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Digitalisierung der Arbeit belastet die Familie und schlägt auf die Gesundheit

Publiziert: 06.10.16, 13:29 Aktualisiert: 06.10.16, 13:51

Unerwünschte Nebenwirkung der Digitalisierung: Schmerzen und gesundheitliche Probleme.  Bild: Shutterstock

Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Konflikte mit der Familie: Die Digitalisierung der Arbeitswelt hat viele unerwünschte Nebenwirkungen, wie eine Untersuchung der Universität St.Gallen kürzlich zeigte. Die Forscher zeigen ausserdem, wie man dem entgegenwirken kann.

«Die Digitalisierung ist voll in der Erwerbsbevölkerung angekommen», sagte Studienleiter Stephan Böhm von der Universität St.Gallen gemäss einer Mitteilung der Hochschule. Der Grad der Digitalisierung unterscheide sich zwar zwischen Berufen und Branchen, aber frei davon ist kein Bereich der Arbeitswelt mehr.

Das schlägt mitunter auf die Gesundheit: Einschlafschwierigkeiten, Kopf- und Rückenschmerzen sowie emotionale Erschöpfung nennt der Forscher. «Ausserdem hängen 18 Prozent aller Konflikte zwischen Arbeit und Familie mit der Digitalisierung zusammen.»

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Fast jeder Vierte der über 8000 befragten Arbeitnehmenden aus Deutschland gab an, sich durch die Arbeit ausgebrannt zu fühlen. Besonders Führungskräfte und jüngere Berufstätige verspüren gemäss der Studie einen überdurchschnittlichen Digitalisierungsdruck. Sorgen, wegen der Digitalisierung den Job zu verlieren, hatten die 18- bis 29-Jährigen dabei deutlich öfter (27 Prozent) als die über 60-Jährigen (zwölf Prozent).

Dem Druck entgegenwirken

Anhand der Daten erkannten die Forschenden um Böhm ausserdem, wie man den unerwünschten Nebenwirkungen der digitalisierten Arbeitswelt (Arbeiten 4.0) entgegenwirken könnte: «Flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte, Sport, Verzicht auf Diensthandy und Dienstcomputer in der Freizeit und eine gute Beziehung zur Führungskraft gehen einher mit verringerten Arbeits- und Familienkonflikten sowie weniger emotionaler Erschöpfung», so Böhm.

Prinzipiell steht die Mehrheit der Bevölkerung der Digitalisierung nämlich optimistisch gegenüber, wie die Studie zeigte. 65 Prozent der Jüngeren (18 bis 29 Jahre) und 51 Prozent der über 60-Jährigen äusserte sich positiv über den digitalen Wandel.

8000 Menschen in Deutschland befragt

Die Studie «Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten» des Center for Disability and Integration der Universität St.Gallen basiert auf einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK im Auftrag der Barmer GEK und der «Bild am Sonntag».
Dabei waren im Juli und August dieses Jahres insgesamt 8019 Teilnehmer in Deutschland befragt worden, darunter Auszubildende, Freiberufler, Beamte, Arbeiter und leitende Angestellte aus verschiedenen Altersgruppen. 

(sda)

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User-Review:
Gina226 - 6.4.2016
Watson, du bist super. Ich möchte dich nicht mehr missen. ❤️
2 Kommentare anzeigen
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  • Tomtom64 07.10.2016 11:36
    Highlight Postboten oder andere Paketzusteller müssen sich wegen der Drohnen keine grossen Sorgen machen. Denn das Problem der Drohne ist, dass sie das Paket irgendwo abladen muss, aber wir wegen der geltenden Bauvorschriften nicht einfach einen "Paketabladeplatz" im fünften Stock vors Küchenfenster schrauben dürfen.
    Aehnliches gilt für viele andere Digitalisierungsideen.

    Am wichtigsten ist aber, dass uns bis anhin jeder grosse Industrialisierungsschritt nach vorne gebracht hat. Also, don't worry, be part of it.
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  • dracului 06.10.2016 15:51
    Highlight Wird in Deutschland bereits Digitalisierung als Placebo gereicht? Der Stresspegel steigt zwar laufend und heute gibt es viele, mehr oder weniger ergonomisch eingerichtete, Computer-Arbeitsplätze, viel stupide Datenmanipulationsarbeiten, viele Unternehmen und Vorgesetzte, die sich immer noch den flexibleren Arbeitsformen verschliessen und auch Mitarbeitende, die mit den neuen Selbstgestaltungsmöglichkeiten nicht umgehen können, aber die Digitalisierung kommt im Fall erst noch!
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21 Dinge, die du nur verstehst, wenn du Jus studierst

... damit du dir die neuen Bücher irgendwie leisten kannst.

... damit der für dich rausfindet, wer zum Teufel den «Basler Kommentar» versteckt hat – und vor allem wo!

... weil du jetzt eh in der Bibliothek wohnst.

... obwohl du eigentlich ganz genau weisst, dass du dort nie und nimmer auch nur eine einzige Notiz reingeschrieben hast. (Aus Gründen ...)

Du hast während des Studiums eine 90-Stunden-Woche, um als Belohnung später mal eine 95-Stunden-Woche zu haben.

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