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Eine Enigma M4 von 1942 im Deutschen Museum in München. Bild: CHRISTIAN BRUNA/EPA/KEYSTONE

Sammler kauft Nazi-Chiffriermaschine für 100 Euro – und verkauft sie nun für 45'000 Euro

Auf einem Flohmarkt kaufte ein Sammler für 100 Euro ein Gerät, das angeblich als alte Schreibmaschine angeboten wurde. Tatsächlich war es eine historische Chiffriermaschine.

13.07.17, 14:53 13.07.17, 15:57

Eine 1941 gebaute Chiffriermaschine der deutschen Wehrmacht ist im Bukarester Auktionshaus Artmark für 45'000 Euro an einen nicht genannten Online-Kunden verkauft worden. Der Startpreis hatte bei 9000 Euro gelegen.

Der frühere Besitzer hatte das seltene Objekt Marke «Enigma» zuvor auf einem Bukarester Flohmarkt für umgerechnet 100 Euro gekauft, teilte Artmark der Nachrichtenagentur DPA am Mittwoch mit. 

Ein Vertreter des Auktionshauses sagte, der Sammler und Flohmarktgänger sei ein Kryptografieprofessor gewesen: «Er hat genau gewusst, was er da kaufte.»

Sieht nur aus wie eine Schreibmaschine. Bild: CHRISTIAN BRUNA/EPA/KEYSTONE

Natürlich war es keine antike Schreibmaschine, sondern eine Enigma-Verschlüsselungsmaschine von 1941. Der bei Heimsoeth & Rinke in Berlin gebaute Apparat vom Typ 1 mit drei Rotoren wurde von Nazi-Deutschland während des Zweiten Weltkriegs zur Weitergabe verschlüsselter militärischer Informationen verwendet.

Das Gerät funktioniere noch einwandfrei, der letzte Besitzer – von Beruf Mathematiker und Ingenieur – habe es gewissenhaft gepflegt. «Die Lichtlein gehen an, die Rotoren drehen sich», sagte Artmark-Sprecher Vlad Georgescu.

«Rumänien war im Zweiten Weltkrieg bis 1944 Verbündeter Hitler-Deutschlands gewesen. Historiker gehen daher davon aus, dass es in dem Land noch viel mehr nicht identifizierte Enigma-Maschinen geben könnte», schreibt Spiegel Online. (oli/sda/dpa)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • derEchteElch 16.07.2017 23:23
    Highlight Man muss es den Deutschen schon lassen, mit der Enigma haben sie eine bemerkenswerte Maschine gebaut, welche den Alliierten viel zu lange Kopfzerbrechen verursacht hatte.

    Die Konstruktion der Maschine ist genial und doch recht simpel. Einer der grössten Fehler war aber, dass ein Buchstabe nie in sich selbst verschlüsselt wurde. Das machte sie berechenbarer.

    Schön zu sehen, dass ein Stück Geschichte noch so gut erhalten geblieben ist.
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  • pedrinho 15.07.2017 13:17
    Highlight "der letzte Besitzer – von Beruf Mathematiker"

    zu viele unbekannte - die rechnung ging nicht auf ;)
    13 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.07.2017 07:10
      Highlight Der Witz ist jetzt so was von flach und 3 Nerds finden das auch noch ein Herz wert... Unglaublich... Ihr lacht auch noch über Gusti Brösmeli oder?
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    • derEchteElch 17.07.2017 07:32
      Highlight @Blake.. lass ihnen die Freude, wenns sonst nichts Interessantes in ihrem Leben gibt.. ;-)
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  • dmark 13.07.2017 16:26
    Highlight Das mechanische PGP vergangener Tage...
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  • Mia_san_mia 13.07.2017 15:47
    Highlight Das ist mal ein gutes Geschäft :-)
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    • Baba 13.07.2017 16:28
      Highlight Tolle Story.

      Aber so aussergewöhnliche Funde komme immer wieder mal vor. Wie zB der Altmetallhändler, der auf einem 'Flohmi' ein Fabergé Ei erstanden hat 😊. Das Unglaubliche an jener Geschichte finde ich, dass er beim Kauf nur den Materialwert im Auge hatte, also keine Ahnung hatte, welches Schätzchen er hier zu einem vergleichsweisen Spottpreis erstanden hatte...

      http://www.cbsnews.com/news/scrap-dealer-finds-faberge-egg-at-midwest-flea-market/
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    • Gelöschter Benutzer 17.07.2017 07:09
      Highlight Und die "Urban Legends" leben weiter. Da war doch mal etwas mit einem Krokodil im WC....
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In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

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