Gesellschaft & Politik

Aufstand im Stadthaus: Wie geht es weiter mit Geri Müller in Baden? Bild: KEYSTONE

#gerigate

Stadtrat von Baden beklagte fehlende Reue bei Geri Müller – geht es nur ums Geld?

Am Montag nimmt der gestrauchelte Badener Stadtammann Geri Müller seine Tätigkeit wieder auf. Sowohl im Stadthaus als auch als Grünen-Nationalrat bei der Session in Bern. Die Sonntagspresse nimmt das zum Anlass, die Affäre noch einmal aufzuwärmen.

07.09.14, 07:22 07.09.14, 08:16

In der «NZZ am Sonntag» kommt Müllers Anwalt zu Wort. Sein Mandant werde an der Nationalratssession teilnehmen, allerdings mit Rücksicht auf die «besonderen Umstände in Baden, die sich nach dreiwöchiger Krankheit» ergeben hätten.

Der «Sonntagsblick» hat sich derweil in Baden umgehört. Laut seiner Version waren nicht politische Gründe oder belastende Fakten ausschlaggebend dafür, dass die Stadtratskollegen Müller die Ämter entzogen haben. Bei der Aussprache habe dieser offenbar zuwenig «echte Reue» gezeigt.

Das Blatt aus dem Hause Ringier bringt zudem die Salär-Frage ins Spiel. Müllers Lohn kann nicht angetastet werden. Demnach würde er in der verbleibenden Amtszeit brutto 1,13 Millionen Franken verdienen. «Dabei hätte er kaum noch etwas zu tun», schreibt der SonntagsBlick. Weil die übrigen Stadträte Mehrarbeit leisten müssten, winkt ihnen eine Lohnaufbesserung.

Es soll um mehr Sitzungsgelder und höhere Pauschalen für jene gehen, die ein Dossier von Müller übernehmen. Doch die Politiker könnten laut der «SonntagsZeitung» auf höhere Entschädigungen freiwillig verzichten. Ob sie dazu bereit wären, wollten sie die Zeitung nicht wissen lassen. (kad)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
19Alle Kommentare anzeigen
19
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Zeit_Genosse 07.09.2014 18:23
    Highlight Hier wird der Begriff "Würde" immer wieder arg strapaziert. Ich denke, dass da nicht alle das gleiche darunter verstehen. Wenn jemand ohne Schuld von den Medien (Patrick Müller der AZ Medien) abgeschossen wird und der Stadtrat von Baden hinterherschiesst, dann darf man sich wehren. Und wenn einer sich wehrt, zeigt er Eier, den Rest hat er schon gezeigt. Einfach die Segel streichen weil der Wind von vorne kommt, das wäre feige. Er wurde gewählt und hat eine 2. Chance in moralischer Sicht nach seinen öffentlichen Entschuldigungen verdient. Das kann nicht so schwer sein.
    2 0 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 07.09.2014 16:33
    Highlight In den Medien steht nur das, was man den Lesern zugestehen will. Entweder blickt man noch nicht ganz durch, oder wird manipuliert. Das Opfer ist ausgesucht, darum lässt man es dabei. Wehe dem, der den Durchblick erlangt! Ich denke es gibt Leute im Stadthaus, die am Montag einen heissen Stuhl unter dem Hintern haben werden. GM ist damit nicht gemeint! Brennt es schon? Die Wahrheit kommt an den Tag!
    2 1 Melden
    600
  • Ninon 07.09.2014 14:13
    Highlight Das muss eine happige Krankheit sein, die den Arzt veranlasste, Geri Müller drei Wochen lang krank zu schreiben. Dass dieser mit seiner Freundin in der Innerschwyz weilte, gehört wohl zur Kur. Mein Arzt schrieb mich während einer Infektionskrankheit mit 42 Grad Fieber nur gerade eine Woche lang krank.
    Aber wer es sich erlauben darf, sich im Stadthaus wie auf der Reeperbahn zu benehmen, der kann es sich auch erlauben, bei einem Monatslohn von 25'000 Franken auf Kosten der Steuerzahler einfach drei Wochen wegzubleiben.
    3 3 Melden
    • Romeo 07.09.2014 15:05
      Highlight Es gibt auch noch andere Krankheiten als Fieber. Von sich auf andere abzuleiten -> no go !
      4 0 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 07.09.2014 14:10
    Highlight Was wäre wenn? Wenn sich diese Dame als eine Mausefalle der Bürgerlichen entpuppen würde? Angeheuert von? Recherchiert wurde so einiges. Was wissen die Ermittler? Dürfen sie alles ans Tageslicht bringen, oder ist auch da Geld im Spiel? Viel Geld!
    4 2 Melden
    • Romeo 07.09.2014 15:06
      Highlight Ich hoffe es kommt noch ans Licht.
      3 0 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 07.09.2014 11:00
    Highlight Wie war die Wortschöpfung der Mobbingbande, ah ja, Grüüsel. Grüsel ist ein weit gestreuter Begriff. So eine Grüsel-Mobbingbande. Ihr habt es mit EUREN Spielchen nicht geschafft und nun versucht IHR diesen Weg. Ja das liebe Geld war ja schon bei den Mehrheitskommentaren (Online) ein wichtiges Thema. Merkt IHR den nicht, dass IHR dauernd das OPFER zum TÄTER macht. Das OPFER ist GM und kein anderer. Also lieber Stadtrat, lasst GM wieder arbeiten. Es ist eine grüslige Geschichte, wenn ihr nun noch mehr Geld verlangt.
    10 6 Melden
    • papparazzi 07.09.2014 11:52
      Highlight Also wenn der Geri- Gate-Schwengelzeiger auf einmal ein Opfer sein soll, dann ist die SP bürgerlich, die Bundesräte sind "harmonisch" und die Schweizer Streit- statt Eidgenossen. ut (dp)
      5 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2014 20:04
      Highlight @ papparazzi Für Sie schwerlich vorzustellen. Er ist Opfer, die SPler sind Bürger wie Sie in diesem Staat also sind sie bürgerlich. Wau, nun wollen Sie auf einmal einen harmonischen Bundesrat. Das geht doch nicht, das würde die SVPler nie zulassen, denn sonst müssten viele in diesem Land die manipulative Aussage " die Lieben und Netten zurücknehmen. Ja natürlich sind wir Streitbare Eidgenossen, ansonsten würde es unsere schöne Schweiz gar nicht geben.
      0 0 Melden
    600
  • Zeit_Genosse 07.09.2014 09:20
    Highlight Die Mehrbelastung des Stadtrats-Club von Baden entsteht selbstinduziert, weil sie GM von den Aufgaben ausschliessen. Doch dieser ist arbeitsfähig und nochmal, er hat rechtlich nichts falsch gemacht bis ihm etwas bewiesen werden kann (Chancen extrem gering). Jetzt sich (der Stadtrat) für selbstaufgeladene Mehrarbeit noch mehr Geld sich neben den Aufgaben zuzuschanzen, das ist befremdlich. Baden, wacht auf! GM hat sich in aller Öffentlichkeit entschuldigt und Reue gezeigt. Jetzt ist an der Zeit dass der Stadtrat eine gemeinsame Lösung mit GM anstrebt. Politik lebt vom Konsens.
    9 6 Melden
    • Ben 07.09.2014 10:48
      Highlight Würde hat er nicht!
      3 6 Melden
    • papparazzi 07.09.2014 11:59
      Highlight "Rechtlich nichts falsch gemacht".

      PR und moralethisch aber massiv! Nicht vergessen: Geri ist eine öffentliche Person! Dazu kommen eine zerstörte Integrität, nicht mehr vorhandenes Vertrauen und das Wissen, dass längerfristig der Schaden nicht wieder gut zu machen ist ohne "Taten" des Rücktritts.

      Wollen Badener Bürger wirklich, dass ein Schwengel- Selfie-Fotograpf die heiklen und sensiblen politischen Ressorts weiter leitet (geschweige denn in die Hände nimmt) und dazu noch mit tausendfachen Franken fürs "Sitzungsleiten" bezahlt wird?

      Nicht wirklich oder? So ein "armer", Sexgüsi! ut (dp)
      6 5 Melden
    • Vladtepes 07.09.2014 13:31
      Highlight Wann endlich wird von den Verschwörungstheoretikern und denjenigen, welche alles herunterspielend der Toleranz zuordnen wollen eingesehen, dass es bei einem Amtsträger so ganz nebenbei auch um sowas wie minimale Würde geht. Und wie würdig jemand ist, der sich selbst masturbierend in seiner Amtsstube ablichtet und das Resultat im Verbund mit schrägen und diskriminierenden Aeusserungen über seine Sekretärin per SMS in der Orbit schickt, müsste eigentlich nicht besonders betont werden. Durch den Event in der Amtsstube, dies bei einem Jahresgehalt von 260 Mille welche die Steuerzahler aufbringen, kann man schon etwas mehr erwarten. Deshalb verachte ich den Mann dafür, dass er sich - selbst mit Nichtstun - seine Pfründe erhalten will und keinerlei Eigenverantwortung besitzt.
      5 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2014 20:19
      Highlight @Vladtepes Ja Herrgott, geht's noch. Jetzt weiten Sie ganz dezent die Geschichte aus. Wegen Masturbation und Amtsstube. Ich glaube, dass bei Ihnen die Fantasie durchgegangen ist. Fragen: Haben sie alles gesehen, wer hat Ihnen diese Sch.... erzählt. Wenn ich ein Foto vom Bärengraben aus der Amtsstube verschicke, heisst dies, dass der Bärengraben in die Amtsstube gekommen ist? Alles klar. Ich erwarte von Ihnen auch ein Minimum an Menschenwürde und dies bevor Sie es von anderen Menschen erwarten.
      0 0 Melden
    600
  • klugundweise 07.09.2014 08:48
    Highlight Im Blick von heute wird das Bild des Geschlechtsteils einer Frau veröffentlicht mit der heuchlerischen Frage ob das Kunst sei.
    Was für eine verlogene Doppelmoral, wenn sich die gleiche Zeitung über eine private Foto von Geri Müller dermassen aufplustert und sich in der gleichen Ausgabe Frank A. Meier als grosser Journalisten-Guru selber beweihräuchert.
    Die NZZ sagt es richtig: Müller muss gehen, Patrick Müller der Journalist der das ganze Schmudelspiel inszenierte!
    13 7 Melden
    • Adonis 07.09.2014 10:23
      Highlight Wer steigt schon gerne gesellschaftlich ab? Wer nimmt jemanden mit einem solchen Hintergrund in ein neues Anstellungsverhältnis auf? Die Schweiz ist noch nicht soweit...
      3 3 Melden
    • Ben 07.09.2014 10:49
      Highlight O je!
      1 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.09.2014 11:26
      Highlight @klugundweis Ich finde nicht nur Patrik Müller der Journalist (wie die NZZ sagt) muss gehen. Auch die Grüselbande, die alles veranlasst hat soll Patrik Müller benennen. Wir brauchen kein neues Opfer, nur weil es bequemer ist. Ist mir alles zu oberflächlich.
      3 5 Melden
    • Romeo 07.09.2014 13:18
      Highlight GM hat einen Fehler gemacht diese Fotos überhaupt zu machen. Ehrlich gesagt, kann ich das Warum nicht nachvollziehen, denn er scheint intelligent zu sein. Scheinbar war er gut in seinem Amt. Ist es nicht das was zählt? Konzentriert euch jetzt auf das Wesentliche, liebe Politiker. Die nächsten Wahlen werden zeigen, wie das Volk darüber urteilt. Ich würde es jedoch begrüssen, wenn Herr Patrick Müller noch etwas mehr reden würde. Vielleicht wird es dann klarer.
      3 1 Melden
    600

Money, Money, Money

So viel verdienen Lehrer in der Schweiz

Nicht nur für viele Kinder im Land beginnt heute ein neuer Lebensabschnitt, auch viele Lehrpersonen haben heute ihren ersten Tag. Unsere interaktiven Karten und Charts zeigen Ihnen, wie viel die Lehrer in Ihrem Kanton im ersten Arbeitsjahr verdienen. 

Sparprogramme im Bildungsbereich werden von den Lehrern und ihrem Dachverband LCH oft massiv kritisiert. Die Schweizer Lehrerlöhne seien nicht konkurrenzfähig, 20 Prozent mehr verlangt der LCH regelmässig und generell. Erhebungen, die nicht vom LCH kommen, zeigen: Im Vergleich mit anderen OECD-Ländern verdienen die Schweizer Lehrer hinter den Luxemburgern am zweitmeisten. Wir haben die nackten Zahlen der Lohndatenerhebung (siehe Box) aufbereitet, damit Sie sich selbst ein Bild machen …

Artikel lesen