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screenshot: adultfriendfinder

Sex-Kontaktbörse gehackt: Millionen Nutzerdaten von AdultFriendFinder im Netz veröffentlicht

Eins der weltweit grössten Portale für Sexkontakte wurde offenbar gehackt, Millionen Nutzerdaten sind im Netz gelandet. Die veröffentlichten Daten sollen bereits für Spam-Kampagnen genutzt worden sein.

22.05.15, 11:22 22.05.15, 11:46

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Hacker sind offenbar an persönliche Daten von fast vier Millionen Mitgliedern der Sex-Kontaktbörse AdultFriendFinder (AFF) gelangt. Wie der britische TV-Sender Channel 4 am Donnerstag berichtete, umfassen die vor rund zwei Monaten erbeuteten Datensätze neben Informationen wie E-Mail-Adressen auch Angaben, die Mitglieder zu ihrer Sexualität machten. Bei AFF kann man zum Beispiel seine sexuelle Präferenz verraten, ob man hetero- oder homosexuell und ob man einen Seitensprung sucht.

Besonders ärgerlich ist der Hack für ehemalige Nutzer des Portals: Allem Anschein nach sind auch Angaben zu Profilen abhanden gekommen, die eigentlich bereits gelöscht sein sollten. «Channel 4» zitiert den Betroffenen Shaun H.: «Ich habe mein Konto gelöscht und ich dachte, die Angaben wären weg. Diese Seiten sollten eigentlich sicher sein.»

Laut Channel 4 haben Kriminelle schon Stunden nach dem Daten-Leak angekündigt, die Informationen für Spam-Kampagnen per E-Mail zu nutzen - ein Plan, der Shaun H. zufolge auch in die Tat umgesetzt wurde. IT-Sicherheitsexperten würden nun erwarten, dass die Hacker in einem nächsten Schritt die teilweise sehr sensiblen Daten nach geeigneten Zielen für Erpressungen durchsuchen.

Die Strafverfolgungsbehörden wurden eingeschaltet

In Grossbritannien, wo sieben Millionen der weltweit angeblich 63 Millionen AFF-Mitglieder leben, seien auch Dutzende Mitarbeiter von Regierungsbehörden und Militärangehörige betroffen, heisst es.

Wie «PCWorld» berichtet, wurde das erbeutete Material in einem über das Tor-Netzwerk erreichbaren Forum veröffentlicht. Die Daten seien in insgesamt 15 Excel-Tabellen zusammengefasst, zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung seien sie immer noch abrufbar gewesen.

Die kalifornische AFF-Muttergesellschaft FriendFinder Networks schreibt in einer Erklärung, das Unternehmen sei erst seit kurzem über den Vorfall informiert worden, die Verantwortlichen seien sich der Schwere des Problems vollkommen bewusst. Man arbeite eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen. Ausserdem stelle AFF mit Hilfe des IT-Sicherheitsunternehmens Mandiant eigene Ermittlungen an.

Weiter heisst es in der Stellungnahme: «Bis diese Untersuchung beendet ist, kann über das volle Ausmass des Vorfalls nichts Sicheres gesagt werden. … Wir stellen keine weiteren Spekulationen an, aber wir versichern, dass wir alle notwendigen Schritte unternehmen, um unsere Kunden zu schützen, sollten sie betroffen sein.»

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meu

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Brikne, 20.7.2017
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  • herschweizer 22.05.2015 11:47
    Highlight also anstelle einer Schweigeminute sollte eine "ichwillfickenminute" schweizweit einglelegt werden dann wäre das Portal ein bisschen überflüssiger
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