Eismeister Zaugg

Nächste wird nicht mehr Thomas Zamboni (l.) Biels Cheftrainer Mike McNamara zur Seite stehen. Bild: KEYSTONE

Der begehrteste Assistenten-Job der Liga und ein neuer Ersatzgoalie für Biel

07.03.17, 08:21

Weil Biels Cheftrainer Mike McNamara bereits 67 ist, wird er Ende der nächsten Saison seinen Vertrag wohl nicht mehr verlängern. Die Wahrscheinlichkeit, dass dann sein Assistent im Frühjahr 2018 den Chefposten «erben» kann ist also recht gross. Biel ist nächste Saison für einen Assistenten der attraktivste Arbeitsplatz. Sportchef Martin Steinegger schliesst nicht aus, dass er den Assistenten tatsächlich zum Chef befördern wird, schränkt aber ein: «Das wird aber nur der Fall sein, wenn sich zeigt, dass der Kandidat auch tatsächlich geeignet ist.»

HCD-Nachwuchstrainer Anders Olsson (41) ist aussichtsreichster Kandidat. Aber Martin Steinegger hat noch zwei weitere Bewerber: Langenthals Trainer Jason O’Leary (38) und SCB-Meistertrainer Lars Leuenberger (41). «Ja, das ist richtig», bestätigt Biels Sportchef. Langenthals Geschäftsführer Gian Kämpf bestätigt das Interesse seines Trainers am Job in Biel. «Er hat uns informiert. Wir sind daran interessiert, mit ihm den Vertrag zu erneuern. Aber wenn er eine neue Herausforderung in Biel findet, verstehen wir das.» Der Kanadier ist in Langenthal am 10. Dezember 2014 vom Assistenten zum Chef befördert worden. Lars Leuenberger, zurzeit ohne Anstellung, bestätigt ebenfalls sein Interesse. Er war diese Saison in Biel bereits Kandidat für die Nachfolge von Kevin Schläpfer (47) als Cheftrainer.

Langenthals Trainer Jason O'Leary. Bild: KEYSTONE

Martin Steinegger muss nicht nur die Nummer zwei auf der Trainerposition neu besetzen. Voraussichtlich brauchte braucht er auch einen neuen Ersatztorhüter. Simon Rytz (33), seit 2013 in Biel, hat zwar einen bis 2018 weiterlaufenden Vertrag. Da er aber hinter Jonas Hiller (35) nicht zum Zuge kommt, ist Steinegger bereit, ihn ziehen zu lassen. «Wir haben Olten erlaubt, Gespräche zu führen und wir werden auch nicht auf einer Übernahme unseres Vertrages beharren. Wenn Simon Rytz eine neue Herausforderung findet, lassen wir mit uns reden.»

Simon Rytz zu Olten – warum nicht?

Simon Rytz. Bild: KEYSTONE

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  • Yotanke 07.03.2017 13:53
    Highlight Was ich bisher nicht gewusst habe: der Assi-Trainer von Biel heisst ZAMBONI. Was macht denn der Herr Zamboni nächste Saison? Mit einem solchen Namen muss man doch eigentlich im Eishockey-Business einfach grossen Erfolg haben! Mit diesem Namen wäre er eigentlich als "the real Eismeister" prädestiniert.
    18 0 Melden
  • Pajassfan 07.03.2017 10:37
    Highlight Mission 1: "Lars L. irgendwo als Headcoach installieren" gescheitert. Start von Mission 2: "Lars L. irgendwo als Assistent installieren." Mission 3 (Top Secret, wird erst aktiv bei Scheitern von Mission 2): "Lars L. irgendwo als irgendwas installieren."
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    • Crecas 07.03.2017 11:13
      Highlight Ist wirklich so. Ich weiss nicht, was hier genau den Klausso treibt. Aber Leuenberger hat schlicht nicht das Format...
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    • Yotanke 07.03.2017 13:51
      Highlight @Crecas: wirklich seltsam was da KZ mit Lars Leuenberger ständig versucht. Ich glaube KZ schadet damit Leuenberger mehr als er hilft. Ob Leuenberger nicht das Format hat ist aber aus meiner Sicht schwierig zu beantworten. Er ist mit einem SCB aus dem 8ten Rang Meister geworden. Das ist grundsätzlich ein Leistungsausweis, den man nicht wegdiskutieren kann. Es wäre wirklich interessant zu wissen, wieso im Detail Leuenberger bisher keinen Job gefunden hat (Kloten, Langnau, Ambri, Fribourg).
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    • Crecas 07.03.2017 20:32
      Highlight Nach Fribourg kann er nie zurück, weil er damals seinen Vertrag gebrochen hat - dort ist er heute noch Persona Non Grata. Und wieso sollten Ambri, Langnau oder Kloten den Gambel nehmen jemanden zu engagieren, der bisher drei Monate Cheftrainer war. Meistertitel hin oder her (dieses starke Team, da waren sich sogar Experten und auch Klaus einig, waren trotz 8. Platz Mitfavorit), Leuenberger ist noch ein Rookie.
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Der Welsche, der arbeiten kann – Gaëtan Haas ist bereits besser als Martin Plüss

Gaëtan Haas ist der überragende Schweizer Spieler der laufenden NL-Saison. Captain und Leitwolf Martin Plüss ist beim SC Bern schon vergessen.

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