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Microsoft CEO Satya Nadella gestures while speaking during a press briefing on the intersection of cloud and mobile computing Thursday, March 27, 2014, in San Francisco. Microsoft unveiled Office for the iPad, a software suite that includes programs such as Word, Excel and PowerPoint, and works on rival Apple Inc.'s hugely popular tablet computer. (AP Photo/Eric Risberg)

Der neue Microsoft-CEO setzt nicht mehr alles auf die Karte Windows. Bild: AP/AP

Microsoft-Chef Satya Nadella

Er kam in T-Shirt, Jeans und Turnschuhen – und will Microsoft wieder auf Erfolgskurs bringen

Die Ära von Steve Ballmer ist endgültig vorbei. Bei seinem ersten grossen Auftritt trägt der neue Microsoft-Chef Satya Nadella nicht nur ein neues Outfit, er hat auch ein klares Ziel: den Konzern wieder zum Anführer der IT-Branche zu machen. 

28.03.14, 15:35 28.03.14, 16:45

Ein Artikel von

Thomas Schulz, san francisco, spiegel online

Microsoft versucht einen radikalen Schlussstrich unter die Ära Steve Ballmer zu ziehen. Nirgends wurde das bislang deutlicher als beim ersten öffentlichen Auftritt von Ballmers Nachfolger als Chef des Softwarekonzers am Donnerstagabend. Satya Nadella ist seit 53 Tagen im Amt, und es war klar, dass seine ersten offiziellen Statements von strategischer Bedeutung sein würden. 

Nadella kam in T-Shirt, Jeans und Turnschuhen, dem offiziellen Oufit der Tech-Welt. Er sprach unaufgeregt und mit ruhiger Stimme vor rund zwei Dutzend Journalisten. Es war eine kleine Veranstaltung, in San Francisco wohlgemerkt, nahe dem Silicon Valley, nicht in Redmond, wo der Konzern seinen Sitz hat. Der Auftritt des drahtigen, durchtrainierten Informatikers hätte kein grösserer Kontrast sein können zu denen des bulligen Verkäufers und Anzugträgers Ballmer, der es liebte, brüllend und schwitzend über große Bühnen zu rennen. 

Auch die Auswahl von Nadellas erster Ankündigung war ein deutliches Symbol für den strategischen Kurswechsel des Konzerns. Microsoft bietet ab sofort sein Office-Paket mit Word, Excel und Powerpoint auch für das iPad an. Zwar gibt es Office schon lange auch für Mac, aber Microsoft hatte die Bürosoftware mit weltweit rund einer Milliarde Anwender bislang mit Absicht nicht für das Apple-Tablet angeboten. Dahinter stand die Idee, dass wer mit einem Tablet richtig arbeiten wolle, sich eben für ein Windows-Tablet entscheiden müsse. Das war nicht länger durchzuhalten. 

«Web, Smartphones, alle Tablets»

«Wir werden Office 365 überall hinbringen, ins Web, auf alle Smartphones, alle Tablets.» 

Nadella liess durchblicken, dass es solche versuchten Alleingänge in der Zukunft wohl nicht mehr geben wird, weil sie in einer Welt «des allgegenwärtigen Computers», der kompletten Vernetzung, sinnlos sind. Lange hatte sich Microsoft gegen diese Erkenntnis gewehrt. Nun betont Nadella: «Wir werden das Cloud-basierte Office 365 überall hinbringen, ins Web, auf alle Smartphones, alle Tablets.» 

Das ist eine klare Abkehr von der bislang verfolgten Strategie: Windows hat immer Vorrang. Und es ist das Eingeständnis, dass Windows nicht mehr mächtig genug ist, diese Strategie durchzuhalten. Das Microsoft-Betriebssystem spielt auf mobilen Geräten kaum eine Rolle. 

Ein neuer Kern für Microsoft

Microsoft hat sich dabei lange der Tatsache verweigert, dass selbst Windows-Fans privat vielleicht ein Android-Smartphone und ein Apple-Tablet nutzen. Und dass private und berufliche Computernutzung nicht mehr zu trennen sind. Nadella machte deutlich, dass Microsoft sich dieser Realität endlich beugen wird. Er versprach, der Konzern werde künftig bemüht sein, gerade IT-Profis das Arbeiten über verschiedene Plattformen zu erleichtern. Dazu will der Konzern vor allem seine Cloud-Angebote ausbauen und öffnen. 

Die Frage ist, ob der Strategiewechsel noch rechtzeitig kommt. Die Anwender hatten über Jahre Zeit, sich Alternativen für Smartphones und Tablets zu suchen und dabei oft festgestellt, dass einfache und kostenlose Apps für das Arbeiten auf mobilen Geräten ausreichen. 

Nadella betonte, die Cloud- und Mobil-Strategie sei «zentraler Teil» einer neuen Strategie, aber dennoch nur ein kleiner Ausschnitt seiner Pläne für den Konzern. Den Rest seiner «Innovationsagenda» werde er in den nächsten Wochen nach und nach vorstellen. Aber er liess keinen Zweifel dran, dass er nicht vorhat, einfach weiterzumachen wie bisher. Er verspricht «einen neuen Kern für Microsoft», einen neuen Weg, um den Konzern wieder zum Anführer der IT-Branche zu machen. 

Es ist ein langer Weg, auf dem jetzt der erste Schritt gemacht sein könnte: Apple-Chef Tim Cook jedenfalls begrüsste Microsofts Produkte im App Store mit einem freundlichen Tweet, den Nadella umgehend ebenso freundlich beantwortete.

Der Umgangston zwischen den Unternehmen hat sich deutlich verändert. Apple wird künftig an jeder für das iPad verkauften Office-Version 30 Prozent mitverdienen

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • ast1 30.03.2014 04:03
    Highlight Endlich ist Ballmer weg! Der Typ war mehr als peinlich! #Fremdschämen
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  • Zeit_Genosse 29.03.2014 21:59
    Highlight Innovationen entstehen leider meist unter Druck und auch zu spät. Doch MS hat die Businesswelt vorwärts gebracht und schafft es möglicherweise, die Lizenzen auf weitere Geräte zu verkaufen und gleichzeitig Business und Entertaiment näher zusammen zu bringen, bevor das Entertaiment go to Business macht.
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  • Alfred Steiner 29.03.2014 05:08
    Highlight .... und wie wärs, wenn es einen Konverter gäbe, damit man easy von XP auf 8.1 wechseln könnte ?
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    • Markus Ritzmann 30.03.2014 15:42
      Highlight Und was willst du conventieren?
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  • TobiS 28.03.2014 22:04
    Highlight Wär cool wenn wirklich mal einer der IT-Riesenkonzerne die Türen zur Kompatibilität auf allen Geräten öffnen würde.. Kundenfreundlichkeit geht vor Exklusivität!
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  • Gelöschter Benutzer 28.03.2014 20:08
    Highlight Noch einer, der versucht auf Steve Jobs zu machen. Gell?
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