EU
epa04226105 Giovanni di Lorenzo, chief editor of the German weekly 'Die Zeit', appears on the TV talk show Guenther Jauch on 'The lesson-election - Reckoning with Europe?' in Berlin, Germany, 25 May 2014. Due to his dual citizenship di Lorenzo voted twice in the European elections.  EPA/Paul Zinken

Giovanni di Lorenzo hat sich in eine heikle Lage gebracht. Bild: EPA

Doppelwähler Giovanni di Lorenzo

Wahlfälschung? –Strafverfahren gegen «Zeit»-Chefredakteur eingeleitet

Bei Günther Jauch verriet «Zeit»-Chefredakteur di Lorenzo, dass er bei der Europawahl zweimal abgestimmt hat. Nun könnte der Fall ein Nachspiel haben. 

26.05.14, 14:02 26.05.14, 14:43

Ein Artikel von

Das Geständnis kam mit einem Lächeln, und ein Millionenpublikum war Zeuge: «Ich muss zugeben, dass ich zweimal gewählt habe», sagte Giovanni di Lorenzo in der Talkshow «Günther Jauch» am Sonntagabend in der ARD. Er habe sowohl im italienischen Konsulat als auch in einer Hamburger Grundschule gewählt, sagte der mit deutschem und italienischem Pass ausgestattete di Lorenzo.

Bundeswahlleiter Roderich Egeler hat nun Änderungen angemahnt, damit Wähler bei der Europawahl nicht wie der «Zeit»-Chefredakteur zweimal wählen. Dieser Fall müsse sicherlich noch einmal nachgearbeitet werden, so Egeler. Wenn die Staaten Bürgern mit zwei Pässen auch zwei Wahlbeteiligungen zuschickten, könne es dazu kommen, dass diese beide nutzen. Ein Fehler sei nicht passiert. Man gehe aber davon aus, «dass der Unionsbürger seine Rechte in einer Weise in Anspruch nimmt, wie es das Gesetz vorsieht» – also nur einmal wählt. 

Das Europawahlgesetz schreibt vor, dass jeder Wahlberechtigte nur einmal seine Stimme abgibt. Über die Problematik von EU-Bürgern, die ihren Wohnsitz in einem anderen Mitgliedsland haben, hatte vor wenigen Tagen ausgerechnet die Online-Ausgabe der «Zeit» berichtet. (feb/dpa)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1Kommentar anzeigen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • Gelöschter Benutzer 26.05.2014 15:38
    Highlight «dass der Unionsbürger seine Rechte in einer Weise in Anspruch nimmt, wie es das Gesetz vorsieht»

    immer wieder schoen zu sehen, dass selbst (korrupte) politiker davon ausgehen, dass ihre buerger ehrlicher sind"
    0 0 Melden

Roger Köppel «interviewt» (lobpreist) Viktor Orban – und wir sollten auf der Hut sein!

Die Flüchtlingswelle ist ein Masterplan der Linken, Angela Merkel wird von der SPD manipuliert und Menschenrechte sind ein seichtes Thema: Darin sind sich der Ministerpräsident von Ungarn und der SVP-Nationalrat einig. Langsam wird es gruselig.

In der neuesten Ausgabe der «Weltwoche» bezeichnet Roger Köppel Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban als «Verteidiger Europas» und lässt ihn in einem ausführlichen Interview zu Wort kommen. 

Gemäss Orban hat sich die EU in einen Königshof verwandelt, der von einem Meinungsterror einer politisch korrekten, vom gewöhnlichen Volk entfernten Elite, beherrscht wird.

An diesem Königshof werden nur «seichte und zweitrangige Themen debattiert», so Orban. «Nette Sachen wie Menschenrechte, …

Artikel lesen