Drogen
Bundesrat Alain Berset und Kommissionssprecher Ignazio Cassis (FDP/TI), von rechts, unterhalten sich ueber den Risikoausgleich fuer Krankenkassen am Mittwoch, 4. Dezember 2013, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Der Tessiner FDP-Nationalrat Ignazio Cassis (links) mit dem Gesundheitsminister Alain Berset im Nationalratssaal in Bern. Bild: KEYSTONE

Cannabis-Legalisierung

FDP-Nationalrat Cassis: Städte sollen mit Cannabis-Cafés experimentieren dürfen

11.08.14, 06:31 11.08.14, 10:33

Schweizer Städte sollen die Freiheit haben, den legalen Verkauf von Cannabis zu testen. Dieser Ansicht ist der FDP-Nationalrat und Gesundheitspolitiker Ignazio Cassis. Die Drogensituation in der Schweiz hält er für akzeptabel.

«Der Mensch hat schon immer versucht, mit psychotropen Substanzen sein Bewusstsein vorübergehend zu verbessern», sagte der Tessiner FDP-Politiker und Mediziner in einem Interview mit dem Blick vom Montag. Drogen seien eine Normalität seit Tausenden von Jahren. Sie abzuschaffen, sei «vielleicht in einem totalitären Staat» möglich.

Die Drogensituation in der Schweiz hält Cassis für «akzeptabel»: «Der Unterschied zwischen illegal und legal ist ein gesellschaftliches Konstrukt und hat nichts mit den gesundheitlichen Folgen der Substanzen zu tun.»

Verbotene Substanzen dürften aber nicht banalisiert werden. «Aber wir müssen lernen, mit allen Substanzen vernünftig umzugehen.» So fordert Cassis etwa vom Bund mehr Freiheiten für Städte, die Projekte, wie legale Cannabis-Clubs testen wollen.

«Wir müssen hier offen sein und experimentieren dürfen.» Wenn das nicht möglich sei, «leben wir in einer mittelalterlichen Zeit, wo der König bestimmt, was gut und schlecht ist.» (trs/sda)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • Romeo 11.08.2014 12:01
    Highlight Es geht nicht mehr lange. Diese Pflanze hat ein riesiges Potential. Des weiteren haben wir anno dazumal das Verbot von den USA übernommen. Was passiert dort gerade? Aha, Regulierung.
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  • Zeit_Genosse 11.08.2014 09:40
    Highlight Legaler Cannabisverkauf in Städten würde einen Einkaufstourismus erzeugen und eine Abgabe nur an ausgewiesene Städter würde ein Zweiklassengesellschaft bedeuten (nicht in der Schweiz wohnhafte Ausländer müssten vom Verkauf ausgeschlossen bleiben). Zudem würden latent interessierte Nichtkonsumenten legal zu Cannabis kommen, die es jetzt wegen der Verfügbarkeit und zum Teil schlechten Qualität unterlassen haben, zu konsumieren. Man kann viel entgegnen und trotzdem sollte man Versuche bewilligen und begleiten, damit ein besseres Gefühl für die Drogen und den ansteigenden Markt erhält.
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  • sewi 11.08.2014 07:49
    Highlight Dummes Zeug! Zwei drei Pflanzen auf dem Balkon tolerieren, das Verbot aber lassen.
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