • Pius C. Bünzli 07.03.2017 17:33
      Highlight @Lezzelentius In der Schule gab es schon Leute, welche MSN im Laufen und im Zug via Oggo (oder wie es genannt wurde) benutzt haben.
      4 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.03.2017 17:48
      Highlight Keine Ahnung wieso das geblockt wird: Aber auch MSN konnte man an Mobilgeräten benutzen...
      4 3 Melden
    • Lezzelentius 07.03.2017 19:35
      Highlight Ach, du verwendest irgendwelche Totschlagargument "weil du es nicht kennst gibt es das nicht".

      Erklär mir doch bitte, wie viele MSN ausserhalb von ihrem Computer verwendet haben und ob es dasselbe Verhalten, resp. derselbe Stellenwert im alltäglichen Gebrauch war, wie heute Whatsapp. Du redest an der Sache vorbei, greifst den Kern nicht auf und harrst auf unwichtigen Nebenpunkten.
      10 4 Melden
  • Alex_Steiner 07.03.2017 15:06
    Highlight hehe
    16 3 Melden
    • Erarehumanumest 07.03.2017 16:11
      Highlight hihi
      12 2 Melden
    • Erarehumanumest 07.03.2017 16:11
      Highlight hoho
      15 1 Melden

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