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Smarter Kühlschrank: Per Display an der Aussentür erstellt man Einkaufslisten fürs Smartphone.  Bild: Samsung

Das Internet der Dinge kommt – was wird es bringen?

Publiziert: 07.11.16, 11:52

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1999, noch im letzten Jahrtausend, prägte der britische Technologie-Pionier Kevin Ashton den Begriff «Internet of Things» («Internet der Dinge»). Seither hat das Web unser Leben enorm verändert – doch das Internet der Dinge ist immer noch zu grossen Teilen Zukunftsmusik.

Weit entfernt ist diese Zukunft indes nicht: Wir sind schon heute von zahllosen vernetzten Gegenständen umgeben – Smartphones oder Fitness Tracker zum Beispiel. Google, Amazon und Tesla werkeln fleissig am selbstfahrenden Auto. Bis 2022 werden – je nach Schätzung – 14 bis 50 Milliarden Geräte wie Sensoren, Sicherheitskameras, Fahrzeuge und Produktionsmaschinen miteinander vernetzt sein.

Immer kleiner, immer zahlreicher: Sensor. Bild: Shutterstock

Die Technologie ist bereits vorhanden, um etwa intelligente Kühlschränke oder selbstfahrende Autos herzustellen. Sensoren, Prozessoren, Displays, GPS-Ortung und so weiter sind mittlerweile zu Preisen verfügbar, die ihren massenhaften Einsatz ermöglichen.

Internet der Dinge

Im Internet der Dinge (auch «Machine to Machine», M2M) vereinigt sich die virtuelle mit der realen Welt. Maschinen, Geräte oder Gegenstände sind untereinander vernetzt, ohne dass ein Mensch dazwischengeschaltet ist.

Voraussetzung ist, dass die Gegenstände untereinander kommunizieren können. Sie müssen also mit dem Internet verbunden und selber eindeutig identifizierbar sein. Ermöglicht wird dies durch die RFID-Technologie (Radio-frequency identification), über die Waren und Geräte eine eigene Identität (einen unverwechselbaren Code) erhalten. Darüber hinaus müssen sie über Sensoren Zustände erfassen – und allenfalls Aktionen ausführen können.

Je «smarter» die Geräte werden, desto stärker tritt der PC in den Hintergrund – der traditionelle Computer wird immer mehr durch Smartphones, Tablets, aber auch Alltagsgegenstände mit eingebetteten Prozessoren und Sensoren ersetzt. Das Internet wird so in die Dinge des alltäglichen Gebrauchs integriert, was es unabhängig von speziellen Endgeräten macht.

Das Internet der Dinge wird zahlreiche Bereiche unseres Lebens mehr oder weniger stark verändern: Wohnen, Verkehr, Gesundheit. Wie die Zukunft in den eigenen vier Wänden aussehen könnte, erforscht zum Beispiel das «iHomeLab», das Forschungszentrum für Gebäudeintelligenz der Hochschule Luzern in Horw. 

Der Zukunft des Wohnens auf der Spur: Das Kompetenzzentrum iHomeLab der Hochschule Luzern.  Bild: Hochschule Luzern

«Smart Home»

Unter dem Begriff «Smart Home» verstehen wir das Internet der Dinge im Heimbereich. Durch die zentrale Steuerung der Geräte, etwa von einem Smartphone aus, soll der Komfort für die Bewohner steigen, während gleichzeitig Energie gespart wird. 

Steuerungszentrale

Die Steuerungszentrale ist das Gehirn eines «smarten» Hauses. Dank einem im Gebäude integrierten Sensoren-Netzwerk kann sie Personen lokalisieren. Geräte, Beleuchtung, Heizung und Klimaanlage können dadurch nutzerzentriert gesteuert werden.

Fernüberwachung

Mit dem Smartphone loggt man sich via Internet in die heimische Steuerungszentrale ein, um Zustände zu überwachen und Vorgänge auszulösen. So kann man in den Ferien aus dem Ausland per Handy kontrollieren, ob wirklich die Fenster geschlossen und alle Elektrogeräte ausgeschaltet sind. Die Alarmanlage lässt sich, falls man es vergessen haben sollte, auch aus der Ferne einschalten. 

Aus der Ferne die Heizung einstellen: Fernüberwachung des Heims.   Bild: Shutterstock

Anwesenheitssimulation

In der Ferienzeit ist die Gefahr für Einbrüche besonders gross. Das Smart Home schreckt potenzielle Einbrecher ab, indem es bei längerer Absenz der Bewohner Anwesenheit simuliert: Zu den üblichen Zeiten schaltet die Steuerungszentrale das Licht ein und fährt die Rollläden hoch und herunter.

Gleich geht's weiter mit dem intelligenten Zuhause, vorher ein kurzer Hinweis:

Auch die Mobiliar beschäftigt sich intensiv mit der Zukunft des Wohnens:

Wie ich innovative Technologien nutze und damit die Zukunft des Wohnens mitgestalte?

Matthias Søren Wegmüller, Leitender Innovationsmanager sicheres Wohnen, Bern

«In der Unternehmensentwicklung beschäftigen wir uns intensiv mit zukünftigen Trends und Bedürfnissen. Wir antizipieren sich abzeichnende Entwicklungen und suchen die Zusammenarbeit mit verschiedenen Start-ups und Partnerfirmen. So profitieren unsere Kunden von erweiterten Dienstleistungen rund um die Versicherung. Ein solches Angebot entwickle ich im Bereich ‹sicheres Wohnen›: Eine Applikation, mit der sich Ereignisse frühzeitig erkennen und so Schäden am Zuhause verhindern lassen. Mit den innovativen Lösungen, die ich im Bereich der Prävention mitentwickle, können sich unsere Kunden jederzeit sorglos fühlen – auch fern von zu Hause.»

Hier mehr über die vielfältigen Jobs bei der Mobiliar erfahren.

Und nun: Zurück zum Smart Home!

Smarter Wäschetrockner

Der smarte Wäschetrockner bezieht seinen Strom aus dem Smart Grid, dem – jetzt noch nicht realisierten – intelligenten Stromnetz. Daher erkennt er, wann beispielsweise Strom aus erneuerbaren Energiequellen verfügbar ist. So kann das Gerät den optimalen Zeitpunkt bestimmen, um die Wäsche möglichst ökologisch und kostengünstig zu trocknen.  

Das Gerät lässt sich auch vom Tablet aus bedienen. Bild: Siemens

Kühlschrank mit Kamera

Beim Einkaufen im Laden stellt sich die Frage nicht mehr, ob es zuhause noch Milch im Kühlschrank hat. Per Smartphone-App schaut man in den Kühlschrank und überprüft den Inhalt aus der Distanz. Es gibt bereits Modelle mit einem Display aussen an der Tür, auf dem die Lebensmittel mit virtuellen Verfallsmarken versehen werden können. Der Kühlschrank warnt dann, bevor das Fleisch sein Ablaufdatum erreicht. 

Kameras im Kühlschrank: Im Supermarkt schnell nachgucken, ob zuhause noch genug Bier da ist.  Bild: Siemens

Vernetzte Geräte

Haushaltgeräte, die vernetzt sind, können über das Smartphone oder Tablet gesteuert werden. Umgekehrt verschicken die Geräte Meldungen über Vorgänge – so erscheint zum Beispiel ein Hinweis auf dem TV-Bildschirm, dass der Waschvorgang in der Waschmaschine beendet ist. Die Vernetzung der Geräte ermöglicht es auch, einen auf dem Fernseher angespielten Film auf einem Tablet oder Zweitgerät unterbrechungsfrei weiterzuschauen. 

Sturzerkennung

Sensoren dienen auch der Sicherheit der Bewohner: Sie erkennen, wenn jemand stürzt und regungslos liegenbleibt. Dann wird ein Alarm mit einem Livebild an einen Angehörigen gesendet. Falls nötig kann dieser den Alarm gleich an den Rettungsdienst weiterleiten, damit keine Zeit verloren geht. Dies ermöglicht älteren Leuten, länger in den eigenen vier Wänden zu leben. 

«Überblick über die Forschungsgebiete des iHomeLab in der Sendung Wohnraum TV.» Video: YouTube/iHomeLab

Gesundheit

Im Internet der Dinge gibt es eine zunehmende Zahl von Geräten, die unsere Gesundheit – aber auch unsere Ernährung, unsere Bewegungen und damit unseren Lebensstil – überwachen. Sie akkumulieren enorme Mengen an Daten über unseren gesundheitlichen Zustand. Die Sensoren, die diese Daten sammeln, können in der Kleidung, in den Schuhen oder in einem Gerät wie einem Fitnessarmband integriert sein. 

Diabetespatienten, um nur ein Beispiel zu nennen, können von der Überwachung durch Schrittzähler, Activitytracker und Glukosemessgeräte profitieren, die den Blutzuckerspiegel und den Kalorienverbrauch aufzeichnen. Besonders die automatisierte Messung der Blutzuckerwerte ist für diese Patienten wertvoll, weil sie die Fehleranfälligkeit senkt. 

Erleichterung für Diabetiker: System zur kontinuierlichen Blutzuckermessung. Bild: diabetes-leben.com

Die Auswertung der von den Sensoren angehäuften Daten soll dazu beitragen, dass Patienten präziser behandelt werden und eine auf sie zugeschnittene Therapie erhalten. Und der Vergleich der individuellen Daten mit denen von Millionen anderer Patienten – Stichwort «Big Data» – soll den medizinischen Fortschritt vorantreiben. 

Verkehr

Schon heute können Sensoren in Autos einen Unfall registrieren und Alarm auslösen. Eines der bekanntesten Systeme ist eCall, ein automatisches Notrufsystem, das nach dem Willen der EU ab 2018 in alle neuen Autos eingebaut werden soll. Vernetzte Parkplätze, bei denen Sensoren feststellen, ob ein Parkfeld besetzt ist, weisen den Automobilisten den Weg und vermeiden so unnötige Fahrten.

In zahlreichen Fahrzeugen gibt es bereits einen Stauassistenten, der im stockenden Verkehr mithilfe von Abstandsradar und Kamera das Bremsen und Beschleunigen sowie das Lenken übernimmt. Der Einsatz solcher Hilfsmittel ist aber noch auf bestimmte Tempobereiche eingegrenzt. 

Selbstfahrendes Auto von Google.  Bild: Wikimedia/Michael Shick

Selbstfahrende Autos sind auf unseren Strassen bereits versuchsweise als Prototypen unterwegs. Der Autopilot nimmt dem Fahrer das Lenken und die Geschwindigkeitsregelung in bestimmten, klar umgrenzten Situationen ab, etwa auf der Autobahn. Selbstfahrende Autos werden in Zukunft permanent und selbständig mit anderen Fahrzeugen, dem ÖV und Verkehrsleitsystemen kommunizieren. Solche Fahrzeuge werden wohl erst Ende der 2020er Jahre Serienreife erlangen. 

Fluch oder Segen?

Wie bei jeder revolutionären technischen Neuerung gibt es beim Internet der Dinge positive und negative Aspekte. Und nicht jedes Versprechen kann gehalten werden. Ein vernetztes Zuhause zum Beispiel sollte theoretisch Energie sparen. Doch eine Studie des iHomeLab hat kürzlich gezeigt, dass vernetzte Geräte im Ruhezustand viel Strom verbrauchen – so viel, dass sich der weltweite Stand-by-Verbrauch von heute 10 Terawattstunden pro Jahr auf 46 im Jahr 2025 erhöhen könnte. 

Ein weiteres Beispiel ist die Akkumulation von Daten im Gesundheitswesen. Auf der Plus-Seite stehen neue Erkenntnisse und eventuell neue Therapiemöglichkeiten; auf der Minus-Seite Datenschutz-Probleme. Was geschieht, wenn die Krankenkasse merkt, dass sich der Versicherte zu wenig bewegt? 

Wenn die Kamera sich plötzlich an DDoS-Attacken beteiligt ... Bild: Logitech

Auch im Smart Home könnte es ungemütlich werden. Vernetzte Geräte sind oft nicht gut gegen unberechtigte Zugriffe von aussen geschützt. Erst vor kurzem hat sich dies in einer drastischen Cyber-Attacke gezeigt: Millionen von gekaperten und zu einem sogenannten Botnet zusammengefasste Geräte wie IP-Kameras, Drucker, Router, Babyfone, TV-Festplatten-Receiver legten mit massenhaften Anfragen (DDoS-Attacke) den Webdienstleister Dyn lahm. Auch im Internet der Dinge scheint nicht nur die Sonne. 

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User-Review:
naja, mir - 16.4.2016
Immer auf dem neusten Stand. Besticht mit sympathischem, intelligentem Witz!
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  • DrMabuse 11.11.2016 20:09
    Highlight In den 90er jahren gab es mikrowellen mit digitalanzeige und ganz vielen tasten und programmiermöglichkeiten. Der gute alte drehknopf blieb uns erhalten.
    Genau so auch beim auto, haben sich drehschalter nicht verdrängen lassen. Ein simpler lichschlater wird immer schneller sein als smartphone entsperren und drücken.
    Und sprachsteuerung kann man vergessen. Mag nicht hochdeutsch sprechen....
    1 0 Melden
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  • Driver7 08.11.2016 07:33
    Highlight Ja unsere lieben Zukunftsforscher, erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. IoT wird schon kommen, irgendwie.. aber vollautomatisiertes Haus.. nun das Bedürfnis ist oft vorhanden.. Kühlschrank der selber bestellt..? das erzählen "Zukunftsforscher" schon seit 15 Jahren.. und? niemand will das! Den Lichtschalter drücken.. der Aufwand hält sich in Grenzen.. usw.. es zählt nicht was technisch Machbar ist, sondern was die Leute wollen.. und da liegen die super Forscher meistens falsch.. kein Trend wurde bisher im voraus erkannt! (siehe SMS, Smartphones, Tablets,..)
    6 2 Melden
    • dintaifung 08.11.2016 10:28
      Highlight So Einiges was wir heute haben, wurde ganz gut schon 1972 vorausgesagt:

      2 0 Melden
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  • Meitlibei 08.11.2016 05:35
    Highlight Die Gefahr die von der Abhängigkeit ausgeht, wird aktuell noch zu sehr unterschätzt. Wir haben die Welt zwar vernetzt aber wir haben Vergessen diese Vernetzung zu sichern. Trotzdem finde ich es eine spannende Sache.
    7 2 Melden
    • Lorent Patron 08.11.2016 14:26
      Highlight Gute Zusammenfassung: "Die Welt vernetzt, aber vergessen, das Netz zu sichern." ;)

      Edward Snowden meinte dazu (frei übersetzt):

      "Die Techniker wussten, dass diese neuen Möglichkeiten missbraucht werden könnten, aber keiner glaubte, dass dies jemals passieren würde. Warum soll denn jemand sowas tun? Es erschien so dermassen antisozial, dass man es niemandem zutraute."

      http://www.popsci.com/edward-snowden-internet-is-broken
      0 0 Melden
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  • Olaf44512 08.11.2016 01:03
    Highlight Hats im IoT auch künstliche Intelligenz drin, oder müssen wir da noch in bisschen mit Industrie 4.0 nachsalzen?

    Ich verkriech mich in meine Big Data und fress einen bitcoin.
    5 0 Melden
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  • Tilman Fliegel 07.11.2016 22:16
    Highlight Irgendwie sehe ich da jetzt kein wirklich praktisches Anwendungsbeispiel im Smart Haus. Scheint mir alles sehr gesucht und weckt in mir keinerlei Bedürfniss, das haben zu wollen.
    7 1 Melden
    • Tomlate 07.11.2016 22:51
      Highlight So wie beim ersten iPhone keiner das Bedürfnis hatte. Mit dem Internet der Dinge wird es auch nicht anders sein.
      6 3 Melden
    • E. Edward Grey 08.11.2016 07:42
      Highlight Heizungs- und Lichtsteuerung zur Kostensparnis und für bessere Umweltverträglichkeit mag im Privathaushalt noch Sinn machen. Alles andere ist derzeit reine Spielerei.

      Allerdings kann ich mit vorstellen dass Gebäude- und Hausrat-Versicherungen wie die Mobiliar an nutzungsabhängigen Versicherungsmodellen arbeiten.
      Die SBB hat z.B. ein Projekt am Laufen bei dem die Besucherströme in ihren Bahnhöfen aufgezeichnet werden um die Ladenmieten entsprechend gestalten zu können.
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  • SaveAs_DELETE 07.11.2016 17:17
    Highlight Ich hätte da einen Buchtipp: "Global Hack" von Marc Goodman - man muss ja nicht alles ganz wörtlich nehmen, aber ein wenig zum Denken anregen kann es schon.
    Ich selber habe mein Haus schon ziemlich vernetzt und finde es eine tolle Sache - trotzdem möchte ich nicht auf jeden Hype aufspringen - Amazon Echo z.B.
    Und klar, werden die Standby-Verbrauche höher, aber im selben Atemzug werden dafür die Verbraucher sparsamer (oder wir schmeissen den Fön raus - kompensiert schon wieder einiges :-) )
    5 4 Melden
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  • dmark 07.11.2016 17:07
    Highlight Prima. Gerade war mein Netz mal weg. Wäre dann wohl ein Totalausfall meines Lebens? Der Kühlschrank rückt nichts raus, die Bude ist dunkel, der Kaffeeautomat resigniert meinen Wunsch nach Koffein, das Auto fährt rechts ran und ich könnte nicht ein mal den Service erreichen.
    Noch besser kommt es dann, wenn man gehackt werden würde und die Badewanne meint, sie müsse mal eben voll laufen. :-)
    Nein, da habe ich lieber autarke Systeme.
    20 4 Melden
    • Madison Pierce 07.11.2016 18:55
      Highlight Das ist kein grundsätzliches Problem von IoT. Das Problem ist, dass viele Hersteller die Umsetzung vergeigen, indem sie alles an "die Cloud" anbinden.

      Beim Dyn-Ausfall kürzlich gab es Leute, die ihre Heizung nicht mehr steuern konnten, weil der Thermostat die gewünschte Temperatur nicht an die Heizung im gleichen Netzwerk schickt, sondern in die Cloud. Ist die nicht erreichbar, geht gar nichts mehr.

      Dabei könnte doch alles so praktisch sein...

      siehe auch https://twitter.com/internetofshit
      8 0 Melden
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  • Abnaxos 07.11.2016 16:08
    Highlight Ich fürchte, ein Internet of Things wird es nie geben. Das Internet wurde von Technikern entwickelt, von Idealisten, von Geeks, die alles mit allem verbinden wollten. Das hat soweit auch geklappt, das Internet funktioniert hervorragend. Wichtig ist hier aber: Es waren keine kommerziellen Interessen vorhanden, die Ideologie war die treibende Kraft.

    Beim IoT sieht es anders aus. Das bauen keine Geeks, sondern Firmen, die nur ihre eigenen Interessen verfolgen. Jeder kocht sein eigenes Süppchen, am Ende wird nichts mit dem Anderen funktionieren. Das klappt so nicht, so baut man kein Internet.
    18 6 Melden
    • Lorent Patron 07.11.2016 19:52
      Highlight Soweit es die Ideologie dieser "Geeks" geht, hat es eben nicht geklappt. Im Gegenteil.

      Die Idealisten wollten Freiheit, Gleichberechtigung und Gratis-Zugang für jeden Menschen auf dem Planeten. Sie wollten Netzneutralität. Sie wollten Meinungsfreiheit. Sie wollten die Macht verteilen auf vielen Einzelne.

      Was haben wir heute? Machtkonzentration, Privatsphäre geopfert, Milliardenschwere Datenkraken, Massenüberwachung, Meinungsfreiheit und viele andere Bürgerrecht gefährlich Nahe am Abgrund.

      Das Internet der Ideologen (Hippies) funktioniert nicht. Es ist das Gegenteil von "hervorragend".
      7 4 Melden
    • Alnothur 07.11.2016 21:42
      Highlight Natürlich funktioniert das Internet genau so - es ist jedem selbst überlassen, ob er sich in die Arme eines Konzerns wie FB oder Google begeben möchte oder nicht. Bei mir steht z.B. ein kleiner Homeserver zu Hause, da laufen meine Mails drüber, meine kleine Webseite und mein NAS. Da brauche ich keine Cloud.
      6 1 Melden
    • Lorent Patron 07.11.2016 22:12
      Highlight Es ist nicht jedem selbst überlassen ist, ob er seine Privatspähre opfern will. Im Internet hat niemand die Wahl!

      Hat einer deiner KollegInnen Whatsapp auf dem Handy und dich in der Kontaktliste? Schon ist's um dich geschehen und Facebook hat ein Profil von dir. FB merkt auch, dass du offenbar an Facebook-Aversion leidest.

      Auch dein Home-Net hängt am Internet an einem oder mehreren Providern, die wieder an Providern hängen. Die Chance ist gross, dass nicht nur der NSA sondern auch private Firmen mithören und dass sie Meta- und andere Daten über dich sammeln. Egal ob du das willst oder nicht.
      2 2 Melden
    • Fafnir 07.11.2016 22:19
      Highlight Und was für ein Mobiltelefon haben Sie?
      1 2 Melden
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  • Talli 07.11.2016 15:46
    Highlight Mama und papa "stürzen" in der küche, beginnen zu kopulieren, das smart house sendet live video stream an den teenie der in der schule sitzt. Lustig wirds allemal so ein smarthouse😂
    23 0 Melden
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  • #bringhansiback 07.11.2016 13:43
    Highlight Was bringt es? Riesen DDos Attacken...
    19 6 Melden
    • Lorent Patron 07.11.2016 14:08
      Highlight Es bringt billigere Prämien, wenn du deinem Versicherer deine Privatspähre opferst, und wenn du dich versicherungskonform verhälst.

      Wenn du dich konform verhälst, stellst du dir gleich ein Google-Home in jedes Zimmer und profitierst davon, dass dich Google kennt.

      https://madeby.google.com/home/

      Auch für den Fall, dass du dich nicht konform verhalten willst, hat Google vorgesorgt und das Progamm Jigsaw parat. So wird dich Google auf den rechten Weg zu bringen:

      https://jigsaw.google.com/

      Beispiel:

      https://www.wired.com/2016/09/googles-clever-plan-stop-aspiring-isis-recruits/
      10 1 Melden
    • Meitlibei 08.11.2016 05:37
      Highlight Es bringt den gläsernen Kunden. Man wird noch mehr von einem wissen als jetzt schon.
      2 1 Melden
    • #bringhansiback 08.11.2016 20:39
      Highlight @Lorent Patron: gerade aktuell http://www.heise.de/newsticker/meldung/Licht-an-Licht-aus-ZigBee-Wurm-befaellt-smarte-Gluehbirnen-3459004.html

      Und als weiteres Beispiel: Mirai Botnet, Attacke auf Brian Krebs etc.
      Aktuell sehe ich für mich keinen Nutzen aus dem IoT, besonders nicht wenn mich ein Konzern ausspionieren will UND ich dafür noch bezahlen soll.
      2 0 Melden
    • Lorent Patron 08.11.2016 22:58
      Highlight Danke ei8ht für den Link. Vielleicht dient die IoT-Panik nur zur Ablenkung von den wahren Problemen. Denn:

      Aktuell wird deine Privatsphäre ausgespäht und du bezahlst das. Es geht da weniger um IoT als vielmehr um IoE:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_von_Allem

      Das ist zB. wenn Niantic mithilfe einer Horde Pokémon suchender Kinder dein Haus innen und Aussen ausspäht und deine Daten verkauft.

      Oder wenn Migros dein Smartphone über ihr offenes WiFi identifiziert und es an der Kasse mit deinem Cumulus oder Twint verknüpft.

      Wir ermöglichen es und bezahlen dafür, indem wir konsumieren.
      1 0 Melden
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  • remim 07.11.2016 13:05
    Highlight Das IoT ist sehr praktisch, so kann ich bei meiner internetfähigen Abwaschmaschine die sauberen Teller in die Cloud auslagern wenn im Küchenschrank kein Platz mehr ist ;-)
    25 0 Melden
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  • Lorent Patron 07.11.2016 12:48
    Highlight Wenn ein grosses Versicherungsunternehmen einen Artikel über IoT bezahlt, dann sollte der Journalist m.E. kritischer hinsehen.

    "im Smart Home könnte es ungemütlich werden. Vernetzte Geräte sind oft nicht gut gegen unberechtigte Zugriffe von aussen geschützt."

    Zuhause wird es ungemütlich, weil die Versicherung ständig alles überwachen will. Mit einer Blackbox von Mobiliar im Auto wird das Fahrverhalten ändern. Entsprechend ungemütlich sind Mobiliar-IoT-Sensoren zuhause.

    http://www.forbes.com/sites/bernardmarr/2015/12/16/how-big-data-is-changing-the-insurance-industry-forever/#4d7ab237435e
    16 0 Melden
    600
  • Ichweissnicht 07.11.2016 12:11
    Highlight Wie sieht es mit der Sicherheit von diesen IoT Geräten aus? Noch grössere Botnetze in der Zukunft? Ich verstehe den Sinn alles mögliche ans Internet anzuschliessen einfach nicht.
    37 3 Melden
    600

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