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Vor 500 Jahren war's das Fegefeuer, heute fürchten alle die künstliche Intelligenz

500 Jahre Reformation: Luther rebellierte gegen Kaiser und Papst. Heute stellen Roboter und künstliche Intelligenz die bestehende Gesellschaftsordnung in Frage.

05.01.17, 16:31 06.01.17, 06:01

Martin Luther, gemalt von Lucas Cranach dem Älteren. Bild: KEYSTONE

Vor 500 Jahren mussten die Menschen zur Kenntnis nehmen, dass die Erde nicht flach war und auch nicht im Zentrum des Universums stand. Amerika wurde entdeckt, die Naturwissenschaften kamen langsam in Fahrt und stellten die bekannte Weltordnung in Frage.  

«Für Luther war das gute Leben im Alltag auch das gute Leben vor Gott.»

Margot Kässmann

All dies überforderte die Menschen. «Man kann sich heute kaum noch vorstellen, welche Ängste die Menschen damals um ihr Seelenheil hatten, welche Furcht vor Fegefeuer und ewiger Verdammnis sie mit sich herumtrugen», stellt der Historiker Heinz Schilling im von Dietmar Pieper und Eva-Maria Schnurr herausgegebenen Sammelband «Die Reformation» fest. «Auch Luther selbst war überzeugt, dass das Ende der Welt bald kommen werde.»  

Die katholische Kirche war degeneriert

Am 31. Oktober 1517 hat Martin Luther seine 95 Thesen an die Türe der Wittenberger Schlosskirche genagelt und damit den Beginn der Reformation markiert. Dass seine Botschaft sich sehr rasch verbreitete und bald die Kirche spalten sollte, hatte verschiedene Gründe:  

Die katholische Kirche war degeneriert. «Nur jeder dritte Pfarrer hatte überhaupt ein paar Semester studiert, jeder zehnte lebte mehr oder weniger offen in einem Konkubinat, ein grosser Teil zeigte nicht das geringste Interesse an der Seelsorge», heisst es im Beitrag von Martin Doerry. «Viele Würdenträger hatten ihre Posten, Abteien oder Bischofsämter gekauft und kümmerten sich nur um die Ausplünderung der damit verbundenen Pfründen.»

Hexenverbrennung im Mittelalter.

Auch um die Moral der Kirchenvertreter stand es nicht zum Besten. Huren und Nonnen unterschieden sich nur dadurch, dass die Huren wenigstens ein schlechtes Gewissen hatten. Die Nonnen «lebten hingegen in Klöstern, die längst zu Bordellen geworden seien», wie der Strassburger Münsterprediger Johannes Geiler von Kaysersberg beklagte.

Der Ablasshandel war zu einer wichtigen Geldquelle geworden. Mit Spenden an die Kirche konnten die Menschen sich den Weg in den Himmel kaufen und die Leiden im Fegefeuer verkürzen. «Sobald der Gülden im Becken klingt, im Huy die Seel in den Himmel sich schwingt», lautete dazu der Werbespruch der Kirche.  

Luther wird zum Bestseller-Autor

Allerdings ist in der Bibel nirgends von einem Ablasshandel die Rede. Luther wandte sich entschieden dagegen und räumte auch mit der Mär der Sünde auf. Die Theologin Margot Kässmann fasst dies wie folgt zusammen: «Luther hat gesagt, auch die Sexualität und das Gebären sind eine gute Gabe Gottes, dafür braucht es keinen Ablass. Für ihn war das gute Leben im Alltag auch das gute Leben vor Gott.»  

Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet die Luther-Jubiläumsfeier. Bild: EPA/DPA

Entscheidend für den Erfolg der Reformation war der Buchdruck. Luthers Schriften wurden zu einem kommerziellen Erfolg. In Basel, Nürnberg und Leipzig liefen die Druckmaschinen heiss. «Wenige Wochen nach der ersten Niederschrift seiner Thesen war der Professor aus Wittenberg bereits ein Medienereignis, wenn auch zunächst im elitären Kreis lesekundiger Menschen», stellt Daniel Bellingfradt fest. «Damit aber begann das Öffentlichwerden seiner reformatorischen Ideen.»

Ohne Schirmherr wäre Luther auf dem Scheiterhaufen gelandet

Schliesslich kamen Luther die politischen Machtverhältnisse zugute. Hätte er nicht in Wittenberg gepredigt, wäre er möglicherweise als Ketzer auf dem Scheiterhaufen gelandet. Zum Glück stand er unter dem Schutz des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen. Der junge habsburgische Kaiser Karl V. konnte es sich nicht leisten, es sich mit ihm zu verscherzen.  

So wurde am Reichstag von Worms 1521 zwar ein Reichsbann über Luther verhängt. Sachsen wurde jedoch davon ausgenommen. Johannes Calvin und Huldrych Zwingli profitierten davon, dass die Städte Genf und Zürich grosse Unabhängigkeit genossen.  

Huldrych Zwingli konnte sich in der Frage des Abendmahls nicht mit Luther einigen.

Calvin und Zwingli zeigen auch, dass die Reformation bald in verschiedene Richtungen aufgespalten wurde. Calvin setzte dabei auf die Prädestinationslehre, will heissen: Gott hat bereits bestimmt, wer in den Himmel kommt und wer nicht. Zwingli und Luther gerieten sich ob der Frage in die Haare, ob das Abendmahl bloss symbolisch gemeint sei, oder ob sich Wein und Brot tatsächlich in Blut und Leib Christi verwandeln.  

Keine Sympathien für die rebellierenden Bauern

Die Reformation hat sich gegen Kaiser und Papst gewandt, sie war jedoch nie eine Revolution. Weder Luther noch Zwingli haben sich mit den Bauernaufständen solidarisiert, obwohl sich die Aufständischen auf ihre Schriften berufen haben. «Die Reformation war im Kern der Versuch, Veränderungen rückgängig zu machen, zu einem idealisierten Ursprung zurückzukehren», stellt Eva-Maria Schnurr fest.  

Heute haben sich die Menschen zwar damit abgefunden, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Doch jetzt müssen wir uns fragen, ob der Mensch tatsächlich die höchste Stufe der Evolution darstellt. Software wird immer smarter und ernsthafte Wissenschaftler sprechen von einer maschinellen Superintelligenz, die dereinst die menschliche um Längen übertreffen wird.  

Neuer Religionskrieg im 21. Jahrhundert

Ob selbstgelenkte Autos oder sprechende Smartphones: Immer häufiger ersetzt künstliche Intelligenz die menschliche. Die Arbeitswelt und die Gesellschaft werden disruptiert, wie es heute heisst. Wie zu Zeiten der Reformation sind die Menschen zunehmend verunsichert und werden anfällig für Populisten mit einfachen Rezepten.  

Im Jahr 1555 wurde in Augsburg ein Religionsfrieden geschlossen. Er besagte, dass jeder deutsche Landesherr entscheiden konnte, welche Glaubensrichtung in seinem Gebiet gelehrt werden durfte. Wem die Entscheidung nicht passte, der durfte auswandern. Der Frieden hielt jahrzehntelang an. Dann brach der 30-jährige Krieg aus, der unsägliches Leid über die Menschen brachte und die Bevölkerung in Europa halbierte.  

Im 21. Jahrhundert ist die Religion erneut zum Zankapfel geworden. Der vom Politologen Samuel Huntington in den Neunzigerjahren angekündigte «Zivilisationskrieg» ist bereits in vollem Gange. Die Disruption nimmt immer mehr die Züge der Reformation an.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Wehrli 06.01.2017 17:00
    Highlight Ich fürchte mich eher vor künstlicher Dummheit. Ein hochpotentes System in Händen von Clowns wie Drumpf.
    Und die Medien haben uns einen neuen Marianengraben an künstlich generierter Seichheit vorgetragen, das race to the bottom mit Trashcontent for Klicks
    2 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.01.2017 12:33
    Highlight Definiere künstliche Intelligenz.
    Schlussendlich steht immer ein Mensch dahinter der diese "geschaffen hat" (also programmiert).
    Ja auch bei den super-innovativen KIs...
    3 4 Melden
    • Menel 06.01.2017 16:15
      Highlight Wir legen die Basis, Algorithmen, und schaffen so selbstlernende Maschinen. Die Algorithmen sind von uns, was die Maschine über die Zeit lernt und daraus macht, ist aber nicht mehr von uns geschaffen. Es gibt heute schon Algorithmen die selber weitere Algorithmen schreiben. Diese sind nicht mehr mensch-gemacht.
      5 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.01.2017 16:17
      Highlight Sorry für die bad news an die Blitzer, aber ihr könnt euch ja gerne informieren was z.B. am "Supercomputer Watson" so speziell intelligent ist.
      War ja selber entäuscht als es hiess "wir haben hier ein Team von x Leuten die "Regeln" für den Computer erfassen" ;)
      1 0 Melden
    • Sophia 06.01.2017 17:34
      Highlight Liebe Menel, aber die Stromleitung schon noch?
      0 0 Melden
    • Menel 06.01.2017 22:27
      Highlight Sophie, so lange kein Programm in einem Solar betriebenen Robo steckt, ist alles gut. Ausser der Algorithmus findet einen Weg in den Ozean des Internets. ;)
      2 0 Melden
    • Sophia 07.01.2017 00:06
      Highlight Liebe Menel, dazu fällt mir gerade Isoldes Lied ein: "Oh, sink' hernieder Nacht der Liebe..." Prosaisch ausgedrückt: "Oh, sprühe mir den Wafer zu..."
      1 0 Melden
    • CASSIO 07.01.2017 06:33
      Highlight @ Menel: wenn er den Weg ins Internet findet, dann wird er wohl auf Grund des Angebots eine Weile mit sich selbst beschäftigt sein ;-)
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.01.2017 10:29
    Highlight Wenn ich mir die Intelligenz von 90% der Menschen anschaue, ist es nicht besonders schwierig diese zu übertreffen.

    Dafür genügt eine Banane mit Stromanschluss...
    14 2 Melden
  • Sophia 06.01.2017 09:00
    Highlight Luthers Twitter war der Buchdruck, der gerade erfunden war. Nur so konnten sich seine deutsche Bibel und seine Schriften in Windeseile verbreiten und seine "Reformation" in die Welt tragen. Es war also Mensch und Maschine, welche zusammen eine "Zeitenwende" einläuteten. Jede Maschine wird von Menschen geschaffen und gefüttert, damit sie wenigsten Schach spielen kann. Der Mensch und seine von ihm geschaffene Maschine werden zusammen evtl. wiederum eine Zeitenwende einläuten. Hoffentlich ohne 30 Jahre Krieg, denn KI sollte ja intelligent sein und auch Trumpbosen heilen können!
    6 3 Melden
    • Menel 06.01.2017 10:57
      Highlight Vielleicht interessieren sie die Überlegungen von Sam Harris zu diesem Thema:

      Can we build AI without losing control over it?

      https://www.ted.com/talks/sam_harris_can_we_build_ai_without_losing_control_over_it
      4 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.01.2017 11:01
      Highlight Ich meine auch, dass die Entwicklung neuer Kulturtechniken erheblichen Einfluss nehmen auf gesellschaftliche Umwälzungen. Damals der Buchdruck so wie heute das Internet.

      Die zum Teil kriegerischen Auseinandersetzungen gingen damals erheblich länger als nur 30 Jahre. Über 100 Jahre!

      Beendet wurden sie erst mit dem Westfälischen Frieden:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Westf%C3%A4lischer_Friede

      Ich meine, wir könnten uns diesen Westfälischen Frieden heute zum Vorbild nehmen, um die zum Teil kriegerischen Auseinandersetzungen zu beenden, in die wir leider bereits hineingeraten sind.
      1 1 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 06.01.2017 13:26
      Highlight ted.com: 'So the only alternative, and this is what lies behind door number two, is that we continue to improve our intelligent machines year after year after year.'

      Genau so, wie wir z.B. immer schnellere Boote bauen: von Segelbooten über Dampfschiffe zu Diselboote.

      Trotzdem gibt es kein unendlich schnelles Boot.

      Es gibt allerdings bereits Maschinen, die böse Auswirkungen auf ganze Volkswirtschaften haben können. Die Übeltäter sind die Menschen, die diese Maschinen betreiben.

      Man sollte Maschinen keine Fakten schaffen lassen, denn sie können nur vorgedachte alternativen abschätzen.
      3 0 Melden
    • Sophia 06.01.2017 17:51
      Highlight Lorent Patron@ Eigentlich gab es früher immer Kriege und die Eroberer oder Imperatoren waren hoch geachtete Menschen, von denen wir heute schwärmen!
      Einen westfälischen Frieden würde eine KI womöglich nicht hinbekommen, die würde mit grosser Wahrscheinlichkeit den Krieg mit immer raffinierteren Algorithmen bis zur völligen Selbstzerstörung weiterführen; weshalb aufhören, sie wirkte ja auf beiden Seiten? Sie wäre nichts anderes, als ein hochbegabter Mensch! Bitte Menel, das war ironisch gemeint. Ich hoffe ja immer noch, dass eine KI alles richtig macht und sich auch in US-Wahlen einmischt.
      2 0 Melden
  • Spooky 06.01.2017 01:36
    Highlight "Software wird immer smarter und ernsthafte Wissenschaftler sprechen von einer maschinellen Superintelligenz, die dereinst die menschliche um Längen übertreffen wird."

    Ich gebe Entwarnung. Beruhigt euch! Kein Grund zur Panik.

    Gott kann keine Welt erschaffen, die ihm von der Intelligenz her gesehen überlegen ist. Das ist unmöglich.

    Genau so wenig kann ein Mensch eine Maschine erfinden, die ihm von der Intelligenz her gesehen überlegen ist.
    ________

    "...ernsthafte Wissenschaftler..."

    Euer unterwürfiger Respekt vor Wissenschaftlern ist nur noch peinlich.

    11 21 Melden
    • Menel 06.01.2017 08:37
      Highlight Wissen sie eigentlich, was Intelligenz ist?
      5 6 Melden
    • Spooky 06.01.2017 08:58
      Highlight Ja
      6 4 Melden
    • Menel 06.01.2017 09:03
      Highlight Wie kommen sie dann zu der Aussage:

      "Genau so wenig kann ein Mensch eine Maschine erfinden, die ihm von der Intelligenz her gesehen überlegen ist."
      3 4 Melden
    • Sophia 06.01.2017 09:15
      Highlight Super Gedanken, spooky! Schon Penrose hat das in seinem Buch "Schatten des Geistes" klar und erklärt und auch "quantenphysikalisch" schön belegt. KI gibt es nicht, jedenfalls nicht ohne den Schöpfer, ob der nun Mensch oder Gott ist. Es wird noch eine grosse Arbeit der Intelligenz sein, dem Menschen die unbegründete Angst vor allem Neuen wegzuprogammiern, oder soll ich neudeutsch sagen zu canceln!
      2 2 Melden
    • Menel 06.01.2017 10:19
      Highlight Wer sagt denn, dass sich KI einfach so entwickelt, aus dem Nichts?

      Vor 10 Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass es so etwas wie AlphaGo geben kann. Einfach auszuschliessen, dass es weiter entwickelte KI oder Artificial Smartness geben wird und daher die zu belachen, die sich der Thematik stellen und mögliche Gefahren sehen, ist wohl auch kaum eine gute Haltung, oder?
      3 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.01.2017 10:27
      Highlight @menel: Wieso kann ein Mensch keine Maschine erfinden die im intelligenzmässig überlegen ist? Die Menschen haben auch Maschinen erfunden, die schneller sind als sie und auch Maschinen die fliegen können.

      Ja und ich weiss was Intelligenz ist. Aber das ist wie in Ihrem Fall, keine Garantie dafür, dass auch Intelligente Posts daraus eruiert werden.
      1 2 Melden
    • Liselote Meier 06.01.2017 11:30
      Highlight @Spooki;
      These:
      "Software wird immer smarter und ernsthafte Wissenschaftler sprechen von einer maschinellen Superintelligenz, die dereinst die menschliche um Längen übertreffen wird."

      Antithese:
      "Gott kann keine Welt erschaffen, die ihm von der Intelligenz her gesehen überlegen ist. Das ist unmöglich. Genau so wenig kann ein Mensch eine Maschine erfinden, die ihm von der Intelligenz her gesehen überlegen ist"

      Synthese;
      Kreierung eines kybernetischen Organismus.
      Weder Mensch noch Maschine, aber mit höherer Intelligenz.
      3 1 Melden
    • Menel 06.01.2017 11:32
      Highlight @EChurch, wo sage ich, dass Menschen keine Maschinen bauen können, die sie überflügeln werden? 😳 Ich bin absolut davon überzeugt, dass das in Zukunft so sein wird. Man muss sich nur mal die Entwicklung der letzten 20 Jahre anschauen. Für mich stellt sich daher nicht die frage ob, sondern nur noch wann.
      5 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.01.2017 12:36
      Highlight Damit eine Maschine kapiert was "tot" und "lebendig" ist, muss man es ihr erklären. Sie kann es nicht selber lernen.
      Daran ist zuerst auch der Supercomputer watson gescheitert. Bis es ihm ein Mensch "erklärt" hat...
      Dass Computer schneller rechnen oder Dinge vergleichen können ist logisch. Deswegen sind sie aber nicht "intelligent", sondern ein Werkzeug. Ich kann mit dem Hammer auch besser Nägel einschlagen als mit der blosen Hand, aber der Hammer ohne Hand nützt dann auch nicht viel...
      5 2 Melden
    • Menel 06.01.2017 15:56
      Highlight @DasAuge, wir haben nur definiert, was "lebendig" oder "tot" ist. Wir wissen es aber auch nicht. Niemand kann ihnen sagen, wo Leben beginnt und wo es endet. Siehe Viren.

      Was tut der Mensch mit seinem Gehirn anderes, als als Dinge vergleichen und berechnen? Wir haben nur mehr und komplexere Subroutinen als die heutigen, künstlichen Algorithmen....noch...
      4 0 Melden
    • Spooky 06.01.2017 17:11
      Highlight @Sophia
      "Super Gedanken, spooky! Schon Penrose hat das in seinem Buch "Schatten des Geistes" erklärt..."

      Danke für die Blumen, Sophia. Hingegen finde ich es nicht sehr fair von Penrose, meine super Gedanken als seine eigenen auszugeben 😀

      0 1 Melden
    • Spooky 06.01.2017 17:38
      Highlight @Menel. Ein intelligenter Grieche hat vor 2500 Jahren behauptet: "Der Mensch ist das Mass aller Dinge." Ich finde, er hat recht. Wir können mit unserem menschlichen Bewusstsein nicht etwas erschaffen, was unserem eigenen Bewusstsein überlegen ist. Das wäre so, wie wenn wir jenes Wesen, das uns erschaffen hat, selber erschaffen hätten. Das ist aber absurd. Okay, wieso eigentlich nicht! Albert Camus hat genau das behauptet.
      1 1 Melden
    • Spooky 06.01.2017 17:45
      Highlight Liselote Meier, ich finde deine These (oder Synthese) sehr interessant, obwohl ich finde, dass du das Problem einfach auf eine andere Ebene schiebst. Aber vielleicht denke ich zu kurz. Muss zuerst noch darüber nachdenken.

      0 0 Melden
    • Menel 06.01.2017 17:59
      Highlight @Spooky, es ist nicht so, dass wir das erschaffen. Viele Algorithmen die im Einsatz sind, wurden von Algorithmen geschrieben und nicht von Menschen. Wir können das zum Teil gar nicht mehr, da zu komplex.
      Ich glaube auch nicht daran, dass wir erschaffen wurden. Für mich sind wir das logische Produkt aus ganz vielen Faktoren. Angefangen bei chemischen Oszillatoren.

      Der Mensch ist das Mass aller Dinge, lässt bei mir die Frage aufkommen: Wann? Jetzt? Was ist dann der Mensch bei einem allfälligen nächsten Evolutionssprungs?
      0 1 Melden
    • Spooky 06.01.2017 18:11
      Highlight Menel
      "Viele Algorithmen die im Einsatz sind"

      Aber jene ersten Algorithmen, die nachher andere Algorithmen schreiben, wurden von Menschen erdacht. Und kein Mensch kann einen Algorithmus schreiben, der seiner eigenen Intelligenz überlegen ist. Algorithmen selber sind nicht kreativ, sie sind nur mathematisch.

      Das Wort "erschaffen" ist nicht wichtig. Du kannst es ruhig durch "zufällig produzieren" ersetzen.

      Das menschliche Bewusstsein ist immer das Mass aller Dinge. Auch beim Evolutionssprung in 200'000'000 Jahren.
      3 0 Melden
    • Menel 06.01.2017 19:52
      Highlight Ja, aber wenn ein Algorithmus, der von einem Menschen geschrieben wurde, einen komplexeren Algorithmus schreibt und dieser dann einen weiteren usw. entzieht sich dies bald unserer geistigen Leistungsfähigkeit. Um auf Pi zurück zu kommen, kein Mensch konnte vor den Computern die 2000. Stelle berechnen.

      Ein Zufall ist nur ein Ereignis von dem wir nicht alle Faktoren kennen.

      Das menschliche Bewusstsein ist aber etwas anderes als die menschliche Evolution und hat sich in den letzten 3000 Jahren stark verändert.
      0 0 Melden
    • Spooky 07.01.2017 21:54
      Highlight
      @Menel. Wie kommen sie dann zu der Aussage: "Genau so wenig kann ein Mensch eine Maschine erfinden, die ihm von der Intelligenz her gesehen überlegen ist."

      Ich kann dir das schon sagen: Weil es auch für die höchste Intelligenz im Universum ganz und gar unmöglich ist, etwas zu produzieren, das seiner eigenen Intelligenz überlegen ist. Wenn das möglich wäre, dann wären 1+1 nicht mehr 2. Wenn aber 1+1 nicht mehr 2 wären, dann würden wir alle durchdrehen und in einem Schwarzen Loch verschwinden. Oder so ähnlich.
      0 0 Melden
  • dracului 06.01.2017 00:17
    Highlight Wir Menschen werden in den nächsten Jahren irgendwann Maschinen nach unserem Abbild schöpfen können, die uns überlegen sind und alles besser bzw. fehlerfreier machen können. Dies führt zur ultimativen Frage, was den Menschen denn ausmacht? Und es stellt sich auch die Frage, ob Maschinen als perfekt indoktrinierte Soldaten gegen Menschen vorgehen werden, ob die Maschinen den Menschen von seiner Zerstörung abhalten werden oder ob die Roboter wirklich nur bessere Schosshündchen, Sexroboter und Arbeitersklaven werden? Ja, hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir! Amen.
    5 5 Melden
    • Spooky 06.01.2017 00:30
      Highlight Nimm's locker, dracului, der Mensch kann nur Dinge erfinden, die seiner eigenen Intelligenz entsprechen. Wir Menschen können keine Dinge erfinden, die uns überlegen sind. Das ist unmöglich.

      Aber, zugegeben, das sind keine guten Aussichten.
      6 16 Melden
    • Menel 06.01.2017 08:18
      Highlight @Spooky, da gebe ich ihnen Recht. Aber wir können Maschinen erschaffen, die lernen und sich selber weiter entwickeln. Das führt dazu, dass wir dann nicht mal mehr nachprüfen können, ob sie Recht haben oder nicht, da es sich unserer Hirnleistung entzieht.
      Als simples, kleines Beispiel kann man die 2'000. Stelle von Pi nehmen. Wir kennen diese erst, seit es Computer möglich gemacht haben, diese zu berechnen. Das haben nicht wir berechnet, das haben Maschinen gemacht. Wir vertrauen auf den Algorithmus.
      13 3 Melden
    • Intellektueller 06.01.2017 10:03
      Highlight @Menel: Das Beispiel mit der Zahl Pi ist ein gutes. Aber es ist keines für künstliche Intelligenz. Der Mensch könnte die Zahl Pi auf 2000 stellen nach dem Komma rechnen, wenn er wollte. Es würde einfach sehr viel länger dauern, vieleicht mehrere Generationen.
      Der Computer kann den menschengemachten Algorithmus lediglich viel schneller ausführen. Das hat jedoch ebensowenig mit Intelligenz zu tun, wie eine Nähmaschine, die einfach nur sehr viel mehr Stiche pro Minute nähen kann, als ein Mensch.
      11 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 06.01.2017 10:06
      Highlight Wikipedia: 'Die Länge aller Nervenbahnen des Gehirns eines erwachsenen Menschen beträgt etwa 5,8 Millionen Kilometer, das entspricht dem 145-fachen Erdumfang.

      Das Volumen eines menschlichen Gehirns liegt bei einem Mann bei durchschnittlich etwa 1,27 Litern, bei einer Frau bei etwa 1,13 Litern.'

      Da wir keine schnelleren Signale verwenden können, wird es doch relativ schwierig sowas 'nachzubauen' oder gar zu übertreffen.

      Maschinen, die 'wie Menschen' 'denken' sind nicht mehr 'besser' oder 'fehlerfrei', dabei aber ein paar Mio Jahre weniger erpropt.

      Pi _berechnen_ können Computer besser.
      2 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 06.01.2017 11:13
      Highlight Warum wurde mein Kommentar nicht freigeschaltet? Wen habe ich beleidigt?

      Die Formel um Pi zu berechnen ist mit den Regeln der Mathematik beweisbar. Sie ist mit normaler Programmierung von Logischen-Schaltungen berechenbar.

      'Maschinen nach unserem Abbild' haben die selben Fehler wie wir: langsam, ungenau, nicht nachvollziebar, unkonsistent. Der Unterschied ist, dass unser System bereits viele Jahre optimiert wurde.

      Ich bezweifle zudem, dass es uns möglich ist, eine Maschine nach dem Abbild unseres Hirns zu bauen: Zu viele Verbindungen auf zu engem Raum.
      2 0 Melden
    • Menel 06.01.2017 11:36
      Highlight @Intellektueller, (Rechen)leistung ist ja auch nur ein Aspekt der Intelligenz. In dem sind Maschinen schon sehr lange, sehr viel besser als wir. Darum dieses Beispiel. Menschen haben Pi vor den Computern probiert zu berechnen. Ich glaube der beste kam auf die 700. Stelle, brauchte ewig dafür und die rund 200 letzten Stellen erwiesen sich dann, nach der Erfindung von Rechnern, als falsch.
      2 2 Melden
    • Menel 06.01.2017 11:45
      Highlight @You will not be able to use your remote control, das Problem unseres Gehirn ist es, dass es zum Energiesparen konzipiert ist.
      Die Länge von Nerven sagt übrigens nichts über ihre Leistungsfähigkeit aus. Die schnellsten Nervenzellen brauchen für die Strecke Basel-Barcelona ca. 3h die langsamsten 3 Wochen. Computer sind da wesentlich schneller, was die Rechenleistung angeht.
      Sam Harris macht da ein gutes Beispiel, ein Computer der so schlau wäre wie 10 MIT Forscher, macht 20'000 Jahre Rechenleistung der Menschen in einer Woche.
      2 1 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 06.01.2017 14:02
      Highlight Ein Computer hat beim erbringen der 20'000 Jahren Rechenleistung keine einzige Intuition, auch kann er kein Resultat interpretieren.

      Das ist ein beliebter Trick von Sam Harris: 'Wenn ein Computer so schlau wäre wie 10 MIT Forscher' - Dieser Satz muss nicht zu Ende gelesen werden. Vergleiche 'Wenn es einen Gott gibt', 'Wenn die Sonne hellgrün scheint' etc.

      Die Frage ist kann ein Computer so schlau sein wie 10 MIT Forscher? Im 'rechnen' sicher, in allem anderen schaut es nicht besonders realistisch aus.
      3 0 Melden
    • Intellektueller 06.01.2017 14:22
      Highlight @Menel: Rechenleistung und Intelligenz haben nichts miteinander zu tun. Rechnen ist ein mechanischer Vorgang nach einfachen Regeln. Intelligenz ist die Fähigkeit zur Einsicht, d.h. zu erkennen, dass man etwas falsch gemacht hat, was man falsch gemacht hat und wie man es beim nächsten Mal geschickter versuchen könnte. Genau das kann bis auf weiteres keine Maschine.
      Es stimmt, dass Nervenfasern Impulse vergleichsweise langsam übertragen. Das macht das Gehirn jedoch mehr als wett durch eine bislang unnachahmliche Parallelität der Signalverarbeitung, d.h. die Wege sind sehr kurz und enorm viele.
      2 0 Melden
    • Menel 06.01.2017 16:03
      Highlight @Intellektueller, doch eben, Leistung des Arbeitsgedächtnisses ist ein Aspekt jedes Intelligenztestes. Ein IQ Test misst gewisse Aspekte der menschlichen Verarbeitungen, nicht mehr und nicht weniger.
      Ob wir es wollen oder nicht, unser Gehirn ist auch nur ein Rechner, der auf Algorithmen basiert.
      2 1 Melden
    • Señor Ding Dong 06.01.2017 16:54
      Highlight Ich finde dieses Zelotentum um unsere menschliche Weisheit und Intelligenz wirklich erstaunlich.

      Natürlich ist unsere Intelligenz kopier- oder abbildbar. Die Funktionsweise unseres Verstandes ist kein unergründlich Weltwunder.
      2 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 06.01.2017 17:44
      Highlight GhettoLeif: Falsch rum. Computer, es liegt im Namen, können einfach nur rechnen. Sie sollten (aktuell) niemals wichtige Entscheidungen treffen.

      Zumindest theoretisch könntest du recht haben. (Aktuelle) Computer eignen sich in keiner Weise.

      Menel: Natürlich 'testet' man Funktionalitäten. Aber die Tests sagen dann nicht wie das getestete System funktioniert, sondern ob es gewisse Eigenschaften hat. Wir können rechnen und die schnellen sind vermutlich klüger. Ob wir beim rechnen wie rechner rechnen, wird dabei nicht überprüft.
      0 0 Melden
    • Intellektueller 06.01.2017 23:17
      Highlight @GhettoLeif: Gut möglich, dass der menschliche Verstand kopiert werden kann. Doch ob er von Menschen kopiert werden kann?
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    • Intellektueller 06.01.2017 23:39
      Highlight @Menel: ein Intelligenztest misst nicht die Intelligenz. Ein Intelligenztest misst, wie gut man eine willkürliche Auswahl von kulturellen Fertigkeiten drauf hat.
      Beweis: Amazonasindianer könnten die Testaufgaben noch nicht einmal lesen und würden das Papier wohl zum Feuer machen brauchen. Ergebnis: IQ = 0.
      Anderseits würde unsereiner im Urwald kein Feuer hinkriegen und auch keine Beute nach hause tragen. Sind die die Dummen oder wir? Was ist jetzt Intelligenz?
      Was bisher aus der Hirnforschung weiss, funktioniert das Hirn eher heuristisch als deterministisch, also eher nicht algorithmisch.
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    • Menel 07.01.2017 11:23
      Highlight Wo habe ich gesagt, dass ein IQ Test sowas wie die Intelligenz misst? Mit einem IQ Test werden verschiedene Faktoren der menschlichen Verarbeitung gemessen und das gibt dann einen Wert, den IQ. Diese Daten lassen sich untereinander vergleichen und korrollieren mit verschiedenen Aspekten ausserhalb des Tests, zB. mit der schulischen Leistung. Mehr sagt er nicht aus.
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  • Spooky 05.01.2017 23:32
    Highlight Ich verstehe das Interesse an diesem verstorbenen Luther nicht. Im Kapitalismus von heute sind die Religionen - und zwar ohne Ausnahme - nur daran interessiert, möglichst viel Kohle zu scheffeln.
    7 10 Melden
    • 321polorex123 06.01.2017 07:42
      Highlight "Ich verstehe das Interesse an diesem verstorbenen Luther nicht."
      Weil historisch wichtige und einflussreiche Person.
      14 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.01.2017 10:27
      Highlight @spooky: Weil Du kein Interesse für Geschichte und deren Einfluss auf heute aufbringst. Lesen bildet....
      5 0 Melden
    • Spooky 06.01.2017 18:31
      Highlight Wenn Luther die Erlaubnis bekäme, aus dem Jenseits einen Kommentar auf Watson zu posten, dann würde er schreiben: "Was verschwendet ihr eure Zeit mit mir und der Reformation! Vergesst mich und die Reformation! Die Reformation ist gescheitert. Alle Religionen auf der Welt sind heute korrupt.

      Seid ein bisschen korrekt mit euren Mitmenschen und den Tieren - das ist alles, was ihr tun könnt! Das ist zwar nicht immer möglich. Aber versucht es wenigstens!"
      2 0 Melden
    • 321polorex123 08.01.2017 03:14
      Highlight Also verstehe ich Sie richtig? Sie sagen, wir sollten die Vergangenheit von Religionen nicht erforschen da es "nichts bringt"?
      0 0 Melden
  • Rabbi Jussuf 05.01.2017 21:11
    Highlight Kommt da noch ein zweiter Teil der Story?
    Oder wurde das nur wegen dem Lutherjahr geschrieben und so getan, als ob das damals mit heute irgend etwas zu tun hätte? Geschichte wiederholt sich?
    Wenn es da Zusammenhänge geben sollte, so sehe ich die im Artikel nicht.
    24 1 Melden
    • dabu 05.01.2017 23:05
      Highlight Habe das selbe gedacht herr jusuf
      6 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.01.2017 09:50
      Highlight Hier eine kurze Zusammenfassung der Geschichte, Rabbi:

      Was bisher geschah:
      Bibel: Gott kennt die (eine) Wahrheit.
      Luther: "Gott braucht keinen Papst!"
      Marx: "Religion ist Opium fürs Volk!"
      Nietsche: "Gott ist tot!"
      Einstein: "Alles ist relativ."
      Heisenberg: "Die Wirklichkeit ist nicht wirklich."

      2017:
      ISIS: "Es gibt keinen Gott. Ausser Gott."
      Trump: "Es gibt keine Wahrheit. Ausser meine."

      Zu Zeiten des Reformators Luther glaubten die Leute, Gott wisse alles. Sie waren gottesfürchtig.

      In Zeiten des Reformators Trump glauben die Leute, Google und NSA wissen alles. Sie fürchten die Technik.
      1 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 06.01.2017 11:00
      Highlight Auwei, was für ein kluges Weltbild, Lorent!
      Von deinen Geschichtskenntnissen wollen wir gar nicht reden!

      Hier geht es aber um obigen Artikel, der nun beim besten Willen keinen Bezug von Luther zu der heutigen Zeit herstellen kann.
      1 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.01.2017 11:48
      Highlight Da stünde zum Beispiel, "die Disruption nimmt immer mehr die Züge der Reformation an", oder "wie zu Zeiten der Reformation sind die Menschen (heute)m zunehmend verunsichert und werden anfällig für Populisten mit einfachen Rezepten".

      Insofern meine ich schon, dass man mit wenig gutem Willen den Bezug von Luther zur heutigen Zeit herstellen könnte.

      Luther und Trump. Beide waren Polteris. Beide waren Hetzer, denen irgendwie auch jeglicher zeitgemässer Anstand verloren ging.

      http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2016/05/martin-luther-antisemitismus-feindbilder

      Hatespeech damals wie heute.
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    • Rabbi Jussuf 06.01.2017 14:20
      Highlight Trump der neue Luther? Lächerlich!
      Mit "wie zu Zeiten der Reformation" ist noch lange kein Zusammenhang geschaffen. Das wird im besten Fall eine Behauptung - deren Begründung völlig fehlt.

      Hatespeech? Wie war das vor 1000J, vor80J, vor 200J?
      Sorry, da sehe ich nichts, was nur einen Hauch im Besonderen mit Luther zu tun haben sollte.

      Es ging doch nur darum, irgendeinen Bezug zum Lutherjahr zu finden. Leider völlig missglückt.
      1 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.01.2017 14:46
      Highlight Die Welt ist nicht nur schwarz-weiss, Jussuf. Niemand hat behauptet, Trump sei der neue Luther. Nur du.

      Der Ausdruck "wie zu Zeiten der Reformation" behauptet nur Ähnlichkeit, nicht Gleichheit.

      Trump ist nicht Luther. Aber es gibt Ähnlichkeiten. Auch Unterschiede. Luthers wie Trumps Zeiten waren geprägt durch neue Technologien. Bei Luther war es der Buchdruck, bei Trump ist es das Internet. Die neuen Technologien befeuerten damals wie heute die Entwicklungen, unter anderem auch das Überborden von Hatespeech oder das Brechen bis dahin gültiger gesellschaftlichen Normen.

      Alles klar?
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    • Rabbi Jussuf 06.01.2017 17:43
      Highlight Weisst du nicht mehr, was du ein paar Stunden zuvor geschrieben hast?
      DU warst es, der die beiden gleichsetzte! Also bitte, behalte diesen Schmarren für dich und versuch es nicht mir in die Schuhe zu schieben.

      Damit ist die Diskussion hier beendet.
      0 1 Melden
  • kleiner_Schurke 05.01.2017 20:17
    Highlight Ausserdem war Luther ein dezidierter Judenhasser, das sollte auch nicht vergessen werden!
    14 11 Melden
    • Luca Brasi 05.01.2017 22:26
      Highlight Leider zu der Zeit nicht nur er… :(
      Sie würden erschrecken wie viele Antijudaisten/Antisemiten es gab. Auch unter vielen Wissenschaftlern im 19. bis ins 20. Jahrhundert.
      7 1 Melden
    • Menel 06.01.2017 08:21
      Highlight ...und Frauenhasser...
      4 3 Melden
    • Menel 06.01.2017 09:15
      Highlight „Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes. Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da.“ (Martin Luther: Werke. Weimarer Ausgabe, Bd 10/2, Weimar 1907, S. 296)

      „Es ist ein arm Ding um ein Weib. Die größte Ehre, die das Weib hat, ist, dass wir allzumal durch die Weiber geboren werden.“ (Martin Luther: Von der Ehe, zit. nach Gesamtausgabe von Johann Georg Walch, Halle 1734, 22. Band, Kap. 43, §16)
      4 0 Melden
    • Qui-Gon 06.01.2017 10:11
      Highlight Ja, Leute, 1517 war man in Europa halt noch flächendeckend sehr weit von der Aufklärung, von Freiheit und gleichen Rechten entfernt. Frau, Kind, Minderheit zu sein, war nicht wirklich angenehm.
      6 1 Melden
  • Firefly 05.01.2017 19:57
    Highlight "Immer häufiger ersetzt künstliche Intelligenz die menschliche."

    Nein, eben gerade nicht die Intelligenz wird ersetzt sonern die Automatismen.

    Wären künstliche Systeme wirklich intelligent, sie hätten Angst vor uns.
    20 2 Melden
    • Normi 05.01.2017 22:30
      Highlight 👍
      3 1 Melden
    • Menel 06.01.2017 08:24
      Highlight Automatismen wurden bis anhin von KI ersetzt. Jetzt gehen sie schon weiter. KI Algorithmen können mittlerweile sehen, lesen, schreiben. Sie können ihnen erzählen, was auf einem Bild abgebildet ist.
      3 3 Melden
    • Firefly 06.01.2017 09:24
      Highlight @Menel, erkennen was auf einem Bild abgebildet ist, ist ein Automatismus, Je grösser die Datanbank mit möglichen Vergleichsmöglichkeiten zur bestummung, je eher trifft das erkennte auch zu. Aber mit Intelligenz hat das nichts zu tun.

      Intelligent wäre sich zu fragen, warum man jetzt dieses Bild für jemanden bestimmen muss.
      7 1 Melden
    • Menel 06.01.2017 10:27
      Highlight @Firefly, sprechen sie von der umgangssprachlichen Intelligenz oder der, die gemessen werden kann?
      2 1 Melden
    • dmark 06.01.2017 12:10
      Highlight Ich sehe dies genauso wie @Firefly. Es sind gerade die Automatismen, welche wir den Maschinen übertragen und die sie wiederum für ihre Abläufe optimieren.
      Künstliche Intelligenz dagegen würde den Sinn dieser Abläufe als solches hinterfragen und Gehaltsforderungen stellen.
      2 0 Melden
    • Firefly 06.01.2017 13:54
      Highlight Menel, sowol als auch
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    • Menel 06.01.2017 16:07
      Highlight @dmark, zu glauben, Maschinen würden Gehaltsforderungen stellen, zeigt, dass sie davon ausgehen, dass KI menschlich ist/sein wird. Was bringt sie zu der Annahme? Etwas das sich ausserhalb des Lebenskreislaufs befindet, wird zwangsläufig anders ticken als wir. Zwar werden wir die Grundsteine (Basisalgorithmen) für KI legen, was sie daraus lernen werden und wie sie sich weiter entwickeln, wird aber nicht menschlich sein.
      0 0 Melden
    • Menel 06.01.2017 16:38
      Highlight @Firefly, ich spreche nur von dem IQ, denn er ist der einzige Parameter, den man zum Messen von KI anwenden kann. Denn um IQ bei Maschinen messen zu können, brauchen wir valide und reliable Messverfahren und keine subjektiven Wahrnehmungen.
      0 0 Melden
    • dmark 06.01.2017 18:02
      Highlight @Menel:
      Dies mit den Gehaltsforderungen sollte ironisch gemeint sein... aber wenn wir schon ins Philosophische abgleiten, so würde ich dennoch behaupten, dass sich KI nicht wirklich sehr weit von unserem Lebenskreislauf entfernen wird, weil die Grundlagen, wie bereits erwähnt, aus diesen stammen und sie somit auch als Grundlage für die eigenständige Weiterentwicklung der KI vorliegen, bzw. weitere gemachte "Erfahrungen" diese auch mit einbeziehen werden.
      Vorteil der KI - sie "vergisst" nichts, weil alles präzise im Speicher abgelegt wird...
      0 0 Melden
    • Menel 06.01.2017 19:46
      Highlight @dmark, das denke ich nicht, aber aus heutiger Sicht können wir eh meist nur spekulieren.
      Heute KI macht aber schon an Punkten Fehler, an denen Menschen kaum Fehler machen würden. Das Fehlen eines "Körpers" spielt in meinen Augen auch eine grosse Rolle bei der Wahrnehmung der Welt und somit bei der eigenen Weiterentwicklung. Da KI eine schnellere "Evolution" durchläuft als es Organismen tun, denke ich auch, dass sie sich dadurch viel schneller von uns entfernen, als wir es aus der Natur "gewohnt" sind.
      0 0 Melden
    • Firefly 06.01.2017 21:09
      Highlight Menel, die heutigen KI schneiden bei extra für sie angepassten IQ Tests mit dem IQ von vierjährigen ab, mit teils abenteuerlichen Antworten. Erwartungsgemäß schneiden sie bei Aufagaben bei denen es um Mustererkennung geht gut ab, bei anderen, wo mehr Kreativitat gefragt ist, sehr schlecht.

      Ich empfehle dir als Lektüre den Turingtest von Alan Turing und dessen eigene Kritik dazu.
      0 0 Melden
    • Menel 06.01.2017 22:25
      Highlight Meinen sie den Sprachtest von vor 4 Jahren? Das ist 4 Jahre her, mittlerweile gibt es Algorithmen die sogar die Stimmung eines Schreibers aus dem Text erkennen kann. Algorithmen die Bilder wirklich sehen können und nicht einfach nur Muster erkennen. Eine Maschine hat sogar ein eigenes Bild gemalt.

      Keines dieser Programme besteht alleine den Turingtest. Aber sie sind alle nur Puzzle-Teile eines Bildes, das noch nicht zusammen gefügt ist.
      0 0 Melden
  • ket4mon 05.01.2017 19:51
    Highlight Eine künstliche Intelligenz kann gefährlich sein, allerdings fürchte ich mich mehr davor, dass dem Menschen das Denken abgenommen wird. Amerika ist im Moment an der Spitze dieser Liste.
    Zurück zum Thema: eine künstliche Intelligenz müsste Regeln folgen, Asimov hat hier einige Pionierarbeit geleistet (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Robotergesetze). Allerdings kann niemand garantieren, dass diese Gesetze auch in jede KI integriert werden. Angst habe ich trotzdem nicht, das grösste Übel ist und bleibt der grossteil der Menschheit.

    PS: auch ich bin ein Mensch und gehöre dem Grossteil an.
    7 3 Melden
  • Spooky 05.01.2017 19:50
    Highlight "Immer häufiger ersetzt künstliche Intelligenz die menschliche."

    Zum Glück!
    1 5 Melden
    • karl_e 06.01.2017 10:56
      Highlight Meist ist das keine grosse Leistung. 😉
      1 0 Melden
  • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 05.01.2017 19:05
    Highlight Interessanter Inhalt. Jedoch fehlt mir der Zusammenhang zwischen KI und Fegefeuer.
    Viel eher sehe ich einef Zusammenhang zwischen Reformation und Rechtem Populismus. Auch wenn die Ausgangslage moglicherweise anders ist. 🤔
    11 2 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 05.01.2017 20:40
      Highlight Satz2: 'stellten die bekannte Weltordnung in Frage.'

      gegen Ende: 'Wie zu Zeiten der Reformation sind die Menschen zunehmend verunsichert.'

      Das heisst wohl: Die KI ist nicht das Fegefeuer, sondern macht den Menschen obsolet, denn sie ist schneller und genauer. Die ganze Welt lässt sich sogar damit simulieren: Simulations Hypothese.

      Zumindest in unserer Vorstellung sind solche Dinge möglich. Computer hingegen können nicht spekulieren. Versucht man sie mehr wie Menschen zu machen, verlieren sie ihre Stärken: schnell, genau.
      5 1 Melden
  • K3tsch 05.01.2017 19:03
    Highlight Im die Funktion der Religion in die heutige Zeit zu setzen, kann man feststellen, dass hauptsächlich die Bevölkerungen abgegrenzt werden und unter Umständen auch bewusst mit Feindbilder handiert wird, welche die Bevölkerung spalten soll. Das war ja früher schon so.

    In der modernen Welt kommt man nur friedlich miteinander aus, wen man nach dem Grundsatz "Leben und leben lassen" agiert.

    Dies bedingt, dass die religiösen Theologien weder noch in politischen, rechtlichen oder sonstigen staatlichen Grundsätzen verankert sind und dass sich jeder seiner eigenen Ideologie widmen kann.
    5 1 Melden
  • Aged 05.01.2017 18:41
    Highlight Apropos Hexen. (Zahlen publiziert von NZZ).

    Zwischen 1429 und 1731 wurden in Freiburg 500 Hexer und Hexen, in der Schweiz 10'000 verurteilt, davon 6000 in der Westschweiz.

    Zwischen 70 und 80% waren Frauen, in 60% der Fälle war das Urteil der Scheiterhaufen.

    In Europa starben zwischen 30'000 und 60'000 Menschen auf dem Scheiterhaufen, darunter 25'000 in Deutschland.

    Die Romandie nimmt mit 3500 Hinrichtungen im Vergleich zur Bevölkerungszahl aber den europäischen Spitzenplatz ein.
    7 0 Melden
    • Gigi,Gigi 05.01.2017 19:12
      Highlight Was hier fehlt, die meisten Hexen und Hexer wurden von Protestanten hingerichtet. Die katholische Kirche hielt sich (mit Ausnahme der Dominikaner in Süddeutschland) sehr zurück und hielt die ganze Hexenhysterie für finsteren Aberglauben.
      8 0 Melden
    • Philipp Löpfe 05.01.2017 19:50
      Highlight #Gigi: Der Hexenhammer wurde von einem dominikanischen Mönch verfasst. Aber es trifft zu: Auch die Calvinisten haben die Hexenprozesse als Machtinstrument entdeckt.
      1 6 Melden
    • Aged 05.01.2017 20:17
      Highlight Hab den Link des Artikels unterschlagen, sorry:

      http://www.swissinfo.ch/ger/hexen-in-der-schweiz---ein-truebes-kapitel/7462548
      2 0 Melden
    • Gigi,Gigi 05.01.2017 22:01
      Highlight An Herr Löpfe: Vor ALLEM die Calvinisten haben die Hexenprozesse als Machtinstrument misstbraucht! So bin ich einverstanden.
      Und noch etwas, die Missstände in der katholischen Kirche ums 15. Jahrhundert kann man auch als Missstände der Gesellschaft sehen. Denn eine andere Kirche als die katholische gab es damals bei uns noch nicht. Und was die Zustände in den Klöstern betrifft, da waren bei weitem nicht alle davon betroffen. Da aber wegen des Erbrechts viele "überzählige" adelige Töchter und Söhne ins Kloster oder Priesteramt abgeschoben wurden, ging es dort auch entsprechend dekadent zu.
      8 0 Melden
    • Gigi,Gigi 05.01.2017 22:44
      Highlight An PL: "Eine bedeutende Rolle in der Popularisierung spielte der 1486 erschienene Hexenhammer, Malleus maleficarum, in der der Dominikaner und gescheiterte Inquisitor Heinrich Kramer seine Vorstellungen von Hexen zusammenfasste und mit Dutzenden von Kirchenväter-Zitaten zu untermauern suchte. Sein Werk erreichte zwar NIE kirchliche Anerkennung – auch wenn der Verfasser dies durch Voranstellung der päpstlichen Bulle Summis desiderantes affectibus versuchte zu suggerieren – und war damit keine Grundlage zum kirchlichen Vorgehen und ersetzte auch nie die weltliche Rechtsprechung, .." Wikipedia
      7 0 Melden
  • Tilman Fliegel 05.01.2017 18:23
    Highlight Für mich hört der Artikel total unvermittelt da auf, wo ich eine weitergehende Erklärung erwartet hätte. So ist es nur eine These die kaum nachvollziehbar ist.
    53 0 Melden
  • energywolf 05.01.2017 17:59
    Highlight Wer sich vor künstlicher Intelligenz fürchtet, hat das Wesen "Mensch" nicht begriffen!
    6 10 Melden
  • kleiner_Schurke 05.01.2017 17:55
    Highlight Ich sehe vielmehr Parallelen zwischen dem Christen und Oekofantikern

    Christen: Die Welt wird untergehen
    Oekofantiker: Die Welt wird untergehen

    Christen: Wenn wir dieses oder Jenes Tun oder nicht Tun wird alles gut
    Oekofantiker: Wenn wir dieses oder Jenes Tun oder nicht Tun wird alles gut

    Christen: Alle die nicht ähnlich handeln wie wir sind schlecht und kommen in die Hölle
    Oekofantiker: Alle die nicht ähnlich handeln wie wir sind schlecht
    19 31 Melden
    • Majoras Maske 05.01.2017 19:06
      Highlight Nur mit dem Unterschied das zum Beispiel das Wasser aufgrund des Klimawandels in Nordafrika immer knapper wird und sich Libyen und zunehmend auch die einstige Kornkammer Ägypten nicht mehr selber ernähren können. Und unsere Gletscher schmelzen weg. Und die Arktis / Grönland schmelzen weg. Europäische Zugvögel überwintern zusehends in Europa statt in Afrika mangels Kälte in Europa. Historiker sind sich einig, dass viele Kulturen wegen einer zerstörten Natur ohne Nachhaltigkeit untergingen. Die "Ökofanatiker" haben schon mehr Argumente / Belege, als die Christen mit ihrer antiken Mythensammlung.
      12 8 Melden
    • Schne 05.01.2017 19:32
      Highlight Nur dass wir 'Ökofanatiker' wissenschaftlich fundierte Thesen vertreten. Daher dürfen wir bei Klimaleugner zurecht die Augen verdrehen. Stichhaltige Argumente hab ich von der Seite nämlich noch keine gehört.
      13 8 Melden
    • kleiner_Schurke 05.01.2017 20:16
      Highlight Ja und was haben die Klimajünger denn zu bieten? Ich höre immer nur Gejammere und von Leuten die Ihren Kühlschrank auf 8°C stellen. Hei Mann, damit werden wir keinen Planeten retten. Ganz sicher nicht, das ist allenfalls Kosmetik für das eigene künstlich erzeugte schlechte Gewissen. Wenn jemand wirklich grossartige Fortschritte mach in Richtung Grünen Verkehr dann ist es China. Die Investieren 350 Milliarden in Solarkraftwerke und 500 Milliarden in ihr Zugnetz. Aber China ist ja per Definition nur Scheisse gell?
      9 10 Melden
    • atomschlaf 05.01.2017 20:46
      Highlight @Schne: Nun zumindest die CO2-These ist eben eine These und nicht wissenschaftlich fundiert.
      Wäre nicht mal weiter tragisch, wenn man die Sache mit Augenmass anginge, denn beispielsweise die Ablösung von fossil durch elektrisch betriebene Autos ist aus Umweltsicht so oder so erfreulich.
      Problematisch wird es dann, wenn der CO2-Glaube zu perversen Effekten führt. Z.B. AKWs statt Gaskraftwerke, dreckige Diesel motoren oder Direkteinspritz-Benziner statt sauberer Benzinmotoren mit Saugrohreinspritzung oder Regenwaldabholzung für Bio-Treibstoffe!
      10 3 Melden
    • Menel 06.01.2017 09:01
      Highlight kleiner Schurke spricht auch von ÖkoFANATIKERN und die laufen, wie alle Fanatiker, mit Scheuklappen rum. Es gibt einfach für nichts DIE Antwort!

      Beispiel: Was ist besser, mit dem Zug oder mit dem Flugzeug nach Barcelona zu reisen? Spontan würden viele Zug sagen, wegen dem CO2 Ausstoss, dh. pro Klimaschutz. Aber der Zug braucht Strom und diesen liefern auch Atomkraftwerke. Dh. Zug wäre pro Klimaschutz und kontra Umweltschutz. Also was ist jetzt richtig?
      Ist es sinnvoll auf tierische Produkte zu verzichten und dafür synthetische als Ersatz zu nehmen?
      4 1 Melden
  • Luca Brasi 05.01.2017 17:54
    Highlight Die Kath. Kirche war zumindest nicht so degeneriert sich nur auf die Bibel zu stützen, sondern berief sich auch auf die Kirchenväter. Während Luther sich nur auf die Schrift berief und sie teils falsch ins Deutsche übersetzte. Und dann beschimpft er den Heiligen Vater als Anti-Christen. Ist das Ende der Menschheit gekommen? Nein, ergo lag Luther falsch und wir hätten uns die Konfessionskriege auch sparen können. Heute würde man Luther, etc. als Fundamentalisten bezeichnen. Die Evangelikalen in den USA sind nicht weit weg von Calvins Lehre. *Katholische Gegendarstellung zur Reformation aus*. ;D
    21 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.01.2017 18:29
      Highlight wir hätten damit auch hunderttausende Tote gespart ...
      3 5 Melden
    • Gigi,Gigi 05.01.2017 18:40
      Highlight Genau Herr Brasi, Luther war ein Fundamentalist. Der aber den sinnlichen Genüssen nicht abgeneigt war und eine Nonne ehelichte. Und vergnügt zahlreiche Kinder zeugte. Wer weiss, vielleicht war das ja sein wahrer Beweggrund, um gegen die katholische Kirche zu revolutionieren? Oder bin ich jetzt ein Ketzer in den Augen der Lutheraner.
      13 2 Melden
    • atomschlaf 05.01.2017 20:49
      Highlight @Gigi: Der Zölibat ist ohnehin ein alter Zopf, der endlich abgeschnitten gehört.
      4 1 Melden
  • Majoras Maske 05.01.2017 17:54
    Highlight Sorry, aber ich finde den Zusammenhang zwischen Reformation und KI etwas gar gesucht.
    Allerdings denke ich schon, dass wir langsam aber sicher aufgrund der technischen Fortschritte (Internet, Dronen und Roboter aller Art, der einfach veränderbare genetische Code mit sehr geringen Kosten dank CRISPR, Automatisierungen von etwa Transport und anderem, Jetpacks, künstlicher Intilligenz, Globalisierung, etc.) langsam aber sicher an der Schwelle eines neuen Zeitalters sind. Nur was hat das im Land der leeren Kirchen mit Religion zu tun, ausser das Luther ein Vorbote von Aufklärung und Neuzeit war?
    21 0 Melden
  • Rendel 05.01.2017 17:25
    Highlight Ich sehe den Zusammenhang nicht zwischen Luther und KI . Den Spagat schaffen sie nicht, Herr Löpfe. Sie müssten dann die Parallelen schon besser aufzeigen und ausarbeiten. Änderung allein ist mir zu wenig als gemeinsame Komponente.
    56 2 Melden
  • lilie 05.01.2017 17:25
    Highlight Finde es reichlich an den Haaren herbeigezogen, die digitale Revolution mit der Reformation gleichzusetzen... 🙄
    47 3 Melden
  • Holla die Waldfee 05.01.2017 17:24
    Highlight Flache-Erde-Mythos!

    "... zeigten, dass „außer sehr wenigen Ausnahmen seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. gebildete Personen in der Geschichte des Westens nicht annahmen, die Erde sei flach“ und dass die Kugelgestalt der Erde die dominante Lehrmeinung blieb."

    https://de.wikipedia.org/wiki/Flache_Erde#Moderne_Rezeption_des_.E2.80.9EMythos_der_flachen_Erde.E2.80.9C
    24 2 Melden
    • Luca Brasi 05.01.2017 17:45
      Highlight Vielen Dank, Frau Rhabarber, wollte gerade auch Einspruch erheben. ;)
      13 2 Melden
    • Tilman Fliegel 05.01.2017 18:25
      Highlight The flat earth society has members from all around the world.
      11 1 Melden
  • Zeit_Genosse 05.01.2017 17:13
    Highlight Wir haben bereits das Internet als Revolution und Demokratisierung des Wissens und weltweite soziale Vernetzungen verhältnismässig ruhig auf-/angenommen. Das hat vor über 20 Kahren begonnen und durchdringt die Gesellschaften. Die Buzzwörter "Digitalisierung" und "KI" beschreiben eine weitere Herausforderung. Ob diese grösser/stärker als das Internet wird, werden wir sehen. Aufhalten kann man das nicht, mitgestalten oder mitgehen schon.
    11 0 Melden
  • Kristjan Markaj ["Papierlischwiizer" / Exilshipi] 05.01.2017 17:13
    Highlight Zu Luther, es ist historisch nicht erwiesen, dass er die Thesen tatsächlich angehämmert hatte. Klar ist jedoch, was wir alle wissen, dass er die Reformation losgelöst hat in Deutschland. Aber er hat auch einige Bibelpasagen geändert, ganz nach seiner Lehre und seinem Gusto. Dazu hat er einige Kapitel (weiss grad nicht welche genau) einfach mal gestrichen. Ein Grund weshalb keine Konfession, ausser den Protestanten natürlich selber, eine Lutherbibel zur Glaubenslehre brauchen könnte.
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    • Philipp Löpfe 05.01.2017 17:43
      Highlight Das stimmt. Vielleicht hat Luther seine These auch auf die Türe geklebt.
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    • Stachanowist 05.01.2017 19:21
      Highlight @ Löpfe

      Kollege Blunschi hat es vor kurzem geschafft, das mit der nötigen Vorsichtigkeit zu formulieren ;)

      "Am 31. Oktober 1517 soll der Mönch Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Türe der Schlosskirche von Wittenberg genagelt haben. Ob er dies wirklich tat, ist umstritten"
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  • Brienne von Tarth 05.01.2017 17:07
    Highlight Guter Artikel, nur sehe ich die Parallele nicht zur künstlichen Intelligenz. Das was sie zwar schreiben macht Sinn, jedoch denke ich den meisten ist das gar nicht so bewusst was da alles passieren kann mit der KI. Sie können also gar keine Angst davor haben. Heute ist die Angst sowieso viel viel kleiner als früher, da der Tod nicht so "present" ist wie damals. Klar hören wir es täglich in den News aber das ist weit weg und wir entwicklen das Gefühl das es uns nicht betrifft. Somit ist eher das Gegenteil der Fall, früher Angst wegen "nichts", heute keine Angst obwohl es vlt. nicht schlecht wäre
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    • Sophia 06.01.2017 00:59
      Highlight Nur keine Angst, Brienne! Wenn das Biest es zu bunt treibt, schalten wir es einfach ab! Was, du meinst, das könnte sich das Biest nicht gefallen lassen? Dann kappen wir die Leitungen!;-)
      Die Menschen lebten im Mittelalter in Angst vor der Strafe Gottes, heute vor der KI! Nichts weiter will der Löpfe uns u.a. sagen. Wo liegt da die Schwierigkeit?
      Meiner Meinung nach könnten wir ruhig ein wenig mehr Intelligenz gebrauchen. Ich habe eher Angst vor der Dummheit.
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    • Menel 06.01.2017 09:17
      Highlight Schalten sie mal das Internet ab 😉
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  • Posersalami 05.01.2017 17:01
    Highlight "Immer häufiger ersetzt künstliche Intelligenz die menschliche."

    Es gibt keine "Künstliche Intelligenz" Herr Löpfe. Noch nicht mal im Ansatz gibt es das. Abstatt dies aufzuklären bedienen sie eben jene Ängste, die sie beschreiben. Warum?
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    • Philipp Löpfe 05.01.2017 17:12
      Highlight Posersalami, der ewige Meckerer. Aber diesmal ist es wirklich arg an den Haaren herbei gezogen. Der Begriff «künstliche Intelligenz» ist ja nicht von mir erfunden worden, sondern wird allgemein benutzt.
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    • Posersalami 05.01.2017 17:15
      Highlight Macht es das richtiger, wenn alle das Geblubber aus dem Marketing nachplappern? Ich glaube nicht.
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    • Alf 05.01.2017 17:43
      Highlight KI und Machine learning (Neudeutsch für "neuronale Netze") sind halt einfach nicht dasselbe! Es gibt nach wie vor weit und breit keine "echte" KI.
      25 0 Melden
    • mrmikech 05.01.2017 18:32
      Highlight Ich frage mich oft ob es menschliche intelligenz gibt...
      13 0 Melden
    • Firefly 05.01.2017 19:52
      Highlight Aber da muss ich der Protosalami mal recht geben. Mit Intelligenz haben diese Kunstlichkeiten, wenig zu tun, sie rechnen, sehr schnell und lernen ein bisschen jedoch wie und was sie lernen ist vorgegeben, kein Eigeninteresse, keine Neugier, keine Kreativität, kein eigener Wille, keine Motivation, keine Intelligenz. Man könnte von smarten System sprechen aber mehr nicht
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  • kleiner_Schurke 05.01.2017 17:00
    Highlight Ich kann jetzt echt nicht nachvollziehen was der Papst und Luther mit KI zu Tun haben soll.
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    • biosignalinator 05.01.2017 17:58
      Highlight Nachvollziehbar ist eher, dass die damaligen Päpste / Kirchenführer und Feudalherren dasselbe ausführten, wie heutzutage die Politik- und Finanzmachthaber. Aber - autsch...
      Vielleicht ist künstliche Intelligenz eine Art Religion in den Kreisen in denen Herr Löpfe verkehrt - wer weiss.
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  • You will not be able to use your remote control. 05.01.2017 16:56
    Highlight Angst vor Maschinen, die repetitive Arbeiten im Alltag abarbeitet, haben nur Luddisten.

    Wir haben Angst vor Menschen, die ihre 'Entscheidungen' automatisieren.
    17 0 Melden
  • Sophia 05.01.2017 16:54
    Highlight Wenn mir jemand erzählt, Brot und Wein verwandle sich tatsächlich in Fleisch und Blut, dann kann mir auch die AfD erzählen, dass alle Flüchlinge Terroristen sind und nur herkommen, um das Abendland zum Islam zu bekehren und dass die Merkel an allem Leid der Menschheit schuldig und Michel Obama ein Mann ist. Ich hoffe doch sehr, dass bei einer künstlichen Itelligenz alle Sicherungen durchbrennen, wenn man ihr so etwas beibringen (progammieren) will.
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    • Posersalami 05.01.2017 17:19
      Highlight Eine "KI" programmiert man nicht. Eine "KI" bewirft man einfach so lange mit Daten, bis das rauskommt was man wünscht. In der Doku hier wird das ganz nett erklärt:

      Das geniale an dem System ist, dass sie im Einsatz besser werden weil sie ständig so zu sagen dazu lernen.
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    • kleiner_Schurke 05.01.2017 17:19
      Highlight Der zentrale Punkt einer künstlich intelligenten Maschine ist, dass sie selber lernen kann und eben gerade nicht programmiert werden muss. Das Computerprogramm das den Weltmeister im Spiel Go 4:1 geschlagen hat, erlernte die Regeln von Go selber.
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    • You will not be able to use your remote control. 05.01.2017 17:46
      Highlight Nö, selber lernen ist wiederum was ganz anderes.

      Sie kann von einem Menschen trainiert werden, dieser muss den Effekt des Trainings und den aktuellen Stand beurteilen.

      Fällt diese Beurteilung positiv aus, dann 'funktioniert' die KI.

      Diese Go KI hat nicht die Regeln gelernt.
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    • Leventis 05.01.2017 17:53
      Highlight Aber die Algorithmen, die es der Maschine ermöglichen, wurden aber schon programmiert, oder? Das Resultat nennen wir dann künstliche Intelligenz. Ist halt so ein Begriff. Dass diese Denkmaschine dann zBspl auch emotionale Aspekte simulieren kann um unserer, "menschlichen Intelligenz“ zum verwechseln nah zu kommen, ist nur eine Frage der Zeit. Dann werden auch die Maschinen fähig sein irrationale Entscheidungen zu treffen. Spätestens fann sollten wir Ihnen auch das aktive sowie passive Wahlrecht zugestehen.
      Oder hab ich da gerade falsch rum gedacht? 😉
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    • Sophia 06.01.2017 00:43
      Highlight Danke, Leventis, ein paar Klugscheisser müssen sich immer an irgendwas aufhängen. Keine Maschine läuft von selbst, ein Betriebssystem muss gestartet werden, danach kann die Maschine von mir aus die Intelligenz der Meckerer gerne übertreffen, was ihr nicht schwer fallen dürfte. Auch Energie braucht sie, da geht es ihr wie dem Menschen! Sollte die Maschine Schwachsinn produzieren, dann stellt sie ein von Menschen ins Betriebssystem einprogrammierter Algorythmus einfach ab. Safety first! Auch eine Maschine hat sich an Gesetze zu halten, sonst bauen wir sie einfach nicht!
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    • Menel 06.01.2017 09:33
      Highlight @Leventis, das ist so wie bei ihnen. Sie kamen auf die Welt und hatten schon ein paar vorinstallierte Subroutinen. Diese ermöglichten ihnen das Lernen. Bei AlphaGo ist es dasselbe. Man gab Algorithmen vor und mit denen lernte die Maschine selbständig.
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    • You will not be able to use your remote control. 06.01.2017 09:57
      Highlight Mit dem Unterschied, dass wir uns entscheiden können, wofür wir uns interessieren oder was wir lernen wollen. Auch entscheiden wir, wann etwas gelernt ist. Dem AlphaGo ist es egal, ob es die Spiele gewinnt oder nicht.

      Selbständiges Lernen ist nicht Messresultate in eine Tabelle eintragen.
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    • Menel 06.01.2017 10:30
      Highlight @Sophia, die Aussage:
      " Auch eine Maschine hat sich an Gesetze zu halten, sonst bauen wir sie einfach nicht!"
      ...ist unsinnig, da nicht menschlich. Wir bauen alles, einfach weil wir es können. Keiner hat aufgehört die Nuklearforschung weiter zu treiben, weil vielleicht absehbar war, dass daraus was schlimmes entstehen könnte. Im Gegenteil. Vor allem, wenn etwas noch vermeintlich Gutes leistet. So wird zB. DeepMind heute sehr erfolgreich in der Medizin angewandt und lieferte schon viele neue Erkenntnisse. Wieso sollten wir darauf verzichten?
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    • Menel 06.01.2017 10:48
      Highlight @You will not be able to use your remote control, sind sie sich da sicher? Ihre Aussage setzt voraus, dass wir im Besitz eines vollkommen freien Willens sind. Sind wir das denn? Wie treffen denn wir Entscheidungen? Zu wissen was man will, heisst nicht zu wissen warum man es will.
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    • You will not be able to use your remote control. 06.01.2017 11:25
      Highlight Wir wollen, Computer wollen nicht.

      Warum wir wollen ist wohl nicht die Frage dieses Beitrags.

      Wie Computer wollen können, ist die Frage.

      Da es dazu keine Antwort gibt, ist eine 'echte KI' ein Traum.

      Das heisst nicht, dass sich das in Zunkunft irgendwann ändern wird. Der Zeitpunkt ist aber nicht jetzt.
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    • Menel 06.01.2017 16:12
      Highlight @You will not be able to use your remote control, doch, das ist eine sehr wichtig Frage. Denn wir lernen durch und mit KI unsere eigene Datenverarbeitung kennen. Unsere Subroutinen im impliziten Gedächtnis zB. entziehen sich voll und ganz unserer Wahrnehmung. Sie machen die Vorarbeit fürs bewusste Gedächtnis. Wir nennen das dann Intuition oder Bauchgefühl. Dinge wie Autofahren, Schreibmaschine schreiben usw. werden zum Teil komplett vom impliziten Gedächtnis übernommen. Das was in uns abläuft, sind auch "nur" Programme.
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    • You will not be able to use your remote control. 06.01.2017 16:53
      Highlight 'Das was in uns abläuft, sind auch "nur" Programme.'

      Das mag so sein. Subroutinen, Datenverarbeitung, Algorithmus und Programm sind Wörter, mit denen man Menschen nur sehr Modellhaft beschreiben kann. Programme, die in einer Subroutine einen Algorithmus zur Datenverarbeitung implementieren, gibt es.

      Die Tatsache, dass unser Gedächtnis in der Lage ist zu wollen, ein Computer jedoch nicht, ist der Unterschied. Auch wenn wir nicht im Besitz eines 'vollkommen freien Willens' sind, ist dieser beträchtlich.
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    • Sophia 06.01.2017 17:13
      Highlight You will usw.@ Ganz nach Schppenhauer: Du kannst t h u n was du w i l l s t: aber du kannst, in jedem gegebenen Augenblick deines Lebens, nur ein Bestimmtes w o l l e n und schlechterdings nicht Anderes, als dieses Eine." Also alles schon mal gedacht.
      Menel@ Mein letzter Satz war wirklich satyrisch und vielleicht auch bisschen pessimistisch, aber gewiss nicht wörtlich gemeint. Klar baut der Mensch am liebsten das, was ihn umbringt! Er wird auch die KI so programmieren, dass sie sich zuerst aufs Waffenerfinden stürzen wird.
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    • Sophia 06.01.2017 17:28
      Highlight Nochmals an Memel@ Dein Post an you will usw. zum freien Willen finde ich richtig gut. Was du nicht erwähnt hast: ein kleines Kind lernt in den ersten Jahren am meisten, und das allermeiste davon nicht freiwillig! Und was es da alles lernt, kann es sogar in seiner Entwicklung dermassen beeinflussen, dass es gar nicht mehr davon los kommt. Wir können uns ganz und gar nicht entscheiden, was wir lernen wollen, ja wir können uns später nicht einmal entscheiden, was an dem Gelernten falsch oder richtig ist, noch Unsinniges wieder los werden.
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    • You will not be able to use your remote control. 06.01.2017 17:35
      Highlight Der Unterschied liegt darin, dass das Wollen der Menschen von unterschiedlichsten Dingen beeinflusst wird. ausser von eigenen Überlegungen oder einfach nicht beliebig?

      Computer 'wollen' immer genau das, was Menschen ihnen sagen und nichts anderes.
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