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So soll sie einmal aussehen: die Monaco-Karte bild: mona.co

Der Fall einer Schweizer Kryptokreditkarte zeigt den Irrsinn des Kryptomarktes perfekt

07.09.17, 11:21 13.09.17, 16:24

Noch sind es erste Gehversuche, doch langsam fassen sie Fuss: Debit- und Kreditkarten für Kryptowährungen. Mit ihnen ist es möglich, im Migros, im Coop und am Kiosk ein Päckli Kaugummi mit Bitcoins, Ether oder Litecoins und Co. zu bezahlen.

So kauft der Nerd ein Bier: Mit einer Krypto-Debitkarte

Video: YouTube/Clarence Yim

Der Kampf um die Vorherrschaft in diesem Segment ist in vollem Gang. Es geht nicht einfach um viel Geld. Es geht um astronomische Summen. Auf diesem Schlachtfeld an vorderster Front mit dabei ist auch eine Schweizer Firma: Die Monaco Technology GMBH, eine Zuger Briefkastenfirma mit Entwicklerteam in Hongkong und Singapur, mit ihrer «Monaco Card».

Über Nacht zum Hype

Das Projekt «Monaco Card» tauchte quasi über Nacht in diesem Sommer auf. Man habe im «getarnten Modus» gearbeitet, heisst es von Seiten der Firma. Mit aggressivem Marketing wurde die eigene ICO beworben. Eine ICO (Initial Coin Offering) bietet Investoren eine erste Möglichkeit, Coins oder Token eines entsprechenden Produktes zu erwerben. Im Moment sind ICOs der letzte Schrei im Kryptowährungs-Investment – und sie sind seit wenigen Tagen in China verboten.

Die Monaco-Token gingen weg wie warme Semmeln. Rund 25 Millionen Dollar in der Kryptowährung Ether wurden eingenommen. Das Versprechen, eine weltweit einsetzbare Krypto-Debitkarte herauszugeben, liess die Spekulanten frohlocken. Als kurz darauf der Token auf chinesischen Onlinebörsen handelbar wurde, erfolgte ein erster Kursschub.

Mit ein Grund für den Erfolg war, dass Monaco Technology kommunizierte, man werde sich darum bemühen, den Status eines VISA-Programm-Managers zu erhalten. Eine Zusammenarbeit mit dem Kartengiganten wäre ein deutlicher Marktvorteil.

Apropos Marktvorteil: Was man für 1 Million in der Schweiz (Minihäuschen) und anderswo in Europa kriegt (stattliche Villen).

So richtig Fahrt nahm der Kurs des Monaco-Tokens auf, als für den 31. August wichtige Neuigkeiten versprochen wurden. Die Gerüchteküche im renditenerblendeten Markt brodelte über. Auf Reddit tauchten Grafiken der Kreditkarten mit VISA-Logo auf – Quelle: unbekannt. Fotos der App mit VISA-Logos, angeblich vom Monaco-CEO getwittert, machten die Runde. Quelle erneut: unbekannt.

Gleichzeitig wurden auf Reddit diverse sehr wohlgesonnene Beiträge zu Monaco veröffentlicht. Auffällig dabei: Die Verfasser dieser Beiträge waren keine alteingesessenen Redditoren, sondern Leute, die ihren Account erst kurz zuvor – anscheinend nur für diesen Eintrag – eröffnet hatten. Der Verdacht der Manipulation liegt nahe.

Ein Reddit-User glaubt, das Monaco-Subreddit sei ein gutes Beispiel dafür, weshalb es mehr Regulierung im Anarcho-Markt der Kryptowährungen brauche. Dem SEC (US-Börsenaufsichtsbehörde) und dem Kongress würden dieses Subreddit dereinst als Exempel dienen. bild: screenshot reddit

In offiziellen Statements von Monaco Technology hiess es zwar immer, der Deal mit VISA sei noch nicht in trockenen Tüchern. Man werde, sobald es soweit sei, diesen sogleich kommunizieren. Die Lawine an Spekulationen liess sich aber nicht mehr stoppen.

Monaco-CEO Kris Marszalek versucht zu beschwichtigen. Es half nicht.

Dass später auf einer Landing-Page der Monaco-App kurzfristig VISA-Logos auftauchten, war allerdings auch nicht hilfreich. 

Der Kurs stieg. Und steigt der Kurs einer Kryptowährung signifikant, setzt in der Szene öfters das Phänomen FOMO ein: die Angst, etwas zu verpassen (Fear of missing out). Im Goldrausch springen Hobbyinvestoren blindlings auf Projekte auf, ohne sich zuvor zu informieren. Wer hat denn noch Zeit, sich einzulesen, wenn sich der Kurs innerhalb von wenigen Minuten verdoppelt?

Im Fall von Monaco stieg er um über 2000 Prozent in einem Monat. Plötzlich war der zuvor vielen unbekannte Token an grossen Kryptobörsen der meistgehandelte. Die Hobbyinvestoren rieben sich die Hände. Sie glaubten, auf das richtige Pferd gesetzt zu haben.

Dann sickerte durch, dass das Team Ende August «nur» die App und keinen VISA-Deal präsentieren werde. So schnell der Preis zuvor gestiegen war, so schnell fiel er auch wieder. Und zwar so schnell, dass viele Spekulanten Panikverkäufe tätigten und mit grossen Verlusten zurückblieben.

Der Kurs von Monaco. Lange tat sich nichts, dann setzte der Hype ein und der Preis stieg kurzfristig um 2000 Prozent. Danach erfolgten die Panikverkäufe. bild: screenshot bittrex

Wenn es zu Verlusten kommt, wird ein Schuldiger gesucht. Vor allem im offiziellen Subreddit von Monaco liessen viele enttäuschte Spekulanten ihrem Frust freien Lauf. Das Projekt sei ein Betrug. Man habe zu viel versprochen. CEO Marszalek habe mit dem Retweet falscher Informationen noch Öl ins Feuer gegossen. 

«Ich bin im Hype auf dem Höchststand eingestiegen. Ich weiss nun, wie dumm ich war. Aber ich bin neu im Kryptogeschäft.»

Reddituser  phelps121 über sein Monaco-investment

Der angefeindete CEO bestreitet im Gespräch mit watson die Vorwürfe. Er habe kein Interesse, den Wert des Monaco-Tokens künstlich in die Höhe zu treiben: «Wir haben dadurch deutlich an Schwung verloren.». Bei der Kommunikation zum VISA-Programm seien hingegen Fehler passiert: «Wir mussten kommunizieren, dass wir diese Zusammenarbeit anstreben – sonst ist es schwierig unser Produkt zu erklären. Nachträglich wäre es aber besser gewesen, den Zeitraum für die VISA-Bestätigung offen zu lassen. Wir hätten sagen sollen, die Bestätigung kommt irgendwann im Jahr 2017.»

Den Vorwurf, er habe mit seinem Retweet der geleakten VISA-Logos die Gerüchteküche noch zusätzlich angeheizt, will er nicht gelten lassen. «Tatsächlich ist dieser Vorfall äusserst unglücklich und wir bedauern ihn sehr. Wir hätten uns besser absichern sollen, dass so etwas nicht passiert – ich musste aber innerhalb von Minuten reagieren.»

«Pump and dump»

Der Fall der Monaco-Karte steht exemplarisch dafür, was sich momentan im Kryptomarkt, einem unberechenbaren anonymen Haifischbecken, tagtäglich ereignet. Es ist der perfekte Tummelplatz für Abzocker und Betrüger. Wer am Ende für den kurzfristigen Höhenflug mit anschliessendem Absturz verantwortlich ist, wissen nur die Beteiligten. «Pump and dump» nennt sich diese Praxis.

Das Beispiel KORE-Coin

Ein klassisches «Pump & Dump»-Bild. Es gibt keinen produktbezogenen Grund, weshalb sich der Kurs von KORE zwischen Juli und September viermal verdoppelte und viermal wieder halbierte. Der eigentliche Grund ist Marktmanipulation. 

Angezogen von der Hoffnung auf eine schnelle Rendite, vergessen viele Glücksritter, dass ebendiese von jemandem bezahlt werden muss. Sie vergessen, dass sie im digitalen Wilden Westen zu Spielbällen von übermächtigen Gegnern werden – und bezahlen ihre Erfahrungen mit ihren Ersparnissen. Statt langfristig zu denken, wird blind spekuliert.

Man kann Monaco Technology unterstellen, den Hype befeuert zu haben. Mindestens das Wort «unbedarft» muss sich die Firma gefallen lassen. Viele Projekte im Kryptomarkt bestehen nur aus einer schönen Homepage und einer Vision – ein brauchbares Produkt können die wenigsten vorweisen. Immerhin hat Monaco bereits eine App veröffentlicht. Ob, wie versprochen, in nächster Zeit die Kreditkarten verschickt werden, wird sich zeigen. Sollte es dazu kommen, werden sich die Panikverkäufer noch ein zweites Mal ärgern. In diesem Fall über sich selbst.

Disclaimer: Der Autor besitzt keine Tokens oder Coins von Monaco Technology und auch keine von einem direkten Konkurrenten.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Asmodeus 07.09.2017 15:12
    Highlight Provokative Frage. Aber wo liegt der Unterschied zwischen Cryptowährungen und Derivaten?

    In beiden Fällen steckt im Normalfall nur eine Idee dahinter. Man erwirbt nicht Anteile einer Firma sondern nur die Hoffnung darauf, dass etwas im Preis steigt.
    16 0 Melden
    • Nyasa 07.09.2017 15:58
      Highlight und mit welchem Derivat kannst du innerhalb von Sekunden Geld aus der Schweiz nach Venezuela senden? Notabene für wenige Cents Transaktionsgebühr...
      15 2 Melden
    • Asmodeus 07.09.2017 16:09
      Highlight DAS stimmt natürlich. Bei Derivaten hast Du auch nicht extreme Kursschwankungen in kürzester Zeit.
      2 1 Melden
    • seventhinkingsteps 07.09.2017 16:22
      Highlight Eher doofe Frage. Es gibt auch Derivate IN Kryptowährungen, per Smart Contract auf der Ethereum Blockchain z.Bsp.
      11 1 Melden
    • Cevianer 07.09.2017 21:16
      Highlight Devirate (bzw. der Verkauf) unterliegen strengeren Reglen.
      0 0 Melden
    600
  • Nyasa 07.09.2017 15:02
    Highlight by the way.. ICOban in China sind bereits wieder outdated News. Die neusten Nachrichten aus China (180grad Kehrtwende again) werden in den nächsten 24h die Sache wieder kräftig durchrütteln.

    Die ICO Situation in China war total ausser Kontrolle und es war richtig, temporär, einen Riegel zu schieben. Die Sache wird in absehbarer Zeit vorbei sein. d.h. man wird wissen wie man in China eine ICO macht.
    3 1 Melden
    • seventhinkingsteps 07.09.2017 16:23
      Highlight Ist ziemlich klar was China macht, sie geben NEO das grüne Licht, sind regulativ hart gegen andere Blockchains aber halte 80% des Bitcoin Minings im Land.
      3 0 Melden
    • Nyasa 07.09.2017 16:39
      Highlight So siehts aus. Das war allerdings nicht NEOs verdienst sondern ein Stopp der bizarren Ausmasse welche ICOs in China angenommen haben.
      Ich bin immer etwas zurückhaltend wenn es darum geht Bitcoin als dezentralisiert zu bezeichnen. Immerhin will Russland in Bitcoin mining investieren bis sie 30% der Hashpower haben. Ich mag PoS.. selbst wenn der Miner im Keller dann an eine andere Tür klopfen muss.
      3 0 Melden
    600
  • Tavares 07.09.2017 12:14
    Highlight .Com-Blase 2.0...
    74 8 Melden
    • Nyasa 07.09.2017 14:45
      Highlight .com war keine Blase.
      Das Internet bringt dir heute Pizza, Auto, Bett, Musik, Film, Kleider, usw. .com war eine kleine Revolution die auch dein Leben verändert hat. damals dachtet ihr es sei eine neue Art Fax.. gab es Müll beim Start? sicher. Haben viele unwissende in Müll investiert weil sie schnelles Geld wollten - sicher. Wer regiert heute die Welt? Amazon, Google, Cisco Apple usw. usw.

      Das sind keine Tulpenknollen! Amazon hat auch in deinem Kaff dafür gesorgt, dass weniger Personal hinter der Kasse steht. UBI lässt grüssen.
      18 4 Melden
    • SindaJapan 07.09.2017 15:42
      Highlight Danke für die guten Worte Nyasa... Viele Leuten schwafeln einfach grosse Wörter wie .com Blase nach ohne zu wissen, was dahinter steckt.

      Vielleicht meinter Tavares aber auch, dass es zuerst ein paar Müllcoins bei den ICOs gibt, ein paar starke daraus herauskommen und so einen grossen Einfluss auf unser Leben haben wie Amazon und co
      12 1 Melden
    600
  • Bity 07.09.2017 12:06
    Highlight Ich habe schon seit mehren Monaten so eine Karte aber von einer andern Firma, funktioniert recht gut.

    Generell gilt bei Cryptos:
    Kaufen wenns billig ist und verkaufen wenns teuer ist. Viele machens aber lieber umgekehrt, und sind dann erstaunt wenns sie Geld verlieren.

    Logisch ist das alles Spekulation, es sind auch extreme Gewinne möglich. Crypot ist heute wie Internet Anfangs der Neunzigerjahren.
    Einfach immer nur Spielgeld investieren und den Einsatz gleich abschreiben.
    43 12 Melden
    • BraZHi 07.09.2017 15:11
      Highlight Buy low - Sell high. Das gilt bei allen Wertpapieren 😃
      8 2 Melden
    • Maragia 07.09.2017 17:02
      Highlight Was für eine Erkenntniss, danke dafür. Dachte immer buy high - sell low, damit wird man reich!
      9 0 Melden
    600
  • Captain obvious 07.09.2017 11:59
    Highlight Ich mag die Idee hinter Kryptowährungen einfach nicht. Meiner Meinung nach kann eine Währung, basierend auf Vertrauen, einfach nicht funktionieren. Zu instabil und zu unsicher. Ich glaube diese Blase wird irgendwann platzen und dann hat sichs mit diesem Thema.
    46 51 Melden
    • Kikan 07.09.2017 12:44
      Highlight Ist nicht jede Währung praktisch nur auf Vertrauen aufgebaut? Nur ein kleiner Teil von Staatswährungen ist wirklich in Gold angelegt.
      68 8 Melden
    • Bity 07.09.2017 12:57
      Highlight Kikan: Du hast recht das gilt aber für jede Währung. Auch für Schweizer Franken, Euro, Dollar oder Vietnamesische Dong.

      Die letzte goldgedeckte Währung der Welt war der CHFR. Auch diese Deckung wurde aber noch eim letzten Jahrhundert abgeschafft, ich glaub das war in den 90er Jahren.
      11 3 Melden
    • Mafi 07.09.2017 13:07
      Highlight Auch Gold ist nur Vertrauen. Vertrauen, dass es einen Wert hat, den jemand bezahlt. Gold an sich hat nicht einen "Wert"
      15 1 Melden
    • Captain obvious 07.09.2017 13:25
      Highlight Schon, aber bei den meisten Währungen gibt es eine zentrale Stelle, die (meistens) einen festen Wert garantiert. Stabilität ist das Stichwort.
      6 4 Melden
    • Luzi Fair 07.09.2017 13:50
      Highlight Tja Captain, das sehen Zentralbanken anders.
      5 0 Melden
    • kettcar #teamhansi 07.09.2017 14:06
      Highlight Dann lieber auf richtige Werte setzen...
      10 2 Melden
    • BraZHi 07.09.2017 15:09
      Highlight Und Gold hat ja auch nur wert, weil du darauf vertraust, dass andere Leute Gold als wertig betrachten. Fressen kannst du Gold nicht 😎
      12 0 Melden
    • Captain obvious 07.09.2017 16:23
      Highlight Wenn angenommen Kryptowährungen zum Standard werden, müssten alle Preise und Löhne genau so flexibel sein, wie die Kurse der Währung. Sonst würde jedes Produkt jeden Tag unterschiedlich viel kosten. Was wenn übrigens jemand Wege findet Bitcoins praktisch unlimitiert zu generieren? Dann würde auch alles kollabieren.
      3 5 Melden
    • seventhinkingsteps 07.09.2017 16:25
      Highlight Ähhhhhhhh, du weisst schon wie Fiat Währungen wie CHF, USD usw. definiert sind, oder?

      "Fiatgeld (auch englisch Fiat money) ist ein Objekt ohne inneren Wert, das als Tauschmittel dient...Heutige Währungssysteme legen meist den Wert der Währung nicht zu einer offiziellen Rate mit einem Rohstoff fest. Geld wird als Zahlungsmittel akzeptiert, wenn Vertrauen in die ausgebende Institution besteht."
      8 0 Melden
    • Luzi Fair 07.09.2017 17:08
      Highlight von einem Captain hätte ich schon bisschen mehr erwartet :-D
      1. wurde dein Lohn tiefer als der CHF rauf ging? Fiel der Landesindex der Konsumentenpreise in gleichem Ausmass, wie der Wert des CHF zugenommen hat?
      2. Wenn man sich ein wenig über Bitcoin und dergleichen informieren würde, wüsste man, dass die maximale Geldmenge durch das Netzwerkprotokoll auf 21 Millionen Einheiten festgelegt ist und nicht durch einzelne Teilnehmer beeinflusst werden kann.
      3. Die momentan zu beobachtenden Kursschwankungen werden sich abschwächen sobald sich der Bitcoin als weltweites Zahlungsmittel etabliert hat
      7 1 Melden
    • Bity 07.09.2017 17:08
      Highlight Die meisten Fiat Währungen hängen am Dollar. Und was deckt den Dollar?

      Früher wars mal Gold heute nur noch Waffen.
      6 1 Melden
    • SpoNGeBOb 07.09.2017 17:49
      Highlight @Captain
      Dir ist schon bewusst, dass bei einer ansteigenden Akzeptanz von Kryptowährungen die Volatilität sinken wird? Bis man Löhne mit Bitcoin, Ethereum oder XYCoin bezahlen wird, werden deren Kurse stabil genug sein.

      Ausserdem bin ich sehr froh, dass es bei den Kryptowährungen eben keine Zentralbank gibt, welche einfach den Wert meines Vermögens gegen meinen Willen ändern kann.
      3 3 Melden
    • Captain obvious 07.09.2017 18:16
      Highlight @Luzi Fair Danke für deine Erklärungen und auch ich kann nicht alles wissen ;) Aber beim Ftanken muss man sagen, dass die Kursschwankungen sehr gering sind. Während der Bitcoinkurs im Minutentakt wechselt und das extrem. Das Problem denke ich ist, dass niemand den Kurs beeinflussen kann, sondern, dass alles von einem Kollektiv an Menschen abhängt.
      6 0 Melden
    • Luzi Fair 07.09.2017 18:51
      Highlight ich möchte dir gerne den 15. Januar 2015 in Erinnerung rufen:
      5 0 Melden
    • Flexon 07.09.2017 20:52
      Highlight Der grösste Unterschied von Crypto zu Fiat ist in der Tat noch die Volatilität. Eine Zentralbank kann die Geldmenge anpassen, um den Preis stabil zu halten, Cryptos können das nicht. Aber Projekte sind unterwegs, z.B. MakerDAO die einen StableCoin realisieren wollen. Preisstabile Cryptos wären der heilige Gral einer globalen Finanzwirtschaft und vermutlich wird das kommen. Allerdings dauert das noch Jahrzehnte.
      5 0 Melden
    • Bity 07.09.2017 23:44
      Highlight Stabil gegen was?
      3 0 Melden
    • Captain obvious 08.09.2017 08:40
      Highlight @Flexon Wenn es das gibt, hätte ich keine Einwände mehr gegen Cryptowährungen :D
      1 0 Melden
    • Flexon 08.09.2017 17:15
      Highlight @Bity
      Stabil gegenüber Inflation/Deflation aka Konsumentenpreise. Die Hauptaufgabe aller Zentralbanken.
      0 0 Melden
    • Luzi Fair 08.09.2017 19:12
      Highlight "Die Hauptaufgabe aller Zentralbanken."
      welche Zentralbank sieht das noch als ihren Hauptzweck?
      0 0 Melden
    • Flexon 08.09.2017 20:30
      Highlight @Luzi Fair
      Welche denn nicht und woran machst du das fest?
      0 0 Melden
    • Luzi Fair 08.09.2017 21:01
      Highlight FED, EZB, etc. werfen Mengen an billigem Geld auf den Markt dessen Zweck in erster Linie das Stützen des Finanzsystems ist. Lustigerweise steht dies auch so im Federal Reserve Act. (https://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/33925/was-ist-eigentlich-der-zweck-der-us-notenbank/)

      Im Falle der EZB sehe ich das im Grunde wie Trump: Durch weitgreifende Währungsmanipulationen wird der Deutschen Export-Wirtschaft ein nicht unerheblicher Vorteil generiert.
      0 0 Melden
    • Flexon 09.09.2017 14:55
      Highlight @Luzi Fair
      Es ist genau die Aufgabe einer Zentralbank, "das Finanzsystem zu stützen". Bei schwachem W-Wachstum werden die Zinsen gesenkt (ergo billiges Geld) um die Wirtschaft anzukurbeln (aktuelle Situation im Westen). Bei starkem Wachstum umgekehrt, um einer Überhitzung (Blasenbildung) entgegenzuwirken. Deswegen steht das so im Federal Reserve Act.

      Eine Zentralbank "manipuliert" grundsätzlich Währungen, genauso wie ein Bäcker Teig "manipuliert", das lernt jeder KV-Stift. Hier die Ziele der SNB: http://bit.ly/2vocvKl
      3 0 Melden
    600
  • Jaing 07.09.2017 11:43
    Highlight Das kommt mir etwas vor wie die Dotcom-Blase vor fast 20 Jahren.
    43 6 Melden
    600
  • Platon 07.09.2017 11:34
    Highlight Theoretisch finde ich die Idee hinter den Kryptowährung als dezentrales Währungssystem gut. Nur bis jetzt sehe ich nur eine riesige Spekulantenparty, bei der die Gewinne halt dezentral erwirtschaftet werden. Ohne Kaspitalgewinnsteuer bleibt da nichts fürs Allgemeinwohl übrig, da sind mir Banken fast lieber, die zahlen immerhin ein wenig Steuern und wenn man die Giralgeldschöpfung ein wenig im Griff behält, sollte eine weitere Krise vermeidbar sein.
    Die Vollgeldinitiaative ist der Königsweg, des krisensicheren Geldes! Schreibt mal dazu etwas liebes Watson Team!
    84 18 Melden
    • Triumvir 07.09.2017 12:40
      Highlight Ich sehe das ähnlich. Kryptowährung ist unterdessen ein Tumelplatz für Betrüger und Luftschlossverkäufer aller Art. Die Blockchain-Idee wäre grundsätzlich gut, wenn das Problem der unkontrollierten Geldwäsche und anderer kriminellen Machenschaften nicht wäre...
      29 7 Melden
    • Luzi Fair 07.09.2017 13:50
      Highlight Taxation is theft!
      6 14 Melden
    • Platon 07.09.2017 15:51
      Highlight @Luzi Fair
      Nein, Eigentum ist Diebstahl ;)
      13 6 Melden
    • seventhinkingsteps 07.09.2017 16:27
      Highlight @Platon

      Beides.

      No gods, no masters!
      4 3 Melden
    • Maragia 07.09.2017 17:04
      Highlight Wenn du keine Steuern zahlen willst, dann profitier bitte auch nicht vom Staat. So einfach!
      8 0 Melden
    • Luzi Fair 08.09.2017 19:13
      Highlight @Maragia
      profitiere ich vom Staat oder der Staat von mir?
      0 3 Melden
    • Maragia 08.09.2017 23:20
      Highlight Du profitierst sehr stark vom Staat. Oder von wo hast du deine Bildung, das Gesundheitssystem was du nutzt, die Sicherheit, die Infrastruktur etc?
      Ist ja alles gratis, gell?
      3 0 Melden
    • Triumvir 09.09.2017 09:31
      Highlight @Luzi Fair: Ach so, du willst also offenbar in einem Staat leben, ohne Polizei, ohne Armee, ohne Bildungssystem, ohne Strassen, ohne ÖV, ohne Gesundheitssystem etc....Dann darfst du gerne auswandern. Viel Glück dabei! Ich sag ja: immer zuerst Gehirn einschalten und dann erst posten resp. kommentieren...
      4 0 Melden
    • Luzi Fair 09.09.2017 10:01
      Highlight @Triumvir
      Eigentlich bevorzuge ich die Anarchie. Da es diese nirgends gibt (und aufgrund Egoismus auch nicht funktionieren würde), muss ich wohl damit leben. Das heisst nicht, dass ich mich stillschweigend damit abfinde. Ich wehre mich so gut wie möglich gegen eine Bevormundung durch den Staat und fördere jegliche Eigeninitiative/-verantwortung. Deine Beispiele zeigen, wie staatsgläubig du bist. Denn wo steht, dass Bildung/Verkehr/Gesund nicht privat finanziert werden können?
      Ich für meine Teil habe es jedenfalls nicht nötig, jemanden mit anderen Ansichten, das Hirn abzusprechen.
      0 3 Melden
    • Maragia 09.09.2017 12:01
      Highlight @luzi: dass du dich gegen die Bevormundung durch den Staat wehrst, merkt man dir gut an. Die Bildung fehlt hier eindeutig!
      4 0 Melden
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