EU

1807 Tweets pro Minute

«Ein brauner Tag für Europa»: Twitter-Reaktionen zu #EP2014

Europa hat rechts gewählt. Auf Twitter machen viele ihrem Ärger darüber Luft. Andere äussern Verständnis für das Abschneiden von AfD und Co. 

26.05.14, 08:47 26.05.14, 12:02

Ein Artikel von

Die Europawahl war auch bei Twitter das Thema des Abends, zumindest zeitweise. Unter dem Hashtag #ep2014 liefen zu Spitzenzeiten – beispielsweise um 20:24 Uhr – genau 1807 Tweets pro Minute ein. Das ist aber gar nichts für den Kurznachrichtendienst. 

Zum Vergleich: Beim Finale des Eurovision Songcontests lag der Spitzenwert bei 47'136. Insgesamt wurden seit dem 19. Mai, 00.01 Uhr, rund neunhunderttausend Tweets zu #ep2014 verschickt (Stand 23.45 Uhr). Auch das ist dünn gegenüber den insgesamt mehr als fünf Millionen Tweets zum ESC-Finale. 

Besonders das gute Abschneiden der rechtspopulistischen Parteien beschäftigte die Twitter-Nutzer: 

Manche Wahlbeobachter versuchten sich sogleich an einer Erklärung der für viele frustrierenden Wahlergebnisse:

Andere wiederum forderten Konsequenzen aus dem Wahlergebnis:

Dieser Twitterer machte auf ein weiteres Rechteproblem aufmerksam. Sein Tweet bezieht sich allerdings auf den offiziellen YouTube-Kanal des Europaparlaments. Denn «Live-Streaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich».

Welche Themen rund um die Europawahl hierzulande ausserdem diskutiert wurden, zeigt diese Grafik: 

Was die Menschen sonst noch bewegt hat: Wahlbeteiligung, Doppelwähler Giovanni di Lorenzo und peinliche Interviewfragen.

Weitere interessante Beobachtungen im Laufe des Wahlabends: 

Bei allem Frust ob der Wahl und ihrer Ergebnisse, ob man deswegen zu diesem Fazit gelangen muss, sei dahingestellt: 

(spon)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

«Mutti» wird bleiben – und das ist nicht gut für Deutschland und Europa

Deutschland geht es gut, eine Wechselstimmung ist nicht vorhanden. Deshalb ist der Schulz-Effekt verpufft. Angela Merkels Wiederwahl als Bundeskanzlerin steht so gut wie fest. Das stimmt nicht richtig froh.

Für Martin Schulz war es ein bitterer Sonntag. Der Vorsitzende und Kanzlerkandidat der SPD musste in Nordrhein-Westfalen nicht nur die dritte Niederlage bei einer Landtagswahl in Folge einstecken. Der frühere Bürgermeister von Würselen stammt selber aus dem bevölkerungsmässig grössten deutschen Bundesland, das traditionell eine «rote» Hochburg ist.

Die Niederlage von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mag in erster Linie regionalpolitisch begründet sein. Die Bilanz ihrer rot-grünen Regierung …

Artikel lesen